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Beisetzung im schönen Monat Mai: Privatdetektiv Tony Cantrell #33

Beisetzung im schönen Monat Mai: Privatdetektiv Tony Cantrell #33

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Beisetzung im schönen Monat Mai: Privatdetektiv Tony Cantrell #33

Länge:
134 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Apr. 2018
ISBN:
9783743830585
Format:
Buch

Beschreibung

Privatdetektiv Tony Cantrell #33
von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 123 Taschenbuchseiten.

Gwen, die einzige Tochter des Millionärs Brynne Maddock, wird von einer Rockerbande entführt; gefordert wird eine Million Dollar Lösegeld. Maddock bittet Tony Cantrell, den erfolgreichsten Anwalt und Privatdetektiv Chicagos, um Hilfe. Das Geld soll in einer Subway an einen Rocker übergeben werden, und Cantrell ist der Überbringer. Die Tasche mit dem Geld wird von der Polizei mit einem Peilsender versehen und der Erpresser verfolgt - alles läuft nach Plan. Doch als man den vermeintlichen Geldempfänger mit der Beute am O'Hare Airport stellt, erweist dieser sich als kleiner Gelegenheitsdieb, der den Rocker bestohlen hatte. Die Geldübergabe ist fehlgeschlagen - und das Leben der Millionärstochter keinen Pfifferling mehr wert ...
Herausgeber:
Freigegeben:
4. Apr. 2018
ISBN:
9783743830585
Format:
Buch

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Beisetzung im schönen Monat Mai

Privatdetektiv Tony Cantrell #33

von Earl Warren

Der Umfang dieses Buchs entspricht 123 Taschenbuchseiten.

Gwen, die einzige Tochter des Millionärs Brynne Maddock, wird von einer Rockerbande entführt; gefordert wird eine Million Dollar Lösegeld. Maddock bittet Tony Cantrell, den erfolgreichsten Anwalt und Privatdetektiv Chicagos, um Hilfe. Das Geld soll in einer Subway an einen Rocker übergeben werden, und Cantrell ist der Überbringer. Die Tasche mit dem Geld wird von der Polizei mit einem Peilsender versehen und der Erpresser verfolgt - alles läuft nach Plan. Doch als man den vermeintlichen Geldempfänger mit der Beute am O’Hare Airport stellt, erweist dieser sich als kleiner Gelegenheitsdieb, der den Rocker bestohlen hatte. Die Geldübergabe ist fehlgeschlagen - und das Leben der Millionärstochter keinen Pfifferling mehr wert ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Brynne Maddock - Er hatte nie Zeit für seine Tochter - bis sie nicht mehr da war.

Gwen Maddock - Sie kannte alle Sorten von Männern, und sie war sich für keinen zu schade.

Karate Shayne - Der Rockerboss hielt sich für den Größten und war doch nur eine Marionette in einem schmutzigen Spiet.

Carreen Milton - Bei ihr wurde selbst der starke Butch schwach.

Joshua Goodwill - Der Butler der Maddocks hing so sehr an Gwen, dass er mit ins Verderben gezogen wurde.

Ronnie Skelton - Er wurde ganz unverhofft Millionär - aber nur für dreieinviertel Stunden.

... und das Cantrell-Team.

1

Der schwarze Cadillac rollte die West 83th Street entlang, ohne Eile, wie es einem solchen Luxusgefährt zukam. Aldiss, der Chauffeur, hatte die graue Schirmmütze bis knapp über die Augenbrauen gezogen. Lässig hing eine Zigarette in seinem Mundwinkel.

Gwen Maddock, die Tochter des Plastikwarenmillionärs Brynne Maddock, rekelte sich auf dem Rücksitz. Sie trug abgewetzte Jeans und eine fast durchsichtige Bluse. Von Büstenhaltern hielt sie nichts.

Aldiss verrenkte sich den Hals, um Gwens heiße Figur im Rückspiegel begutachten zu können. Es war früher Nachmittag, wenig Verkehr, um den er sich zu kümmern brauchte. Der Caddy fuhr fast von selbst.

Möchte wissen, weshalb sie immer mit solchen Fetzen herumläuft, dachte Aldiss, wo der Alte vor Geld nur so stinkt. Ein Gedanke keimte in Aldiss Gehirn auf, und für einige Sekunden genoss er ihn.

