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Arduinna und der Sohn des Suebenfürsten: Sinnliche Liebesromanze zur Zeit der Gallier und Germanen

Arduinna und der Sohn des Suebenfürsten: Sinnliche Liebesromanze zur Zeit der Gallier und Germanen

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Arduinna und der Sohn des Suebenfürsten: Sinnliche Liebesromanze zur Zeit der Gallier und Germanen

Länge:
214 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 26, 2019
ISBN:
9783743876170
Format:
Buch

Beschreibung

Vorübergehend zum günstigen Sonderpreis erhältlich!

Handlung:
Im Jahre achtundfünfzig vor unserer Zeitrechnung ist das Land der Gallier der Willkür zweier Großmächte ausgeliefert. Das römische Heer unter Prokonsul Gaius Julius Caesar kämpft erbittert gegen das Volk der Sueben um die Vorherrschaft. Dieses wird von dem Großfürsten Ariovist angeführt, der das Gebiet für germanische Stämme beansprucht und die Römer in den Süden zurückdrängen will. 
Inmitten der Wirren und Unruhen vor der entscheidenden Schlacht gerät der junge suebische Krieger Askan an die von Rache erfüllte Keltin Arduinna. Ein Fluch schweißt die beiden unfreiwilligerweise zusammen, und auf einer Reise quer durch das Land der Gallier verwandelt sich anfänglicher Hass in aufkeimende Liebe mit sinnlicher Leidenschaft. Machen ihre unterschiedliche Herkunft und die Bedrohung durch einen schier übermächtigen Feind jedoch am Ende alles zunichte?

 

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Band 1 einer zweiteiligen Reihe 


Seitenumfang: 260 Taschenbuch-Normseiten

Leseempfehlung: Ab 16 Jahren

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Leserstimmen (Auszüge):


"Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, eine imaginäre Zeitreise zu machen. Auch war das Buch dank der Erläuterungen leicht verständlich. Arduinna und Askan waren sehr gut ausgearbeitet, ihre Charaktere habe ich richtig ins Herz geschlossen."
("Zauberwald"/BookRix)


"Die Idee des Rollentauschs ist toll, und dadurch, dass es eine Liebesgeschichte ist, kommt auch der moralisch erhobene Zeigefinger nicht so sehr durch. Das Buch liest sich flüssig, auch sind die durchaus sensiblen Konstellationen sehr gut dargestellt."
("Timetraveller"/BookRix) 
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 26, 2019
ISBN:
9783743876170
Format:
Buch

Über den Autor


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Über das Buch

Arduinna und der Sohn des Suebenfüsten

Liebesromanze zur Zeit der Gallier und Germanen

Klappentext:

Im Jahre achtundfünfzig vor unserer Zeitrechnung ist das Land der Gallier der Willkür zweier Großmächte ausgeliefert. Das römische Heer unter Prokonsul Gaius Julius Caesar kämpft erbittert gegen das Volk der Sueben um die Vorherrschaft. Dieses wird von dem Großfürsten Ariovist angeführt, der das Gebiet für germanische Stämme beansprucht und die Römer in den Süden zurückdrängen will. 

Inmitten der Wirren und Unruhen vor der entscheidenden Schlacht gerät der junge suebische Krieger Askan an die von Rache erfüllte Keltin Arduinna. Ein Fluch schweißt die beiden unfreiwilligerweise zusammen, und auf einer Reise quer durch das Land der Gallier verwandelt sich anfänglicher Hass in aufkeimende Liebe. Machen ihre unterschiedliche Herkunft und die Bedrohung durch einen schier übermächtigen Feind jedoch am Ende alles zunichte?

~

Anmerkung der Autorin: 

Dies ist der erste Band einer zweiteiligen Fortsetzungsreihe.

Vier Jahre lang war die Rohfassung des Romans auf der freien Buch-Plattform BookRix unter den top ten der meistgelesenen Gratis-Bücher und ebenso lang auf Platz drei der bestbewerteten kostenlosen Werke, jeweils in der Kategorie Historisches. Vielen Dank an die BookRix-Community für das rege Interesse und das hilfreiche Feedback!

Am Buchende habe ich eine ausführliche Danksagung und Infos zum historischen Hintergrund angefügt.

Die gründliche Recherche zu diesem Roman erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen. Für etwaige unbeabsichtigte historische Ungenauigkeiten, über die gewollten fiktiven Elemente hinaus, bitte ich um Verständnis.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen!

