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Die Sklaven von Mura: Cassiopeiapress SF
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eBook141 Seiten1 Stunde

Die Sklaven von Mura: Cassiopeiapress SF

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Über dieses E-Book

Science Fiction von Harvey Patton

Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.

Der Journalist Gerald Hendrix wurde vom Londoner EVENING STAR entlassen, weil er über soziale Missstände berichten wollte – denn im Terranischen Reich regiert das Kapital und die Korruption blüht. Als er kurz darauf in einer Bar seinen Frust im Alkohol ertränkt, wird ihm von einem Fremden ein lukrativer Job angeboten. Völlig betrunken unterschreibt er kurzerhand den Vertrag, und als er aus einer Bewusstlosigkeit erwacht, befindet er sich bereits auf dem Flug nach Mura, viele Lichtjahre von Terra entfernt. Auf dem Planeten angekommen muss er entsetzt feststellen, dass die Eingeborenen als Sklaven gehalten und gezwungen werden, kostbares Uranerz abzubauen – unter Einsatz seines Lebens zettelt er eine Revolte an ...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum21. Juni 2018
ISBN9783743871557
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    Buchvorschau

    Die Sklaven von Mura - Harvey Patton

    München

    Die Sklaven von Mura

    Science Fiction von Harvey Patton

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 122 Taschenbuchseiten.

    Der Journalist Gerald Hendrix wurde vom Londoner EVENING STAR entlassen, weil er über soziale Missstände berichten wollte – denn im Terranischen Reich regiert das Kapital und die Korruption blüht. Als er kurz darauf in einer Bar seinen Frust im Alkohol ertränkt, wird ihm von einem Fremden ein lukrativer Job angeboten. Völlig betrunken unterschreibt er kurzerhand den Vertrag, und als er aus einer Bewusstlosigkeit erwacht, befindet er sich bereits auf dem Flug nach Mura, viele Lichtjahre von Terra entfernt. Auf dem Planeten angekommen muss er entsetzt feststellen, dass die Eingeborenen als Sklaven gehalten und gezwungen werden, kostbares Uranerz abzubauen – unter Einsatz seines Lebens zettelt er eine Revolte an ...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © Cover: Nach Motiven von Pixabay mit Steve Mayer, 2018

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    „Dieses Mal sind Sie entschieden zu weit gegangen, Hendrix! Das kann ich Ihnen unmöglich durchgehen lassen." Ruhig hatte David Cooper, der Herausgeber des EVENING STAR, diese Worte ausgesprochen. Doch ein unheilverkündender Unterton schwang in ihnen mit.

    Gerald Hendrix hörte ihn heraus.

    Er stand vor dem wuchtigen Schreibtisch seines Chefs und nahm die Äußerung scheinbar gelassen hin. Er hatte gelernt, sich zu beherrschen.

    „Unterdrückte Hafenarbeiter kämpfen um ihr Recht, zitierte Cooper die Titelzeile eines von Hendrix verfassten Artikels. „Was soll der Unsinn? Jeder weiß, dass heutzutage kein Mensch mehr unterdrückt wird! Unsere Gesellschaftsform ist so gut wie ideal. Cooper lehnte sich zurück und lächelte überheblich. „Die Leser meiner Zeitung wollen unterhalten werden. Warum berichten Sie nicht über irgendwelche Affären oder über einen rätselhaften Mord? Stattdessen ergehen Sie sich in völlig unberechtigten Kritiken an unserer Gesellschaft. Sie sind ein typischer Unruhestifter, Hendrix, und so etwas ist bei mir nicht gefragt."

    Der Journalist verzog das Gesicht und machte es sich dann in einem Sessel bequem, der eigentlich nur für Geschäftspartner und Besucher gedacht war.

    „Unruhestifter – dass ich nicht lache, Mr. Cooper, gab er kühl zurück. „Sie wissen sehr genau, dass ich lediglich die Zustände so schildere, wie sie wirklich sind. Von der perfekten Gesellschaftsform sind wir wohl weiter als je zuvor entfernt - aber wehe dem, der es wagt, das öffentlich auszusprechen. Es ist wirklich traurig, dass die Verantwortlichen aus den trüben Erfahrungen der letzten Jahrhunderte einfach keine Lehren ziehen wollen. Das liegt aber nicht zuletzt an Männern wie Ihnen, Mr. Cooper! Sie sollten Missstände schonungslos aufzeigen, wie es einem verantwortungsbewussten Pressemann gebührte.

