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Gestrandet auf Fragor: Cassiopeiapress SF
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eBook129 Seiten1 Stunde

Gestrandet auf Fragor: Cassiopeiapress SF

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Über dieses E-Book

Science Fiction Roman von Harvey Patton

Der Umfang dieses Buchs entspricht 127 Taschenbuchseiten.

Nur sieben Menschen – vier Männer und drei Frauen – hatten den Absturz des Passagierraumers auf einem unbekannten Planeten überlebt. Auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein konnten, raufen sich die Überlebenden unter der Führung von Ron Carpenter zusammen. Da der Planet über erdähnliche Lebensbedingungen verfügt, ist ihre Situation nicht aussichtslos, wenngleich es kaum eine Chance auf Rettung aus der Heimat gibt. Mit den wichtigsten Dingen aus dem Raumschiffswrack ausgestattet, lassen sie sich auf dem nördlichen Kontinent nieder – dort herrschen scheinbar paradiesische Verhältnisse ...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum20. Mai 2019
ISBN9783743871458
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    Buchvorschau

    Gestrandet auf Fragor - Harvey Patton

    München

    Gestrandet auf Fragor

    Science Fiction Roman von Harvey Patton

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 127 Taschenbuchseiten.

    Nur sieben Menschen – vier Männer und drei Frauen – hatten den Absturz des Passagierraumers auf einem unbekannten Planeten überlebt. Auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein konnten, raufen sich die Überlebenden unter der Führung von Ron Carpenter zusammen. Da der Planet über erdähnliche Lebensbedingungen verfügt, ist ihre Situation nicht aussichtslos, wenngleich es kaum eine Chance auf Rettung aus der Heimat gibt. Mit den wichtigsten Dingen aus dem Raumschiffswrack ausgestattet, lassen sie sich auf dem nördlichen Kontinent nieder – dort herrschen scheinbar paradiesische Verhältnisse ...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © by Author

    © Cover: Nach Motiven von Pixabay mit Steve Mayer, 2018

    © dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Die Hauptpersonen des Romans:

    Ron Carpenter — Leiter einer Gruppe von Menschen, die eine Raumschiffskatastrophe überleben.

    Bob Melrose, Mick Kellock, Jürgen Pollack, Julia del Monte, Lana Weyden und Milly Regan — Carpenters Leidensgenossen.

    Peter und Paul — Roboter eines alten Sternenvolks.

    1.

    Das Schiff war praktisch nur noch ein Schrotthaufen.

    Dabei war es noch wenige Stunden zuvor ein moderner Passagierraumer einer großen interstellaren Raumfahrtlinie gewesen. Jetzt stellte es nur noch einen gigantischen Sarg für den größten Teil seiner Insassen dar. Trotzdem konnte Ron Carpenter den Blick nicht von ihm lösen.

    Er starrte den dunklen Qualmwolken nach, die noch immer in den Himmel des fremden Planeten stiegen. Sie muteten wie Fahnen des Unheils an, die der schwache Wind nur langsam zerstreute. Es mussten noch Stunden vergehen, ehe man daran denken konnte, das Wrack wieder zu betreten.

    Trotzdem konzentrierte sich der Mann auf diesen trostlosen Anblick. Er lenkte ihn wenigstens etwas von dem bohrenden Schmerz in seiner Schulter ab.

    Die Wunde war nicht groß, aber tief, und sie brannte wie ein höllisches Feuer. Es würde zweifellos einige Zeit dauern, ehe er seinen rechten Arm wieder gebrauchen konnte. Und das ausgerechnet in dieser verzweifelten Situation, in der es auf jede Hand ankam!

    Carpenter stöhnte. Das Mädchen arbeitete geschickt und behutsam, ihr war kein Vorwurf zu machen. Es fehlte ihr an einem Anästhetikum und anderen geeigneten Hilfsmitteln. Sie besaß nur eine kleine Pinzette, um die Stoffreste und sonstigen Verunreinigungen aus der Wunde zu entfernen.

