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War alles nur Lüge?: Cassiopeiapress Roman

War alles nur Lüge?: Cassiopeiapress Roman

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War alles nur Lüge?: Cassiopeiapress Roman

Länge:
157 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Juni 2019
ISBN:
9783739623153
Format:
Buch

Beschreibung

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 137 Taschenbuchseiten.
In alter Rechtschreibung.

Nadine hat das Abi in der Tasche und macht Urlaub mit der besten Freundin. Da ist ein Urlaubsflirt nicht weit. Spumante und heiße Parties am Mittelmeer – da sind die Probleme mit den Männern nicht von weit hergeholt. Thomas ist ein attraktiver und sehr netter Typ – doch es scheint als würde Babsi eigene Pläne haben...
Herausgeber:
Freigegeben:
11. Juni 2019
ISBN:
9783739623153
Format:
Buch

Über den Autor


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War alles nur Lüge? - A. F. Morland

War alles nur eine Lüge?

Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 137 Taschenbuchseiten.

In alter Rechtschreibung.

Nadine hat das Abi in der Tasche und macht Urlaub mit der besten Freundin. Da ist ein Urlaubsflirt nicht weit. Spumante und heiße Parties am Mittelmeer – da sind die Probleme mit den Männern nicht von weit hergeholt. Thomas ist ein attraktiver und sehr netter Typ – doch es scheint als würde Babsi eigene Pläne haben...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by Autor und Edition Bärenklau, 2015

Erstdruck 1993

Cover © by cocoparisienne/ pixabay(dot)com, 2015

1. Kapitel

Nadine schob den Einkaufswagen durch den Supermarkt, vorbei an Kinderspielzeug und Babykram. Ihr Blick streifte die Wegwerfwindeln, und sie mußte unwillkürlich schmunzeln. Sonderbar - sie konnte sich nicht vorstellen, schon Mutter zu sein, obwohl sie beinahe neunzehn Jahre alt war. Sie wußte von einem Mädchen, das bereits mit vierzehn schwanger geworden war. Für die ist die Jugend praktisch im Eimer, dachte sie. Nee, das war’ nichts für mich. Ich möchte mein Leben noch genießen, bevor ich daran denke, ein Kind in die Welt zu setzen. Ich wüßte zur Zeit nicht einmal, mit wem ich das tun sollte.

Es waren zwar genug Jungs hinter Nadine her, weil sie sehr hübsch und sexy war, aber der Richtige - der, bei dessen Anblick ihr Herzschlag aussetzte - war nicht dabei. Nadine hatte ein apartes Gesicht, das von schulterlangem, braun gelocktem Haar umrahmt wurde. Sie machte irgendwie einen sauberen und wohlerzogenen Eindruck, ohne dabei im geringsten langweilig zu wirken. Das jahrelange Tragen einer Zahnklammer hatte sich gelohnt: Sie hatte heute schöne regelmäßige Zähne. Und ein Blick aus ihren großen rehbraunen Augen vermochte den stärksten Jungen schwach zu machen.

Aber eines Tages werde ich Kinder haben, fuhr sie in ihren Überlegungen fort, und einen Mann, der uns liebt, auf den wir uns verlassen können, mit dem wir unbeschreiblich glücklich sein werden.

Sie schob den Einkaufswagen weiter und um einen Konserventurm herum. Von rechts kam ein anderer Einkaufswagen angerast, und es hätte beinahe eine Karambolage gegeben, wenn Nadine nicht blitzartig stehengeblieben wäre.

Der Raser war Gero Wolf. »Hallo, Nadine!«

»Immer in Eile.«

»Tja, Zeit ist Geld.« Geros Haar glänzte, als hätte er ein Kilo Schweineschmalz hineingearbeitet. Er war ein mittelgroßer, aufgeweckter Junge, der die Finger stets am Puls des Geschehens hatte - und nicht nur dort.

Es gab kaum ein Mädchen, das vor ihm sicher war, und er hatte selbstverständlich auch schon bei Nadine sein Glück versucht. Ehrensache. Er hatte nichts erreicht, doch solche Niederlagen steckte er weg, ohne mit der Wimper zu zucken, denn er vertrat die trostspendende Ansicht: Ist es nicht die, dann ist es eben ’ne andere. Gero war nicht wählerisch. Er nahm jede, die ihm nicht allzu viele Schwierigkeiten machte. Aufreißen und Sex waren für ihn Sportarten, die er mit großem Eifer betrieb.

