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Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt
Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt
Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt
eBook96 Seiten4 Stunden

Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt

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Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt

Bolthar ist fest entschlossen, die zu dieser Jahreszeit äußerst gefährliche Reise nach Helluland zu machen, um durch Felle, Zähne der Walrösser und Tran sein Vermögen aufzubessern. Dann kann er endlich ein Heer aufstellen, das König Harald verjagen soll. Aber sein Vorhaben stößt auf ungeahnte Hindernisse. Unter anderem begegnet er auf sehr unangenehme Weise seinem Todfeind Garpur, mit dem seine Tochter Fringa zusammenlebt. Dieses Zusammentreffen kann kein gutes Ende nehmen …

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum27. Dez. 2018
ISBN9781386698722
Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt
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    Buchvorschau

    Bolthar, der Wikingerfürst Band 9 - Tomos Forrest

    Klappentext:

    Bolthar ist fest entschlossen , die zu dieser Jahreszeit äußerst gefährliche Reise nach Helluland zu machen, um durch Felle, Zähne der Walrösser und Tran sein Vermögen aufzubessern. Dann kann er endlich ein Heer aufstellen, das König Harald verjagen soll. Aber sein Vorhaben stößt auf ungeahnte Hindernisse. Unter anderem begegnet er auf sehr unangenehme Weise seinem Todfeind Garpur, mit dem seine Tochter Fringa zusammenlebt. Dieses Zusammentreffen kann kein gutes Ende nehmen ...

    1.

    Das stolze Langboot erregte großes Aufsehen, als es in den Hafen von Aarhus einlief. Zum einen bewunderte man die ungewöhnliche Größe des halffertugt skip, dann aber auch die kräftigen Männer, die auf den Ruderbänken saßen und sich schon durch ihre Kleidung von vielen gewöhnlichen Kriegern unterschieden. Sie alle trugen Felle über den breiten Schultern, neue Tuniken aus guten Stoffen, Wurflanzen in den Händen und an der Seite ihren Sax, als sie den Kapitän an Land begleiteten. Eine solche Schar von siebzig Kriegern musste selbst in einer Stadt wie Aarhus auffallen, noch dazu  dieser Jahreszeit.

    Vom Meer wehte eine eiskalte Brise über die Häuser und ließ die Menschen frösteln, wenn sie aus dem Haus traten, um den Markt aufzusuchen oder im Hafen noch etwas Fisch zu erstehen. Niemand unternahm jetzt noch weite Fahrten, denn die Winterstürme waren gefürchtet und brachten die Seefahrt fast vollständig zum Erliegen. Nur in Küstennähe waren noch ein paar Händler unterwegs, die an Bord ihrer breiten Knorr-Schiffe Waren in die entfernten Dörfer brachten.

    Aber ein Halffertugt mit fünfunddreißig Ruderplätzen auf jeder Seite, einem prächtigen Segel aus Wolle und einer derart gut ausgerüsteten Mannschaft war schon etwas Besonderes und lockte immer mehr Menschen in den Hafen. Der Kapitän war ein riesiger, breitschultriger Mann in vornehmer Kleidung. Über der Tunika trug er eine aufwendig gefertigte brynja, ein Kettenhemd, in deren eisernen Ringen sich auch eingeflochtene goldene befanden. Sein sorgfältig geschnittener und in Zöpfen geflochtener Bart wies silberne und goldene Ringe auf, ebenso sein zu zwei dicken Zöpfen geflochtenes Haupthaar.

    Das Erstaunlichste an diesem Mann war jedoch sein golden glänzender Helm, und als er mit hoch erhobenem Haupt durch die schmalen Straßen ging, gefolgt von seinen finster blickenden Kriegern, da raunten sich die Menschen zu, dass dieser Mann wohl ein sehr mächtiger König aus einem der anderen Nordländer sein musste, denn König Harald war das nicht – den hatte man erst vor wenigen Monaten in Aarhus gesehen.

    Der Helm hatte einen reich verzierten oberen Bereich mit einem dicken Mittelstreifen, auf dem sich ein kleiner Rabe befand. An den Seiten sowie im Nackenbereich gab es ebenfalls verzierte, herabhängende Bleche, die dazu dienten, die empfindlichen Kopfbereiche zu schützen.

