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Alpendoktor Daniel Ingold #4: Expedition ins Glück: Cassiopeiapress Bergroman
Alpendoktor Daniel Ingold #4: Expedition ins Glück: Cassiopeiapress Bergroman
Alpendoktor Daniel Ingold #4: Expedition ins Glück: Cassiopeiapress Bergroman
eBook110 Seiten1 Stunde

Alpendoktor Daniel Ingold #4: Expedition ins Glück: Cassiopeiapress Bergroman

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Über dieses E-Book

Alpendoktor Daniel Ingold – Band 4
von Anna Martach

Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

Diesmal bekommt es Alpendoktor Daniel Ingold mit geradezu "unterirdischen" Problemen zu tun. Gefühle geraten ins Rutschen, und so manche gute Absicht scheint verschüttet unter vergangenen Traumata. Wird die Erde im alpinen Hindelfingen am Ende wieder Ruhe geben?

Cover: Steve Mayer
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum8. Nov. 2018
ISBN9783739603827
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    Buchvorschau

    Alpendoktor Daniel Ingold #4 - Anna Martach

    München

    Expedition ins Glück

    Alpendoktor Daniel Ingold – Band 4

    von Anna Martach

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 101 Taschenbuchseiten.

    Diesmal bekommt es Alpendoktor Daniel Ingold mit geradezu „unterirdischen" Problemen zu tun. Gefühle geraten ins Rutschen, und so manche gute Absicht scheint verschüttet unter vergangenen Traumata. Wird die Erde im alpinen Hindelfingen am Ende wieder Ruhe geben?

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    1

    Jemand schrie. Bremsen kreischten, dann gab es einen Knall, und schließlich herrschte für einen Moment totale Stille. Danach setzte allerdings eine Art Inferno ein, Geräusche, die sich überlagerten, Stimmengewirr, laute Rufe – und dazwischen der gequälte Schrei eines verletzten Tieres.

    „Einen Arzt, so hol’ doch jemand einen Tierarzt", brüllte eine verzweifelte Männerstimme.

    Aus dem Auto, das gerade den Unfall verursacht hatte und jetzt mit dem Kühler gegen ein Straßenschild gefahren war, stieg ein Mann aus. Er sah ausgesprochen zornig aus, und sein Blick richtete sich anklagend auf den anderen Mann, der am Boden neben einem großen Bernhardiner hockte und in einer verzweifelten Geste über das Fell des Hundes strich.

    „Sind S’ eigentlich verrückt geworden?, brüllte der Fahrer. „Wie können S’ mit Ihrem Köter einfach über die Straße laufen? Haben S’ mich denn net gesehen?

    Nur langsam hob der andere Mann den Kopf. „Jemand wie Sie sorgt schon dafür, dass man ihn net übersieht. Aber die Ampel war rot für Sie. Und nun haben S’ meinen Othello angefahren." Er brach ab und kämpfte mit den Tränen.

    „Die Ampel stand net auf Rot, das hätt’ ich doch gesehen. Ich hab’ noch nie eine rote Ampel überfahren", behauptete der Fahrer.

    Doch die Menschenmenge, die sich hier bereits in kurzer Zeit gebildet hatte, starrte ihn feindselig an. Offenbar war seine Behauptung wohl doch nicht so ganz richtig, denn eine Stimme aus der Menge meldete sich zu Wort. „Ich hab’s auch gesehen, das Auto ist einfach weitergefahren."

    „Lügen tät’ Ihnen auch nix nutzen. Hier sind Zeugen, die alles gesehen haben." Der Mann mit dem Hund blieb ruhig bei seinem Tier sitzen.

    „Schmarrn."

    „Lassen S’ mich durch, ich bin Tierärztin", erklang eine helle Stimme. Bernie Brunnsteiner hatte gerade ein paar Besorgungen gemacht und kam jetzt zufällig richtig, um zu helfen. Sie warf dem Fahrer des Autos einen niederschmetternden Blick zu. Ihr war der ganze Vorgang klar, weil sie das laut geführte Gespräch gehört hatte.

    „Leut’ wie Ihnen sollt’ man den Führerschein abnehmen. Erst Fehler machen, Mensch und Tier verletzen, und dann auch noch anderen die Schuld in die Schuhe schieben – pfui!"

    „Was tät’ Ihnen denn einfallen?" Für einen Augenblick sah es so aus, als wollte der Mann sich auf Bernie stürzen, aber da hatte er nicht mit den Bewohnern von Hindelfingen gerechnet. Er hatte kaum eine Bewegung auf die Tierärztin zu gemacht, als auch schon drei Männer gegen ihn standen, die Fäuste erhoben und mit einem ausgesprochen unfreundlichen Ausguck in den Augen dafür sorgten, dass er zwei Schritte zurückwich.

    „Lasst’s ihn, Burschen, macht’s euch net die Händ’ schmutzig. Der Obermayr Schorsch kann sich drum kümmern, ist ja schließlich seine Aufgabe als Polizist."