Wie wäre es, mit Gwen an eine stille und abgelegene Stelle zu fahren, statt sie zu dieser sündteuren Privatschule zu bringen? Von Gwen waren da keine Schwierigkeiten zu erwarten, nach allem, was er so gehört hatte. Sie besaß die Moral einer streunenden Katze und hatte so gut wie keine Hemmungen.

Aber Aldiss ließ es sein. Wenn der alte Maddock davon erfuhr, war er seine Stellung los. Und so einen guten Job würde er nie wiederfinden. Außerdem war die Kleine ein höllisches Aas, und wenn er mit ihr schlief, hatte sie ihn in der Hand.

Aldiss zuckte mit den Schultern. Der Caddy näherte sich im 25-Meilen-Tempo dem O’Hallaren Park. Aldiss hörte mit halbem Ohr einen Song von Liza Minelli über die Stereoanlage des Wagens. Er mochte Liza, ihre quecksilbrige Art.

Da dröhnten im O’Hallaren Park schwere Motoren auf. Ein Dutzend Rocker fuhren in zwei breiten Reihen hintereinander über den Fußgängerweg. Langhaarige, bärtige, wüste Gestalten mit Lederjacken, Stahl und Sturzhelmen, mit eisernen Kreuzen und Weltkriegsorden geschmückt. Ihre Motorräder - Kawasakis, Hondas, Harley Davidsons - waren fantastisch aufgemacht.

Lange, gebogene Lenkräder, Wimpel und Bänder, Aufkleber und alle möglichen Abzeichen. Ein paar Rocker hatten kleine Flaggen mit den Stars and Stripes oder dem Totenkopf hinten am Soziussitz.

Im Nu hatten sie die Fahrbahn blockiert. Autos stoppten, Fahrer schauten aus dem heruntergekurbelten Seitenfenster, hupten und fluchten.

Die Rocker kümmerte das nicht. Nur einer drehte sich lässig halb um, als der grauköpfige Fahrer des Packard hinter ihm allzu laut zeterte.

„Mach keine Revolution, Geier, sonst holen wir dich aus deiner Karre und lassen dir mal ein paar Gesichtszüge entgleisen."

Schnell kurbelte der Fahrer die Scheibe wieder hoch. Er wollte sich die Motorradnummer des Rockers notieren, musste aber feststellen, dass das Nummernschild mit schwarzem Isolierband verklebt und unkenntlich gemacht war. Bei den andern Rockern auch.

Auch Aldiss hatte stoppen müssen. Vor ihm stand ein alter Ford, und dann kam die breite Reihe der Rocker. Alle vier Fahrbahnen blockierten sie. Der Verkehr stand in beiden Richtungen.

„Verdammte Hurensöhne, fluchte Aldiss. „Die sollte man samt ihren Krachmachern in den Lake Michigan schmeißen. An die Motorräder festgebunden und da, wo der See am tiefsten ist.

Gwen Maddock hatte ihre große getönte Brille abgesetzt. Ihre Augen glänzten.

„Tolle Kerle, hauchte sie und warf den Rockern eine Kusshand zu. „Ganz scharfe Typen.

Der Chauffeur seufzte. Das war schon ein Stück, die Tochter seines Chefs. Er fragte sich, was die Aktion der Rocker eigentlich sollte.

Wollten sie sich nur einen Spaß erlauben, oder hatten sie es auf einen der Wagen abgesehen?

Er sollte es gleich erfahren. Aus dem Buick auf der andern Straßenseite stiegen zwei Männer aus. Sie trugen helle Sommermäntel, hatten die Hüte tief ins Gesicht gezogen und hatten Sonnenbrillen aufgesetzt. Die rechte Hand hielten sie in der stark ausgebeulten Manteltasche.

Vier der Rocker stiegen von ihren schweren Maschinen und bockten sie auf. Sie kamen auf den schwarzen Cadillac zu, genauso wie die beiden Männer aus dem Buick. Ein Rocker riss den vorderen Wagenschlag auf.

Der Chauffeur sah ein wüstes Gesicht, mit einer großen Motorradbrille getarnt, mit einigen Narben um den Mund und tagealten Bartstoppeln.

