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Tony Ballard #337: Tötet den Dämonenhasser: Cassiopeiapress Horror-Serie

Tony Ballard #337: Tötet den Dämonenhasser: Cassiopeiapress Horror-Serie

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Tony Ballard #337: Tötet den Dämonenhasser: Cassiopeiapress Horror-Serie

Länge:
110 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
7. März 2018
ISBN:
9783739656748
Format:
Buch

Beschreibung

Nach der Übersiedlung lebte sich Radovan Barenkovic sehr rasch in London ein. Die von intensivem Leben durchpulste Stadt gefiel ihm. Wenn Jovan Palasen ihn nicht davor gewarnt hätte, hätte er sich sehr gut vorstellen können, eine lange Zeit hier zu verbringen. Er schärfte seinen Monster-Marionetten ein, bei allem, was sie taten, höchste Vorsicht walten zu lassen, und er lenkte sie mit Umsicht und Geschick, damit keiner der hier ansässigen Dämonenjäger auf ihn und seine mörderischen Puppen aufmerksam wurde.
Herausgeber:
Freigegeben:
7. März 2018
ISBN:
9783739656748
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Tony Ballard #337 - A. F. Morland

München

Tötet den Dämonenhasser!

Tony Ballard Band 337

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Nach der Übersiedlung lebte sich Radovan Barenkovic sehr rasch in London ein. Die von intensivem Leben durchpulste Stadt gefiel ihm. Wenn Jovan Palasen ihn nicht davor gewarnt hätte, hätte er sich sehr gut vorstellen können, eine lange Zeit hier zu verbringen. Er schärfte seinen Monster-Marionetten ein, bei allem, was sie taten, höchste Vorsicht walten zu lassen, und er lenkte sie mit Umsicht und Geschick, damit keiner der hier ansässigen Dämonenjäger auf ihn und seine mörderischen Puppen aufmerksam wurde.

Nach einer erfreulich erfolgreichen Aufführung seiner Puppenbühne in einem Großkaufhaus kam eine blonde Frau Anfang vierzig zu ihm und sagte: »Bravo, Mr. Barenkovic. Ich muss Ihnen gratulieren. Sie haben nicht nur Ihre kleinen Zuschauer restlos begeistert, sondern auch uns Erwachsene. In Ihrem Stück stecken so viel Wahrheit, so viel tiefer Sinn, so viel Empfindsamkeit, wie es noch nie ein Puppenspieler seinem vorwiegend jungen Publikum zugemutet hat, und es hat trotzdem von Anfang an voll funktioniert und alle in seinen Bann gezogen.« Sie legte die Hand auf ihren wohlgeformten Busen. »Ich bin Carrie-Anne Noon.«

Radovan Barenkovic bedankte sich für ihr dickes Lob. Sie war sehr attraktiv. Die kleinen Krähenfüßchen neben ihren blauen Augen störten überhaupt nicht. Ihre extravagante Kleidung und der viele Modeschmuck, mit dem sie beladen war, ließen ihn darauf schließen, dass er es mit einer Künstlerin zu tun hatte, mit jemandem »vom Bau« gewissermaßen, und so war es tatsächlich. Sie war Schauspielerin und gestand ihm, noch nie von einer Aufführung so gefesselt gewesen zu sein wie von der, die sie heute erleben durfte.

»Sie sind ein begnadeter Illusionist, der einen vergessen lässt, dass man eigentlich nur dem Spiel von Puppen zusieht«, sagte Carrie-Anne Noon begeistert. »Ihr Stück ist prall gefüllt mit Weisheit und Lebenserfahrung. Wer hat es geschrieben?«

»Ich selbst«, antwortete er mit einem kleinen Anflug von Stolz.

Der Bewunderungspegel in ihrem Blick verdoppelte sich. »Das dachte ich mir. Sie sind ein Meister des geschliffenen Wortes, verstehen es exzellent, wichtige Botschaften dezent und leicht verständlich zu verpacken und mitreißend in die Herzen Ihrer Zuschauer zu transportieren. Radovan Barenkovic, Sie haben mich mit Ihrem Stück auf eine Weise, die ich selbst nicht nachvollziehen kann, glücklich gemacht.«

Er schmunzelte. »Ich muss gestehen, Sie machen mich ein bisschen verlegen, Miss Noon.«

»Carrie-Anne. Bitte nennen Sie mich Carrie-Anne.«

»Okay. Carrie-Anne.«

»Darf ich Sie um ein Autogramm bitten, Mr. Barenkovic?«, fragte die Schauspielerin.

»Radovan.«

»Radovan«, wiederholte sie.

Er lächelte. »Selbstverständlich können Sie ein Autogramm von mir bekommen.« Er hatte Karten drucken lassen, auf denen er mit einigen seiner Puppen (mit jenen, die ihm besonders gut gelungen waren, aber nicht mit Zora und Mira) zu sehen war. Er zog eine davon aus der Innentasche seines Jacketts, zückte einen schwarzen Marker und fragte: »Was soll ich schreiben?«

»Für Carrie-Anne, meine glühendste Verehrerin«, sagte sie spontan.

»Sehr gern.« Er schrieb schnell und schwungvoll.

