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Tony Ballard #287: Sardos Todesschwadron: Cassiopeiapress Horror-Roman

Tony Ballard #287: Sardos Todesschwadron: Cassiopeiapress Horror-Roman

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Tony Ballard #287: Sardos Todesschwadron: Cassiopeiapress Horror-Roman

Länge:
129 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Nov. 2018
ISBN:
9783739637440
Format:
Buch

Beschreibung

Agassmea – Katzengöttin und, auf der Prä-Welt Coor, Anführerin der Grausamen 5 – starrte ihr bedrohliches Gegenüber gebannt an. Der vier Meter große Riese, der aus unzähligen kaninchengroßen Ratten mit glühenden Schwänzen bestand, schien ein Hindernis zu sein, an dem es kein Vorbeikommen gab.
Die Tigerfrau wich kaum merklich zurück. Sie hob die Arme, und ihre Hände wurden zu Pranken mit extrem scharfen Raubtierkrallen. Sie stieß ein warnendes Fauchen aus, das den Ratten-Riesen davon abhalten sollte, sie zu attackieren.
Verdammt, sie war nicht freiwillig in die Hölle gekommen. Loxagon, der Teufelssohn, hatte sie zu sich befohlen. Im neu errichteten Feuerpalast sollte sie erscheinen.
Wo sich dieser befand, wusste sie nicht, deshalb war sie einfach irgendwo in die Hölle eingestiegen. Gewissermaßen auf gut Glück. Und nun war sie mit dieser im wahrsten Sinne des Wortes "riesigen Gefahr" konfrontiert.
Du darfst an diesem Ratten-Monstrum nicht scheitern!, sagte sie sich. Du musst eine Möglichkeit finden, den Riesen zu bezwingen oder ihn zumindest auszutricksen. Sie überlegte, ob er vielleicht schon von ihr gehört hatte. Immerhin war sie im Reich der Verdammnis keine Unbekannte.
Herausgeber:
Freigegeben:
16. Nov. 2018
ISBN:
9783739637440
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tony Ballard #287 - A. F. Morland

München

Sardos Todesschwadron

Tony Ballard Band 287

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 121 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

Über Tony Ballard:

... so hieß ich für meine Freunde. Meine Feinde aber nannten mich den Dämonenhasser. Und Feinde hatte ich viele – Kreaturen des Bösen, Vertreter der so genannten schwarzen Macht, kurz, die Hölle selbst war der Feind, gegen den zu kämpfen ich geschworen hatte. Ein Kampf, der damals in meinem Heimatdorf Griddledon, unweit von London, begonnen hatte, als ich es wagte, den sieben Hexen, die das Dorf alle hundert Jahre heimsuchten – nachdem mein Vorfahre, der Hexenhenker Anthony Ballard, sie aufgeknüpft hatte – die Stirn zu bieten.

Tatsächlich gelang es mir, diesen Fluch zu brechen und die Teufelsbräute zu vernichten, indem ich die Glut ihres Lebenssteins mit meinem Blut löschte. Aber ich hatte mehr getan, als nur mein Dorf zu erlösen – ich hatte meine Berufung gefunden. Fortan herrschte Krieg zwischen mir und den Vasallen der finsteren Mächte. Allerdings wäre ich schnell verloren gewesen, hätte ich mich meinen schwarzblütigen Gegnern mit bloßen Händen und allein gestellt. Was ich aber, gottlob, nicht tun musste ... Mir stand eine Reihe von Waffen zur Verfügung, allen voran mein magischer Ring: Nach meinem Sieg über die Hexen von Griddledon hatte ich ein Stück aus ihrem schwarzen Lebensstein gebrochen, in Form eines Pentagramms schleifen und in einen Goldring einsetzen lassen. Diesem Kleinod wohnten starke weißmagische Kräfte inne, die mir vor allem im Nahkampf gegen meine höllischen Widersacher hervorragende Dienste leisteten. Ebenfalls ständig bei mir trug ich einen Colt Diamondback, der mit eigens für mich gefertigten und geweihten Silberkugeln geladen war – absolut tödlich für viele Schwarzblütler. Meine stärkste Waffe jedoch war zugleich mein bester Freund und treuester Kampfgefährte: Mr. Silver, ein abtrünniger Dämon von der untergegangenen Silberwelt, der seine fantastischen Fähigkeiten für das Gute einsetzte.