In seinem Einkaufwagen türmte sich beinahe das gesamte Warenangebot des Supermarkts. Er schien das Gefährt ziemlich wahllos gefüllt zu haben, als ginge es darum, so viel wie möglich in Rekordzeit hineinzupacken und die Kasse zu erreichen: Gießkanne, Haarspray, Plastiksieb, Brot, Vogelfutter, Katzenstreu, Tiefkühlpizza, Watte, eine Zehnerpackung Klorollen ...

Gero grinste. »Kauft Klopapier! Es kommen beschissene Zeiten!«

»Erwartest du ’ne Belagerung?«

»Ich kaufe auch gleich für die Nachbarn mit ein«, antwortete er. »Wie geht’s denn so?«

»Prima.«

»Kein Wunder, nachdem der ganze Schulstreß vorbei ist. Man fühlt sich frei wie ein Vogel, was?«

»Hast du das Abi auch geschafft?«

»Ich bin gerade noch so durchgerutscht. Aber wer fragt in hundert Jahren noch danach?«

»Und wie geht’s nun weiter?«

Gero tippte sich an die Stirn. »Wer denkt denn jetzt schon daran? Erst mal wird der Sommer richtig genossen, und im Herbst wird man sehen. Vielleicht entscheide ich mich für irgendein Kolleg, oder ich steck’ die Nase mal ’n bißchen in die Uni. Alles ist möglich. Sogar, daß ich mir

irgendeinen Job suche. Mal sehen. Ich lasse mich überraschen. Das kann noch spannender werden als ’n Krimi. Am Samstag gibt Thomas Roll ’ne Party.«

»Ich weiß.«

»Kommst du auch?«

»Wenn ich Zeit habe, ja«, antwortete Nadine, und es stand für sie bereits fest, daß sie Zeit haben würde.

»Die Partys bei Thomas sind immer okay. Die sollte man sich nicht entgehen lassen. Ich muß weiter. Vielleicht sehen wir uns.«

»Ja, vielleicht.«

Gero schwenkte nach links und räumte die Regale weiter ab. Zuletzt legte er noch eine dicke Illustrierte und zwei bunte Taschenhefte auf den Supermarkt-Querschnitt.

Nadine warf einen Blick auf ihre Einkaufsliste, holte sich die Müsli-Riegel, die ihr so gut schmeckten, stellte einen isotonischen Durstlöscher in den Wagen und schloß den Einkauf damit ab.

Gero legte seine Waren auf das Förderband. Nadine kam es so vor, als wäre er ein wenig hektisch und nervös. Etwa deshalb, weil sie unmittelbar hinter ihm stand? Das blonde Girl an der Kasse tippte die Warenbeträge der Reihe nach ein. Gero schob alles achtlos in seinen Einkaufswagen. Er schien es ziemlich eilig zu haben.

Die Kassiererin griff nach einem länglichen Päckchen. Gero warf Nadine einen gehetzten Blick zu. Ein dünner Schweißfilm glänzte auf seiner Stirn.

»Moment!« sagte die Kassiererin.

»Ja?« krächzte Gero.

»Der Preis kann nicht stimmen.«

»Oh, das ist schon okay!« sagte Gero mit belegter Stimme, und sein Gesicht begann sich zu röten.

»Soviel ich weiß, sind die derzeit im Sonderangebot«, sagte das blonde Mädchen.

»Ich bezahle, was auf der Packung steht.«

»Warum willst du mehr zahlen, wenn du was billiger haben kannst?«

Der Schweiß auf Geros Stirn vermehrte sich. »Die paar Pfennig ...«

»Alles muß seine Ordnung haben.« Die Kassiererin stand auf, entdeckte eine der Regalbetreuerinnen und rief: »Sandra! Würdest du bitte mal nachsehen, was die Kondome kosten? Die mit der weißen Lilie drauf!«

»Die gefühlsechten?«

»Ja.«

Nadine sah Gero an, daß er vor Verlegenheit am liebsten im Boden versunken wäre. Er schaute sie mit starrem Blick an, und sie schmunzelte amüsiert.

Seine Taktik hatte nicht funktioniert. Er hatte den Einkaufswagen vollgepackt, damit die Kondome nicht auffielen. Sein Pech, daß er ein falsch ausgezeichnetes Sonderangebot erwischt hatte.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, dachte Nadine. Gero deckt sich für Thomas Rolls Party mit ’ner Weiße-Lilie-Packung ein!

Daraus war klar ersichtlich, welche Erwartungen er in die Fete setzte. Aber eigentlich war das bei Gero Wolf noch nie anders gewesen.

