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Ein Typ zum Anbeißen: Roman
Ein Typ zum Anbeißen: Roman
Ein Typ zum Anbeißen: Roman
eBook144 Seiten1 Stunde

Ein Typ zum Anbeißen: Roman

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Über dieses E-Book

Liebesroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 119 Taschenbuchseiten.

"Mister Right" gesucht! Anja lernt durch Zufall den sympathischen Markus kennen. Aber andererseits ist da auch noch Richy. Die beiden Männer sind grundverschieden. Als Richy wegen seiner Geschäfte eine Weile fort ist, glaubt Anja bei Markus das zu finden, was ihr bei Richy fehlt...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum20. Juni 2018
ISBN9783739620497
Ein Typ zum Anbeißen: Roman
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Ein Typ zum Anbeißen - A. F. Morland

    München

    Ein Typ zum Anbeißen

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 119 Taschenbuchseiten.

    Mister Right" gesucht! Anja lernt durch Zufall den sympathischen Markus kennen. Aber andererseits ist da auch noch Richy. Die beiden Männer sind grundverschieden. Als Richy wegen seiner Geschäfte eine Weile fort ist, glaubt Anja bei Markus das zu finden, was ihr bei Richy fehlt...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    Erstveröffentlichung: 1993

    © dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1. Kapitel

    Anja Burger ließ die Kupplung schleifen und ihren betagten weißen VW Polo langsam in die enge Parklücke rollen. Sie machte das sehr gewissenhaft, genau so, wie sie es in der Fahrschule gelernt hatte. Deshalb konnte sie auch nicht verstehen, dass es plötzlich schepperte. Es musste hinten doch noch fast ein halber Meter Platz sein. Oder etwa nicht? Sollte sie sich so sehr verschätzt haben?

    »Oje!«, stöhnte sie gequält auf und stieg aus, um sich den Schaden zu besehen.

    Passanten blieben stehen. Anja spürte, wie sie rot wurde. Jetzt hast du bestimmt einen Kopf wie eine reife Tomate, dachte sie schwitzend.

    »Frau am Steuer«, hörte sie eine männliche Stimme geringschätzig sagen. »Na ja, man kennt das ja. Deshalb müssen die Versicherungen auch ständig die Prämien erhöhen.«

    Anja war nahe daran, diesem Neunmalklugen zu empfehlen, sich dort hinzuscheren, wo der Pfeffer wächst. Sie hätte sich hinterher bestimmt besser gefühlt, wagte es aber nicht.

    Der Mercedes, mit dem sie so unsanft Tuchfühlung aufgenommen hatte, schien vor hundert Jahren schon nicht mehr ganz neu gewesen zu sein. Jedenfalls machte er auf sie diesen Eindruck. Der Rost knabberte so intensiv an der Karosserie, dass nach Anjas Ansicht die Frage, wie dieses Vehikel durch den TÜV gekommen war, durchaus ihre Berechtigung hatte. Aber das gab natürlich noch niemandem das Recht, den alten Wagen herumzuschubsen.

    »Gehört dieser Wagen einem von Ihnen?«, erkundigte sich Anja mit dünner Stimme.

    Niemand meldete sich.

    »Weiß jemand, wem der Wagen gehört?«, fragte Anja. Wieder erhielt sie keine Antwort.

    »Was is’n hier los?«, wollte jemand wissen, der nicht mitbekommen hatte, was passiert war. Selbstverständlich wurde er sogleich ausführlichst – und falsch – informiert.

    Ein junger Mann durchbrach mit gekonnter Ellenbogentechnik die Reihe der Glotzer.

    »He! He! He! Nicht so stürmisch, ja?«, maulte einer, den der Rippenstoß besonders hart getroffen hatte.

    Der junge Mann kümmerte sich nicht darum. »Kann ich dir helfen?«, fragte er Anja.

    Endlich einer, der weiß, was sich gehört, dachte sie erleichtert. Sie fasste sofort Vertrauen zu ihm. Nicht nur deshalb, weil er umwerfend aussah. Er trug Jeans und eine Lederjacke, deren Ärmel er hochgeschoben hatte. Seine Unterarme waren imponierend braun. Er musste so um die einsfünfundachtzig groß sein, war ausgesprochen schlank und hatte das sympathischste Lächeln, das Anja je gesehen hatte. Sie schätzte, dass er zweiundzwanzig Jahre alt war. Höchstens dreiundzwanzig.

