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Zerstörte Hoffnungen: Redlight Street #24 / Cassiopeiapress Roman

Zerstörte Hoffnungen: Redlight Street #24 / Cassiopeiapress Roman

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Zerstörte Hoffnungen: Redlight Street #24 / Cassiopeiapress Roman

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
24. Mai 2019
ISBN:
9783743853386
Format:
Buch

Beschreibung

REDLIGHT STREET #24
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Ohne Dino Alvorettos Partygirls wären Giuseppe Gawinis Feste zum Einschlafen langweilig gewesen. Es waren die gutaussehenden Mädchen, die für Stimmung sorgten, die lachten, tanzten, mit den Herren scherzten. Ihr Traum, beim Film ein Star zu werden, war ausgeträumt. Auch Elena will zum Film, doch der Weg ist so steinig, dass es ihr nicht gleich gelingt. Widerwillig lässt auch sie sich von Alvoretto anheuern – doch schon nach dem ersten Abend verschwindet sie spurlos.
Herausgeber:
Freigegeben:
24. Mai 2019
ISBN:
9783743853386
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

Zerstörte Hoffnungen - A. F. Morland

München

Zerstörte Hoffnungen

REDLIGHT STREET #24

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Ohne Dino Alvorettos Partygirls wären Giuseppe Gawinis Feste zum Einschlafen langweilig gewesen. Es waren die gutaussehenden Mädchen, die für Stimmung sorgten, die lachten, tanzten, mit den Herren scherzten. Ihr Traum, beim Film ein Star zu werden, war ausgeträumt. Auch Elena will zum Film, doch der Weg ist so steinig, dass es ihr nicht gleich gelingt. Widerwillig lässt auch sie sich von Alvoretto anheuern – doch schon nach dem ersten Abend verschwindet sie spurlos.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen:

Elena Croccole – Schauspielerin, zieht aus, um die Welt zu erobern.

Angela Croccole – ihre Schwester, versucht sie zurückzuhalten, doch es gelingt ihr nicht.

Lina Rossi – Schauspielerin, ist besser im Bett als vor der Kamera.

Dino Alvoretto – ist ein Zuhälter, doch er bildet sich ein, viel mehr zu sein.

1

»Kindchen, was willst du denn in Rom?«, fragte Omero Borboni. »Dort leben doch nur Haie. Sie werden dich fressen. Das ist keine Stadt für ein Mädchen wie dich. Warum bleibst du nicht hier in Mailand?«

»Lass sie, Omero«, sagte Angela Croccole. »Es hat keinen Sinn. Ich habe alles versucht. Sie ist verrückt, man kann sie von dieser Dummheit nicht abhalten.«

»Aber sie wird in Rom unter die Räder kommen!«, rief Omero theatralisch aus. »Diese Stadt ist ein Ungeheuer.«

Elena Croccole lachte hell. »Ja, ja! Neros Löwen warten dort auf mich.«

»Ich meine es ernst«, sagte Omero Borboni, ein unscheinbarer junger Mann mit Lederflicken an den Ärmeln. Es gibt Leute, die sehen schon in jungen Jahren irgendwie alt aus.

Omero gehörte zu dieser sonderbaren Gruppe. Er war ein furchtbar netter Kerl, und die Schwestern Croccole liebten ihn. Sie waren froh, ihn zum Freund zu haben, und er wiederum war glücklich, ihr Freund sein zu dürfen.

Sie konnten alles von ihm haben, selbst die unsinnigsten Wünsche durften sie äußern. Sogar mitten in der Nacht durften sie ihn aus tiefstem Schlaf reißen und um einen Gefallen bitten.

Aber nur sie; allen anderen wäre er mit dem blanken Hintern ins Gesicht gesprungen. Doch bei Elena und Angela Croccole schmolz er dahin wie Eis in der Märzsonne.

Die beiden Schönheiten, die sich so ähnlich sahen, dass sie hätten Zwillinge sein können, brauchten ihn nur anzulächeln, und schon war er weich wie Butter, die man in den Kühlschrank zu legen vergaß.

Und plötzlich musste er erfahren, dass sich Elena entschlossen hatte, nach Rom zu gehen. Nicht übers Wochenende oder um Urlaub zu machen, nein, wohnen wollte sie dort, arbeiten – leben.

Das gefiel ihm nicht. Er fand, dass das direkt Verrat an der Freundschaft war. Ein kräftiger Schlag ins Gesicht, der ihn taumeln ließ und benommen machte.

Elena redete schon lange davon, eines Tages wegzugehen, aber er hatte das nie ernst genommen. Man schwärmt oft und möchte so vieles, aber was tut man unter dem Strich von all diesen Dingen wirklich? So gut wie nichts. Zumeist bleibt alles beim alten.

Jedoch nicht bei Elena, das hätte er wissen müssen, denn sie war ein Dickschädel, der mit Vorliebe durch Wände rannte. Sie hatte solange vom Weggehen geredet, bis sie es tatsächlich tat.

Aufgekratzt flitzte sie in der Wohnung hin und her – ein junges, herzerfrischendes schönes Ding, springlebendig, mit einem süßen Mund und einer appetitlichen Figur, mit kleinen, wohlgeformten Brüsten, schmaler Taille, prachtvollen Hüften.