Sie nahm die Autogrammkarte wie ein heiliges Relikt entgegen. »Danke, Radovan. Vielen, vielen Dank.«

»Keine Ursache«, sagte er geschmeichelt. »Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?«

Carrie-Anne Noon nickte sogleich eifrig. »Ja, Radovan, das können Sie.«

»Und was?«

»Sie können sich von mir zum Essen einladen lassen«, antwortete die attraktive Schauspielerin.

Er staunte. »Zum Essen.«

Sie lächelte verlegen und schlug die Augen nieder. »Ich hoffe, Sie empfinden mich nicht als übertrieben aufdringlich, aber es wäre mir ein Herzensbedürfnis, mich mit Ihnen noch ein wenig weiter unterhalten zu können.«

Er nahm ihre Einladung an. Während des Essens erzählte sie ihm ihre gesamte Lebensgeschichte. Sie war zweimal glücklich geschieden, hatte in jungen Jahren seichte Filmchen mit viel Sex und wenig Niveau gedreht und war auf kleineren Bühnen allmählich ins seriöse Charakterfach hineingewachsen.

Sie seufzte. »Das Künstlerleben kann manchmal sehr hart sein. Ich wurde im Laufe der Jahre von zahlreichen Tiefschlägen getroffen und bisweilen ziemlich arg vom Schicksal gebeutelt. Wenn man da nicht ganz fest an sich glaubt, bleibt man unweigerlich auf der Strecke. Es gibt Kritiker, die nicht ahnen, welch unermesslichen Schaden sie mit einem einzigen Verriss anrichten können. Manche gehen schon mit dem gemeinen Vorsatz, irgendeinen Künstler so richtig schön fertigzumachen, ins Theater, demontieren ihn ohne jeden Skrupel und zerstören damit unter Umständen eine Karriere, die noch nicht einmal richtig begonnen hat und möglicherweise recht vielversprechend hätte werden können.«

»Ist Ihnen das auch schon mal passiert?«, fragte Radovan Barenkovic. Er aß zum Nachtisch Edelschimmelkäse mit einem kleinen Stück Weißbrot, das dünn mit gesalzener Butter bestrichen war.

Carrie-Anne Noon nickte mit einem bitteren Ausdruck um die vollen Lippen. »Mehrmals. Aber ich bin wie eine Katze mit sieben Leben. Egal, wie tief ich falle, ich lande immer auf den Pfoten und komme wieder hoch.« Sie hatte ein Whiskyglas vor sich stehen und schob es geistesabwesend hin und her. »Mein letzter Absturz war besonders schlimm. Ich trat mit einem sechsköpfigen Tournee-Ensemble in allen größeren Städten Englands auf. Wir spielten eine Boulevard-Komödie, die überall großen Anklang fand. Nahezu alle Vorstellungen waren ausverkauft. Das Publikum war begeistert. Ein Filmproduzent wollte das Stück für die Leinwand adaptieren lassen und ins Kino bringen. Ausgerechnet da wurde ich krank. Ich muss mir irgendeinen gottverdammten Virus eingefangen haben. Er nagte in mir, höhlte mich aus, ich konnte kein Essen mehr bei mir halten. Alles, was ich zu mir nahm, kam postwendend wieder hoch. Aber ich legte mich nicht ins Bett, spielte bis zum totalen Zusammenbruch auf offener Bühne weiter. Ich kam ins Krankenhaus und man füllte mich so sehr mit Medikamenten ab, dass ich kaum noch wusste, was ich tat, wer ich war, wo ich mich befand. Filmriss. Blackout. Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas in diesem komplexen Ausmaß wirklich gibt. Und noch weniger hätte ich es für möglich gehalten, dass mir so etwas jemals passieren könnte. Später erfuhr ich, dass ich aus der Klinik ausgebüxt war, einen Wagen gestohlen hatte, der zufällig mit laufendem Motor davor stand, und damit in einer nahen Allee gegen einen Baum gerast war. Ich erlitt einen komplizierten Beckenbruch und einen Trümmerbruch des Schienbeins. Dazu kam ein schweres Schädeltrauma, mit dem eine mehrwöchige Amnesie einherging...«

»Schlimme Geschichte«, sagte Radovan Barenkovic, weil er meinte, dass es Zeit war, so etwas einzuwerfen und Carrie-Anne Noon es von ihm hören wollte. Zu echtem Mitgefühl war er nicht fähig, aber das wusste er vor der Schauspielerin gut zu verbergen.

Sie nickte mit verkniffenem Mund. »Während meines geistigen und körperlichen Totalausfalls, der sich über ein halbes Jahr erstreckte, wurde der Film ohne mich gedreht.«

»Das muss Ihnen zusätzliche Schmerzen bereitet haben«, gab sich Radovan Barenkovic verständnisvoll.

In Carrie-Anne Noons Augen blitzte Schadenfreude auf. »Die Schauspielerin, die meine Rolle spielte, lieferte eine dermaßen schlechte Leistung ab, dass der Streifen floppte. Es fand sich kein Verleih, der den Film in die Kinos bringen wollte.«

»Das könnte wenigstens ein kleiner Trost für Sie gewesen sein.«

Carrie-Anne nickte. »So war es auch.« Sie leerte ihr Whiskyglas.

»Was ist mit dem Film geschehen?«,

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