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Tödliche Nebenrolle: Kriminalroman

Tödliche Nebenrolle: Kriminalroman

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Tödliche Nebenrolle: Kriminalroman

Länge:
145 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
21. Mai 2019
ISBN:
9783743826113
Format:
Buch

Beschreibung

Krimi von Thomas West

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Drei junge Schauspielerinnen werden kurz nacheinander missbraucht und ermordet – soweit bekannt, waren zwei der Opfer für ein und dieselbe Rolle in einer TV-Serie in der engeren Wahl. Special Agent Jesse Trevellian und seine neue Kollegin Sarah Hurst, die frisch von der FBI-Academy in Quantico Milo Tucker während seines Urlaubs vertritt, ermitteln im Umfeld der Ermordeten. Das FBI geht davon aus, dass es sich um einen Serienmörder handelt. DNA-Spuren weisen auf den Co-Regisseur Kenneth Barren als mutmaßlichen Täter hin, der die Starlets nötigte, für eine Filmrolle Sex mit ihm zu haben. Doch die beiden FBI-Agenten glauben nicht, dass er der Killer ist ...
Herausgeber:
Freigegeben:
21. Mai 2019
ISBN:
9783743826113
Format:
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Über den Autor


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Tödliche Nebenrolle

Krimi von Thomas West

Der Umfang dieses Buchs entspricht 118 Taschenbuchseiten.

Drei junge Schauspielerinnen werden kurz nacheinander missbraucht und ermordet – soweit bekannt, waren zwei der Opfer für ein und dieselbe Rolle in einer TV-Serie in der engeren Wahl. Special Agent Jesse Trevellian und seine neue Kollegin Sarah Hurst, die frisch von der FBI-Academy in Quantico Milo Tucker während seines Urlaubs vertritt, ermitteln im Umfeld der Ermordeten. Das FBI geht davon aus, dass es sich um einen Serienmörder handelt. DNA-Spuren weisen auf den Co-Regisseur Kenneth Barren als mutmaßlichen Täter hin, der die Starlets nötigte, für eine Filmrolle Sex mit ihm zu haben. Doch die beiden FBI-Agenten glauben nicht, dass er der Killer ist ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Wo? Sergeant George Braininger nahm seine Dienstmütze vom Kopf und schabte sich seine verschwitzte Glatze.

Ein etwa fünfzigjähriger Mann deutete mit seinem Golfschläger auf eine Baumgruppe am anderen Ende des Golfplatzes. Dort drüben.

Sie stiegen in einen Elektrowagen und fuhren über den hügeligen Rasen. Officer Cook, der zweite Cop, und der Golfpartner des Mannes, der sie alarmiert hatte, hatten hinten in dem Viersitzer Platz genommen.

Es war heiß. Schwüles Hochsommerwetter hielt die ganze Ostküste im Würgegriff. Hinter den Bäumen glitzerte das endlose Blau des Long Island Sounds. Übersät mit Farbtupfern - Segelboote und Surfer. Die Golfanlage südlich von New Haven, Connecticut, liegt direkt an der Küste.

Sie hielten vor der Baumgruppe. Der Golfer ließ seinen Schläger im Wagen und ging den beiden Cops voran. Zwischen den Stämmen der schlanken Pappeln blieb er stehen. Dort unten liegt sie.

Etwas Helles hob sich unten in der Mulde zwischen dem Schilfgras um den kleinen Teich ab. Die beiden Cops stiegen die Böschung zum Teich hinunter.

Das Helle war eine Schulter. Sie ragte zwischen den Schilfrohren aus dem Wasser. Unter den ufernahen Seerosenblättern schimmerten die Beine der Leiche.

Der Sergeant stieg ins Schilf und bog das Schilfgras beiseite. Verfluchte Scheiße, verfluchte! Die Frau war nur mit einem Hemd bekleidet. Er bückte sich tief, um ihr Gesicht zu sehen. Ihr gebrochener Blick jagte ihm einen Schauder über den Nacken.

Cook ging neben ihm in die Hocke. Ist das die Frau, Cookie?, wollte Braininger wissen.

Ja, das ist sie, Sergeant.

