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HEILIGENBLUT: Zusammengestellt und herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

HEILIGENBLUT: Zusammengestellt und herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

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HEILIGENBLUT: Zusammengestellt und herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Länge:
152 Seiten
33 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
May 3, 2018
ISBN:
9783743867178
Format:
Buch

Beschreibung

Lyrik, abgegrenzt von Prosa. Lyrik, eine besondere Sprache, die so schwer zu benennen ist: leuchtend, vielleicht, oder verdichtet. Zeilen erfüllt von Rhythmus und von Bildern. Oft sind es ungewohnte, vielfach nur angedeutete Bilder. Ungeheuer konzentriert ist Lyrik, beinahe: sinnlich. Verkürzt gesagt: Hinter der Lyrik verbirgt sich das lyrische Ich, und durch das Gedicht bekommt dieser Ort eine Bedeutung, die das reale Ich nie gehabt hat. Die gewollte Unschärfe der Beschreibung – alles wird nur angedeutet – setzt die Phantasie des Lesers in Gang. Er ist es, der den Zwischenraum zwischen den Worten füllen muss mit eigenen Assoziationen. Seine Erinnerung wird gebraucht. Und das ist es, was den Leser schließlich in seinen Bann zieht.HEILIGENBLUT – zusammengestellt und herausgegeben von Jörg Martin Munsonius, illustriert von Christian Dörge: Mit lyrischen Texten von Till Lindemann (Rammstein), Christian Dörge, Frederike Frei, Wjatscheslaw Kubrijanow, Dinu D. Amzar, H.-W. Mühlroth, Jörg Neugebauer, Franz Heinz und Ralf Thenior.
Herausgeber:
Freigegeben:
May 3, 2018
ISBN:
9783743867178
Format:
Buch

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HEILIGENBLUT - Christian Dörge

JÖRG MARTIN MUNSONIUS (Hrsg.):

Heiligenblut

- Lyrik -

Illustriert von Christian Dörge

Apex-Verlag-Special

Das Buch

Lyrik, abgegrenzt von Prosa. Lyrik, eine besondere Sprache, die so schwer zu benennen ist: leuchtend, vielleicht, oder verdichtet. Zeilen erfüllt von Rhythmus und von Bildern. Oft sind es ungewohnte, vielfach nur angedeutete Bilder. Ungeheuer konzentriert ist Lyrik, beinahe: sinnlich. Verkürzt gesagt: Hinter der Lyrik verbirgt sich das lyrische Ich, und durch das Gedicht bekommt dieser Ort eine Bedeutung, die das reale Ich nie gehabt hat. Die gewollte Unschärfe der Beschreibung – alles wird nur angedeutet – setzt die Phantasie des Lesers in Gang. Er ist es, der den Zwischenraum zwischen den Worten füllen muss mit eigenen Assoziationen. Seine Erinnerung wird gebraucht. Und das ist es, was den Leser schließlich in seinen Bann zieht.

HEILIGENBLUT – zusammengestellt und herausgegeben von Jörg Martin Munsonius, illustriert von Christian Dörge: Mit lyrischen Texten von Till Lindemann (Rammstein), Christian Dörge, Frederike Frei, Wjatscheslaw Kubrijanow, Dinu D. Amzar, H.-W. Mühlroth, Jörg Neugebauer, Franz Heinz und Ralf Thenior.

S-Bahn nach Mammendorf

Ein Vorwort von Christian Dörge

»Ein Paranoiker ist jemand, der alle Fakten kennt.«

- William S. Burroughs

  Lyrik. Fünf Buchstaben. Buchstaben, an denen das Auge im günstigsten Fall nicht achtlos vorübergeht. Fünf Buchstaben, die man – als Schreibender ebenso wie als Lesender – wahrscheinlich nie mehr vergisst.

  Nun geht mit vorgenanntem Wort häufig (ausgelöst allzu gern durch Nicht-Lesende) folgendes Missverständnis einher: Lyrik – so heißt’s – ist gleichbedeutend mit blondgelocktem Schöngeist. Was selbstverständlich Unsinn ist. Denn: Seit Baudelaire, der ewige Griesgram,  seine Fleurs du mal schrieb, seit Rimbaud eine Zeit in der Hölle verbrachte, seit dem Beginn der Moderne also in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, lebt die Kunst – Malerei, Literatur, Musik – doch eher von der Dissonanz, der Beschreibung des Hässlichen und Abstoßenden. Die Kunst reagierte damals auf die zunehmende Hässlichkeit, hervorgerufen vor allem durch die Industrialisierung. Dass es seither aufwärts gegangen wäre mit der Welt, kann man eigentlich nicht behaupten.

  Vermutlich ist Lyrik – sofern es um öffentliche Wahrnehmung geht -  unnötig. Wahrscheinlich brauchen wir viel eher Fußball-Stadien als Gedichte. Aber wer Brot hat, möchte womöglich irgendwann auch Butter dazu. Das ist unverschämt; ich weiß. Gut möglich, dass eines Tages der Genuss verboten wird, weil er unmoralisch ist; in Amerika sind sie ja schon so weit. Solange der Genuss jedoch noch nicht verboten ist, solange man sich sogar noch mit Byron-Werken unterm Arm in die Öffentlichkeit trauen darf, solange kann man einstweilen noch über Lyrik nachdenken. Und darüber was es eigentlich ist, das sie (oder jedenfalls manche von ihnen) über die Banalität all dessen erhebt, was täglich geredet

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