    »Ich ... ich bin mit meinem Polo gegen diesen Mercedes gestoßen«, gestand sie verlegen.

    »Das ist meiner.«

    »Es tut mir aufrichtig leid«, beteuerte sie mit ernster Miene. »Die Parklücke war doch enger, als ich angenommen hatte. Ich habe mich einfach verschätzt.«

    »Kann jedem mal passieren«, meinte der Besitzer des Mercedes beruhigend.

    »Wollen Sie diese Dilettantin etwa ungeschoren davonkommen lassen?«, fragte einer der Umstehenden sichtlich enttäuscht.

    »Das ist doch wohl meine Sache – oder sehen Sie das anders?«, fuhr der junge Mann den Zuschauer an.

    Nichts Freundliches murmelnd, zog dieser ab. Andere schlossen sich ihm an.

    »Ich gehöre bestimmt nicht zu den Autofahrerinnen, die täglich fremde Fahrzeuge beschädigen«, beteuerte Anja.

    Der junge Mann lächelte. »Das glaube ich dir«, sagte er sanft, und streckte Anja die Hand entgegen. »Ich bin Markus. Markus Ratke.«

    »Anja Burger«, murmelte sie leise und wagte es nicht, ihn anzusehen.

    »He, alles halb so wild. Komm, sehen wir uns den Wagen gemeinsam an«, schlug Markus vor.

    »Ich ... ich komme selbstverständlich für den Schaden auf.«

    Markus warf einen kurzen Blick auf die beiden Fahrzeuge. »Nicht notwendig, alles in Ordnung«, stellte er nüchtern fest.

    »Du hast ja kaum hingesehen.«

    »Ist nicht nötig. Ich kenne meinen Wagen.«

    »Das glaube ich nicht. Ich gebe dir am besten meine Anschrift und melde den Schadensfall noch heute meiner Versicherung«, schlug Anja vor.

    »Wozu?«

    »Das liegt doch auf der Hand: Damit du den Mercedes in die Werkstatt bringen kannst.«

    »Und was soll er da?«, fragte Markus verwundert. »Hör mal, die Stoßstangen unserer Autos haben sich leicht berührt, das ist alles. Es gibt nicht mal einen Kratzer. Ich bin nicht der Typ, der aus so etwas Kapital schlägt und womöglich eine Rundum-Neulackierung herauszuschinden versucht.«

    »Wir sollten trotzdem unsere Adressen austauschen.«

    »Dagegen habe ich nichts. Aber nicht hier.«

    »Wo sonst?«, fragte Anja.

    Er sah sich kurz um. »Sagt dir das Bistro dort drüben zu?«

    Sie nickte.

    »Also, gehen wir.«

    Anja holte ihre Handtasche aus dem Polo und schloss ihn ab. Dann überquerte sie neben Markus die Straße und betrat hinter ihm das kleine Lokal. Ein alter Song von Cher empfing sie. Markus deutete fragend auf einen Tisch neben der Tür.

    Wenig später saßen sie vor den bestellten Milchkaffees, und Anja notierte auf einen Zettel ihre Anschrift, das Kennzeichen ihres Wagens, den Namen ihrer Versicherung und die Nummer der Versicherungspolice.

    »Bist du telefonisch erreichbar?«, erkundigte sich Markus, nachdem er einen Blick auf den Zettel geworfen hatte.

    »Ja. Soll ich dir die Nummer auch aufschreiben?«

    »Das wäre nett.«

    Zügig notierte Anja die Nummer.

    »Wohnst du allein?«

    »Nein«, gestand Anja lächelnd. »Ich wohne bei meinen Eltern.« Insgeheim wunderte sie sich über Markus’ Frage. Aber Markus war nett. Und sie vergab sich ja nichts. Weshalb also sollte sie seine Fragen nicht beantworten?

    »Wie alt bist du?«

    »Zwanzig.«

    »Was machst du beruflich?«

    »Ich besuche die Kunstakademie.«

    »Möchtest du ein weiblicher Michelangelo werden?« Markus’ Fragen kamen wie aus der Pistole geschossen.

