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Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 37: Mörder oder Mönch?

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 37: Mörder oder Mönch?

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Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 37: Mörder oder Mönch?

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
10. Dez. 2018
ISBN:
9781386317616
Format:
Buch

Beschreibung

Ein junger Priester kehrt in seine alte Heimat zurück und wird nur von seinem greisen Lehrmeister erkannt, was diesem jedoch zum Verhängnis wird. Darauf folgt ein Feldzug von unsagbar grausamer Gewalt und Rache, der seines Gleichen sucht. Der Tag seiner Abrechnung ist endlich gekommen.

Sir Morgan of Launceston, der Löwenritter, gerät auf seiner Reise an die Küste, wo er sich mit seinem Gefährten Sir Baldwin, dem Roten Jäger, treffen will, in einen Hinterhalt und wird auf eine ihm unbekannte Burg verschleppt, wo er eine Überraschung mit weitreichenden Folgen erlebt. Und auch das Leben ihres großen Widersachers Sir Struan of Rosenannon, dem Sheriff of Cornwall, ändert sich von einem Moment auf den anderen. Die Konsequenzen sind nicht einmal im Ansatz zu erahnen …

Herausgeber:
Freigegeben:
10. Dez. 2018
ISBN:
9781386317616
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 37 - Tomos Forrest

Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 37: Mörder und Mönch?

TOMOS FORREST

ZYKLUS: DIE REBELLEN von Cornwall, Band 24

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© Titelbild: nach einem Motiv von N.C. Wyeth mit Steve Mayer, 2018

Mitwirkung: Ines Schweighöfer

Lektorat: Kerstin Peschel

Ceated by Thomas Ostwald, Alfred Bekker und Jörg Martin Munsonius

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Ein junger Priester kehrt in seine alte Heimat zurück und wird nur von seinem greisen Lehrmeister erkannt, was diesem jedoch zum Verhängnis wird. Darauf folgt ein Feldzug von unsagbar grausamer Gewalt und Rache, der seines Gleichen sucht. Der Tag seiner Abrechnung ist endlich gekommen.

Sir Morgan of Launceston, der Löwenritter, gerät auf seiner Reise an die Küste, wo er sich mit seinem Gefährten Sir Baldwin, dem Roten Jäger, treffen will, in einen Hinterhalt und wird auf eine ihm unbekannte Burg verschleppt, wo er eine Überraschung mit weitreichenden Folgen erlebt. Und auch das Leben ihres großen Widersachers Sir Struan of Rosenannon, dem Sheriff of Cornwall, ändert sich von einem Moment auf den anderen. Die Konsequenzen sind nicht einmal im Ansatz zu erahnen ...

1.

Ob der Ort einst von den Römern oder von den Sachsen gegründet wurde, lässt sich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Die wunderschöne Kirche jedenfalls stammte aus normannischer Zeit, und dorthin war der groß gewachsene, breitschultrige Mann unterwegs. Er verschwendete keinen Gedanken an Römer oder Sachsen, als er das kleine Dorf Pawlett, vier Meilen nördlich von Bridgwater, betrat. Zielstrebig ging er auf der Straße direkt auf die Kirche zu, und verwunderte Blicke folgten dem Hünen, der ein bodenlanges Gewand, ähnlich dem Habit der Mönche, trug und die Kapuze so über den Kopf gezogen hatte, dass nur seine langen, schwarzen Haare an den Seiten sowie der dichte, krause Bart zu sehen waren. Der Mann wirkte wie ein Riese aus einem der alten Märchen, die den Kindern in der dunklen Jahreszeit erzählt wurden, um sie davon abzuhalten, allein in den nahe gelegenen Wald zu laufen, um dort zu spielen.

Zwar wirkte sein Äußeres wie das eines Wandermönches, wozu auch der kräftige Knüppel passte, den er wie eine Lanze trug und nur gelegentlich damit heftig auf den Boden schlug. Aber spätestens ein Blick in sein Gesicht hätte diesen Eindruck Lügen gestraft. Unter dicken, schwarzen Brauen funkelte ein Augenpaar so wild und durchdringend denjenigen an, der keck genug war, einen Blick unter die Kapuze zu werfen. Tatsächlich geschah das auch nur sehr selten, aber diejenigen, die es sich trauten, bekreuzigten sich anschließend und murmelten ein Vaterunser, denn bei diesem Blick schien ihnen das Blut in den Adern zu gefrieren.

Seltsam war beim Erscheinen des Fremden auch, dass alle Hunde schwiegen, die doch sonst jeden laut und ausdauernd mit ihrem Gekläffe begleiteten. Sie waren verschwunden, als er seinen Fuß in den Ort setzte, und ließen sich während seiner Anwesenheit auch nicht mehr blicken.