    Wie auf ein Stichwort hin kam der Streifenwagen auch schon angefahren. Bernie, die sonst immer nett und freundlich war, ärgerte sich maßlos über diesen rücksichtslosen Kerl. Der hatte doch tatsächlich jetzt auch noch die Stirn, auf die Uhr zu schauen, als wenn er damit sagen wollte, diese Angelegenheit stehle ihm die Zeit.

    Na, der Obermayr würde ihn schon belehren, dass er jetzt Zeit haben musste.

    Die junge Frau beugte sich über den großen Hund, der instinktiv zu wissen schien, dass jemand ihm helfen wollte.

    „Gehen S’ bitte etwas an die Seite", bat Bernie und schaute den Besitzer des Tieres erst einmal richtig an. Bestimmt war das einer der Touristen aus dem Feriendorf, denn dieses Gesicht kannte sie nicht, das war kein Einheimischer. Aber fesch schaute er aus, mit dunklen Augen und schwarzen Haaren, einem Grübchen am Kinn und kräftigen Händen.

    „Ich tät’ aber gern bei ihm bleiben", entgegnete er leise und strich seinem Hund wieder durch das Fell, als könnte er allein dadurch schon helfen.

    „Lassen S’ mich erst mal schauen. Vielleicht ist ja alles gar net so schlimm. Wie heißt denn dieser prächtige Bursche eigentlich?" Es handelte sich bei dem Bernhardiner wirklich um ein besonders schönes Tier, gut gepflegt und auch wohlerzogen, soweit man das jetzt schon sagen konnte. Er machte jedenfalls keine Anstalten, in Gegenwart seines Herrn die helfenden Hände der Tierärztin abzuwehren. Allerdings konnte Bernie sich auch gut vorstellen, dass dieses Tier mit aller Kraft zum Beispiel das Haus bewachen würde, wenn es allein war.

    Allerdings war der Besitzer offensichtlich mehr aufgeregt als das verletzte Tier. Bernie wusste, dass oft genug die Halter der Tiere körperlich mit krank wurden, wenn ihrem Liebling etwas zugestoßen war. Eigentlich schaute dieser Mann nicht so aus, als hinge er mit einer derart übertriebenen Liebe an dem Bernhardiner, aber man konnte ja nie wissen.

    „Othello Maximilian Reinhardt von der Gröben zu Drachenstein."

    Bernie lachte leise auf. „Da tät’ der Stammbaum ja länger sein als der Schwanz. Aber einen berühmten Namen hat er schon. Ist eine besonders gute Zucht. Othello also."

    Sie horchte gewissenhaft mit dem Stethoskop alles ab, bewegte die Glieder und lächelte den Besitzer dann aufmunternd an. „Ich glaub’, Ihr Othello hat eine Menge Glück gehabt. Da scheint’s eine ordentliche Prellung an den Rippen zu haben; und da an der Schulter, wo ihn wohl das Auto getroffen hat, ist eine hässliche Fleischwunde, die ich wohl besser nähen sollt’. Aber davon abgesehen macht der Hund einen guten Eindruck. Liegt natürlich auch daran, dass er selbst für einen Bernhardiner ein kräftiger Kerl ist."

    „Da dank ich Ihnen auch, Frau Doktor. Aber – ich mein – da werden S’ doch den Othello net hier draußen auf der Straße versorgen wollen ...?"

    Verwirrt hielt der Mann inne, als Bernie lachte. „Das hatte ich eigentlich nicht vorgehabt. Wir bringen ihn in meine Praxis. Allerdings fürcht’ ich, da werden wir Hilfe brauchen, denn zwei Mannsleut’ sollten ihn schon tragen, wenn er net allein laufen kann."

    Der Bursche machte dem Tier ein Zeichen, es sprang auf und stand mit bebenden Flanken da. Bernie lächelte anerkennend.

    „Na, kannst ja doch aufstehen. Und ich hatt’ mich schon ein bisserl gewundert. Bist ein feiner Kerl." Sie kraulte den Hund, dann aber richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf den Obermayr Schorsch, der es mit dem Unfallfahrer nicht so ganz einfach hatte. Der Polizeibeamte wurde von einem neuen Kollegen begleitet, frisch von der Polizeischule. Der stand nun ein wenig ratlos da, als der Fremde laut wurde und darauf bestand, dass er einen dringenden Termin habe. Davon ließ sich Schorsch allerdings nicht beeindrucken. Er war schon viele Jahre im Dienst und kannte alle Ausreden und Einwände, die es geben konnte.

    „Wer es eilig hat, muss halt fünf Minuten früher fahren, erklärte der Polizist gemütlich. „Jetzt nehmen wir erst mal einen Unfallbericht auf, vermessen die Unfallstelle und machen ein Protokoll. Zeugen haben wir auch, die täten wir dann auch noch fragen müssen. Und einen Verletzten tät’s auch geben.

    „Einen Hund." Das kam dermaßen abfällig, dass der Obermayr unwillig aufschaute.

    „Und wenn’s eine Katz, ein Wellensittich oder was auch immer gewesen wär’, da haben S’ ein Lebewesen verletzt, und so was haben wir hier gar net gern. Aber nun wollen wir erst mal sehen, dass wir hier ein bisserl Ordnung auf die

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