    Sekundenlang wurde das Brennen fast unerträglich und trieb Tränen in seine Augen. Es ließ erst nach, als dann der Spray aus einer kleinen Dose zischte, der Multicillin und ein Anti-Tetanusserum enthielt. Er bildete einen Schutzfilm über der Verletzung, unter dem die Heilung stattfinden konnte.

    Sie brachte darüber noch einen zusätzlichen Verband an und legte dann den Arm in eine Schlinge. „Fertig, Mr. Carpenter, sagte sie dann mit ihrer angenehmen dunklen Stimme. „Mehr kann ich leider nicht für Sie tun.

    Der Mann lehnte sich zurück und lächelte sie dankbar an.

    „Trotzdem ist es geradezu unbezahlbar, gab er zurück. „Ohne Sie wäre ich vollkommen hilflos gewesen. Vielen Dank also, Miss. Übrigens sollten wir die Förmlichkeiten angesichts unserer Lage ruhig vergessen, nennen Sie mich einfach Ron. Darf ich auch Ihren Namen wissen?

    Sie lächelte kurz zurück. „In Ordnung, Ron. Ich heiße Milly Regan, bin zweiundzwanzig, unverheiratet und auch sonst nicht vorbestraft. Genügt das?"

    Ihr leichter Tonfall wirkte nicht echt, ihre Augen waren ernst geblieben. Kein Wunder nach dieser Katastrophe und ihren schrecklichen Auswirkungen, dachte Carpenter. Er sah zu, wie sie die Sachen wieder in der Medobox verstaute und erhob sich, als sie damit fertig war.

    „Kommen Sie, Milly, wir müssen auch nach den anderen sehen. Wenn wir uns nicht um sie kümmern, hocken sie auch morgen noch apathisch hier herum. Natürlich sitzt der Schock tief, aber die Leute müssen aufgerüttelt werden. Nur dann haben wir überhaupt eine Chance, irgendwie zu überleben."

    Der Schock bei den wenigen Überlebenden saß wirklich tief. Keiner von ihnen war auf die Grausamkeit vorbereitet gewesen, mit der das Schicksal so plötzlich zugeschlagen hatte. Auch Carpenter und das Mädchen nicht, aber sie hatten sich als Erste wieder gefangen.

    Sechsundneunzig Menschen waren an Bord des Schiffes gewesen, achtzig Passagiere und sechzehn vom Personal. Jetzt waren nur noch sieben von ihnen am Leben! Die Leichen der anderen befanden sich in dem stählernen Sarg, dessen Spitze sich tief in den Boden des unbekannten Planeten gebohrt hatte.

    „Wie ist es eigentlich zu dem Unglück gekommen?", fragte Carpenter, als sie losgingen.

    „Der Kapitän hat es leider versäumt, die Passagiere über die Tragweite der Havarie aufzuklären. Er gab lediglich durch Rundspruch bekannt, dass ein Maschinenschaden vorliege, den man während einer außerplanmäßigen Landung beheben wolle. Das nahm natürlich niemand irgendwie tragisch, nur die wenigsten haben die Aufforderung zum Anschnallen befolgt.

    Dass es wirklich ernst war, merkten sie erst, als der Aufprall kam und da war es zu spät."

    Milly Regan zuckte mit den Schultern.

    „Ich glaube nicht, dass Kapitän Ross eine Schuld trifft, Ron. Er tat, was er konnte und hat wirklich geglaubt, dass wir trotz der Defekte unbesorgt hier landen könnten. Vermutlich hat der Maschineningenieur die Katastrophe auf dem Gewissen. Er soll seit der Landung auf Olsaris nicht mehr nüchtern gewesen sein."

    Ron Carpenter blieb abrupt stehen und sah sie entsetzt an.

    „Ist das Ihr Ernst, Milly? Deshalb sollen neunundachtzig Menschen gestorben sein ...? Wie konnte der Kapitän es soweit kommen lassen?"

    Milly Regan hielt gleichfalls an. Sie dämpfte ihre Stimme, damit die anderen Überlebenden ihre Entgegnung nicht hören konnten.

