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Tony Ballard #282: Der schwarze Gladiator: Cassiopeiapress Horror-Roman

Tony Ballard #282: Der schwarze Gladiator: Cassiopeiapress Horror-Roman

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Tony Ballard #282: Der schwarze Gladiator: Cassiopeiapress Horror-Roman

Länge:
126 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
6. März 2019
ISBN:
9783739637204
Format:
Buch

Beschreibung

Die Arena war der reinste Hexenkessel. Auf den Rängen drängten sich die Zuschauermassen. Die Sonne knallte erbarmungslos auf den gelben, grobkörnigen Sand und eine spürbare Spannung lag in der hitzeflimmernden Luft.
"Da draußen kocht und brodelt es", stellte Oliver Bootz aus Berlin fest.
Er stand an einem vergitterten Fenster. Seine kräftigen Hände umklammerten die dicken Eisenstäbe. Die Mauer, in die sie eingelassen waren, bestand aus großen, kalten Steinquadern. Bootz konnte nur ein kleines Segment der Arena sehen. In seinem Blickfeld befanden sich zwei Sandsteinsäulen, die auf kantigen Sockeln standen und wie beringte Finger gen Himmel gerichtet waren.
"Die haben uns reingelegt", sagte Louis Cavalle aus Marseille.
"Verdammt, ja, das haben sie", pflichtete ihm Nathaniel Harper aus London bei.
Der Deutsche, der Franzose und der Brite trugen eiserne Brustpanzer. Schultern, Unterarme und Unterschenkel waren von glänzendem Metall geschützt. Für jeden lag ein Helm bereit, der nicht nur den Kopf, sondern auch das Gesicht, vor allem Nase und Wangenknochen, schützen sollte.
Eine harte Ausbildung lag hinter ihnen. Weil es den Veranstaltern nicht genügte, dass sie tapfer und kräftig waren. Es musste auch gewährleistet sein, dass sie den Zuschauern als todesmutige Gladiatoren einen mitreißenden Kampf boten.
Herausgeber:
Freigegeben:
6. März 2019
ISBN:
9783739637204
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tony Ballard #282 - A. F. Morland

München

Der schwarze Gladiator

Tony Ballard Band 282

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 115 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

Über Tony Ballard:

... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

1. Kapitel

Die Arena war der reinste Hexenkessel. Auf den Rängen drängten sich die Zuschauermassen. Die Sonne knallte erbarmungslos auf den gelben, grobkörnigen Sand und eine spürbare Spannung lag in der hitzeflimmernden Luft.

»Da draußen kocht und brodelt es«, stellte Oliver Bootz aus Berlin fest.

Er stand an einem vergitterten Fenster. Seine kräftigen Hände umklammerten die dicken Eisenstäbe. Die Mauer, in die sie eingelassen waren, bestand aus großen, kalten Steinquadern. Bootz konnte nur ein kleines Segment der Arena sehen. In seinem Blickfeld befanden sich zwei Sandsteinsäulen, die auf kantigen Sockeln standen und wie beringte Finger gen Himmel gerichtet waren.

»Die haben uns reingelegt«, sagte Louis Cavalle aus Marseille.

»Verdammt, ja, das haben sie«, pflichtete ihm Nathaniel Harper aus London bei.

Der Deutsche, der Franzose und der Brite trugen eiserne Brustpanzer. Schultern, Unterarme und Unterschenkel waren von glänzendem Metall geschützt. Für jeden lag ein Helm bereit, der nicht nur den Kopf, sondern auch das Gesicht, vor allem Nase und Wangenknochen, schützen sollte.

Eine harte Ausbildung lag hinter ihnen. Weil es den Veranstaltern nicht genügte, dass sie tapfer und kräftig waren. Es musste auch gewährleistet sein, dass sie den Zuschauern als todesmutige Gladiatoren einen mitreißenden Kampf boten.

»Ich dachte, es wäre nur ein Kampf zu bestreiten«, sagte Louis Cavalle. Er sprach, wie Oliver Bootz, englisch, hatte damit – im Gegensatz zu vielen anderen seiner von Nationalstolz geprägten Landsleute – kein Problem.

Nathaniel Harper nickte mit finsterer Miene. Er wischte sich mit der Hand zuerst über sein rötlich blondes Haar und anschließend über das sommersprossige Gesicht. »Das dachte ich auch. Und plötzlich bauen sie eine Hürde ein. Davon war nie die Rede.«

»Sie sind vertragsbrüchig geworden«, sagte Louis Cavalle, dessen Oberlippe ein sorgfältig gestutztes, schmales Bärtchen zierte. »Eigentlich könnten wir von der Abmachung jetzt zurücktreten.«

Der große blonde Berliner drehte sich um. »Versuch das mal, du Träumer«, sagte er nüchtern. »Glaubst du im Ernst, die lassen dich so einfach wieder gehen?«

»Die Voraussetzungen haben sich geändert«, erklärte Cavalle trotzig. »Ich bin nicht hier, um gegen irgendeinen Nobody zu kämpfen, sondern um gegen den schwarzen Gladiator anzutreten, und ich glaube, dass ich das Zeug dazu habe, ihn auch zu besiegen.«

»Wir sind alle hier, um gegen Tuloghar zu kämpfen«, sagte Bootz. »Auch Nathaniel und ich sind davon überzeugt, mit dem schwarzen Gladiator fertig zu werden. Sonst hätten wir uns wohl kaum auf diesen ungewöhnlichen Deal eingelassen.«

Nathaniel Harper runzelte die Stirn. »Ist es nicht verrückt, was wir hier tun?«

»Natürlich ist es verrückt«, antwortete Bootz. »Wir sind verrückt. Total durchgeknallt sind wir. Sonst hätten wir ihre haarsträubenden Bedingungen niemals akzeptiert.«

»Wer von uns geht als Erster raus?«, fragte Cavalle.

»Ich denke nicht, dass wir das zu bestimmen haben«, antwortete Oliver Bootz. »Diese Entscheidung wird mit Sicherheit an anderer Stelle getroffen, und uns obliegt es dann, aus der Situation, mit der wir konfrontiert werden, das Beste zu machen. Sie sagen, nur der, der sich in dem bevorstehenden Kampf bewährt und die Hürde überwindet,

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