Vorwort

Gaius Julius Caesar hat in seinem Werk DE BELLO GALLICO (Vom gallischen Krieg) unter anderem über einen Rex Germanicum berichtet, einen germanischen König mit Namen Ariovist, der in besagtem Krieg sein erbitterter Gegner war. Es handelte sich um einen hochrangigen Stammeshäuptling, etwa einem Fürsten gleich, aus dem Volk der Sueben (auch Sweben genannt, ein Wort, von dem sich das heutige Schwaben ableitet). Sie siedelten in einem großen Gebiet vom Neckar bis zur Elbe und führten teilweise ein Nomadenleben.

Dies ist die Geschichte des Sohnes dieses Suebenfürsten, dessen Schicksalsfäden durch die Rache eines verbitterten Mädchens gekappt werden, und der sich seinen Platz in dieser Welt neu erkämpfen muss.

Wir befinden uns im Land der Gallier, auf dem Gebiet des heutigen Elsass, im Jahr achtundfünfzig vor unserer Zeitrechnung, wenige Wochen vor der entscheidenden Schlacht zwischen Sueben und Römern.

Kapitel 1 : Die schönen Augen des Schicksals

Ermattet betrat Askan sein Zelt, welches gerade so hoch war, dass er aufrecht darin stehen konnte. Er sank rücklings auf sein Lager aus Fellen nieder, verschränkte lässig die Arme hinter dem Kopf und vergegenwärtigte sich noch einmal die Geschehnisse des heutigen Tages.

Die Kämpfe gegen die Krieger des gallischen Stammes der Haeduer, die sich einmal mehr gegen die suebische Herrschaft auflehnten, waren besonders hart gewesen. Doch natürlich waren seine Mannen wie stets siegreich daraus hervorgegangen. Sein Vater, der ruhmreiche Suebenhäuptling Ariovist, hatte ihm anschließend zu verstehen gegeben, wie stolz er auf ihn sei. Das bedeutete ihm fast mehr als die gewonnene Schlacht selbst, wie er sich jetzt, in der Einsamkeit seines Zeltes, eingestehen musste.

»Junge …«, hatte Ariovist begonnen und Askan hatte das Gesicht verzogen. Sein Vater wusste, dass er es hasste, wenn er als Junge bezeichnet wurde, immerhin war er schon lange kein Kind mehr. Seinen ersten Gegner hatte er getötet, als er sechzehn Jahre alt gewesen war, vier Sommer zuvor.

Ariovist hatte geschmunzelt. Er liebte es, ihn zu necken. Doch dann war er ernst geworden und fortgefahren: »Ich bin stolz auf dich, Askan, mein Sohn. Wären nur all meine Männer so kampffreudig und von Erfolg gekrönt wie du, dann würde ich mir keine Sorgen um den bevorstehenden Krieg gegen Cäsar machen.«

»Aber das musst du ohnehin nicht«, hatte der junge Suebe seinem Vater leichthin entgegnet. »Wir werden gegen die Römer gewinnen. Das steht außer Frage.«

Das Stammesoberhaupt hatte versonnen genickt, jedoch nichts weiter dazu gesagt.

Askan war mehr als bereit für die längst überfällige Schlacht gegen die Südländer. Eine kürzlich stattgefundene hitzige Unterredung zwischen seinem Vater und dem gegnerischen Feldherrn Julius Cäsar hatte besiegelt, dass ein Krieg um das Land der gallischen Stämme unausweichlich war. Jeder der beiden Männer hatte unnachgiebig auf seinen jeweiligen Standpunkt beharrt. Ariovist war nicht bereit, klein beizugeben und den Römern dieses fruchtbare Land zu überlassen, das er sich dreizehn Sommer zuvor mit Mühe zu eigen gemacht hatte, um es mit Sueben und verbündeten germanischen Stämmen bevölkern zu lassen. Die gallischen Sequaner und Averner hatten sie einst zu Hilfe gerufen gegen die römerfreundlichen Haeduer, und der Suebenfürst nutzte diese Gelegenheit, um sein Herrschaftsgebiet auszudehnen und seine Macht zu mehren.

Cäsar behauptete, das gallisch-keltische Volk von der angeblichen Schreckensherrschaft des Suebenhäuptlings befreien zu wollen, aber Askan wusste es besser. Das römische Imperium, wie es in deren Sprache genannt wurde, konnte es kaum erwarten sich zu vergrößern, indem es sich die Lande westlich des großen Flusses Rhenos einverleibte. Doch das würde sein Vater zu verhindern wissen, mit seiner Hilfe. Er würde den Römern schon zeigen was es hieß, gegen einen Sueben zu kämpfen. Es ging das Gerücht, dass die südländischen Legionäre bereits angstvoll zitterten vor den unbesiegbaren, riesenhaften Germanen , und dass der große Cäsar sie nur mit einer flammenden Rede wieder hatte anfeuern können. Das würde er ihnen erneut austreiben, dachte Askan nun grimmig lächelnd. Er war von stattlicher Körpergröße, wie die meisten anderen Männer in seines Vaters Heer, und auf dem Höhepunkt seiner Kraft. Sein Leib war derart gestählt wie es einem echten Krieger gebührte und er liebte die Schlacht, bei der er sich und seinem Vater beweisen konnte, was in ihm steckte.