Ein Vollblutweibchen. Ihre Augen waren braun, das Haar, das einer Löwenmähne glich, blond ungewöhnlich für eine waschechte Italienerin.

Auf ihre echten blonden Haare setzte sie am Meisten, denn damit kam man bei Italiens Männern besonders gut an. »La bella bionda!«

Danach waren die Herren der Schöpfung verrückt, denn schwarzhaarig waren ihre Schwestern, die Mutter, die Ehefrau, die Geliebte – so gut wie alle.

Wie wunderbar war es da, mit den Händen in echtem blondem Haar zu wühlen. Für manche blieb das bis ans Ende ihrer potenten Tage ein unerfüllter Traum, der sie in den schwülen Nächten erregte, stöhnen und schwitzen ließ.

Was blieb ihnen anderes übrig, als seufzend auf das zurückzugreifen, was vorhanden war.

Wozu in die Ferne schweifen? Sieh, die Gute liegt so nah!

Elena war beim Packen, und wie immer, wenn sie verreiste, war sie chaotisch. Angela sah ihr zwar ähnlich – sie war ein Jahr älter und vielleicht aus diesem Grund auch etwas besonnener – , aber sie war viel gewissenhafter.

Wenn sie auf Reisen ging – und das kam ziemlich häufig vor, denn sie arbeitete seit drei Jahren als Reporterin fürs Fernsehen – gab es eine Liste, die Tage vorher erstellt wurde und auf der alles stand, was sie mitnehmen wollte.

Das wurde dann in aller Ruhe zusammengetragen, eingepackt und abgehakt. Elena konnte sich zu einer solchen Liste nicht aufraffen.

Stöhnend drehte sie sich um die eigene Achse und fuhr sich mit den Fingern durch das Haar. »Hoffentlich habe ich nichts Wichtiges vergessen. Wenn doch, kannst du es mir ja nachschicken, Angela.«

»Natürlich. Nun reg dich doch nicht so auf, sonst trifft dich noch der Schlag. Ganz rot sind deine Wangen schon.«

»Ich stehe immerhin vor einem entscheidenden Schritt«, erwiderte Elena.

»Den ich nicht begreife«, warf Omero ein. »Wie sagt man? Bleibe im Land und nähre dich redlich. Auf dich umgemünzt müsste es heißen: Bleibe in Mailand und nähre ...«

»Ja, ja, schon gut«, fiel ihm Elena lachend ins Wort. »Aber ich habe es mir nun einmal in den Kopf gesetzt ...«

Omero hob den Finger. »In den härtesten Dickschädel Italiens, wohlgemerkt!«

»Ich muss nach Rom gehen, ich muss einfach«, sagte Elena. Es klang wie eine Entschuldigung.

Omero blies seinen Brustkorb auf und trommelte mit seinen Fäusten dagegen. »Mich hätte sie haben können, mich, Omero Borboni, den begehrtesten Junggesellen Mailands.«

Elena lachte. »Ach, bist du das?«

»Noch nicht, aber ich arbeite daran.«

Elena griff nach seinen Schultern, zog ihn spontan an sich und küsste ihn auf die Wange. »Du bist unser allerbester Freund, Omero, das weißt du, und daran wird sich nie etwas ändern.«

Er zog eine Grimasse. »Was ist eine Freundschaft wert, wenn man sie nie sieht? Wir werden uns auseinanderleben.«

»Ich bleibe, wie ich bin.«

»Das sagst du heute, aber mit der Zeit wird dir Rom seinen Stempel aufdrücken, du wirst andere Interessen bekommen, die Stadt wird dich verderben, sie ist schlecht.«

»Das glaube ich nicht. Würde der Papst in einer solchen Stadt wohnen?«

»Vielleicht ist das der Grund, weshalb er soviel reist. Alle Welt nennt ihn schon den eiligen Vater.«

»Ich werde dir schreiben«, versprach Elena.

Omero zuckte mit den Schultern. »Ein Brief, was ist das schon?«

»Nun sei nicht unbescheiden«, wies ihn Elena zurecht. »In einem Brief kann sehr viel Nettes stehen.«

»Du könntest wenigstens mal anrufen.«

»Das kommt zu teuer. Ich muss am Anfang mein Geld zusammenhalten. Später, wenn ich schön verdiene, werde ich telefonieren, und ich werde dich in mein Haus einladen, in dem du wohnen darfst, solange du willst.«

Omero verdrehte hilflos die Augen. »Hörst du das, Angela? Deine Schwester ist verrückt. Sie spricht schon von einem Haus und hat noch nicht einmal einen Job in Rom.«

»Ein schönes, großes Haus wird es sein, mit vielen Zimmern und einer Terrasse, die Richtung Süden geht. Natürlich außerhalb Roms ...«, träumte Elena mit einem kleinen Lächeln um die kirschroten Lippen.

»Natürlich«, sagte Omero in sarkastischem Ton.

»Dort, wo die Reichen leben ...«

»Ganz klar«, tönte Omero.

»Ein von Gärtnerhand gepflegtes Grundstück«, fuhr Elena fort.

»Mit einem Tennisplatz zum Angeben«, fügte Omero hinzu.

»Und einem nierenförmigen Swimmingpool.«

»Und mit Carlo Ponti als Nachbarn.« Omero nickte, als wäre das alles die selbstverständlichste Sache von der Welt. »Angela, hast du zufällig ein paar

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