Der Mann richtete sich vor dem Kirchenbau hoch auf, als wollte er seine Körpergröße mit der des Kirchturms messen. Ein paar Männer, die gerade von ihrer Feldarbeit ins Dorf zurückkehrten, die Hacken auf der Schulter, blieben staunend stehen und beobachteten den Fremden vor dem kantigen Kirchenturm, den er kritisch zu mustern schien. Erst als der Mann die Kirche betrat und sich dabei leicht bücken musste, weil die Tür viel zu niedrig war, flüsterten sie sich einige Bemerkungen über ihn zu. Doch sie zögerten nicht länger, sondern gingen mit eiligen Schritten ihren Häusern entgegen, als wollten sie die Rückkehr dieses Hünen unter keinen Umständen erleben.

Der Mann betrat den Kirchenraum und schob dabei seine Kapuze in den Nacken. Etwas Weihwasser entnahm er der Schale am Eingang und zeichnete sich mit raschen, geübten Bewegungen damit ein Kreuz auf die Stirn. Seine Augen hatten sich rasch an das herrschende Dämmerlicht gewöhnt, aber noch blieb er im Eingangsbereich stehen, atmete die vom Weihrauch getränkte Luft mehrfach wie eine lang entbehrte Köstlichkeit tief ein, dann erst schritt er zum Altar, fiel davor auf die Knie, verhielt einen Moment in dieser Position und streckte sich schließlich lang auf dem Kirchenboden aus, die Hände wie am Kreuz weit von sich gestreckt. In dieser Position verblieb er lange und schien dabei zu beten.

Ein Beobachter hätte erstaunt bemerkt, wie glücklich sein Gesicht plötzlich aussah, und die sich leise bewegenden Lippen verstärkten den Eindruck eines in sich ruhenden Menschen, der endlich in der Heimat angekommen schien. Als jedoch die Tür zur Sakristei leise klappte, veränderte sich schlagartig dieses Gesicht und nahm wieder seinen vorherigen, grimmigen Ausdruck an. Zugleich war der Hüne federnd aufgesprungen und schien seine Faust um den Wanderknüppel zu ballen. Leise Schritte näherten sich, und dann bog eine schwarz gekleidete, sehr stark gebeugte Gestalt um eine Säule, die beim Erblicken des Hünen kurz zögerte.

„Laudetur Jesus Christus – gelobt sei Jesus Christus", kam dann der Gruß des Eintretenden in dünner, sehr brüchig klingender Stimme.

„In aeternum. Amen – In Ewigkeit. Amen", kam es zurück.

„Was hat dich nach  Pawlett geführt, mein Freund?", erkundigte sich der alte Priester und schlurfte mühsam zum Altar hinüber, um die einzige Kerze zu entzünden. Fast war es, als wäre seit dem Eintreten des Hünen das dämmrige Licht in der Kirche noch um einige Nuancen schwächer geworden. Umständlich kramte der alte Mann nach den Feuersteinen und einem Stahl, dann schlug er mehrfach beides aneinander, ohne Erfolg.

Der Fremde nahm ihm schweigend beides aus der Hand, schlug Feuer, ließ den Funken auf etwas Zunder aus einem getrockneten Pilz fallen, den er aus seinem Habit hervorgeholt hatte, blies darauf und entzündete endlich die Kerze. Bei seinen routiniert wirkenden Bewegungen beobachtete ihn der alte Priester, und plötzlich durchzuckte ihn die Erkenntnis.

Im Licht der neu entzündeten Kerze hatte er den Blick auf das Gesicht des schwarzhaarigen Hünen gerichtet, und nun flüsterte er leise:

„Manius? Bist du das?"

Der Fremde schwieg und bemühte sich, den Priester nicht anzusehen.

„Manius, sag etwas! Nach all diesen Jahren! Wie ist es möglich? Alle haben dich hier vermisst, und es hieß, du wärst mit König Richard und den Kreuzfahrern nach Jerusalem gezogen und wolltest dort ..."

Der Fremde wandte sich langsam zu dem alten Priester, dessen magere Gestalt sich so sehr dem Boden zuneigte, dass er den Kopf schief halten musste, um zu dem Mann aufzusehen.

„Schade, Pater, dass Ihr mich erkannt habt. Ich war mir so sicher, dass sich niemand mehr an mich erinnern würde! Ich komme direkt aus Salisbury und habe den langen Weg auf mich genommen, weil ich meine Vergangenheit sehen wollte."

Die Stimme des Fremden war fast nur ein Hauch in dem Kirchenraum, aber der alte Mann verstand sie gut.

„Manius, du bist es wirklich! Das freut mein altes Herz! Du erinnerst dich an deinen alten Lehrer Roderick, nicht wahr? Manius, ich bin so glücklich, dich noch einmal zu sehen! Komm in meine Arme, ich muss dich fühlen

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