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Warte, bis es finster wird: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Warte, bis es finster wird: Cassiopeiapress Romantic Thriller

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Warte, bis es finster wird: Cassiopeiapress Romantic Thriller

Länge:
151 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 16, 2019
ISBN:
9783743854833
Format:
Buch

Beschreibung

Romantic Thriller von Rolf Michael

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

Können Geister die Lebenden bedrängen? Stimmt es, dass sie keine Ruhe finden in dem Haus, das Tanja gekauft hat? Tanja glaubt nicht an Spuk und Geister. Davon wird sie sich nicht vertreiben lassen. Sie vertraut auf ihren gesunden Verstand ... bis die Wesen aus dem Jenseits ihr Leben fordern! Helfen kann ihr nur ihre Jugendliebe, oder ist auch sein Leben bedroht?
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 16, 2019
ISBN:
9783743854833
Format:
Buch

Über den Autor


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Warte, bis es finster wird - Rolf Michael

München

Warte, bis es finster wird

Romantic Thriller von Rolf Michael

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

Können Geister die Lebenden bedrängen? Stimmt es, dass sie keine Ruhe finden in dem Haus, das Tanja gekauft hat? Tanja glaubt nicht an Spuk und Geister. Davon wird sie sich nicht vertreiben lassen. Sie vertraut auf ihren gesunden Verstand ... bis die Wesen aus dem Jenseits ihr Leben fordern! Helfen kann ihr nur ihre Jugendliebe, oder ist auch sein Leben bedroht?

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover: Firuz Askin, 2018

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

„Glaubst du an Spuk?", erkundigte sich Michael Benson und reichte Tanja Moore einen Kaufvertrag über den Schreibtisch. Michael Benson war Anwalt und vermittelte außerdem Wohnungen und Häuser.

Tanja sah auf. „Wie soll ich die Frage verstehen, Michael?"

Sie musterte den jungen Anwalt. Michael Benson war gerade dreißig Jahre. Seine Erscheinung passte nicht gang zu der antiken Einrichtung seiner Kanzlei. Er trug einen Anzug in den hellen Modefarben dieses Sommers, dazu ein blütenweißes Hemd und eine geschmackvolle, aber sehr modische Krawatte. Die dunkelbraunen Haare waren so frisiert, wie es zur Zeit der Stil in London verlangte. Die Mischung zwischen markanter Männlichkeit und sorgloser Jungenhaftigkeit war ungemein anziehend, besonders dann, Wenn Michael lachte. Und das tat er oft.

Seltsam, wie das Schicksal Michael und Tanja wieder zusammengeführt hatte.

Tanja Moore kannte ihn, seit sie zusammen im Liverpooler Vorort Speeke zur Schule gegangen waren. Irgendwann hatten sie sich aus den Augen verloren. Tanja hatte ihr Kunststudium begonnen, Durch eine Freundin hatte sie einmal zufällig gehört, dass Michael Jura studiert und sich in Salisbury als Anwalt niedergelassen hatte.

Obwohl sie in früheren Tagen sehr viel Gemeinsamkeiten entdeckt hatten, hatte er einen Beruf gewählt, der ein gutes Einkommen garantierte.

Tanja dagegen hatte sich für das unstete, aber freie Leben einer Künstlerin entschieden. Reichtum hatte es ihr zwar nicht gebracht, aber sie konnte ihre Bilder ganz gut verkaufen. Außerdem hatte sie häufig Aufträge von Verlagen für das Illustrieren von Büchern oder Einbandentwürfen bekommen.

Tanja war neunundzwanzig Jahre alt. Das unregulierte Leben einer Künstlerin war daran schuld, dass sie immer noch ohne festen Partner war. Sie brauchte ihre Freiheit, um sich entfalten zu können. Jedenfalls redete sich Tanja das ein, wenn sie sich in einsamen Nächten fragte, ob sie den Sinn des Lebens richtig erkannt hatte.

In den letzten Jahren hatte sie im avantgardistischen, aber sehr lauten und turbulenten Londoner Stadtteil Chelsea gelebt, Hier waren einige Künstlerkolonien, mit denen man zwar Erfahrungen austauschen konnte, gleichzeitig wurde man aber zu oft gestört.

