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Der Leichenacker: Unheimlicher Thriller

Der Leichenacker: Unheimlicher Thriller

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Der Leichenacker: Unheimlicher Thriller

Länge:
121 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Mai 2019
ISBN:
9783739646459
Format:
Buch

Beschreibung

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Auf dem Leitnerhof spukt es – das zumindest behauptet der alte Hermann Leitner. Seine Enkelin Hanni will mithilfe ihres Liebsten, dem Dorfgendarm Helmut Langenschwadt, der Sache auf den Grund gehen. Irgendetwas muss 1946 auf dem Hof vorgefallen sein, was die Geister heraufbeschwört. Doch weder ihr Großvater noch ihre Mutter Flora wollen ihr die Wahrheit sagen.
Derweil macht sich Maxim Rankenin aus dem fernen Moskau auf den Weg in das kleine Dorf in Österreich – um den Tod seines Bruders zu rächen. Hilfe erhält er vom Teufel höchstpersönlich!
Herausgeber:
Freigegeben:
23. Mai 2019
ISBN:
9783739646459
Format:
Buch

Über den Autor


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Der Leichenacker - A. F. Morland

München

Der Leichenacker

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Auf dem Leitnerhof spukt es – das zumindest behauptet der alte Hermann Leitner. Seine Enkelin Hanni will mithilfe ihres Liebsten, dem Dorfgendarm Helmut Langenschwadt, der Sache auf den Grund gehen. Irgendetwas muss 1946 auf dem Hof vorgefallen sein, was die Geister heraufbeschwört. Doch weder ihr Großvater noch ihre Mutter Flora wollen ihr die Wahrheit sagen.

Derweil macht sich Maxim Rankenin aus dem fernen Moskau auf den Weg in das kleine Dorf in Österreich – um den Tod seines Bruders zu rächen. Hilfe erhält er vom Teufel höchstpersönlich!

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Maxim Rankenin – Der Arzt geht mit dem Satan ein verhängnisvolles Bündnis ein.

Georgij Rankenin – Leonid Ulagow – Die beiden Soldaten sind auf der Suche nach einem Liebesabenteuer – was sie finden, ist der Tod.

Flora Leitner – In einer warmen Vollmondnacht lädt sie schwere Schuld auf sich.

Helmut Langenschwadt – Der Polizist bereitet einem schrecklichen Spuk ein Ende.

Pater Innozenz – Er beteiligt sich tatkräftig am Kampf gegen die Mächte des Bösen.

Hanni Leitner – In der finstersten Stunde ihres Lebens hat sie Glück und kommt mit dem Schrecken davon.

1

Vollmond war und eine kalte, unwirtliche Nacht obendrein. Nebelfetzen krochen geisterhaft über die Landstraße und umringten in spukhaften Tänzen die alten Bauernhäuser.

Hermann Leitner, siebzig Jahre alt und vom Leben so schwer geknechtet, dass er nur noch gekrümmt seiner Wege gehen konnte, sah noch einmal nach dem Vieh im Stall. Die acht Kühe - der ganze Stolz des Leitnerhofes - waren nervös. Sie zerrten an den Ketten, scharrten mit den Hufen über den schmutzigen Stallboden und stießen immer wieder ein ängstliches Brüllen aus. Ihre großen Augen folgten dem alten Mann, der sie mit murmelnden Worten zu beruhigen versuchte. Nicht einmal bei Gewitter gebärdeten sich die Tiere so, wie in dieser Vollmondnacht. Sie schienen Unheil zu wittern.

Der alte Leitner gab den Kühen zu saufen, zog dann seine Weste um den Hals zusammen und verließ den Stall. Ein unheimliches Flüstern empfing ihn, hüllte ihn ein, schien ihn mit klebrigen Fingern zu berühren.

Dem alten Mann trat der Schweiß auf die Stirn. Seine Nerven begannen zu vibrieren. Ohne nach links oder rechts zu sehen, überquerte er den Hof, der vor vielen Jahren einen Fluch auf sich geladen hatte.

Als Leitner die Hofmitte erreicht hatte, rief jemand seinen Namen. Erschrocken drehte er sich um. Zwei helle Flecken zeichneten sich an der Stallmauer ab. Fluoreszierend. Sich bewegend. Schimmernde Gestalten waren es, mit Armen und Beinen und Köpfen, in denen rote, feindselige Augen glühten.

Leitner blieb die Luft weg. Er bekreuzigte sich und hoffte, dass die Erscheinung danach verschwinden würde, doch das Gegenteil geschah. Die beiden unheimlich strahlenden Gestalten lösten sich von der Stallwand und kamen langsam auf den alten Bauern zu. Ihre leuchtenden Füße berührten den Boden nicht. Sie verursachten nicht das geringste Geräusch.

Je näher sie kamen, desto deutlicher erkannte der alte Mann mit seinen schwachen Augen ihre Gesichter. Bekannte Visagen waren es, die ihn seit mehr als dreißig Jahren schon verfolgten.

Er hatte Angst vor dem Spuk, aber er vermochte sich nicht zu regen. Gebannt wie das Kaninchen vor der Schlange stand der alte Bauer da.