Der hünenhafte Ex-Dämon mit dem Silberhaar konnte zum Beispiel seinen Körper in massives Metall verwandeln, ohne dadurch an Beweglichkeit einzubüßen. So schützte er sich vor Verletzungen, derweil er Gegnern mit seinen zu Hieb- oder Stichwaffen umgeformten Silberfäusten zu Leibe rückte. Außerdem konnte er aus seinen perlmuttfarbenen Augen vernichtende Feuerlanzen abschießen, er verfügte über ein »Dämonen-Radar«, und auch darüber hinaus überraschte er mich immer wieder mit neuen Kniffen. Seine »magische Trickkiste« schien unerschöpflich. Noch vor Mr. Silver hatte ich einen anderen Mann kennen gelernt, ohne dessen Hilfe mein Kampf gegen Dämonen, Vampire, Werwölfe und dergleichen weit weniger effektiv gewesen wäre: Der reiche Industrielle Tucker Peckinpah, dem die schwarze Macht selbst einen herben Schicksalsschlag beigebracht hatte, überredete mich, meinen Job als Polizeiinspektor in Griddledon aufzugeben und stattdessen als von ihm exklusiv beschäftigter Privatdetektiv in London ansässig zu werden, um mich so ausschließlich darauf zu konzentrieren, die Hölle in ihre Schranken zu verweisen. Ich willigte ein, und seither hielt mir Tucker Peckinpah mit seinem Geld den Rücken frei und öffnete mir mit seinen weitreichenden Beziehungen zahlreiche Türen, ohne die ich in vielen Fällen nie ans Ziel gelangt wäre. Mithilfe solcher Waffen und Freunde schaffte ich es nicht nur, immer wieder die Oberhand zu gewinnen, sondern letztlich auch den finalen Triumph zu erringen: Asmodis starb – und mit ihm die ganze Hölle!

Das glaubten wir jedenfalls, wiegten uns in Sicherheit und zogen uns ins Privatleben zurück, das wir uns so viele Jahre lang versagen mussten, weil stets das Damoklesschwert der schwarzen Macht über unseren Köpfen schwebte. Jetzt aber heiratete ich meine langjährige Freundin Vicky Bonney, wir kehrten in unser Heimatdorf zurück, wurden Eltern eines Sohnes und lebten glücklich und zufrieden. Doch diese Idylle war nur von kurzer Dauer ... denn das Böse erwachte zu neuem Leben und griff brutaler als je zuvor nach dem unseren! Die Einwohner von Griddledon wurden zu Handlangern der Hölle und vollstreckten das Todesurteil, das die Mächte der Finsternis über mich und meine Familie verhängt hatten. Und um mich so hart und grausam wie nur möglich zu bestrafen für meine unzähligen Siege über das dämonische Geschmeiß, zwang man mich, dabei zuzusehen, wie Vicky und unser zweijähriger Sohn Andrew, die ich mehr liebte als sonst etwas auf der Welt, mir in den Tod vorangehen mussten ... Das war der Augenblick, in dem die Hölle gesiegt hatte.

Nach all den Jahren erfolgreicher Schlachten gegen das Böse war ich, Tony Ballard, der gefürchtete Dämonenhasser, bezwungen. Nun gab es nichts mehr, für das ich kämpfen, nicht einmal mehr leben wollte. Meine Familie war tot, und ich hatte sie nicht retten können. Warum also sollte ich nicht auch sterben? Der Tod hatte seinen Schrecken verloren. Und so ging ich ihm entgegen – nicht mutig und stolz erhobenen Hauptes, sondern gebrochen und nur noch auf Erlösung hoffend von der Hölle, zu der mein Leben geworden war ...

1. Kapitel

Agassmea – Katzengöttin und, auf der Prä-Welt Coor, Anführerin der Grausamen 5 – starrte ihr bedrohliches Gegenüber gebannt an. Der vier Meter große Riese, der aus unzähligen kaninchengroßen Ratten mit glühenden Schwänzen bestand, schien ein Hindernis zu sein, an dem es kein Vorbeikommen gab.

