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Tony Ballard #272: Hexen-Hass: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
Tony Ballard #272: Hexen-Hass: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
Tony Ballard #272: Hexen-Hass: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
eBook125 Seiten1 Stunde

Tony Ballard #272: Hexen-Hass: Cassiopeiapress Grusel-Krimi

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Über dieses E-Book

Wir befanden uns in Xander Highsmiths hässlichem alten Spukhaus. Für die Munsters wäre das dunkelgraue, fast schwarze Gebäude mit den kleinen Türmen, den schattigen Nischen, den düsteren Erkern und der finsteren Veranda eine wahre Wellness-Oase gewesen. Zart besaitetere Gemüter hingegen fühlten sich hier drinnen nicht besonders wohl.
Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Es war noch alles so, wie wir es bei unserem ersten Besuch angetroffen hatten. Nichts hatte sich verändert. Auf Tischen, Hockern, Stühlen und Truhen lagen dicke Bücher. Einige waren aufgeschlagen. "Wie vernichtet man einen Ghoul?" – "Starke weißmagische Bannsprüche." – "Was tun, wenn man von einem Werwolf infiziert wurde?" – "Hexenfallen." – "Die wirksamsten Dämonenbanner." Und dergleichen mehr ... Fachliteratur eines höchst erfolgreichen Geisterjägers.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum9. Mai 2018
ISBN9783739636627
Tony Ballard #272: Hexen-Hass: Cassiopeiapress Grusel-Krimi
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Buchvorschau

    Tony Ballard #272 - A. F. Morland

    München

    HEXEN-HASS

    Tony Ballard Band 272

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 117 Taschenbuchseiten.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

    Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

    Über Tony Ballard:

    ... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

    Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

    Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

    Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

    Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

    1. Kapitel

    Leicht angesäuselt verließ Nicolas Yates die Bar – ein schmalbrüstiger Mann mit schmalem Gesicht und zumeist schmaler Brieftasche. Sein leicht glasiger Blick wanderte über den dunklen Michigansee. Ein kühler Wind traf ihn. Er schob die Hände in die Hosentaschen und hob fröstelnd die Schultern. Eine schwarze Limousine schob sich von links in sein Blickfeld. Zwei baumlange Kerle stiegen aus.

    »Hallo, Nic.«

    »Ach du Scheiße!« Yates erschrak bis ins Mark. Er war schlagartig nüchtern und gab sofort Fersengeld. Er kannte diese grimmigen Typen.

    Das waren J. J. Cunqueiros Knochenbrecher. J. J. Cunqueiro war Chicagos gierigster Kredithai, und Yates schuldete ihm 3000 Bucks. Vor einer Woche hätte er seine Schulden schon bezahlen sollen, aber er saß bedauerlicherweise finanziell noch immer auf dem Trockenen und konnte nicht blechen, so gern er dies auch getan hätte.

    Pech in der Liebe, Glück im Spiel, heißt es. Alles Quatsch. Nicolas Yates hatte sich darauf verlassen – und war mächtig auf die Schnauze gefallen.

    Denise, seine Freundin, hatte ihm nach einer holperigen Beziehung, die knappe vier Monate gedauert hatte, den Laufpass gegeben. Er hatte sich noch am selben Tag an den Pokertisch gesetzt und geglaubt, jetzt kräftig absahnen zu können, doch er hatte in Rekordzeit sein ganzes Geld verspielt und war wie betäubt mit einem Haufen Schulden nach Hause gewankt. Da es der Gesundheit sehr abträglich sein konnte, wenn man die Pokerspieler zu lange auf ihren Gewinn warten ließ, stopfte Yates dieses Loch mit J. J. Cunqueiros Hilfe – und manövrierte sich damit vom Regen, unter Umgehung der Traufe, geradewegs in die Scheiße. Denn nun konnte er J. J. Cunqueiro sein Geld nicht zurückzahlen. Obwohl er das hoch und heilig versprochen hatte – im Vertrauen darauf, dass sich in absehbarer Zeit irgendein profitabler Coup anbieten würde, der ihm aus der Patsche half.

    Aber: Pech in der Liebe. Pech im Spiel. Pech auf allen Linien ... So sah Nicolas Yates' triste Realität aus. Und deshalb rannte er jetzt so schnell, als ginge es um sein Leben.

    Doch J. J. Cunqueiros Männer ließen ihn nicht entkommen. Sie hetzten ihm nach, stellten ihn in einem finsteren Hinterhof, und als er mit den Fäusten auf sie losging, nagelten sie ihn erbarmungslos zusammen.

    Er war halb ohnmächtig, als sie ihn zwischen sich klemmten und zu ihrem Wagen zurückbrachten. Sie warfen ihn wie ein erlegtes Tier in das Fahrzeug und karrten ihn auftragsgemäß zu ihrem Boss. Der elegant gekleidete Latino, der es mit exorbitanten Wucherzinsen und beispielloser Brutalität zu Reichtum und Macht gebracht hatte, empfing den säumigen Zahler mit grimmiger Miene in seinem luxuriösen Büro-Apartment.

    J. J. Cunqueiro zeigte auf Nicolas Yates' geschwollenes, blutverschmiertes Gesicht. »Was ist passiert?«

    Seine Schläger berichteten, dass Yates sich erdreistet hatte, sie anzugreifen.

    J. J. Cunqueiro sah Yates an und schüttelte den Kopf. »Was hast du dir dabei gedacht?«

    »Tut mir leid, J. J.«, antwortete Nicolas Yates zerknirscht. »Mir sind die Nerven durchgegangen.«

    »Ich habe meinen Männern aufgetragen, dich hierher zu bringen, weil ich mit dir ein ernstes Wörtchen reden muss. Du hast mir etwas versprochen.«

    Yates schlug die

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