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Die sieben Bogenschützen: Privatdetektiv Tony Cantrell #48 / Cassiopeiapress Kriminalroman

Die sieben Bogenschützen: Privatdetektiv Tony Cantrell #48 / Cassiopeiapress Kriminalroman

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Die sieben Bogenschützen: Privatdetektiv Tony Cantrell #48 / Cassiopeiapress Kriminalroman

Länge:
141 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
24. Apr. 2019
ISBN:
9783743866294
Format:
Buch

Beschreibung

Privatdetektiv Tony Cantrell #48
von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

Der Privatdetektiv Tony Cantrell bekommt von einer völlig aufgelösten Frau einen Anruf. Sie behauptet, ein Mann namens Harker sei ermordet worden und habe zu Lebzeiten verlangt, dass Cantrell sein Ableben untersuchen solle. Tatsächlich sieht es so aus, als ob Harker von einem Einbrecher getötet wurde, doch seine Freundin Rita verweist darauf, dass Harker ein Börsenmakler war und Beweise gegen einen Finanzhai gesucht hatte, der viele Anleger um ihr Geld gebracht hat. Also ermittelt Cantrell in diese Richtung und findet auch einiges heraus. Doch der Mord lässt sich dadurch nicht aufklären...
Herausgeber:
Freigegeben:
24. Apr. 2019
ISBN:
9783743866294
Format:
Buch

Über den Autor


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Die sieben Bogenschützen - Earl Warren

München

Die sieben Bogenschützen

Privatdetektiv Tony Cantrell #48

von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

Der Privatdetektiv Tony Cantrell bekommt von einer völlig aufgelösten Frau einen Anruf. Sie behauptet, ein Mann namens Harker sei ermordet worden und habe zu Lebzeiten verlangt, dass Cantrell sein Ableben untersuchen solle. Tatsächlich sieht es so aus, als ob Harker von einem Einbrecher getötet wurde, doch seine Freundin Rita verweist darauf, dass Harker ein Börsenmakler war und Beweise gegen einen Finanzhai gesucht hatte, der viele Anleger um ihr Geld gebracht hat. Also ermittelt Cantrell in diese Richtung und findet auch einiges heraus. Doch der Mord lässt sich dadurch nicht aufklären...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Jessica Hawthorne - Versteht nichts von Kunst und bekommt deshalb Ärger mit einem Killer.

Joseph Harker - Macht die Erfahrung, dass das Sammeln von Kunstgegenständen ein gefährliches Hobby sein kann.

Henry Carruther - Beherrscht die Kunst, die Leute für dumm zu verkaufen und damit Millionen zu machen.

Sam Warner, Jack Ebstein und John Gillicuddy - Haben allen Grund, über den Besuch eines Privatdetektivs nicht sehr erfreut zu sein.

Sandra Sandford - Löst eine Kunstsammlung auf und wird dafür umgebracht.

. . . und das Cantrell-Team.

1

Joseph Harker duschte erst heiß, dann kalt. Er frottierte seinen Körper mit einem rauen Handtuch ab, bis die Haut rot glühte. Der Börsenmakler begutachtete seinen nackten Körper im Spiegel. Für seine achtundvierzig Jahre war er noch gut in Form. Kaum Bauch, festes, muskulöses Fleisch. Harker hielt sich mit Golfspielen und regelmäßigen Reitstunden fit. Er verrieb einige Tropfen eines herben Herrenparfüms über seinen Körper. Dann legte er sich den marineblauen und roten Hausmantel um und verließ das Badezimmer. Harker hatte einen Zehn-Zimmer-Bungalow in Arlington Heights gemietet. Bei Chicagos teuren Wohnungspreisen kostete ihn der Bungalow eine Menge Geld, aber das konnte Harkers Bankkonto verkraften. Der Börsenmakler ging zum Schlafzimmer. Rita Blant wartete dort auf ihn, eine illustre Rothaarige, geschieden wie Harker. Zunächst hatte sie nur seinen geschäftlichen Rat gesucht, aber dabei war es nicht geblieben. Harker als Mann von Welt vermochte wohl, eine zwanzig Jahre jüngere Frau zu fesseln.

„Ich habe nicht nur das Alter, sondern auch die Erfahrung", pflegte er zu sagen. Ein Lächeln auf den Lippen, von angenehmen Erwartungen erfüllt, öffnete Joseph Harker die Schlafzimmertür.