    David Cooper runzelte unwillig die Stirn.

    „Sie sind nicht nur unbelehrbar, sondern haben auch ein ziemlich loses Mundwerk, wie ich sehe, Hendrix. Die unvermeidlichen Konsequenzen haben Sie sich also selbst zuzuschreiben - Sie sind mit sofortiger Wirkung entlassen! Ich werde veranlassen, dass Ihnen Ihr noch zustehendes Gehalt ausgezahlt wird, und dann möchte ich Sie nie mehr im Gebäude des EVENING STAR sehen. Verstanden?"

    Hendrix erhob sich mit betonter Lässigkeit und ging dann ruhig auf den Ausgang zu.

    Er hatte die Tür schon fast erreicht, als sich Mr. Cooper noch einmal zum Wort meldete.

    „Geben Sie sich übrigens nicht der Illusion hin, jemals wieder bei einer Zeitung arbeiten zu können, Hendrix. Ich werde noch heute dafür sorgen, dass Ihr Name auf der Schwarzen Liste erscheint ..."

    Nur mühsam konnte Gerald Hendrix sein Erschrecken verbergen. Sein Name auf der Schwarzen Liste - das bedeutete das Ende für ihn!

    Die „Schwarze Liste" war eine Einrichtung, die den Pressemagnaten dazu diente, missliebige Journalisten jeglicher Publikationsmöglichkeiten zu berauben. Sie hing in den Redaktionsgebäuden aller großen Zeitungen aus, und wer einmal auf ihr stand, hatte praktisch keine Chance mehr, jemals wieder eine Stellung als Journalist zu erhalten.

    Geräuschvoll ließ Hendrix die Tür hinter sich ins Schloss fallen. Wütend und entmutigt zugleich strebte er dem Lift entgegen und ließ sich vom fünfundachtzigsten Stock ins Erdgeschoss befördern. Cooper hatte die Kasse bereits verständigt, Gerald bekam ein halbes Monatsgehalt ausbezahlt und beeilte sich dann, das Gebäude zu verlassen.

    Das Wetter draußen war genauso trostlos wie seine Stimmung. Schwere Regentropfen fielen auf die durchsichtige Plastikkuppel, die die gesamte Innenstadt Londons überspannte.

    Was sollte er nun als nächstes tun?

    Er kam zu keinem Entschluss, aber er spürte das Verlangen nach Alkohol.

    Er winkte einem Luftkissentaxi und ließ sich zu „Harrys Inn" bringen.

    2

    „Gerald, alter Junge! Du hast dich verdammt lange nicht in dieser Gegend blicken lassen."

    Erfreut begrüßte Harry Bloomfield, der Inhaber von „Harrys Inn", den Journalisten. Hendrix und Bloomfields Sohn Mike hatten dasselbe College besucht und später zusammen studiert. Nach bestandenem Examen aber hatten sich ihre Wege getrennt. Mike Bloomfield spezialisierte sich auf wissenschaftliche Berichte von fernen Planeten, während Gerald Hendrix daheim auf der Erde sein Glück versuchte.

    Vor zwei Jahren war Mike im Aldebaran-System ums Leben gekommen.

    Lange Zeit hatte Harry Bloomfield den Tod seines einzigen Sohnes nicht verwinden können. Als dann auch noch seine Frau starb, gab er sein gut gehendes Restaurant in der Londoner City auf und kaufte sich die kleine Bar im Raumhafenviertel. Hier bekam er Kontakt mit Reisenden aus allen Gegenden des Terranischen Reiches und hatte so das Gefühl, seinem auf einem fernen Planeten begrabenen Sohn näher zu sein.

    Gerald reagierte auf die Begrüßung sehr zurückhaltend und sah sich nach einem freien Platz um. Harry nahm ihm das nicht weiter übel, er kannte Hendrix lange genug und wusste, dass dieser wieder einmal Ärger hatte.