Der junge Suebe streckte sich auf seinem Lager. Ja, er war erschöpft, doch niemals würde er erschöpft genug sein um das Verlangen zwischen seinen Lenden nicht zu spüren, das ihn vor allem äußerst drängend überkam, wenn die Kampfeslust noch durch seine Adern strömte. Da fiel ihm die junge Frau wieder ein, die er und seine Männer heute gefangengenommen hatten. Sie war eine gallische Keltin, eine wahre Schönheit mit flammendrotem Haar. Zwar schlank und nicht so üppig, wie er es üblicherweise bevorzugte, aber dennoch mit zarten, reizvollen Rundungen. Sie würde ihm die heutige Nacht versüßen.

Nachdem er die Anweisung gegeben hatte, das Weib in sein Zelt bringen zu lassen, entledigte er sich seines Brustharnisches und der übrigen Kleidung, bevor er sich durch sein kaum schulterlanges Haar fuhr, das die helle Farbe von reifem Flachs aufwies. Es war zu kurz und zu störrisch für einen seitlichen Suebenknoten, wie ihn die meisten seiner Stammesgefährten trugen, so pflegte er es für gewöhnlich im Nacken zusammenzubinden und zusätzlich mit feuchtem Lehm zu bändigen, damit es beim Kampf nicht störte.

Er wusch sich gründlich mit dem Wasser, das in einer Schale neben dem Zelteingang stand. Die Erfahrung hatte ihm gezeigt, dass Weibsbilder sich umso williger zeigten, wenn er bewies dass er Wert auf Sauberkeit legte, bevor er zwischen deren Schenkel glitt. Anschließend schlüpfte er in ein ärmelloses Lederwams, das in der Hüfte mit einem Gürtel zusammengehalten wurde, und in eine gutsitzende Hose aus gleichem Material. In der Schlacht bot es ihm den besten Schutz und daher trug er kaum etwas anderes. Zwar hatte er nicht vor, seine Gewandung sonderlich lange anzubehalten, allerdings besaß er so viel Weitsicht, die fremde Gefangene nicht von vorneherein mit seiner Blöße zu verschrecken. Früher oder später würde seine Verführungskunst, auf die er einiges hielt, ohnehin ihre Wirkung tun. So harrte er, lässig auf seinem Lager liegend, seiner Kriegsbeute.

Kurze Zeit später trat einer seiner Männer mit der rücklings an den Händen gefesselten Keltin durch den Zelteingang. Sie wehrte sich heftig, doch als sie den jungen Mann auf den Fellen liegen sah, wurde sie plötzlich ganz ruhig und musterte ihn scheinbar ohne eine Spur von Angst. Ihr Kopf mit den auffällig rotgoldenen, hüftlangen Locken und den lieblichen Gesichtszügen war nun hoch erhoben, ihre Haltung stolz. Askan beobachtete das mit Bewunderung. Er gab dem Mann einen Wink, damit dieser verschwand, und erhob sich.

»Wie ist dein Name, Weib?«, fragte er sie in ihrer Sprache, während er sich ihr näherte.

Er beherrschte das gallische Keltisch, weil sein Vater Wert darauf gelegt hatte, dass er, so wie auch die meisten anderen Angehörigen seines Heeres, die Sprache des Landes lernte, das sich sein Vater zu eigen gemacht hatte. Zwar verhandelten sie nicht mit den Einheimischen, was die Landnahme anging, aber Handel trieben sie durchaus mit ihnen. Bei diesen Gelegenheiten war er dann und wann in den Genuss gekommen zu erfahren was es bedeutete, Macht zu besitzen, und dass damit auch oft einherging, dass sich ihm Frauen nur allzu willig hingaben. Würde es bei dieser Schönheit genauso sein? 

»Ich bin Arduinna«, antwortete sie ihm mit bemüht fester Stimme. Sie wich nicht zurück, auch nicht, als er jetzt dicht vor ihr stand. Innerlich bebte sie vor Angst, zwang sich jedoch, nur ihr Vorhaben im Blick zu behalten, das ihr endlich ihre verdiente Rache bescheren würde.