Wenn Tanja ein Buch illustrierte, dann benötigte sie viel Ruhe. Doch in Chelsea war man nie vor unerwarteten Störungen sicher,

Irgendwann setzte sich in ihrem Kopf die fixe Idee eines kleinen Hauses auf dem Lande fest, möglichst in einem Ort, wo sie niemand kannte.

Kurz entschlossen verkaufte sie ihre ganze Einrichtung an einen anderen Künstler, der gerade ein geeignetes Atelier suchte, packte ihre wenigen Habseligkeiten und ihre Staffeleien in ihren alten Vauxhall-Kombi und verließ London. Irgendwo im Westen von England sollte es auf dem Lande genug Häuser geben, die alt und sehr billig zu haben waren.

Tanja hatte einiges Geld gespart und hoffte, dass es genügen würde. Große Ansprüche stellte sie nicht, besonderen Komfort brauchte sie nicht. Und wenn es nottat, könnte sie die meisten handwerklichen Arbeiten selber bewerkstelligen.

Sie fuhr direkt nach Salisbury, der Hauptstadt der Grafschaft Wiltshire. Ihre Gedanken kreisten um Michael Benson. Sie wusste, dass er in Salisbury seine Kanzlei hatte. Seinen Namen und seine Adresse im Telefonbuch zu finden, war keine Schwierigkeit.

Sie trafen sich ganz zwanglos zum Mittagessen, und nach einigen alten Erinnerungen schnitt Tanja kurz das Thema an, warum sie von London fortgegangen war.

Ein glücklicher Zufall wollte es, dass Michael Benson sofort das passende Objekt für sie hatte. Ein Haus auf dem Lande, etwas abseits vom kleinen Dorf Gladstone gelegen, das zum Verkauf stand. Der Preis war verhältnismäßig niedrig. Tanja brauchte sich bei dem Kauf nicht völlig zu verausgaben.

Tanja blieb in Salisbury, bis ihr Benson zwei Tage später mitteilte, dass die Formalitäten soweit erledigt wären und nur noch ihre Unterschrift gebraucht würde.

Die neugierigen weiblichen Angestellten der Kanzlei konnten nur eine ganz normale Verhandlung zwischen dem Anwalt Michael Benson und der freien Künstlerin Tanja Moore registrieren. Wobei die Künstlerin allerdings kaum bei Verstand sein konnte.

Denn welcher vernünftige Mensch interessierte sich für das geheimnisumwitterte Gladstone-Cottage, dem die Leute der Umgebung den Namen „Geisterhaus‟ gegeben hatten?

„Glaubst du an Spuk?, hörten die drei Schreibkräfte der Kanzlei die Stimme des Anwalts noch einmal. „Echten Spuk?

„Aber so was gibt es doch nicht!, sagte Tanja nach kurzem Nachdenken. „Gewiss habe ich von vielen Dingen gehört, die keine Erklärung haben sollten. Doch bei genauerem Hinsehen gibt es eben doch Gründe. Es läuft auf Betrügerei hinaus, meist wenigstens. Warum diese Frage, Michael?

„Das Haus ist sehr alt, erwiderte Benson. „Und in England hat jedes Haus seinen Hausgeist!

„Der kann mir in der Küche beim Abwasch helfen!" Tanja lachte silberhell.

„Ich wollte es nur mal erwähnen, sagte Michael, und über sein Gesicht flog ein Lächeln. „Die Leute hier glauben viel. Und in den Nächten fürchten sie sich vor ihrem eigenen Schatten. Aber ich räume ein, dass der geringe Preis des Hauses damit zu tun hat, dass es dort spuken soll!

„Da bin ich aber gespannt. Wer geht denn da um?"

„Vielleicht der Weingeist, mutmaßte Michael. „Ich weiß es nicht, und ich muss sagen, dass es mich auch bisher nicht interessiert hat. Die Leute in Gladstone werden dir das alles genauer erzählen können. Ich kann dir nur sagen, dass das Haus eigentlich gründlich modernisiert werden muss. Es verfügt weder über fließendes Wasser, noch über Elektrizität. Du musst also hier noch einige Petroleumlampen und Kerzen kaufen, wenn du in der Nacht was sehen willst. Aber das hatte ich dir ja schon alles gesagt.

„Ich akzeptiere das Haus samt Geist, sagte Tanja entschlossen. „Vielleicht steht er mir mal Modell. Geisterzeichnungen verkaufen sich ganz gut als Cover-Bilder für Grusel-Romane. Damit zog sie die Papiere an sich und unterschrieb.