Die Tigerfrau wich kaum merklich zurück. Sie hob die Arme, und ihre Hände wurden zu Pranken mit extrem scharfen Raubtierkrallen. Sie stieß ein warnendes Fauchen aus, das den Ratten-Riesen davon abhalten sollte, sie zu attackieren.

Verdammt, sie war nicht freiwillig in die Hölle gekommen. Loxagon, der Teufelssohn, hatte sie zu sich befohlen. Im neu errichteten Feuerpalast sollte sie erscheinen.

Wo sich dieser befand, wusste sie nicht, deshalb war sie einfach irgendwo in die Hölle eingestiegen. Gewissermaßen auf gut Glück. Und nun war sie mit dieser im wahrsten Sinne des Wortes »riesigen Gefahr« konfrontiert.

Du darfst an diesem Ratten-Monstrum nicht scheitern!, sagte sie sich. Du musst eine Möglichkeit finden, den Riesen zu bezwingen oder ihn zumindest auszutricksen. Sie überlegte, ob er vielleicht schon von ihr gehört hatte. Immerhin war sie im Reich der Verdammnis keine Unbekannte.

Möglicherweise wich er ehrfürchtig zur Seite und ließ sie unbehelligt ihren Weg gehen, wenn sie ihm verriet, wen er vor sich hatte.

Aber... konnte man überhaupt mit ihm reden? Er war ja bloß ein Gebilde aus einer Vielzahl von Ratten. Hatte er Ohren? Konnte er sprechen?

»Verstehst du mich?«, fragte Agassmea.

Ihre makellose Figur war nur spärlich mit einem Tigerfell umhüllt, das mehr von ihren atemberaubenden Formen sehen ließ, als es verbarg.

Der Ratten-Riese antwortete nicht. Konnte oder wollte er nicht?

»Hörst du, was ich sage?«, wollte die Tigerfrau wissen.

Das Ratten-Monstrum schwieg.

»Ich bin Agassmea.«

Diese Eröffnung schien das vier Meter große Wesen nicht im Mindesten zu beeindrucken.

»Ich will zu Loxagon«, informierte Agassmea den Ratten-Koloss. »Ich muss zu Loxagon. Er hat mich zu sich befohlen. Wenn ich nicht bald in seinem Feuerpalast eintreffe, wird er mich mit Sicherheit suchen lassen, und wenn er dann erfährt, dass du mich aufgehalten hast, bekommst du seinen Zorn zu spüren. Er wird die Ratten vernichten, aus denen du bestehst – jede einzelne.«

»Wer ist Loxagon?«, dröhnte es der Tigerfrau plötzlich entgegen. Sie riss verblüfft ihre Katzenaugen auf. Der Ratten-Riese konnte also doch hören und sprechen.

»Du weißt nicht, wer Loxagon ist?«, fragte sie. »Das gibt es nicht. Das ist unmöglich.«

»Wer ist Loxagon?«, wiederholte der Ratten-Gigant seine Frage. Es klang zutiefst verächtlich. Als wäre vom größten Abschaum des schwarzen Universums die Rede.

»Er ist der Sohn des Teufels«, erklärte Agassmea. »Er sitzt, seit Asmodis, sein Vater, tot ist, auf dem Höllenthron. Er ist der neue, unumschränkte Höllenherrscher. Das muss dir doch bekannt sein. Das weiß jeder.«

»Zu Asmodis' Lebzeiten herrschte im Reich der Verdammnis eine weit größere Einigkeit als jetzt. Er hatte die Hölle – trotz vieler gegenteiliger Meinungen, Gruppierungen, Bündnisse und Strömungen – sehr viel besser im Griff als sein Sohn, der von vielen Vertretern des Höllenadels, von Teufeln, Monstern und Dämonen nicht als neuer Herrscher anerkannt wird.«

»Heißt das, du erkennst Loxagon als deinen obersten Herrscher nicht an?«, fragte die Tigerfrau.

»So ist es.«

»Hast du einen Namen?«

»Ich bin Nay-Natar, der aus Ratten Bestehende, und ich betrachte jeden als persönlichen Feind, der auf Loxagons Seite steht.«

Agassmea schaltete blitzschnell. »Wer sagt, dass ich auf Loxagons Seite stehe? Hast du mir nicht zugehört? Der

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