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Tausend blutige Meilen: Geronimos großer Freiheitskampf: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

Tausend blutige Meilen: Geronimos großer Freiheitskampf: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

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Tausend blutige Meilen: Geronimos großer Freiheitskampf: Cassiopeiapress Western/ Edition Bärenklau

Länge:
131 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Jan. 2019
ISBN:
9783736887121
Format:
Buch

Beschreibung

Der Umfang dieses Ebook entspricht 120 Taschenbuchseiten.

Geronimo gilt als berühmtester Häuptling der Apachen. Sein erbitterter Widerstand gegen die weißen Eroberer löste eine beispiellose Verfolgungsjagd durch die US-Armee aus, bei der fünftausend Soldaten notwendig waren, um die letzten Krieger des einst so mächtigen Stammes zu unterwerfen. Jack Lancaster war einer der Scouts, die sich im Auftrag der Kavallerie auf Geronimos Fährte hefteten. Im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet wurde er zum Zeitzeugen eines Feldzuges, der das Land in einen Strudel aus Gewalt und Grausamkeit riss…
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Jan. 2019
ISBN:
9783736887121
Format:
Buch

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Buchvorschau

Tausend blutige Meilen - Timothy Kid

München

TAUSEND BLUTIGE MEILEN

Geronimos großer Freiheitskampf

von Timothy Kid

IMPRESSUM

© dieser Digitalausgabe by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.alfredbekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by Timothy Kid und Edition Bärenklau, 2015

Cover © by Steve Mayer nach einem Motiv von shotshop.com

Der Umfang dieses Ebook entspricht 120 Taschenbuchseiten.

Geronimo gilt als berühmtester Häuptling der Apachen. Sein erbitterter Widerstand gegen die weißen Eroberer löste eine beispiellose Verfolgungsjagd durch die US-Armee aus, bei der fünftausend Soldaten notwendig waren, um die letzten Krieger des einst so mächtigen Stammes zu unterwerfen. Jack Lancaster war einer der Scouts, die sich im Auftrag der Kavallerie auf Geronimos Fährte hefteten. Im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet wurde er zum Zeitzeugen eines Feldzuges, der das Land in einen Strudel aus Gewalt und Grausamkeit riss…

1

Lieutenant Donald Emmerson starrte misstrauisch zum Eingang der Schlucht, in der sein Scout Jack Lancaster soeben verschwunden war. Die Schlucht war ein idealer Ort für einen Hinterhalt – dennoch mussten die Soldaten sie durchqueren, wollten sie keinen langwierigen Umweg auf sich nehmen. Die Kavalleristen jagten Häuptling Geronimo und seine Chiricahua-Apachen, und es galt als sicher, dass die Indianer durch diesen Canyon geritten waren – und zwar erst vor wenigen Stunden!

Der Eingang der Schlucht glich dem geöffneten Schlund eines urzeitlichen Riesentieres. Auf ihrer Sohle herrschte tiefer Schatten, die oberen Ränder lagen gleißend im Licht der Sonne, die mit verzehrender Kraft vom Himmel brannte. Die Vorstellung, dass die Strahlen dieser Sonne vielleicht schon auf den leblosen Körper des Scouts fielen, schnürte dem Lieutenant die Kehle zu.

Seine Soldaten verhielten in einer berittenen Doppelreihe zehn Yards vor der Schlucht, die einen felsigen Höhenzug durchschnitt. Die Spitze der Truppe bildeten Lieutenant Donald Emmerson und Sergeant Ron Maddox, das ledige Pferd des Scouts stand etwas abseits. Hinter dem Lieutenant und dem Sergeant schlossen zwanzig einfache Soldaten an. Die Männer saßen reglos in den Sätteln, die schussbereiten Gewehre in der Rechten, die Kolben der Karabiner auf den Schenkeln aufgestützt – eine dünne blaue Schnur in einer von Felsen und Kakteen durchsetzten Hochebene. Kein Windhauch milderte die Gluthitze.

