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Tony Ballard #284: Die Stunde des Wolfs: Cassiopeiapress Horror-Roman

Tony Ballard #284: Die Stunde des Wolfs: Cassiopeiapress Horror-Roman

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Tony Ballard #284: Die Stunde des Wolfs: Cassiopeiapress Horror-Roman

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
26. Mai 2019
ISBN:
9783739637310
Format:
Buch

Beschreibung

Die Party war in vollem Gange – und wir steckten mittendrin. Roger Whitford hatte uns eingeladen, ein Autor, der sich auf Schauerromane spezialisiert hatte und damit beachtliche Auflagen erzielte. Er wusste, dass ich kein "gewöhnlicher" Privatdetektiv bin, wie Raymond Chandler, James Hadley Chase, Mickey Spillane, Carter Brown, Rex Stout oder Dashiell Hammett sie ersonnen hatten, hatte jedoch kein Problem mit meiner speziellen Mission, die sich gegen Geister, Dämonen, Teufel und überhaupt gegen jede Art von Schwarzblütlern und Höllenwesen richtete.
Herausgeber:
Freigegeben:
26. Mai 2019
ISBN:
9783739637310
Format:
Buch

Über den Autor


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Die Stunde des Wolfs

Tony Ballard Band 284

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 117 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

Über Tony Ballard:

... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

1. Kapitel

Die Party war in vollem Gange – und wir steckten mittendrin. Roger Whitford hatte uns eingeladen, ein Autor, der sich auf Schauerromane spezialisiert hatte und damit beachtliche Auflagen erzielte. Er wusste, dass ich kein »gewöhnlicher« Privatdetektiv bin, wie Raymond Chandler, James Hadley Chase, Mickey Spillane, Carter Brown, Rex Stout oder Dashiell Hammett sie ersonnen hatten, hatte jedoch kein Problem mit meiner speziellen Mission, die sich gegen Geister, Dämonen, Teufel und überhaupt gegen jede Art von Schwarzblütlern und Höllenwesen richtete.

Er konnte es sich leisten, mit seiner Frau Chiara wie ein König auf einem feudalen Landsitz nördlich von London zu residieren. Außerdem besaß er ein romantisches Chalet in den Schweizer Alpen und ein prächtiges Haus an der Côte d'Azur. Alles erschrieben mit spannenden Horror-Romanen, die wie ein glühendes Skalpell unter die Haut gingen und immer zielsicher den Nerv des Lesers trafen. Es gab Stimmen, die behaupteten, er schriebe zu grausam, seine Storys wären zu blutig. Ich fand das nicht. Wenn man, wie ich, seit Jahren an vorderster Front steht, kennt man die schreckliche Realität, mit der uns die schwarze Macht unermüdlich konfrontiert, und die ist – bei Gott – sehr viel schlimmer als alles, was Roger Whitford oder einer seiner Kollegen sich jemals ausdenken könnten.

Lächelnd bahnte sich der 40-jährige Brillenträger einen Weg durch die Gäste, die seinen Garten bevölkerten. Er war mittelgroß, schlank und hatte volles dunkles Haar. Der Anzug aus mitternachtsblauer Seide passte ihm wie angegossen. Er war ja auch nach Maß gefertigt. Immer wieder Hände schüttelnd und ein paar freundliche Worte von sich gebend, nahm er Kurs auf uns.

Ich war in Begleitung der schönen rothaarigen Teufelin Ymuddah. Sie sah in ihrem freizügigen rubinroten Kleid umwerfend aus. Neben ihr standen der Ex-Dämon Mr. Silver und der Industrielle Tucker Peckinpah mit seinem Leibwächter Cruv, einem hässlichen Gnom von der Prä-Welt Coor.

Roxane, Mr. Silvers Freundin, war seit geraumer Zeit verschollen; andernfalls wäre sie natürlich auch mit von der Partie gewesen. Wir hatten jedoch keine Ahnung, wo sie sich aufhielt, wussten nicht einmal, ob sie überhaupt noch lebte. Mr. Silver hatte mehrmals versucht, telepathischen Kontakt zu ihr aufzunehmen. Es war ihm nicht gelungen, und die Ungewissheit ihres Schicksals deprimierte ihn sehr. Und nicht nur ihn, sondern uns alle.

Gerade erreichte uns Roger Whitford. »Tony«, sagte er ehrlich erfreut. Der Mann war mir außerordentlich sympathisch. Dass es jemals anders werden könnte, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. »Tony Ballard, der Dämonenhasser. Schön, dass Sie da sind.«

Ich machte ihn mit Ymuddah bekannt. Sie war die Einzige, die er noch nicht kannte. Er verneigte sich vor ihrer Schönheit und küsste ihr galant die Hand.

Seit sich Vicky von mir hatte scheiden lassen – ich hatte dieses traumatisierende Ereignis noch immer nicht ganz verarbeitet –, war die Teufelin immer öfter an meiner Seite anzutreffen. Ich hatte Andrew, meinem Sohn, anheim gestellt, mitzukommen oder daheim zu bleiben. Der ehrgeizige Junge hatte es vorgezogen, eine Sonder-Trainingseinheit mit Kito einzuschieben. Der Japaner bildete ihn zurzeit in allen erdenklichen fernöstlichen Kampfsportarten aus – Kung-Fu, Karate, Taekwondo, Tai Chi Quan, Jeet Kune Do, Ninjitsu

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