Askan betrachtete sie unverhohlen. Die schöne Keltin konnte nur wenige Sommer jünger sein als er selbst und er überragte sie fast um eine Haupteslänge. Doch das war aufgrund seiner hochgewachsenen Statur keine Seltenheit. Er mochte es, wenn eine Frau zu ihm aufschauen musste. Es verlieh ihm ein zusätzliches Hochgefühl, und bei ihr besonders. Die rotgoldenen Wellen ihres Haares umschmeichelten ihr anmutiges Gesicht, aus dem ihn ein Paar der aufregendsten Augen anblickte, die er je gesehen hatte. Sie waren von einem strahlenden Grün, wirkten geheimnisvoll, unergründlich, und bildeten zu dem flammenden Haar einen interessanten Gegenpart. Die junge Frau war verblüffenderweise ähnlich gewandet wie er selbst. Er wusste, dass bei den Galliern auch das Weibsvolk kämpfen durfte, doch sie hatten sie abseits des Schlachtfeldes ergriffen, als sie bereits auf dem Rückweg zum Lager waren. Dass sie in ihrer Gewandung äußerst verdächtig wirkte, war Grund genug, sie mitzunehmen. Sie trug eine lederne, hüftlange Tunika ohne Ärmel samt Gürtel, und Beinlinge, die ihre reizvollen Rundungen allzu gut erkennen ließen. Der Anblick ließ es ihm in seiner eigenen Hose eng werden. Lange würde er sie nicht bitten, doch er würde sich zumindest bemühen, es ihr einfacher zu machen.

Askan streckte die Hand aus und ließ sich eine Strähne ihres weichen Haares durch seine Finger gleiten.

»Das ist ein schöner Name«, raunte er und sah ihr tief in die Augen. »Was bedeutet er?«

»Ich bin nach der Waldgöttin der Ardennen, meiner Heimat, benannt«, erklärte sie und hielt seinem Blick stand. Sie war froh, dass er das wilde Klopfen ihres Herzens nicht hören konnte. Er sah genauso aus, wie man ihn ihr beschrieben hatte. Angenehme Gesichtszüge, von hochgewachsener, gestählter Statur, und das zurückgebundene flachsfarbene Haar trug er etwas kürzer als die meisten anderen Männer seines Stammes. Dass er Ariovists Sohn war, hatte sie bereits bei ihrer Gefangennahme mitbekommen. Trotz seiner Jugend schien sein Befehl für die Krieger um ihn herum Gesetz zu sein, wenngleich sie deren Sprache nicht beherrschte. Gegen ihren Willen stellte sie fest, wie berückend seine blauen Augen im fahlen Licht leuchteten, das von draußen hereinfiel, und dass sein ansprechendes Äußeres etwas Fesselndes hatte, dessen sie sich nur schwer erwehren konnte. Im Gegensatz zu den Männern ihres Volkes war sein Gesicht nahezu unbehaart, was aber seiner männlichen Ausstrahlung keinen Abbruch tat, im Gegenteil. Doch sie durfte sich davon nicht beeindrucken lassen, ebensowenig wie von seinen milden Worten, denn dieser Suebe war ihr schlimmster Feind.

»Dann bist du weit weg von zuhause«, stellte er in sanftem Ton fest. »Was hat dich hierher geführt?«

»Du hast mich doch sicher nicht in dein Zelt bringen lassen, um mit mir zu plaudern, Sohn des Ariovist?«, bemerkte sie spöttisch.

Ihr Blick fiel zu seiner Verblüffung in anzüglicher, eindeutiger Weise auf seinen Körper. Er nahm es mit Genugtuung zur Kenntnis. Das war ja einfacher, als er gehofft hatte.

»Du weißt, wer ich bin?«, entfuhr es ihm mit Erstaunen.

»Ja, dein Ruf eilt dir voraus, Askan, dem man nachsagt, so stark wie der Eschenbaum zu sein, nach dem man dich benannt hat«, erwiderte sie. »Du bist ein fast ebenso berühmter und mächtiger Mann wie dein Vater. Es wäre mir eine Ehre, dein Lager zu teilen. Wenn du mich losbindest, wirst du eine Liebesnacht erleben, die du nie wieder vergisst.« Ihre grünen Katzenaugen sahen ihn mit einem brennenden Blick an und sie lächelte verführerisch.

Innerlich breitete sich Übelkeit in ihr aus. Ihre Unverfrorenheit war ihr fast unheimlich. Wie sie es geschafft hatte, ihm die Verführerin vorzuspielen, wusste sie selbst nicht. Dabei war sie in diesen Dingen vollkommen unerfahren. Was würde er mit ihr machen, wenn ihr Plan fehlschlug? Er war so groß und kraftstrotzend.