    Anja hatte Mühe, nicht laut loszuprusten. »Sag mal, findest du nicht, dass du ein bisschen zu neugierig bist?«

    »Wieso? Schließlich sollte man schon wissen, mit wem man es zu tun hat.«

    »Deine Fragen hören sich eher nach Partner-Test an als nach einem Gespräch zwischen zwei –wie heißt das noch – Unfallgegnern.«

    Jetzt war es an Markus, rot zu werden. »Na ja, ich finde dich sehr nett, wenn ich ehrlich bin. Und nette Leute interessieren mich eben.«

    »Wenn das so ist …« Anja lächelte. »Also ein weiblicher Michelangelo werde ich bestimmt nicht. Ich studiere Grafik-Design. Nach Abschluss meines Studiums werde ich in einer Werbeagentur arbeiten.«

    »Das hört sich an, als hättest du deinen späteren Job schon in der Tasche.«

    »In der Tasche nicht gerade, aber eine Freundin von mir hat versprochen, mich bei Dellmann & Meisel unterzubringen. Das ist eine der größten Agenturen hier im Umkreis – mit einem riesigen Etat und Superkunden.«

    Markus nippte an seinem Milchkaffee. »Klingt interessant. Sag mal, wenn man so eine Kunstakademie besucht … lernt man da auch Porträtzeichnen?«

    »Wenn man will, sicher. Ich hab’ das schon mal in den Ferien gemacht, um meine Urlaubskasse aufzubessern.«

    »Und?«

    Anja lachte. »Man hat mir meine Werke nicht gerade aus den Händen gerissen. Aber angeblich waren sie nicht schlecht.«

    Markus sah sie nachdenklich an. »Würdest du mich porträtieren?«

    Anja musterte ihn aufmerksam. »Dreh mal den Kopf zur Seite. Mhm, du hast ein sehr interessantes Profil«, verkündete sie dann.

    »Wann hast du Zeit?«

    »Was … wie?« Anjas Verblüffung war nicht gespielt. »Zeit? Wofür?«

    »Um mich zu porträtieren.«

    »Ich habe nicht gesagt, dass ich das tun möchte.«

    »Ich bezahle, was du verlangst«, versicherte Markus ihr eilig.

    »Ich brauche kein Geld.«

    »Ich verspreche auch, nicht zu meckern, egal wie das Porträt ausfällt.«

    Anja schüttelte den Kopf. »Vergiss es. So etwas mache ich nicht.« Sie schob ihm den Zettel mit ihren Angaben zu und wies auf die freie untere Hälfte. »Würdest du mir jetzt deine Daten geben?«

    »Mit dem größten Vergnügen.« Markus lächelte breit. »Also, ich heiße Markus Ratke, bin dreiundzwanzig Jahre alt, einssechsundachtzig groß, achtzig Kilo schwer, Single, solo, wohne allein, habe Schuhgröße vierundvierzig, meine Lieblingszahl ist die Dreizehn, meine Lieblingsfarbe Rot … Ich liebe gute Musik, egal ob Klassik oder Pop, esse am liebsten Pizza, rauche nicht und habe eigentlich nur einen großen Fehler.«

    Anja sah ihn amüsiert an. »So? Welchen?«

    »Ich liebe Leopold.«

    Für eine Sekunde raubte es Anja den Atem.

    Sie senkte rasch den Blick. »Ach so.«

    »Er macht mich sehr glücklich.«

    Anja schluckte und rutschte nervös auf ihrem Stuhl hin und her. »Die Policenummer. Du hast deine Policenummer noch nicht aufgeschrieben«, sagte sie schließlich mit belegter Stimme, zu glücklich, das Thema wechseln zu können.

    »Tut mir leid, ich hab’ sie nicht bei mir.«

    »Aber das solltest du …«

    »Ich weiß. Ich rufe dich an und geb’ sie dir durch, okay?«

    »Okay.«

    »Du kannst mich auch anrufen, wenn du möchtest«, schlug Markus vor. Er schrieb zwei Nummern auf. »Das ist mein Privatanschluss. Und

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