Ebenso erdrückend wie die schier unerträgliche Hitze war die nahezu vollkommene Stille. Nur das gelegentliche Schnauben eines Pferdes durchbrach diese Stille, oder das Peitschen eines Pferdeschwanzes, wenn die Tiere die vom Schweiß angelockten Fliegen verscheuchten. Hoch am Himmel zog ein Geier seine Kreise und spähte aus gierigen Augen auf die erschöpften Soldaten herab.

Als ob er wüsste, dass er bald eine Mahlzeit bekommt!, dachte der Lieutenant und blickte mit zusammengekniffenen Augen zu dem großen Vogel empor.

Aber vielleicht wusste er es ja wirklich? Von dort oben besaß er einen hervorragenden Einblick in die Schlucht, konnte er in die verborgensten Winkel und Felsritzen sehen. In Winkel und Felsritzen, in denen womöglich schon die Apachen lauerten, um zuerst dem Scout und dann dem Rest der Einheit den Garaus zu machen – und dem Geier zu seinem schaurigen Mahl zu verhelfen.

Ja, es schien tatsächlich so, als würde der gefiederte Totengräber der Wildnis voller Ungeduld über den Soldaten kreisen!

Der Lieutenant verwarf seine düsteren Gedanken wieder, senkte den Kopf und wandte sich im Sattel. Sein Blick wanderte über die gewundene Reihe der Kavalleristen, die unter einer ebensolchen Anspannung standen wie auch er selbst.

Donald Emmerson blickte in ausgezehrte Gesichter mit vom Sand geröteten Augen und verbrannter Haut. Die durchgeschwitzten blauen Feldblusen klebten den Männern förmlich am Körper, Reithosen und Stiefel waren mit einer grauen Staubschicht bedeckt – genauso wie die Pferde, die erschöpft ihre Köpfe hängen ließen. Es waren die Folgen eines schier endlosen Ritts durch ein gnadenloses Land, und der Lieutenant wusste, dass er selbst nicht besser aussah. Die Wildnis Arizonas drückte jedem ihren Stempel auf, sie nahm auf Dienstgrade keine Rücksicht.

Glühend heißen Tagen folgten empfindlich kühle Nächte, und während tagsüber das monotone Reiten ohne Feindberührung die Sinne der Männer abstumpfte, schreckten sie nächtens beim ersten Kläffen eines Kojoten aus dem Schlaf hoch. Denn niemand wusste: War es wirklich ein vierbeiniger Kojote, der da schrie, oder war es in Wahrheit ein zweibeiniger Kojote, ein Apachenkrieger, der die Laute des Tieres täuschend echt nachzuahmen verstand und bereits um das Lager der Kavalleristen schlich?

Ihr Gegner Geronimo, der berühmte Häuptling der Ciricahua-Apachen, war schon zum zweiten Mal mit einer Horde Indianer aus der Reservation ausgebrochen. Er war ein Mann, dessen Stolz niemand brechen konnte und vor dem alle Stämme der Apachen tiefe Ehrfurcht empfanden. Solange er nicht unterworfen war, würde es für den Südwesten keinen Frieden geben – darüber war sich auch die Regierung in Washington im Klaren. Deshalb hatte sie General George Crook mit der Führung des Apachenfeldzuges beauftragt, einen erfahrenen Offizier und Indianerkämpfer. Zu seiner sechsten Kavallerie gehörte auch die Truppe von Lieutenant Emmerson, die sich vor einigen Tagen von der Hauptabteilung der Soldaten vorübergehend getrennt hatte. Das selbstständige Operieren mehrerer kleiner Einheiten war eine von Crook gezielt eingesetzte Taktik, mit der er die Kampfweise der Armee jener der Apachen anglich, um sie mit ihren eigenen Guerillamethoden zu schlagen – bis jetzt allerdings ohne Erfolg.

Tatsächlich hatten die Soldaten während der letzten Wochen nicht die Federspitze eines Indianers zu Gesicht bekommen. Nur die von Geronimo hinterlassen Fährte des Todes war unübersehbar gewesen – geplünderte Ranches und Farmen, niedergebrannte Planwagen und skalpierte Leichen.