Nadines Vater erzielte mit seinem Pharma-Konzem Immuna beachtliche Umsätze, doch Thomas Rolls Vater, ebenfalls ein Geschäftsmann, schwamm noch mehr im Geld, und er verwöhnte seinen Junior sehr. Er war der Meinung, daß auch Thomas etwas von dem vielen Geld haben sollte, das er verdiente. Erstens war Thomas sein einziger Sohn, zweitens hatte er ihm noch nie Schande gemacht, drittens hatte er immer gute Lernerfolge aufzuweisen gehabt, und viertens würde er ihn eines Tages zu seinem Kompagnon machen. Nachdem Thomas das Abitur mit Auszeichnung geschafft hatte, hatte ihm sein Vater einen tollen Sportwagen geschenkt. Außerdem stand ihm das gesamte Anwesen für die Party zur Verfügung. Thomas’ Eltern verbrachten indessen ein verlängertes Wochenende in Paris. Es war für alles gesorgt.

Niemand brauchte zu befürchten, er müsse auf Thomas’ Party verhungern oder verdursten. Es war alles im Überfluß da. Nach der Party würde eine Putzkolonne erscheinen und die Spuren restlos beseitigen. Wenn Thomas’ Eltern zurückkamen, würde nichts mehr davon zeugen, daß hier eine übermütige Fete gelaufen war.

Das ganze Haus war hell erleuchtet. Im Garten wurden die Bäume von eingegrabenen Scheinwerfern angestrahlt, und der riesige Swimming-pool war von Unterwasserlampen erhellt.

Auf der Terrasse standen mächtige Boxen, die einen irren Sound gegen die Tanzenden hämmerten. Der verlockende Geruch gegrillten Fleisches verteilte sich über das gesamte Grundstück. Thomas hatte alle Gäste herzlich begrüßt und ihnen befohlen, sich so zu amüsieren, als wäre dies der letzte Abend ihres Lebens. Nadine hatte er wie einen Ehrengast empfangen.

Er hatte sie umarmt, innig an sich gedrückt, auf die Wangen geküßt und gesagt: »Über dein Kommen freue ich mich ganz besonders.«

Thomas war groß und blond, hatte eine sportliche Figur und scharf geschnittene Züge. Man konnte sich mit ihm sehen lassen, und er war Nadine sehr sympathisch.

»Ich bedanke mich für die Einladung«, hatte sie erwidert.

»Das brauchst du nicht. Ich habe dir zu danken, daß du sie angenommen hast.«

Sie hatte gelacht. »Wir reden schon wie unsere Eltern.«

»Es sind keine schlechten Vorbilder. Geh und misch dich unters Volk. Wir unterhalten uns später. Du reservierst mir hoffentlich mehr als einen Tanz.«

»Das läßt sich machen.«

Fast all ihre Klassenkameraden waren da. Nicht alle hatten das Abi geschafft, doch selbst diejenigen, die abgestürzt waren, ließen sich die Fete nicht entgehen, obwohl es für sie eigentlich keinen Grund zum Feiern gab.

Für sie war’s eben nur eine Abschiedsparty. Die gemeinsame Schulzeit war vorbei. Man würde sich allmählich aus den Augen verlieren; von einigen Schulfreunden würde man vielleicht nie wieder hören.

Deshalb hatte diese Party ein besonderes Flair und war mit keiner Fete zu vergleichen, die hier schon stattgefunden hatte. Der Schritt ins Leben, in die Ungewißheit stand ihnen bevor. Vielleicht würden sie nie mehr so unbeschwert sein wie heute. Deshalb strengten sich alle an, damit das Fest zu einem unvergeßlichen Ereignis wurde.

Gero Wolf hatte die peinliche Situation im Supermarkt inzwischen

fast vergessen. Nadine erinnerte ihn belustigt daran, indem sie fragte: »Wetten, ich weiß, was du in deinen Taschen hast?«

Er grinste - überhaupt nicht mehr verlegen. »Wenn du möchtest, können wir uns auf einen kleinen Zerreißtest zurückziehen. Du siehst übrigens umwerfend aus.«

»Vielen Dank.« Nadine trug knallenge Jeans und ein rostbraunes T-Shirt, wodurch ihre schlanke, tolle Figur hervorragend zur Geltung kam.

Deutlich zeichneten sich die Spitzen ihrer hübschen Brüste unter dem dünnen Stoff ab. Gero richtete seinen Blick ziemlich ungeniert darauf und leckte sich die Lippen, als hätte er großen Appetit auf Nadine.

»Wie wär’s mit einem Tänzchen?« fragte er und machte mit seinen Hüften eine ziemlich eindeutige Bewegung.

»Vielleicht später. Ich möchte mich erst mal

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