Die junge Frau war vorgestern Nacht im Revier aufgetaucht. Jemand würde sie verfolgen. Cook hatte Innendienst geschoben. Er hatte ihre Personalien aufgenommen und sie dann nach Hause geschickt.

Der diensthabende Captain hatte nur mit den Schultern gezuckt: Es gab immer wieder Verrückte unter dem Schicki-Micki-Volk, das aus ganz Connecticut und den Nachbarstaaten zum Golfspielen nach New Haven kam.

Verrückte die hinter ihren Verflossenen her waren, Verrückte, die sich verfolgt fühlten. Die Cops hatten meistens Dringenderes zu tun, als sich um die wahnsinnig wichtigen Sorgen solcher Leute zu kümmern.

Kannst du dich noch an den Namen erinnern, Cookie?

Der Officer überlegte. West, sagte er nach ein paar Sekunden. Selma West.

Braininger richtete sich ächzend auf. Kotzübel wurde ihm bei dem Gedanken, dass sie die Frau hätten retten können. Zu spät. Jetzt lag sie mit aufgeschlitzter Kehle dort vor ihnen im Wasser. Schweinerei!, fluchte der Sergeant.

2

Aus den Kopfhörern guter, alter Rock aus längst vergangenen Zeiten - kreischende E-Gitarren, einfache Bassläufe und hämmernde Schlagzeugrhythmen.

Normalerweise höre ich keine Musik während der Arbeit. Wirklich nicht. Aber meine Partnerin hatte mir die alte Stones-Scheibe ins CD-Rom-Laufwerk geschoben. Damit du wach bleibst, hatte sie gesagt. Ich hörte mir ihre CD an diesem Tag bereits zum dritten Mal an.

Ja - meine Partnerin, nicht mein Partner. Milo streifte in diesen schwülen Tagen irgendwo in Kanada durch die Wälder. Sommerurlaub. Sarah Hurst vertrat ihn gewissermaßen.

Sarah hatte vor ein paar Wochen die FBI-Academy in Quantico absolviert. Und danach ihre erste Stelle angetreten. Im FBI-District-Office New York City. Bei uns. Unser Chef hatte mich gebeten, sie unter meine Fittiche zu nehmen.

Ich wüsste nicht was ich lieber getan hätte. Sarah war Ende zwanzig, hatte dunkelblaue Augen und blonde Locken, die wild und störrisch in alle Richtungen von ihrem Kopf abstanden. Sie pflegte ihre unglaublich weiblichen Formen in enge Jeans, Muskelshirt und Lederjacke zu hüllen.

Ein etwas ungewöhnliches Outfit in unserer Firma. Die Augenbrauen des Chefs wanderten bedenklich nach oben, als sie an ihrem ersten Arbeitstag in sein Büro rauschte. Und Milo hätte am liebsten seinen Urlaub storniert.

Langer Rede, kurzer Sinn: Sarah war eine aufregend attraktive Frau. Ich wüsste wirklich nicht, was ich lieber getan hätte, als sie >unter meine Fittiche zu nehmen<, wie Jonathan McKee das so schön formulierte.

Ich klickte mit der Maus auf >Medienwiedergabe< und schob den Lautstärkeregler für das CD-Rom Laufwerk nach oben. Das nächste Stück hatte es mir angetan. >Let me go ...< kreischte Mick Jagger.

>Let me go ...<

Weggehen - das wäre es. Aber ich musste im Büro ausharren. Vor dem Computer. Seit Stunden. Seit Tagen. Zusammen mit Sarah. Immerhin.

Sie saß an Schreibtisch, vor dem zweiten PC. Eine Dose Cola neben der Tastatur. Schon die dritte an diesem Nachmittag.

Ab und zu, wenn sie sich streckte, konnte ich die Formen ihrer Brüste unter ihrem roten Muskel-Shirt erkennen. Köstlich. Ihr großer Mund und der leicht vorgeschobene Unterkiefer verliehen ihren Zügen etwas Trotziges, Eigensinniges. Und das war sie auch - eigensinnig.