    Der Zug bewegte sich durch die Stadt bis zum Marktplatz, wo sich die Männer um ein Haus verteilten, das als Schenke diente. Hier gab es nicht nur Sitzbänke an den Wänden, sondern auch massive Holztische und -bänke in der Mitte des Raumes. Eine Besonderheit bestand aus einer Fensteröffnung zur Marktseite, die mit einem massiven Holzladen und einem Riegel von innen verschlossen werden konnte.

    Bolthar, der Jarle aus Skagen im Norden von Jylland, genoss seinen Auftritt, den er ganz bewusst so inszeniert hatte. Er rechnete damit, dass man unverzüglich dem König berichten würde, wie er in der Stadt auftrat. Wenn ihm Thor wohl gesonnen war, sorgte der Gott dafür, dass sie sich noch vor Antritt seiner Reise begegneten.

    Noch einen Grund hatte der Jarle für diesen Auftritt ausgewählt.

    In diesen Tagen waren die Skalden nach Aarhus gekommen, eine Tradition, die in jedem Jahr zu dieser Zeit gepflegt wurde. Man liebte die Sänger und Geschichtenerzähler, weil damit die langen, dunklen Abende in den Langhäusern der Familien und Clans verkürzt wurden. Die Skalden liebten diese Zeit ebenfalls, denn sie wurden gut bewirtet und verbrachten eine angenehme Winterzeit.

    Bent und der wieder genesende Gulkollur (vgl. Bolthar, der Wikingerfürst Band 8, Das Geheimnis des Sonnensteins) begleiteten ihren Jarle in die Schenke, in der bereits am Vormittag ein Feuer in der Herdstelle brannte und ein darüber gehängter, schwerer Kessel einen verführerischen Geruch verbreitete. Bjor blieb bei den Kriegern und hielt ein wachsames Auge auf die wilde Schar, denn Bolthar hatte ihnen klare Befehle erteilt. Keiner der Städter sollte belästigt werden oder Grund haben, sich über die Anwesenheit der Männer zu beschweren. Der Jarle aus Skaden wollte keine neuen Feinde, sondern Sympathien für sich einwerben. Schließlich hatte er König Harald den Krieg erklärt und wusste eine große Anzahl Fürsten der Nordmänner hinter sich. Doch er kannte diese Männer zum großen Teil seit vielen Jahren, und wusste deshalb auch, wie hoch die Treue einzuschätzen war, wenn sie mit gehacktem Silber aufgewogen wurde.

    Beim Eintreten der drei kräftigen Männer sahen die Anwesenden erstaunt auf, und als Bolthar seinen goldglänzenden Helm abnahm und ihn mit einer lässigen Bewegung vor sich auf den Tisch stellte, an dem er Platz nahm, ging ein Raunen durch den Raum. Ganz hinten in einer Ecke stimmte ein Skalde gerade sein Instrument und warf einen erstaunten Blick auf den vornehm gekleideten Krieger.

    Er legte seine dreisaitige Rubeba beiseite und erhob sich, um die neuen Gäste mit einer eleganten Verbeugung zu begrüßen.

    Bolthar gab sich leutselig, grüßte ihn ebenfalls und befahl dem Wirt, dem Skalden ein frisches Bier zu bringen. „Spiel für uns, skáld, mach uns die Freude. Essen und Trinken sollst du dafür haben, so viel du willst!"

    Der Mann verbeugte sich ein weiteres Mal, griff sein Instrument auf, strich kurz darüber und trug dann in einer Art Sprechgesang vor:

    œgir Eydana, stóð und árhjálmi – Da stand Dänenvolks Kämpfer im Erzhelm,

    aus dem Heergewand huschte, hinwarf er die Brünne, der Führer des Volkes,

    eh zur Fehde er schritt. Er lachte mit den Leuten: Das Land sollt er schützen.

    Gutlaunig der Göttliche unterm Goldhelme stand."

    Der Mann kam offenbar aus Island, wie seine Sprache verriet. Aber die vorgetragenen Verse waren sehr mutig, denn natürlich waren sie nicht rasch für Bolthar geschrieben, was viele der Skalden tatsächlich spontan gekonnt hätten.

    Schuld an dieser Huldigung war natürlich der beeindruckende Helm, der jetzt mitten auf der Tafel stand und die Blicke der Anwesenden magisch anzog.

    Bolthar klopfte auf den Tisch, als der Skalde schwieg, gab Bent

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