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Tony Ballard #347: Axayoss' Auftrag: Cassiopeiapress Horror-Serie

Tony Ballard #347: Axayoss' Auftrag: Cassiopeiapress Horror-Serie

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Tony Ballard #347: Axayoss' Auftrag: Cassiopeiapress Horror-Serie

Länge:
121 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Juli 2019
ISBN:
9783739656939
Format:
Buch

Beschreibung

Jorghe Kearney musste der gebrechlichen Alten helfen. Allein hätte sie es nicht geschafft, in das Fischerboot zu gelangen, das der untote Pilot sich geliehen hatte. Er lud sich das dünne Medium auf die Schulter und verfrachtete es in den schäbigen Kahn.
Cheche litt unter den schmerzhaften Nachwirkungen der Schläge, die er ihr verabreicht hatte. Dennoch saß sie stocksteif da. Ihre Miene war unbewegt, während der Dämonen-Zombie sich mit ihr von den Pfahlbauten entfernte.
"Wohin bringst du mich?", fragte die weißhaarige Schwarze nach einer Weile.
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Juli 2019
ISBN:
9783739656939
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tony Ballard #347 - A. F. Morland

München

Axayoss' Auftrag

Tony Ballard Band 347

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1. Kapitel

Jorghe Kearney musste der gebrechlichen Alten helfen. Allein hätte sie es nicht geschafft, in das Fischerboot zu gelangen, das der untote Pilot sich geliehen hatte. Er lud sich das dünne Medium auf die Schulter und verfrachtete es in den schäbigen Kahn.

Cheche litt unter den schmerzhaften Nachwirkungen der Schläge, die er ihr verabreicht hatte. Dennoch saß sie stocksteif da. Ihre Miene war unbewegt, während der Dämonen-Zombie sich mit ihr von den Pfahlbauten entfernte.

»Wohin bringst du mich?«, fragte die weißhaarige Schwarze nach einer Weile.

»Hast du schon einmal auf einem Motorrad gesessen?«, fragte Jorghe Kearney zurück.

»Nein.«

»Das dachte ich mir.« Kearney grinste.

Er verriet dem blinden Medium, wo er die erbeutete Maschine versteckt hatte, die ihm die Freischärler wegnehmen wollten, und erzählte ihr auch stolz, auf welche Weise er das verhindert hatte.

Kraftvoll rudernd kehrte er dorthin zurück, wo er die Nussschale ins Wasser geschoben hatte. Niemand hatte davon etwas mitbekommen.

Kearney »parkte« das Boot an derselben Stelle, an der er es fortgeholt hatte, hob Cheche in den Sand, nahm ihre Hand und führte sie zu den dichten Büschen.

»Wir werden jetzt auf das Motorrad steigen, und du wirst mir sagen, wohin ich fahren muss«, brummte der Dämonen-Zombie. »Hoffentlich klappt das, denn sollten wir Aandara auf diese Weise nicht finden, habe ich keine Verwendung für dich. Dann breche ich dir deinen dürren Hals und werfe dich als Nahrung für Aasfresser in den Straßengraben.«

Die Blinde sah schweigend ins Leere.

Auch Axayoss hatte sich auf dem Richtplatz eingefunden. Der Kapuzenteufel wollte sich das Schauspiel nicht entgehen lassen, das Loxagon seinen Zuschauern zu bieten beabsichtigte. Als der Teufelssohn ihn in der Menge entdeckte, dankte er ihm vor allen, dass er die flüchtigen Rebellen so rasch zurückgebracht und damit erst dieses große Blutfest ermöglicht hatte.

Man spendete ihm mit großer Anerkennung Beifall und er quittierte diesen mit einem dankbaren Kopfnicken nach allen Seiten hin.

»Lass uns deine Meinung hören, Axayoss!«, rief Loxagon, damit das Schauspiel noch mehr Würze bekam. »Soll ich diesen Abschaum begnadigen?«

»Nein, Loxagon«, gab Axayoss hart zurück, »diese Ketzer haben den Tod verdient, sie müssen sterben.«

Alle um ihn herum jubelten zustimmend.

»Was diese Rebellen im Sinn hatten, verlangt nach der Höchststrafe«, ergänzte Axayoss. »Ihr Tod soll all jene abschrecken, die insgeheim so denken wie sie. Wer die Hand gegen den Herrscher der Hölle erhebt, muss für alle Zeiten ausgelöscht werden. So will es das Gesetz.«

Es folgte eine neuerliche Jubelwelle.

Loxagon nickte. »Und so soll es geschehen.« Er wandte sich an die sieben »Menschen«, die man an die schweren Pentakel genagelt hatte. »Euch wird es nicht einmal gegönnt sein, in eurer wahren Gestalt zu sterben. Ist das nicht auch noch eine zusätzliche Qual für euch? Wer sich von seinem eigenen Körper lossagt und sich für ein menschliches Aussehen entscheidet, hat es nicht besser verdient.«

»Wie lange willst du das Ganze noch hinauszögern?«, rief Bayan trotzig. »Fang endlich an!«

»Kannst du es nicht erwarten, zu sterben, Hochverräter?«, höhnte Loxagon.

»Die Menge langweilt sich allmählich«, behauptete Bayan. »Die verfluchten Gaffer wollen endlich etwas geboten bekommen.«

»Keine Sorge, ich werde sie nicht enttäuschen«, gab Loxagon zurück.