Im Schlafzimmer hätte man Fußball spielen können, so groß war es.

Harker indessen ging in diesem Raum einem angenehmeren Zeitvertreib nach. Das breite französische Bett hatte die Ausmaße einer Liegewiese. Zwei Farbtöne bestimmten die Einrichtung des Zimmers: blau und lila.

Ein ebenso teurer wie geschickter Innenarchitekt hatte tolle Effekte erzielt.

Die Rothaarige - sie hatte atemberaubende Kurven - rekelte sich auf dem lila Bett. Sie trug nur einen Hauch Chanel No. 5 auf der blanken Haut. Verführerisch lächelte sie Joseph Harker entgegen.

„Hi! Mit dem Hausmantel siehst du aus wie ein Admiral, Joe."

„Ich bin Finanzkapitän", behauptete Harker schlicht.

Rita Blant stellte wieder einmal fest, dass Harker in der privaten, intimen Atmosphäre ganz anders wirkte als in den Büroräumen seines Marmor und Glaspalastes in der Golf Road 1819. Harker war ein Spitzenkönner seines Metiers, sehr selbstbewusst, sehr gepflegt, von sich eingenommen und geschäftlich knallhart.

Rita Blant konnte sich sehr gut vorstellen, dass sie Mrs. Harker Nr. III würde, wenn sie es richtig anstellte. Und bis jetzt hatte sie es richtig angestellt.

Als Harker die Tür hinter sich schließen wollte, hörte er aus dem Raum am Ende der sehr geräumigen Diele ein leises Geräusch. Der Börsenmakler runzelte die Stirn. Er zögerte.

„Was ist denn, Joe?", fragte Rita Blant.

„Einen Moment. Mir war da gerade, als hätte ich etwas gehört. Meine Sammlung ist sehr wertvoll, wie du weißt."

Die Rothaarige zog einen Schmollmund.

„Du und deine Sammlung. Manchmal denke ich, du solltest mit einer deiner Skulpturer oder mit einem von den Gemälden ins Bett gehen."

„Du möchtest doch auch nicht, dass wir hier gestört werden, Rita."

Harker trat an die Spiegelkommode. Er nahm eine Gaspistole aus der obersten Schublade und eine Stabtaschenlampe.

Beides schob er in die Taschen des Hausmantels. Dann verließ er das Schlafzimmer, ging leise in Pantoffeln durch die Diele und riss plötzlich die Tür des großen Raumes auf, in dem sich die Sammlung befand. Harker sah den Lichtstrahl einer Taschenlampe. Eine große, schlanke Gestalt stand an einem der Tische.

Der Eindringling richtete sofort die Taschenlampe auf das Gesicht des Maklers. Das grelle Licht blendete Harker. Mit tausendmal geübter Routine aber fand seine Hand den Lichtschalter an der Wand.

Die Deckenbeleuchtung flammte auf. Es war die klassische Einbruchssituation. Ein dunkel gekleideter Mann mit schwarzen Seidenhandschuhen, den Harker noch nie zuvor gesehen hatte, stand mitten im Raum. Das Rouleau des einen Fensters war halb hochgeschoben. Aus der Scheibe des offenstehenden Fensterflügels war ein kreisrundes Stück herausgeschnitten worden, gerade groß genug, um mit der Hand hindurchlangen zu können.

Auf dem Tisch vor dem Einbrecher lagen die Trümmer einer Porzellanfigur. Aus seinem Hosenbund ragte der Griff einer Pistole.

Es war bezeichnend für Harker, dass er zuerst den Schaden monierte, der seiner Sammlung zugefügt worden war.

„Was tun Sie da?, rief Harker empört. „Sie haben mir den Bogenschützen zerschlagen. Wissen Sie überhaupt, welchen Wert dieses Stück hat? Es stammt aus der Derby-Manufaktur in Chelsea und wird um 1790 datiert.

Die Lippen des Einbrechers formten einen unhörbaren Fluch. Harker, voller Wut über die Zerstörung eines der schönsten Stücke seiner Sammlung, griff nach der Gaspistole in der Tasche des Hausmantels.

Die kleine Pistole verfing sich im Taschenfutter. Harker zog und zerrte, um sie freizukriegen.

Der Einbrecher holte mit einem Griff die Pistole aus dem Hosenbund. Auf den kurzen Pistolenlauf war ein vierkantiger Schalldämpfer aufmontiert.