An diesem Vormittag allerdings wirkte Sarah missmutig. Im Internet herumsurfen und nach Adressen suchen, hinter denen sich Geldwäscher verstecken könnten, gehörte nicht zu ihren Leidenschaften.

Zu meinen auch nicht. Vor allem, wenn der Job bereits in die vierte Woche ging. Adressen suchen, ansurfen, Web-Seiten ausdrucken, mit den Adressen-Listen in den Ermittlungsunterlagen vergleichen. Und das Tag für Tag, Stunde um Stunde.

Meine Augen brannten, mein Hintern tat ihm weh und mein ganzer Körper schrie nach Bewegung.

>Let me go ...<

Wir waren einem internationalen Waffenhändlerring auf der Spur. Panzerabwehrraketen mit intelligenter Steuerung waren über den Ladentisch gegangen. Zweihundert Stück.

Der Käufer konnte noch nicht ermittelt werden. Wahrscheinlich irgendein Scheich aus dem Nahen Osten. Im schlimmsten Fall einer mit guten Beziehungen in den Irak.

Ein mehrere Millionen Dollar schweres Geschäft. Auch den Verkäufer hatten wir noch nicht identifiziert. Dafür ein paar Firmen, Broker und Finanzjongleure, über deren Internetadressen das schmutzige Geld über die ganze Welt verschoben worden war. Darunter eine Bank in Manhattan.

Nach knapp vier Wochen nur ein paar Adressen. Weiter nichts. >Let me go ...<

Sarahs Gesicht tauchte hinter ihrem Monitor auf. Große Augen, überrascht hochgezogene Brauen, und wieder dieser impulsive, trotzige, angriffslustige Zug um den Mund. Oh ja - es machte Spaß, dieses gelungene Exemplar der Gattung Frau zu betrachten.

Sie bewegte die Lippen. Ich verstand nur >Let me go<. Sie winkte mich zu sich. Ich runzelte fragend die Stirn und nahm die Kopfhörer ab.

Schon wieder abgestürzt? Ein paar Schritte um den Schreibtisch herum, und ich stand hinter ihr.

Quatsch!, fauchte sie. Hier! Sie wies auf den Monitor. Ich erkannte eine E-Mail. Abgefangen. Sarah Hurst bleckte die Zähne, wie sie es manchmal tat, wenn sie sehr zufrieden war.

Ich betrachtete den codierten Text der E-Mail. Hey, Sarah - Volltreffer! Die E-Mail stammte aus einer Anwaltskanzlei, die nach den bisherigen Ermittlungen in die Geldwäscherei verstrickt war. Und es war an die verdächtige Bank adressiert. Ich bin stolz auf dich!

Kannst du auch sein. Sie stand auf und griff nach ihrer Cola-Dose. Den Code knackst du.

Ich nahm auf ihrem Schreibtischsessel Platz. Er war noch so heiß von der Hitze ihres Körpers, dass mir ein warmer Schauer in die Schenkel kroch.

Ich kam nicht mehr dazu, den Text zu entschlüsseln - das Telefon dudelte los. Sarah nahm ab. Der Chef. Sie reichte mir den Hörer.

Es brennt, Jesse, sagte Jonathan McKee, ich habe einen Auftrag für Sie und unsere neue Kollegin.

Mit einem Tastendruck schaltete ich den Lautsprecher des Telefons ein. Sarah stellte ihre Cola-Dose ab und stützte sich auf den Schreibtisch.

Norman Ruther hat mich um Hilfe gebeten. Norman Ruther war der Leiter der >Bank Robbery Task Force<. Er brauchte einen erfahrenen Mann, der mit einem Hubschrauber umgehen kann, sagte der SAC. Und er braucht eine Beamtin, die bereit ist, sich gegen eine Geisel austauschen zu lassen...

>Let me go<, dachte ich. Ist in Ordnung, Sir. Wir kommen in ihr Büro.

3

Name? Mit der Daumenspitze drückte der schmalbrüstige Glatzkopf seine Hornbrille gegen den Nasenrücken. Eine Geste arroganter Gleichgültigkeit.

Roxanne Morris. Mit wiegenden Hüften schritt die große,

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