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N.Y.D. - Eine Falle für Toby Rogers (New York Detectives): Cassiopeiapress Spannung

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N.Y.D. - Eine Falle für Toby Rogers (New York Detectives): Cassiopeiapress Spannung

Länge:
113 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
4. März 2019
ISBN:
9783736835689
Format:
Buch

Beschreibung

Der Captain der Mordkommission wird das Opfer eines miesen Komplotts aber dann schaltet sich Bount Reiniger ein ...
"Man pfuscht mir nur einmal ins Geschäft, Bailey!" sagte der weißhaarige Mann zu dem Dealer. "Ein zweites Mal gibt es nicht. Pech für dich."
Bailey wurde bleich, als sich die beiden Muskelprotze anschickten, auf ihn loszugehen. Er taumelte zurück und fasste gleichzeitig mit der Rechten in seine Jackentasche, wo er seinen Smith & Wesson verborgen hielt. Sie hatten ihn nicht nach Waffen abgesucht, das war nun seine Chance.
Blitzschnell zog er den Revolver hervor, während sich die beiden Gorillas auf ihn stürzten. Sekunden später fielen zwei Schüsse, deren Echo an den feuchten Kellerwänden widerhallte.
Cover: Steve Mayer
Ein CassiopeiaPress E-Book
Herausgeber:
Freigegeben:
4. März 2019
ISBN:
9783736835689
Format:
Buch

Über den Autor


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N.Y.D. - Eine Falle für Toby Rogers (New York Detectives) - Alfred Wallon

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Eine Falle für Toby Rogers

Der Captain wird das Opfer eines miesen Komplotts aber dann schaltet sich Bount Reiniger ein ...

Ein Krimi von Alfred Wallon

© by Author (A.Wallon)

Der Text wurde in alter Rechtschreibung belassen.

© Digitalausgabe 2012 AlfredBekker/CassiopeiaPress

© der Serie „NYD New York Detectives" by Alfred Bekker (Henry Rohmer)

Ein CassiopeiaPress E-Book

www.AlfredBekker.de

New York ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Völker. Nirgendwo sind die Gegensätze zwischen Reich und Arm größer als in dieser Millionenstadt. Du gehst die Fifth Avenue entlang, vorbei an großen Schaufenstern, wo die Verlockung nur so winkt. Vorausgesetzt natürlich, dass deine Kreditkarte entsprechend seriös ist und du einen Job hast, der dir auch etwas einbringt. Dann kannst du ohne großes Nachdenken kaufen, was dein Herz begehrt. Egal, ob es Schuhe von Gucci sind oder ein Armband von Cartier ist – all diese Segnungen der westlichen Zivilisation sind greifbar nahe für dich. Alles was dich davon trennt, ist deine Kreditkarte, die du der netten Verkäuferin gibst.

Aber schon in der nächsten Seitenstraße erwartet dich eine andere Welt. Du begreifst, dass du die gleißenden Lichter der Einkaufstempel hinter dir gelassen und eine Welt betreten hast, die du eigentlich gar nicht sehen willst. Aber du kannst die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließen und siehst die Entwurzelten und Gestrandeten, die sich in Gangs zusammenschließen und versuchen, irgendwie durchzukommen. Die Hemmschwelle derer, die nicht das Privileg haben, auf eine Schule gehen und etwas lernen zu können, sinkt von Tag zu Tag immer mehr. Die Zeitungen sind voll von unzähligen Gewalttaten und Verbrechen – und es wird immer schlimmer.

Nachts hörst du pausenlos die auf- und abschwellenden Polizeisirenen in den Straßenschluchten heulen. Und es fallen immer wieder Schüsse. Du begreifst, dass dich dieser Sumpf fest in seinen Klauen hält und du ihm nur entkommen kannst, wenn du Geld und Einfluss hast. Nur dann schaffst du es, aus der Bronx oder aus Harlem zu entkommen und kannst ein neues Leben beginnen. Aber selbst dann bist du nicht sicher, dass dich die Schatten deiner eigenen Vergangenheit nicht eines Tages doch noch einholen.