Plötzlich gelang es ihm, sich einen Ruck zu geben. Er flog trotz seines Alters blitzschnell herum und rannte zum Wohnhaus. Keuchend riss er die Tür auf. Mit einem Satz, den ihm keiner mehr zugetraut hätte, war er in der Stube. Atemlos warf er die Tür hinter sich zu.

Dann legte er seine Hand auf die Brust, um zu fühlen, wie sein Herz gegen die Rippen trommelte.

Flora, seine Tochter, war mit dem Ausbessern der Wäsche beschäftigt. Die fünfzigjährige Frau hob, erstaunt über die Eile des alten Mannes, den Kopf. Sie war eine dicke, ernste Person mit blonden Haaren, die sie zumeist hinter einem Kopftuch verbarg. Ohne die Brille, die weit vorn auf ihrer breiten Nase hockte, hätte sie die Arbeit nicht verrichten können.

„Sag mal, was ist denn mit dir los?, fragte sie streng. Auf dem Hof geschah schon lange nicht mehr das, was der alte Leitner sagte. Ihr Wort galt hier. „Bist du übergeschnappt, Vater?

Hermann Leitner wankte zum Schrank, öffnete ihn und goss sich einen klaren Schnaps ins Glas, ohne zu fragen. Das erlaubte er sich nicht oft. Zumeist fragte er, ob er was zu trinken haben durfte - und Flora sagte häufig nein. Das wollte er diesmal nicht riskieren. Er brauchte den Schnaps, damit sich seine Nerven wieder beruhigten.

„Hast du die Stimme verloren?, fragte Flora ärgerlich. „Kannst du nur noch saufen?

Der alte Mann trank stumm sein Glas leer. Flora legte die große Schere hart auf den klobigen Küchentisch und fuhr ihren Vater wütend an: „Hab ich dich nicht was gefragt? Hermann Leitner wies auf die Tür. Seine knotige Hand zitterte. Er musste mehrmals kräftig schlucken, ehe er es hervorbrachte: „Sie sind wieder da, Flora.

„Wer?"

„Wer? Das fragst du noch? Vollmond ist doch! Sie sind mir erschienen - die - die Russen! Leitner sank auf einen Stuhl und begrub sein bleiches Gesicht in den Händen. „Oh, Flora, Flora, klagte er, „du hättest dich damals nicht so sehr vergessen dürfen! Du siehst, was daraus geworden ist. Sie werden uns bis an unser Lebensende keine Ruhe lassen."

2

Kurz vor der Ortstafel von Loiffarn schaltete Helmut Langenschwadt, der Dorfgendarm, die Zündung seines doppelsitzigen Mopeds aus. Von hieran ging die Straße bis zum Leitnerhof bergab. Lautlos rollte das Moped durch das nächtliche Dorf, und genau das war der Zweck der Übung. Helmut wollte nicht Benzin sparen, sondern er wollte vermeiden, dass die Dorfbewohner, denen ohnedies kaum einmal was entging, bemerkten, dass er Hanni so spät erst nach Hause brachte.

Hanni Leitner saß wie ein Klammeräffchen auf dem Soziussitz und presste sich verliebt an ihren Freund. Sie war neunzehn, ein voll aufgeblühtes Mädchen mit schwarzen Haaren, einer guten Figur und großen, freundlichen braunen Augen. Kurz vor dem Leitnerhof stand ein ausladender Holunderbusch. Da bremste Helmut. Sie stiegen ab. Hanni lehnte sich seufzend an den Gendarm, mit dem sie seinen freien Abend im nahe gelegenen Melk an der Donau verbracht hatte.

„Es war ein herrlicher Abend", flüsterte sie.

„Er ist es noch, gab Helmut schmunzelnd zurück. Er war sechsundzwanzig, lang und schmal wie der Stamm einer Föhre, hatte ein Gesicht, das nicht alt werden würde, und gutmütige Augen. Beherzt nahm er sein Mädchen in die Arme. Er presste ihr die Luft aus dem Leib. „Eine Nacht, wie geschaffen für Verliebte. Ein voller Mond, keine Menschenseele, die uns beobachtet.

Hanni krallte ihre Finger in Helmuts Jacke. „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich mich einmal so verlieben würde."

Helmut lachte gedämpft. „Das ist eben der Zauber der Montur. Er wirkt auf junge Mädchen immer noch. Das war während der k.u.k.-Zeit so, und daran hat sich bis heute nichts geändert."

Hanni fröstelte leicht.

„Kalt?", fragte Helmut und rieb liebevoll die Oberarme und den Rücken des Mädchens.

„Ein bisschen, gab sie zu. „Für mich hat jede Nacht etwas Unheimliches an sich, für dich nicht?

„Ich bin Gendarm", sagte Helmut lächelnd.

„Was hat das damit zu tun?"

„Wo kämen wir hin, wenn sich ein Gendarm fürchten würde, sagte der junge Mann grinsend. „Aber bleiben wir beim Fürchten. Sag, was ist an dem Gerücht dran, das man sich von eurem Hof erzählt? Es soll hier in manchen Vollmondnächten spuken. Hanni stemmte sich erschrocken von ihrem Freund ab.

„Wer sagt das?", fragte

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