    „Früher hat sich Ross immer auf den Ingenieur verlassen können, Ron. Der Bruch muss eine Folge unseres dreitägigen Aufenthalts auf Olsaris gewesen sein. Barnard stammte von dort und nahm natürlich Urlaub, um seine Frau zu besuchen. Was es dabei gegeben haben mag, lässt sich jetzt nur noch erraten. Als er wieder an Bord kam, war ihm nichts anzumerken, er war ohnehin immer still und verschlossen."

    Carpenter nickte. „Eines der berühmten stillen Wasser also, die es in sich haben. Dazu immer noch wochenlang unterwegs, und das war seiner Frau vermutlich zu lange ... Was wissen Sie sonst noch?"

    „Barnard muss Trost im Alkohol gesucht haben, Ron. Ich hörte zufällig davon. Einer der Maschinenmaats sagte zu einem der Kollegen, dass man eigentlich dem 'Alten' Meldung machen müsste, denn er lebe praktisch nur noch von Schnaps. Der Mann lehnte natürlich ab, denn keiner denunziert gern seinen Vorgesetzten. Ich habe Barnard daraufhin beobachtet, konnte ihm jedoch nichts anmerken. Er verhielt sich nicht anders als sonst auch."

    „Das gibt es, Milly, sagte Ron Carpenter ernst. „Gerade im Zustand großer psychischer Belastungen können manche Menschen eine Menge trinken, ohne dass man ihnen etwas anmerkt. Das ist aber nur äußerlich, ihr Reaktionsvermögen wird natürlich erheblich beeinträchtigt. In diesem Zustand ist ihnen dann aber alles egal - vielleicht wollte Barnard sogar den Tod suchen. Dass er zugleich auch alle anderen an Bord mit ins Verderben reißen musste, wurde ihm in seiner doppelten Stresssituation gar nicht mehr bewusst.

    Er lachte bitter auf.

    „Eine Verkettung schicksalhafter Umstände, wie die Psychiater es nennen würden! Eine Frau tyrannisiert ihren Mann oder hat Liebhaber, während er fort ist, und als Folge geht ein ganzes Schiff vor die Hunde ... Manchmal könnte man wirklich verzweifeln, Milly. Was nützt dem Menschen seine Intelligenz, wenn bei solchen Anlässen doch immer noch die alten animalischen Instinkte durchbrechen?"

    Das Mädchen sah ihn mitfühlend an. Sie verstand seine Bitterkeit, denn unter den Toten im Schiff befand sich auch Ron Carpenters Frau.

    „Kommen Sie, Ron, sagte sie ablenkend und setzte sich wieder in Bewegung. „Es sieht so aus, als würden wir von den anderen da drüben wirklich gebraucht.

    *

    Lana Weyden wand sich in einem Weinkrampf.

    Sie war eine schöne Frau in der Blüte ihrer Jahre, groß und schlank, mit einem Pfirsichteint und rotblondem Haar. Die kleine und zierliche Julia del Monte bemühte sich um sie, jedoch ohne Erfolg. Die anderen drei Männer, die mit dem Leben davongekommen waren, blieben dagegen teilnahmslos. Sie hockten auf dem Boden und starrten apathisch vor sich hin.

    Ron Carpenters Augen verengten sich.

    Mit einem raschen Rundblick suchte er die Umgebung ab, und dann hatte er gefunden, was er suchte. Es war eine herrenlose Uniformmütze, die durch eine Explosion herangeschleudert worden war. Er nahm sie mit dem gesunden Arm auf und ging zu einem kleinen Wasserloch, das sich zwischen einigen niedrigen Büschen befand. Er schöpfte die Mütze voll, ging dann zu der Gruppe zurück und entleerte den Inhalt über den Kopf der hemmungslos schluchzenden Frau.

    Es war eine Pferdekur, aber sie half.

    Lana Weyden fuhr hoch. Ihr Haar triefte, sie schnaufte und spuckte. Dafür versiegte aber ihre Tränenflut augenblicklich.

    „Was erlauben Sie sich, Sie Grobian?, schrie sie Carpenter an. „Meinen Sie wirklich, Sie könnten mit einer hilflosen Frau verfahren, wie Sie wollen? Ich verlange, dass Sie sofort ...

    „Sie haben hier gar nichts zu verlangen!", fuhr sie der Mann an.

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