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Klaus Störtebeker - Der Schrecken der Weltmeere Band 1: Zum Freibeuter geboren: Cassiopeiapress Spannung
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Klaus Störtebeker - Der Schrecken der Weltmeere Band 1: Zum Freibeuter geboren: Cassiopeiapress Spannung
eBook110 Seiten1 Stunde

Klaus Störtebeker - Der Schrecken der Weltmeere Band 1: Zum Freibeuter geboren: Cassiopeiapress Spannung

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Über dieses E-Book

Klaus Störtebeker - Der Schrecken der Weltmeere
Band 1
Tomos Forrest

Der Umfang dieses Buchs entspricht 98 Taschenbuchseiten.

Mein Name ist Jan Hinnerk Mommsen. Ein ganzes Leben lang bin ich nun schon zur See gefahren. Solange ich zurückdenken kann, war ich auf schwankenden Schiffsböden unterwegs auf den Weltmeeren. Goedeke Michels war mein Kapitän, bis wir eines Tages mit Klaus Störtebeker und seinem 'Sturmbock' zusammentrafen. Ja, es war ein wirkliches Zusammentreffen, und die beiden Kapitäne waren sich überhaupt nicht grün. Das hat sich später geändert, und der alte Claas Runge, der damals unter Störtebeker gedient hatte, wurde mein bester Freund.

Und heute ist wieder unser Tag, bei dem wir uns vor dem Schietwetter, das draußen um die Häuser tobt, mit einem steifen Grog schützen und aufwärmen. Und dann erzählen wir uns gegenseitig die tollsten Lügengeschichten, so richtiges Seemannsgarn, wie man das heute gar nicht mehr kennt. Dann ist Claas Runge wieder jung und glücklich, seine Augen leuchten, und sein Mund mit den wenigen, schwarzen Zähnen bleibt gar nicht mehr geschlossen.
Ein paar der alten Geschichten kenne ich inzwischen auswendig und will sie hier einmal erzählen, damit sie nicht vollkommen in Vergessenheit geraten. Vor allem, wie es einmal alles angefangen hat mit dem Klaus, als er noch der Junker Klaus von Winsfeldt war. Mit achtzehn Jahren hatte der hünenhafte Junge schon die halbe Welt unter seinem Onkel umsegelt, und niemand machte ihm mehr etwas vor!

Nacherzählt von Tomos Forrest
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum19. Nov. 2018
ISBN9783743868380
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    Buchvorschau

    Klaus Störtebeker - Der Schrecken der Weltmeere Band 1 - Tomos Forrest

    Publisher

    Klaus Störtebeker – Der Schrecken der Weltmeere Band 1: Zum Freibeuter geboren

    nacherzählt von Tomos Forrest

    ––––––––

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author/ Titelbild: Nach einem Motiv von N.C. Wyeth, 2018

    Illustration by „Open Clipart-Vectors, 2018

    Lektorat: Kerstin Peschel

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Klappentext:

    Junker Klaus von Winsfeldt ist ein hünenhafter Junge, der bereits mit seinen achtzehn Jahren unter seinem Onkel die halbe Welt umsegelt hat und niemand ihm mehr etwas vormachen kann! Doch mit dem plötzlichen Tod seines Onkels ändert sich schlagartig sein Leben und auch das der Bootsbesatzung.

    Detlev von Schenk, der habgierige und arglistige Senator, schreckt vor keinem Mittel zurück, das ihm oder der Stadt einen Vorteil bringt. Und so kommt es, dass die „Wappen von Hamburg", das Schiff seines Onkels, auf Erlass des Senators konfisziert wird, um die Geldnot der Stadt zu bannen.

    Klaus von Winsfeldt macht sich auf, das Schiff seines Onkels zurückzubekommen und findet Hilfe bei einem Freund, der ihm seine Zukunft aufzeigt, die äußerst abenteuerlich und gefährlich zu werden scheint. Und von diesem Tag an nennt er sich Klaus Störtebeker. Ein Mann, der künftig von vielen bewundert und geliebt, von einigen gehasst und gejagt und manchmal aus Gier nach Gold verraten wird ...

    ***

    Prolog

    Mein Name ist Jan Hinnerk Mommsen. Ein ganzes Leben lang bin ich nun schon zur See gefahren. Solange ich zurückdenken kann, war ich auf schwankenden Schiffsböden unterwegs auf den Weltmeeren. Es war kein einfaches Leben, aber es hat mir gefallen. Als sich mir die Gelegenheit bot, bei den Vitalienbrüdern anzuheuern, habe ich sie ergriffen. Goedeke Michels war mein Kapitän, bis wir eines Tages mit Klaus Störtebeker und seinem ‚Sturmbock‘ zusammen trafen. Ja, es war ein wirkliches Zusammentreffen, und die beiden Kapitäne waren sich überhaupt nicht grün. Das hat sich später geändert, und der alte Claas Runge, der damals unter Störtebeker gedient hatte, wurde mein bester Freund.

    Eben kam er in den Blauen Hai gerollt und ist nun bei mir mit am Tisch, über dessen Platte er kaum hinübersehen kann. Claas hat beide Beine in einer mächtigen Seeschlacht verloren. Eine Kanonenkugel hat sie ihm weggerissen, und jeder an Bord gab keinen Pfifferling mehr für sein Leben. Als ich ihn in seinem Blut liegen sah, habe ich zugegriffen und mit einem Tauende die zerschmetterten Beine abgeschnürt, damit der arme Kerl nicht verblutete.

    Der Magister Wigbold hat ihm dann die Knochen durchgesägt, die Stümpfe versorgt und mit seinen Mitteln dafür gesorgt, dass Claas alles überlebt hat. Mit der Seefahrt war es nun für ihn vorbei, aber ein Zimmermann hat ihm einen Kasten mit Rädern aus Holz gefertigt, in dem sitzt er nun und rollt damit über die Straßen der Hafenstadt.