Der Börsenmakler starrte in die dunkle Mündung. Er wurde bleich und ließ den Griff der Gaspistole los, als hätte er sich die Finger verbrannt.

„Machen Sie keine Dummheiten, Mann!", stieß er mit spröder Stimme hervor.

Der Einbrecher zögerte.

In diesem Augenblick fragte Rita Blant, die am anderen Ende der Diele in der Tür des Schlafzimmers stand: „Joe, was ist los? Mit wem sprichst du da?"

Der Einbrecher schoss zwei mal. Die Schussdetonationen waren nicht lauter als der Knall beim Zerplatzen einer Papiertüte. Etwas schlug mit Urgewalt in Joseph Harkers Leib, etwas unterhalb des Solarplexus, und in seine Brust.

Der Börsenmakler verkrallte die Hände über der Einschusswunde des Bauchschusses und brach röchelnd zusammen. Der Aufprallschock der Kugel betäubte zunächst den Schmerz, aber in Harkers Brust war ein Brennen, das die Lungen zu zerreißen schien.

Blutbläschen aus Harkers zerschossener Lunge traten in seinen Mund und über die Lippen. Der Schmerz wurde so schlimm, dass Harker glaubte, er müsse seinen Körper zersprengen. Es wurde rasch dunkler um ihn. Harker wunderte sich nur einen Augenblick über die Finsternis.

Dann begriff er, dass er starb. Er hörte noch das Knarren des Fensters, das Geräusch, mit dem sein Mörder das Rouleau etwas hochschob, bevor er sich nach draußen schwang.

Er hörte Rita Blants Stimme.

„Joe! Joe, mein Gott, was hat er mit dir gemacht, Joe? Jooeeee!"

Ein schriller, markerschütternder, hysterischer Schrei folgte. Dieser Schrei drang noch in Joseph Harkers schmerzerfülltes Bewusstsein, aber er war nicht mehr in der Lage, ihm eine Bedeutung beizumessen.

Dann war da nichts mehr. Joseph Harker war tot.

2

Die Männer vom Spurensicherungsdienst hatten ihre Arbeit beendet. Doc Hunter, der kleine, untersetzte Polizeiarzt mit dem weißen Haarkranz und dem losen Mundwerk, war mit seiner Arbeit fürs erste fertig, und der Polizeifotograf hatte seine Aufnahmen geschossen.

Am Boden war mit Kreide die Lage der Leiche auf dem Parkettboden eingezeichnet. Eine Blutlache trocknete ein. Zwei Sanitäter legten den Toten auf eine Bahre und trugen ihn hinaus.

Lieutenant Harry Rollins vom Capital Crime Department sah sich in dem Raum um, in dem der Mord geschehen war. Joseph Harker hatte Porzellanfiguren, Services, Nippes und Büsten gesammelt. Rollins verstand wenig davon, aber es war ihm klar, dass diese Stücke für einen Sammler einen beträchtlichen Wert darstellten.

Es klingelte an der Vordertür. Rollins Assistent, der junge Duncan, ging hin und öffnete. Rollins hörte wohlbekannte Stimmen. Er trat hinaus in die Diele.

Vor ihm standen der Rechtsanwalt und Privatdetektiv Tony Cantrell, seine hübsche Frau Carol und Morton Philby, allgemein „Silk" genannt. Die Cantrells und ihr Freund und Mitarbeiter Silk trugen Abendgarderobe. Der weinrote Smoking stand dem schlanken, eleganten Anwalt hervorragend.

Cantrell sah blendend aus, braungebrannt noch vom Skiurlaub. Er erinnerte den Lieutenant in diesem Augenblick an einen erfolgreichen Filmschauspieler, dessen Äußeres sein bestes Kapital ist. Carol, mit Nerzcape und tief ausgeschnittener schwarzer Abendrobe, stand ihrem Mann nicht nach.

Auch Silk, der zum schwarzen Smoking die unvermeidliche Seidenkrawatte trug, wirkte elegant und distinguiert.

„Welch Glanz in dieser bescheidenen Hütte, begrüßte Rollins Chicagos erfolgreichstes Detektivteam. „Was führt euch hierher?

Cantrell, Carol und Silk reichten dem Lieutenant die Hand.

„Rita Blants Anruf", erwiderte Cantrell. „Wir kommen gerade aus der Oper, La Boheme von Puccini , wie du

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