Ich weiß nicht, warum ich es in diesem Moloch New York überhaupt noch aushalte. Vielleicht habe ich mich schon zu sehr gewöhnt an diese Stadt, die so einzigartig und gefährlich ist wie kaum eine andere. Vielleicht brauche ich den Lärm und die Hektik, die mich pausenlos umgeben und mich selbst im Schlaf noch verfolgen. Aber es wäre nicht das erste mal, dass ich mitten in der Nacht aufwache, weil sich zwei rivalisierende Straßengangs drüben an der Ecke einen blutigen Kampf liefern. Einen Kampf, bei dem es Tote gibt. Das wird dann am nächsten Tag in den Gazetten stehen, und die Politiker werden sich wieder die Köpfe darüber zerbrechen, warum sie das Problem mit den Jugendlichen einfach nicht in den Griff bekommen. Aber sie haben sich schon zu weit von der Wirklichkeit entfernt, denn sie wissen nichts über die Sorgen der Jugendlichen in den Ghettos.

Mein Name ist Bount Reiniger. Ich bin Privatdetektiv. Ich kümmere mich um Dinge, die anderen Leuten manchmal den Schlaf rauben. Es gibt Menschen, die mich als Schnüffler bezeichnen, weil meine Methoden nicht immer ganz legal sind. Aber sie führen zum Erfolg – und das ist wichtig. Jedes Verbrechen, das in New York aufgeklärt werden kann, ist eine Erleichterung. Zumindest sehe ich das so, sonst hätte ich in dieser Branche schon längst die Flinte ins Korn geworfen. Dies sind meine Aufzeichnungen. Fälle, an die ich auch heute noch denke und mir auch gleichzeitig vor Augen halte, dass mein Schutzengel verdammt viel zu tun hat. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass ich immer noch auf ihn zählen kann ...

„Bailey, du gottverdammter Narr!" Die raue Stimme Morrisons und der mitleidlose Blick seiner eiskalten Augen ließen den aschblonden Dealer zusammenzucken.

Ängstlich senkte Bailey den Kopf und starrte mit regloser Miene auf den schmutzigen Fußboden. „Was hast du dir nur dabei gedacht, du dussliger Kerl? schimpfte Clay Morrison weiter auf Bailey ein. „Du bist so dumm, dass dich die Schweine beißen. Streckt der doch einfach den Stoff, den ich ihm gebe, und zwei unserer Kunden geh'n beim Spritzen drauf!

Morrison warf den beiden muskulösen Gestalten, die neben ihm standen, einen eindeutigen Blick zu.

„Taylor, Simpson, was sagt ihr dazu?" fragte er.

Einer seiner beiden Leibwächter räusperte sich kurz. Er lächelte, aber seine Augen blieben eiskalt.

„Wir können uns so ‘ne Panne einfach nicht leisten, Mr. Morrison, erwiderte er. „Das Geschäft ging bisher ganz gut, aber so was spricht sich ziemlich schnell rum. Ist nicht gut für die Branche, wenn man sich da behaupten will, oder?

Robert Bailey wusste, was auf ihn zukam. Jetzt bekam er die Quittung für seinen Alleingang. Und dabei hatte alles so gut geklappt! Das Heroin, das er von Morrison bekommen hatte, hatte er einfach ein bisschen mit Zucker und Strychnin gestreckt. Er wollte sich ein paar zusätzliche Dollar verdienen, und nun waren zwei Fixer daran gestorben.

Morrison hatte natürlich sofort davon Wind bekommen. In der Bronx gab es nichts, was der Boss nicht wusste. Das hätte Robert Bailey eigentlich ahnen müssen. Trotzdem hatte er dem Befehl Folge geleistet, zum Treffpunkt an die Breakdance-Schule zu kommen. Und nun stellten sie ihn zur Rede.