Vorgestern jedoch hatten die scharfen Augen Jack Lancasters die spärlichen Spuren der Apachen ausgemacht – und diese waren schließlich so offensichtlich geworden, dass der Scout eine Falle vermutet hatte. Deshalb war er in die Schlucht vorausgeschlichen, um einen möglichen Hinterhalt der Indianer rechtzeitig auszukundschaften.

Der Lieutenant war im Kampf gegen die Apachen noch relativ unerfahren, jetzt aber spürte auch er ihre Nähe mit jeder Faser seines Körpers. Die Gefahr lag förmlich in der Luft, auch wenn sie sich noch nicht zeigte.

»Verdammt auch!«, fluchte Emmerson ungehalten. Er war knapp dreißig, von großer Statur, schlank und hatte dichtes schwarzes Haar. Auf dem Exerzierplatz gab er eine beeindruckende Erscheinung ab, aber davon war jetzt nichts zu merken. Seine Lippen waren rissig von der Hitze, die verbrannte Haut schälte sich in Fetzen von seiner Nase, seine Augen waren gerötet vom Staub, den die Hufe seines Pferdes aufwirbelten und der in seinem Hals kratzte.

»Was meinen Sie, Lieutenant?« Sergeant Ron Maddox sah seinen Vorgesetzten erstaunt an. Zehn Jahre älter und doppelt so breit wie dieser, schienen seine mächtigen Schultern die Feldbluse fast zu sprengen. In seinem breitflächigen Gesicht wucherten Bartstoppeln, zwischen denen sich Sandkörner festgesetzt hatten, weshalb er sich regelmäßig kratzte.

»Ach nichts«, erwiderte Emmerson gereizt, den Blick starr auf den Eingang der Schlucht gerichtet. »Es mag eigenartig klingen, Sergeant, aber ich wünschte, die Apachen würden endlich zuschlagen. Das wäre mir inzwischen lieber als das unerträgliche Warten auf etwas, was nicht und nicht eintreten will. Diese trügerische Ruhe ist für mich schlimmer als der Anblick skalpierter Leichen und niedergebrannter Häuser. Zu wissen, dass der Feind da ist und jederzeit zuschlagen kann, ihn aber nicht zu Gesicht bekommen – das ist es, was so an meinen Nerven zerrt!«

»Die trügerische Ruhe ist die ureigenste Taktik der Apachen, Lieutenant,«, sagte Ron Maddox ruhig. »Den Feind nervös machen, ihn zermürben – und dann schnell wie der Blitz zuschlagen, um sich anschließend wieder in alle Winde zu zerstreuen! So etwas lernen Sie allerdings auf keiner Militärakademie, sondern nur bei einem Feldzug in der Wildnis.« Es war die Erfahrung des lang gedienten Soldaten, die bei diesen Worten aus dem Sergeant sprach.

»Sie haben ja Recht, Maddox, trotzdem würde ich zu gerne wissen, was in der Schlucht vor sich geht. Ich möchte Jack Lancaster auf keinen Fall verlieren, er ist einer unser besten Scouts.«

»Ein wahres Wort, Lieutenant« Der Sergeant kratzte sich kurz seine Bartstoppeln und verzog dabei das Gesicht. »Ohne Männer wie ihn wäre die Kavallerie nur halb so viel wert. Was helfen die besten Waffen und zahlenmäßige Überlegenheit, wenn man das Land und die Kampfesweise der Indianer nicht kennt und völlig ahnungslos durch die Gegend zieht? «

»Diesmal wird Lancaster jedenfalls sein ganzes Können unter Beweis stellen müssen.« Donald Emmerson schien diese Worte mehr zu sich selbst als zu seinem Sergeant zu sprechen. »Von seinem Erfolg hängt nicht nur sein eigenes Leben ab, sondern auch das von zwanzig weiteren Männern! Unser Gegner ist nicht irgendein Indianer – unser Gegner heißt Geronimo!«

»Malen Sie den Teufel nicht an die Wand!«, beschwichtigte der Sergeant. »Es ist nicht der erste Apachenfeldzug, an

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