„Hier mein Scheck, Michael. Damit bin ich also Herrin von Gladstone-Cottage!"

„Ich bin sicher, dass dieses Haus nie eine schönere Herrin hatte!" Michael schob die Unterlagen in vorbereitete Mappen.

„Du bist ein Schmeichler!"

„Nein, ich bin Realist und Ästhet!, gab er zurück. „Wenn du mal ein Selbstporträt von dir anfertigst, daran wäre ich interessiert! Es würde sich hier sehr gut machen. Genau gegenüber von meinem Schreibtisch. Wo ich es jeden Tag sehen könnte. Obwohl ich das Original lieber hätte, setzte er hinzu.

„Du kannst mich ja mal draußen besuchen, wenn ich mich eingerichtet habe, schlug Tanja vor. „Die ersten Tage werden sicher arbeitsreich und turbulent. Da stört ein Mann nur. Aber wenn ich alles so stehen habe, wie ich will, dann würde ich mich freuen. Ehrlich freuen!, fügte sie hinzu und schenkte ihm einen rätselhaften Blick, der alles andeutete und nichts aussagte.

„Und wann ist das?", wollte Michael Benson wissen.

„Ich rufe dich an, sobald es geht, lachte Tanja. „Werd bloß nicht ungeduldig.

2

Niemand hätte der in einen verwaschenen Jeansanzug gekleideten Frau geglaubt, dass sie soeben ein altes Herrenhaus auf dem Lande gekauft hatte, dessen Mauerwerk bis in die Tage des Mittelalters zurückreichte.

Ihr kleines Hotelzimmer hatte sie bereits geräumt, und in der Einkaufszone am Rande des mittelalterlichen Ortskerns von Salisbury fand sie alles, was sie benötigte, um ein Haus zu bewohnen, dessen Einrichtung seit fast zweihundert Jahren keine Modernisierung erfahren hatte.

Jetzt war erst einmal wichtig, dieses Haus mit einem parkartigen Grundstück für zwölftausend Pfund, also fast für ein Butterbrot, gekauft zu haben. Das ließ über eine ganze Menge baulicher Unzulänglichkeiten hinwegsehen.

Und was den Geisterspuk anging, so gehörte Tanja nicht zu den Frauen, die sich vor Dunkelheit oder Mäusen fürchteten. Außerdem wusste sie, dass sie sich recht gut ihrer Haut wehren konnte. Die Kenntnisse diverser fernöstlicher Kampfsportarten, die Tanja trainiert hatte, um in Londons unsicheren Straßen unbelästigt zu bleiben, würden auch hier jeden abschrecken, der glaubte, einer allein wohnenden Frau Angst einjagen zu können.

Tanja hatte einige Schwierigkeiten, durch die engen und verwinkelten Straßen von Salisbury aus der Stadt zu finden. Der Verkehr war für das mittelalterliche Stadtbild zu dicht geworden.

Endlich war es geschafft. Sie hatte die Straße nach Amesbury gefunden und schließlich auch ein verwittertes Holzbrett, das an einem morschen Pfahl befestigt war und ihr zeigte, wo sie einbiegen musste.

Die Straße war so eng, dass neben ihrem Vauxhall höchstens noch ein Fahrrad vorbeifahren konnte.

Tanja hatte von den schmalen Straßen gehört, die es in den ländlichen Gegenden im Südwesten Englands gab und die kleine Dörfer abseits der großen Welt verbanden.

Sieh mal an. Ein Heu-Weg!, dachte Tanja belustigt. Hier werden Straßen nur benötigt, um zur Landwirtschaft auf die Felder zu fahren. Bald kann ich wirklich in Ruhe arbeiten!

Tanja lenkte den Vauxhall auf die einspurige Straße. Plötzlich war die Straße nicht mehr asphaltiert, sondern mit groben Steinen gepflastert.

Mittelalterlich!

Tanja hatte kürzlich einen Fantasy-Roman illustriert und dabei eine solche Szene vor Augen gehabt. Ein Wanderer, um den sich die Welt mit jedem Schritt verändert und der sich plötzlich in einem anderen, ihm unbekannten Land seiner eigenen Phantasie wiederfindet.

Beginnen Träume zu leben? Einen kurzen

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