Es zuckte heftig in Raawynas Gesicht. »Egal, was er mit Tarrhan anzustellen gedenkt, ich werde dabei nicht zusehen.«

»Er wird es verlangen«, sagte Mantru.

»Er kann mich nicht zwingen«, zischte Raawyna.

»O doch, das kann er.«

Loxagon schien gehört zu haben, was Raawyna gesagt hatte. Er kam näher, schaute ihr fest in die Augen und lähmte ihre Lider, sodass sie die Augen nicht mehr schließen konnte. Er ging von einem Delinquenten zum andern und verfuhr mit allen genauso.

»Ich bitte um eure ungeteilte Aufmerksamkeit«, sagte er zynisch. »Tarrhan soll nicht sterben, ohne dass ihr es bis ins kleinste Detail mitbekommt.«

Während der Fahrt zu den Pfahlbauten östlich von Unguja Kuu erfuhren wir Whitney Jones' Lebensgeschichte. Natürlich nicht die ganze, aber doch einen größeren Teil davon.

»Mein Vater war ein Dreckschwein allererster Güte«, erzählte sie uns voller Verachtung. Wir duzten einander inzwischen. »Er hatte sieben Kinder mit sieben verschiedenen Frauen«, fuhr sie fort, »und drückte sich so lange von allen Unterhaltszahlungen, bis einer dieser Frauen der Kragen platzte. Sie war geistig ziemlich labil, fuhr zu ihm und schnitt ihm mit einem scharfen Teppichmesser sein Ding ab. Nachdem er verblutet war, rief sie die Polizei an, sagte, was sie getan hatte, und ließ sich widerstandslos festnehmen. Seitdem sitzt sie in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, starrt von früh bis spät die Wand an und ist mit sich und der Welt zufrieden.«

Whitney Jones klang nicht so, als würde sie das grausame Schicksal ihres Erzeugers bedauern. Mir kam es eher so vor, als würde sie die Ansicht vertreten, er hätte ein solches Ende verdient.

Ein Lastwagen voller Soldaten kam uns entgegen. Whitney verlangsamte die Fahrt. Die Uniformierten pfiffen und machten eindeutige Gesten, die Whitney aber ignorierte. Sie gab wieder mehr Gas, sobald der Lkw vorbei war. »Der Vater – ein Schwein«, sagte die rothaarige Aussteigerin verbittert. »Die Mutter – dumm wie Brot.«

»Wieso denn das?«, wollte ich wissen.

»Sie fiel immer wieder auf den gleichen Typ Mann herein, wurde von allen nur ausgenutzt«, erklärte Whitney. Ihre Züge wurden hart. »Als ihr letzter Kerl sich an mir vergreifen wollte, bin ich abgehauen.« Sie nickte grimmig. »Der Hammer an der Sache war: Meine eigene Mutter hat mir nicht geglaubt, als ich ihr erzählte, was der Hurensohn versucht hat. Er hat es natürlich energisch in Abrede gestellt, hat behauptet, ich müsse geträumt haben, dass er nackt in meinem Zimmer war. Es stand Aussage gegen Aussage und – und – und meine Mutter hat nicht mir geglaubt, sondern ihm. Ist das zu fassen?« Sie umklammerte das Lenkrad so fest mit den Händen, dass ihre Knöchel weiß durch die Haut schimmerten. »Ich bin mit der blöden Kuh fertig«, sagte sie frostig. »Die sieht mich nicht wieder.«

»Hast du vor, in Tansania zu bleiben?«, erkundigte ich mich. Wir rumpelten in ein Schlagloch und der harte Stoß schmerzte in meiner Wirbelsäule.

»Kann ich nicht sagen«, gab Whitney zur Antwort. Ihre Brüste schaukelten hübsch in der Bluse.

»Ist ein gefährliches Land mit vielen Unruhen«, sagte ich.

Whitney Jones zuckte mit den Achseln. »Das wird nicht so bleiben«, behauptete sie so optimistisch, als wüsste sie das ganz genau. Der Fahrtwind zerzauste ihre rote Mähne.

»Wie heißen deine Freunde?«, fragte ich.

Sie warf mir einen kurzen Blick zu. »Warum willst du das wissen?«, fragte sie zurückhaltend.

»Nur so.«

Sie entschied sich für eine Antwort. »Terry Patterson und Sol Bleiberg.«

»Bist du mit einem von beiden zusammen?«, fragte ich. »Ich meine ...«

»Ich weiß, was du meinst, Tony Ballard«, fiel Whitney mir ins Wort. »Und nein, ich gehe weder mit Terry noch mit Sol in die Kiste.«

»Wirft das keine Probleme auf?«, fragte ich. »Zwei Männer – eine Frau.«

»Sie wollen von mir nichts, und ich will von ihnen nichts«, behauptete Whitney Jones. »So kommen wir wunderbar klar.«

»Hast du Neuseeland allein verlassen?«

»Ja«, antwortete Whitney.

»Wie bist du zu deinen Freunden gekommen?«

»Terry habe ich in Daressalam kennen gelernt und Sol in Mwanza«, erzählte das rothaarige Mädchen. »Da die Chemie stimmt und wir gut miteinander können, haben wir beschlossen,

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