    Bloomfield führte seinen Gast an einen freien Ecktisch, winkte der Bedienung und zog sich zurück.

    Hendrix war froh, allein zu bleiben. Er ließ sich eine halbe Flasche Whisky bringen, kippte das erste Glas hinunter und betrachtete dann mit mäßigem Interesse die Besucher der Bar.

    Einige Fernraumschiffe mussten angekommen sein, denn es waren fremde Wesen verschiedener Planeten anwesend.

    Harry Bloomfield verließ schließlich die Bartheke und setzte sich zu dem Journalisten.

    „Hast du wieder beruflichen Ärger?", erkundigte er sich ohne Umschweife.

    „Ärger ist stark untertrieben, antwortete Gerald. „Cooper hat mich einfach hinausgeworfen. Er missbilligte meinen Artikel über die Streiks bei den Hafenarbeitern.

    „Nimm das doch nicht so schwer, Gerry, versuchte Bloomfield ihn zu ermutigen. „Ein erfahrener Journalist wie du findet doch jederzeit eine gute neue Stellung.

    Hendrix lachte bitter auf.

    „Diesmal aber bestimmt nicht mehr, Harry! Cooper hat mich auf die Schwarze Liste setzen lassen - du weißt wohl, was das bedeutet. In den nächsten paar Jahren bekomme ich auf den britischen Inseln keine Stellung als Journalist mehr. Selbst drüben auf dem Kontinent wird man mir keine Arbeit geben, nachdem ich mich mit David Cooper überworfen habe. Dafür wird er schon sorgen, sein Einfluss ist groß."

    Harry Bloomfield überlegte eine Weile.

    „Wenn es dir schlecht gehen sollte, kannst du jederzeit zu mir kommen, meinte er dann. „Ich habe von früher her noch gute Beziehungen und kann dir bestimmt eine Anstellung vermitteln, wenn auch nicht gerade als Journalist. Wenn dann nach ein paar Jahren erst einmal Gras über die Sache gewachsen ist, kehrst du wieder in deinen Beruf zurück.

    Gerald nickte langsam.

    „In Ordnung, Harry, ich will es mir überlegen."

    „Und bis dahin Kopf hoch, Junge. Ich muss mich jetzt wieder um die anderen Gäste kümmern. Nachher komme ich wieder zu dir, vielleicht ist mir bis dahin schon etwas eingefallen." Bloomfield erhob sich und ließ Gerald mit seinen düsteren Gedanken allein. Hendrix trank noch einen Whisky und zündete sich dann mit unsicheren Fingern eine Zigarette an. Er hatte seit Stunden nichts gegessen, und der Alkohol, schnell nacheinander genossen, begann seine Wirkung zu zeigen.

    Doch Gerald Hendrix war das gleichgültig. Er wollte vergessen, und der Whisky verhalf ihm dazu.

    Wie durch einen Nebel bemerkte er, dass am Nebentisch ein Mann aufstand. Er kam mit langsamen Schritten auf Gerald zu, blieb vor ihm stehen und räusperte sich.

    „Entschuldigen Sie - darf ich mich für einen Augenblick zu Ihnen setzen?"

    Er war von kleiner, untersetzter Gestalt, und seine buschigen Augenbrauen, der schmallippige Mund und das kantige Kinn verliehen ihm ein fast brutales Aussehen. Die hohe Stirn und der durchdringende Blick ließen jedoch auf eine überdurchschnittliche Intelligenz schließen.

    Gerald war dieser Mann nicht sonderlich sympathisch. Doch in seinem derzeitigen Zustand war ihm jede Gesellschaft genehm, und so murmelte er ein „Bitte".

    „Gestatten Sie, dass ich mich zuerst vorstelle, eröffnete der Fremde das Gespräch. „Mein Name ist Griffith, Efrem Griffith.

    „Was verschafft mir die große Ehre?", fragte Gerald wenig interessiert und griff wieder nach dem Glas.

    „Nehmen Sie es mir nicht übel: Ich habe eben unbeabsichtigt Ihr Gespräch gehört. Sie sind im

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