„Raus, Scheißer!", grölte der Rocker.

Aldiss war kein Held, und in diesem Augenblick merkte er das besonders. Er hatte nichts als Angst. Er zitterte, und seine Eingeweide krampften sich zusammen, obwohl ihn noch keiner von den Rockern auch nur mit einem Finger berührt hatte.

„A... a... aber, was soll denn das?", stotterte er.

Der bullige Rocker packte ihn am Kragen und riss ihn aus dem Wagen. Aldiss hob beide Hände in einer abwehrenden Geste. Es war eine reine Reflexbewegung, zur Gegenwehr hatte er viel zu viel Angst.

Der Rocker schlug sofort zu. Seine linke Faust grub sich in Aldiss’ Magen. Der Chauffeur röchelte, krümmte sich zusammen.

Gwen Maddock war ausgestiegen. Ohne Angst sah sie die Rocker und die beiden Männer mit den hellen Sommermänteln und den Sonnenbrillen an.

„Aber Jungs, was wollt ihr denn von Aldiss?, fragte sie. Sie kicherte. „Oder habt ihr’s etwa auf mich abgesehen? Das hättet ihr billiger haben können ...

„Gehen Sie in den Wagen, Gwen", stöhnte der Chauffeur.

Der Rocker riss ihn hoch. Er sah die Faust eines anderen Rockers von der Seite her auf sein Gesicht zurasen, mit einer Fahrradkette umwickelt. Die Eisenfaust krachte gegen seine rechte Gesichtshälfte, er hörte das Knirschen seines brechenden Unterkiefers, und ein brennender Schmerz schoss durch seinen ganzen Körper.

Aldiss brach zusammen wie vom Blitz gefällt, rollte auf den Bauch, verbarg das Gesicht in den Armen und stöhnte unterdrückt.

Der Rocker versetzte ihm einen verächtlichen Tritt in die Seite.

„Arschlappen", sagte er.

„Du hast ihm richtig wehgetan, sagte Gwen vorwurfsvoll zu dem Rocker mit der Fahrradkette. „Was wollt ihr denn eigentlich?

Die beiden Männer mit den hellen Mänteln waren um den Cadillac herumgekommen. Zwei Rocker packten Gwen brutal an den Armen.

„Maul halten, Puppe, sagte einer der beiden Männer. „Wir machen jetzt ’ne Spazierfahrt. Los, bringt sie rüber zum Buick.

Zwei Rocker schleiften Gwen über die Straße. Sie wehrte sich nicht, war völlig überrascht. Mittlerweile war eine Autoschlange entstanden, auf den Bürgersteigen standen Leute, und aus den Fenstern der Häuser schauten welche. Aber keiner von den Zuschauern griff ein.

Sie sahen den blutenden, reglosen Chauffeur auf der Straße liegen, und sie wollten nicht, dass es ihnen genauso ging. Zivilcourage war in Chicago kein gefragter Artikel.

Die Rocker stießen Gwen in den Fond des Wagens. Einer nahm eine Handschelle vom Rücksitz und schloss das Mädchen an den Vordersitz an. Der andere zog einen schmutzig weißen Lappen aus der Tasche seiner Lederjacke. Der Lappen stank durchdringend nach Chloroform.

Er presste Gwen den Lappen vor Mund und Nase. Sie strampelte, gab erstickte Laute von sich, aber bald schon wurde ihre Gegenwehr schwächer. Die beiden Männer passten inzwischen auf. Die Hände hatten sie nicht aus den Manteltaschen genommen, noch kein einzige Mal.

„Die wäre verarztet", sagte der Rocker.

In diesem Augenblick wurde ein Fenster im ersten Stock des Hauses aufgerissen, vor dem der Buick mit laufendem Motor hielt. Im Erdgeschoss des Hauses war ein Elektrogeschäft. Ein paar Leute schauten durch die Schaufensterscheiben auf die Straße hinaus.

Im Fenster oben war ein Mann mit Polizeimütze zu sehen. Er hielt einen Smith & Wesson in der Faust, seinen Dienstrevolver. Er hatte dienstfrei und war zu Hause.

„Hände hoch,

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