    Und heute ist wieder unser Tag, bei dem wir uns vor dem Schietwetter, das draußen um die Häuser tobt, mit einem steifen Grog schützen und aufwärmen. Und dann erzählen wir uns gegenseitig die tollsten Lügengeschichten, so richtiges Seemannsgarn, wie man das heute gar nicht mehr kennt. Dann ist Claas Runge wieder jung und glücklich, seine Augen leuchten, und sein Mund mit den wenigen, schwarzen Zähnen bleibt gar nicht mehr geschlossen.

    Ein paar der alten Geschichten kenne ich inzwischen auswendig und will sie hier einmal erzählen, damit sie nicht vollkommen in Vergessenheit geraten. Vor allem, wie einmal alles mit dem Klaus angefangen hat, als er noch der Junker Klaus von Winsfeldt war. Mit achtzehn Jahren hatte der hünenhafte Junge unter seinem Onkel schon die halbe Welt umsegelt, und niemand machte ihm mehr etwas vor!

    ***

    1.

    Heulender Gewittersturm tobte auf der Nordsee und wühlte sie bis in ihre tiefsten Gründe auf. Haushoch türmten sich die gewaltigen Wasserberge und donnerten schäumend mit heftigem Anprall gegen das Ufer, die Dünen hinauf, wo sie zu weißer Gischt in tosender Brandung zerschellten.

    Schwarze Wolkenfetzen jagten, vom Orkan gepeitscht, am Himmel wie hungrige Wölfe dahin. Es war ein Heulen, Pfeifen und Toben in der Luft, als sei die ganze Hölle entfesselt und der jüngste Tag angebrochen.

    Betäubend rollte der Donner über das Meer dahin, ununterbrochen, mit mark- und beindurchdringendem Krachen. Durch die schaurig schwarze Nacht zuckten unaufhörlich leuchtende Blitze, die wie blutig-rote, beutegierige Schlangen vom Firmament auf die Erde herniederfuhren, als wollten sie diese zerspalten, und in dem blendenden Licht der Blitze erblickte man ein Bild, das selbst dem Mutigsten das Blut in den Adern zu Eis erstarren ließ.

    Was mühte sich dort in wahnsinnigem Kampf mit der alles zerstörenden Gewalt der berghohen Wellenkämme, die wie reißende Untiere das schwache Menschenwerk verschlingen wollten?

    Ein Schiff! Es war verloren! Der Mast gebrochen, die Segel zerfetzt, und durch die zersplitterten Planken drang das Wasser gurgelnd in das Innere. Ein zerrissenes Hemd flatterte als Notflagge auf dem Stumpf des abgebrochenen Mastes, wie ein stummes Flehen um Rettung!

    Der vom Sturm überraschte Fischer hatte längst den ungleichen Kampf mit den Elementen aufgegeben. Er kniete am Maststumpf, an den er sich festgebunden hatte, und umklammerte seinen Sohn, einen fünfzehnjährigen blonden Burschen.

    Mit letzter Kraft hielt er ihn an sich gepresst, damit nicht die Wogen, die unaufhörlich über das Wrack dahindonnerten, ihn aus seinen Armen in die Tiefe rissen.

    Beide, der alte Dieter Nissen und sein Sohn Hinrik, beteten laut im tobenden Sturm. Nicht für sich taten es die Unglücklichen, die offenbar dem Verderben geweiht waren, sondern für die Frau, die Mutter, die Kinder an Land, die ohne sie dem Elend und dem Hunger preisgegeben waren.

    Aber der Donner verschlang ihre Worte, der Wind riss sie von ihren Lippen, und die tosende See spülte brausend ihre gewaltigen Wassermassen über das Deck des sinkenden Fahrzeuges hinweg.

    Am Strand hatte sich ein Häuflein Dorfbewohner versammelt. Sie waren herbeigeeilt, um zu sehen, ob Rettung möglich war. Nein – bei diesem Kampf der entfesselten Elemente war menschliche Kraft zu schwach. Verzweifelt rangen sie die Hände.

    Jeden Augenblick erwarteten die Geängstigten, die hilf- und ratlos am Ufer standen oder von Angst und Furcht gepeinigt umherirrten, dass das Schiff in den Fluten versank, um nie wieder aufzutauchen.

    „Helft, rettet meinen Mann und meinen armen Jungen!, gellte der Schrei einer unglücklichen Mutter durch das Brüllen des Orkans, während sich zwei Kinder weinend an die Frau drängten. „Habt Erbarmen mit unserem trostlosen Schicksal! Helft uns!

    Aber niemand vermochte der Bedauernswerten beizustehen. Die Männer blieben stumm, ihre Blicke auf den Boden gerichtet, die Lippen fest aufeinander gepresst, die Fäuste geballt. In ohnmächtigem Grimm zuckten sie die Achseln – doch keiner wagte sich hinaus in das tobende Meer. Sie kannten die Tücken der Nordsee nur allzu genau und wussten, dass die rasenden Elemente wieder ein Opfer haben wollten.

    Da teilte sich plötzlich die Menge.

    „Platz da! Junker Klaus kommt!", rief es durcheinander.

    Zwei kräftige Arme schoben die Männer zur Seite. Ehrfurchtsvoll machten die Dorfbewohner dem Ankommenden Platz. Es war ein schlanker Mann im Alter von etwa achtzehn Jahren, mit athletischem Körperbau, dessen Muskeln und Sehnen aus Eisen zu sein schienen. Seine dunklen Augen leuchteten vor Tatendurst.

    Mit kräftiger Stimme, die selbst wie das Donnern der

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