„Man pfuscht mir nur einmal ins Geschäft, Bailey! sagte der weißhaarige Mann zu dem Dealer. „Ein zweites Mal gibt es nicht. Pech für dich.

Bailey wurde bleich, als sich die beiden Muskelprotze anschickten, auf ihn loszugehen. Er taumelte zurück und fasste gleichzeitig mit der Rechten in seine Jackentasche, wo er seinen Smith & Wesson verborgen hielt. Sie hatten ihn nicht nach Waffen abgesucht, das war nun seine Chance.

Blitzschnell zog er den Revolver hervor, während sich die beiden Gorillas auf ihn stürzten. Sekunden später fielen zwei Schüsse, deren Echo an den feuchten Kellerwänden widerhallte.

*

Ben Cairn riss den Kopf herum. Der junge Farbige, der sich mit seinen Freunden gerade zum Aufbruch rüstete, verharrte auf der Stelle.

„Da hat doch jemand geschossen!" entfuhr es ihm.

„Ich hab’s auch gehört, Ben, sagte Scotty Barber. „Scheint aus einem der unteren Stockwerke zu kommen.

„Da wohnt doch niemand, meldete sich Blake Winfield, der Dritte im Bunde, zu Wort. „Ihr müsst euch getäuscht haben. Da unten gibt’s nichts anderes als Ratten.

„Red keinen Unsinn, Blake, sagte Cairn, und Barber nickte. „Scotty hat’s auch gehört, und ich sag’ dir, da war was. Wir müssen nachsehen. Schließlich ist das hier unsere Schule, oder?

Ben Cairn und seine Freunde stammten aus Harlem, einem der ärmsten Viertel von New York. Alles, was sie hatten, war ihre Musik. Breakdance und Rap hießen die Schlagworte. Hier in der Kensington Street in der Bronx hatten sie endlich eine Schule gefunden, die auch Farbige aufnahm. Zweimal in der Woche trafen sie sich abends, um dem Traum näher zu kommen, der sie alle ergriffen hatte: eine Karriere als Breakdancer oder Rapper.

Ben, Scotty und Blake waren sogar zum dritten Mal in dieser Woche hier, um zu üben. Clay Morrison, der Leiter der Schule, hatte ihnen gesagt, dass sie alle Talent besäßen, und das ermutigte sie dazu, noch mehr zu arbeiten.

„Gehen wir! forderte Ben Cairn die anderen auf. „Wenn hier wirklich was passiert ist, dann müssen wir nachschauen und es Mr. Morrison sagen.

Die drei Jungens verließen den großen Raum, in dem sie vor wenigen Augenblicken noch zu heißen Rhythmen getanzt hatten. Die plötzlichen Schüsse lösten nun Furcht und Besorgnis in ihnen aus. Vorsichtig stiegen sie die ausgetretenen Treppenstufen nach unten.

„Es ist alles ruhig", murmelte Scotty Barber, der sich nur schwer in dem dunklen Treppenhaus zurechtfand. Aus Angst wagten sie nicht, das Licht einzuschalten.

Die Tür zu den Kellerräumen stand einen Spaltbreit offen. Ein schwacher Lichtstrahl fiel auf den Flur hinaus. Ben hörte gedämpfte Stimmen, die sich etwas zuflüsterten.

„Und jetzt rufe ich Rogers, diesen Bullen an, sagte eine Stimme, die Ben Cairn irgendwie bekannt vorkam. „Er soll endlich dafür büßen, dass er meinen Bruder vor fünf Monaten aufs Kreuz gelegt hat.

Der Junge riskierte einen kurzen Blick durch den schmalen Türspalt. Was er sah, ließ ihn kreidebleich werden. Zwei Männer beugten sich über eine Gestalt, die auf dem Boden lag und vor Schmerzen stöhnte. Ein vierter Mann

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