Arduinna musste sich bemühen, nicht angstvoll aufzukeuchen, als er hinter sie trat und, nachdem er die Fesseln gelöst hatte, ihre schweren Locken aus dem Nacken schob und ihren seitlichen Hals küsste. Auf was sie sich einließ, hatte sie schließlich gewusst, ermahnte sie sich im Stillen, und würde es schon ertragen, da sie es ja ohnehin nicht zum Äußersten kommen lassen würde. Sie musste sich zusammenreißen und ihre Rolle weiterspielen. Doch als er daraufhin ohne Vorwarnung seine starken Hände von hinten um ihre Körpermitte legte und sie an seinen starken, warmen Leib presste, begann sie zu zittern. Sie versuchte, das Bibbern zu unterdrücken, aber es gelang ihr nicht.

»Du brauchst keine Angst vor mir zu haben«, hörte sie ihn mit Belustigung in der Stimme flüstern.

Askan schmunzelte angesichts der Erkenntnis, dass sie wohl doch nicht die Verführerin war, die sie vorgegeben hatte zu sein. Aber das kümmerte ihn nicht. Jetzt genoss er erst einmal das Gefühl ihres schlanken Leibes unter seinen Händen, die er langsam höher schob, bis sie unter ihren Brüsten angelangt waren, während seine Lippen die zarte Haut ihres seitlichen Nackens erkundeten.

Die junge Keltin war innerlich völlig aufgelöst und wunderte sich darüber, wie beruhigend seine raunende Stimme auf sie wirkte. Dabei sollte sie doch nichts als Abscheu für ihn empfinden. Doch die Art, wie seine kräftigen Hände sie umfingen, und seine Lippen ihren Hals liebkosten, löste zu ihrer Überraschung völlig unbekannte Empfindungen in ihr aus. Unwillentlich entfuhr ihr ein kleines Seufzen ob des Wohlgefühls, sie rügte sich aber augenblicklich, einen klaren Kopf zu behalten und den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen.

Plötzlich, bevor sie wusste, wie ihr geschah, hob er sie auf seine Arme und trug sie zu seinem Lager.

»Ich werde uns beiden jetzt Erlösung verschaffen, süße Arduinna«, wisperte er.

In diesem Moment erwachte ihr Verstand. Blitzschnell griff sie in einen ihrer Fellstiefel, zog ein kleines Messer heraus und hielt es ihm an die Kehle.

Er lachte lauthals, weil er mit so etwas gerechnet hatte und spottete: »Was soll das? Wenn ich dich jetzt fallenlasse, verletzt du dich noch selbst mit diesem winzigen Ding.«

Sie atmete tief ein und erwiderte entschlossen: »Ich brauche nur dein Blut, Germane.«

Mit diesen Worten ritzte sie leicht in die glatte Haut seiner muskulösen Brust, welche der Ausschnitt seines Wamses freigab, und ein kleiner Tropfen Blut quoll hervor.

Da er nicht erwartet hatte, dass sie tatsächlich Hand an ihn legen würde, ließ Askan sie - mehr vor Verblüffung als vor Schmerz - nun tatsächlich fallen und sie schlug unsanft auf dem Boden auf. Zu seiner Überraschung verriet ihre Miene dennoch Genugtuung. Verständnislos beobachtete er, wie sie aus ihrem anderen Stiefel ein metallenes Amulett aus verschlungenen Linien hervorholte, die blutige Spitze des kleinen Messers darauf presste, ihm in die Augen sah und verkündete: »Ich verfluche dich im Namen der Waldgöttin, Suebe. Mit deinem eigenen Blut werden die Erinnerungen an dich ausgelöscht. Es wird sein, als wärest du nie geboren worden. Das ist die Strafe für deinen Vater, der die Meinen abschlachten ließ. Du, sein Sohn und hoffnungsvoller Nachfolger, wirst von jetzt an nicht mehr an seiner Seite kämpfen. Deine Strafe wird sein, fortan als Namenloser und Unbekannter auf dieser Erde zu wandeln.«

Er brach in schallendes, spöttisches Lachen aus, nachdem er ihre Worte vernommen hatte. Was glaubte diese kleine Keltin, was sie da tat? War sie noch ganz bei Trost? Schon allein die Tatsache, dass sie ihm die Verführerin nur vorgespielt hatte und offenbar gar nicht daran dachte, mit ihm das Lager zu teilen, erfüllte ihn mit Ingrimm. Und dass sie sich auch noch einbildete ihn, den Sohn des Ariovist, verfluchen zu können, war lächerlich. Noch nie hatte er etwas auf diesen ganzen

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