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Königreich der Träume - Sequenz 5: Die friedliche Prinzessin

Königreich der Träume - Sequenz 5: Die friedliche Prinzessin

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Königreich der Träume - Sequenz 5: Die friedliche Prinzessin

Länge:
111 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Nov. 2018
ISBN:
9783958343177
Format:
Buch

Beschreibung

Die Erinnerungslosigkeit stinkt zum Himmel! Jessica will Antworten. Keine Ausreden, keine Wegrennaktionen, Antworten. Vielleicht löst das Kronensymbol deswegen verstärkt Erinnerungsfunken in ihrem Kopf aus. Sie verbucht sie unter verwirrende Forschungsreisen in ihr Unterbewusstsein, denn sie bringen Jessi nicht weiter. Dafür sind die Gespräche mit Rick und Albert aufschlussreich. Beide geben ihr die Informationen, nach denen sie sich seit ihrer Ankunft im Königreich der Träume gesehnt hat. Endlich kommt Klarheit in ihr Leben. Doch als sie in das Schloss der gläsernen Träume geht, stößt sie auf Geheimnisse, nach denen sie nicht einmal gesucht hat.

Bisher erschienene Sequenzen aus der Erfolgsserie von I. Reen Bow:
Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin
Sequenz 2: Die gefangene Prinzessin
Sequenz 3: Die träumende Prinzessin
Sequenz 4: Die gütige Prinzessin
Sequenz 5: Die friedliche Prinzessin
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Nov. 2018
ISBN:
9783958343177
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Königreich der Träume - Sequenz 5

Buchvorschau

Königreich der Träume - Sequenz 5 - I. Reen Bow

Table of Contents

»Die friedliche Prinzessin«

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Seriennews

Impressum

Königreich der Träume

Sequenz 5

»Die friedliche Prinzessin«

von I. Reen Bow

Jeder lebt seine eigene Wahrheit.

Der Akku ist leer. Die kleine weiße Kugel aus dem Bällebad des Eventhauses hat ihr Leuchten verloren, doch die mit dem schwarzen Stift aufgemalte Krone ist noch immer klar erkennbar.

Mein Kopf ruht auf dem Kissen. Es ist das erste Mal, dass ich in Dream City ohne Alpträume aufgewacht bin. Vielleicht hat mich Lyri schon satt oder sie bereitet sich auf eine größere Nummer vor, mit der sie mich schocken kann.

Heute ist mir das egal.

Meine Finger tippen leicht auf den Ball und rollen ihn hin und her. Mein Blick bleibt dabei stets auf Alberts Zeichnung verhaftet.

Eine Krone.

Das Suchen nach Puzzleteilchen ist für mich inzwischen zu einer aufregenden Herausforderung geworden. Wie viele Personen sind in die Geschehnisse um meinem Gedächtnisverlust involviert? Was hat es mit dem Kronenzeichen auf sich? Warum muss es überhaupt eine Krone sein? Eigentlich ist es an diesem Ort ein ganz dämliches Zeichen. Touristen und Bewohner tragen Kronen gleichermaßen – überall sind sie abgebildet.

Schade, dass die Kugel nicht mehr leuchtet. Sie hat mich beruhigt. Möglich, dass ich ihretwegen auch so gut geschlafen habe. Ich untersuche sie. In der Mitte ist ein feiner Spalt, eine Öffnung – eine perfekte Haarlinie. Entlang dieser schraube ich den Ball in zwei Hälften auf. Die Technik ist größtenteils im Gehäuse versteckt, der Produktdesigner hat lediglich einen Slot für eine kleine Akkuzelle zugänglich gemacht – immerhin etwas, so kann der Akku später getauscht werden. Nur hoffe ich, den Ball auch so aufladen zu können. Das Wort Induktion ist in winzigen Buchstaben neben dem Slot eingeprägt.

Langsam richte ich meinen Oberkörper auf und sehe mich in meiner Wohnung um, durch die Konstruktion des Lofts kann ich viele Ecken vom Bett aus einsehen. Irgendwo habe ich sicherlich eine Lademöglichkeit, vielleicht ja eine Tischplatte, wie in der medizinischen Notstation der Grenzwache.

Die Suche gebe ich jedoch schnell auf, als mir die leere Bettseite neben mir auffällt. Dave ist bereits gegangen.

Mir kommt der fürchterliche Gedanke, dass ich ihn womöglich nie wiedersehe. Diese Angst sitzt plötzlich so tief in meiner Brust, dass ich für den Moment Atemnot verspüre.

Hör auf damit!

Dave ist in Sicherheit und daran muss ich mich endlich gewöhnen. Wenn er nicht bei mir ist, fühlt sich das an, als wäre er nicht einfach nur bei der Arbeit, sondern an einem Ort, an dem ich ihn nicht erreiche. Doch sobald ich in seinen Armen liege, ist es, als hätten wir nie eine räumliche Trennung erlebt. Jetzt, da er nicht bei mir ist, scheint er in meiner Realität zu verschwinden, ich vergesse ihn stückchenweise. Wie einen Traum.

Seltsam.

Ich zwinge mich zur Vernunft und konzentriere mich darauf, langsam meine Lungen mit Luft zu füllen. Es ist zunächst schwer, denn meine Atemwege scheinen zugeschnürt zu sein. Nach einigen anstrengenden Atemzügen geht es schon einfacher und plötzlich habe ich den kleinen Anfall einer Panikattacke weggeatmet.

Woher kommt diese Verlustangst? Dave ist nicht für immer weg, er musste heute früher arbeiten, das hat er mir gestern Nacht erzählt und ich habe auch gespürt, wie er mir einen Abschiedskuss auf die Lippen gegeben und das Bett verlassen hat.

Bin ich etwa so in meinen Traum eingetaucht, dass seine Zärtlichkeit wie eine Fortsetzung dessen gewesen ist? Ein kurzer Blick zur Uhr, verrät mir, dass es 5:38 Uhr ist und ich nicht nur Dave, sondern auch Ricks morgendliche Lauffolter verpasst habe. Hat er geklingelt? Geklopft? Gegen die Tür gehämmert? Die Angst löst sich langsam und ich kann sogar wieder lächeln. Ich lasse mich fallen und strecke mich im Bett aus. Endlich konnte ich mal ausschlafen und bin dem ermüdenden Laufen entkommen.

Eigentlich könnte ich noch länger schlafen, aber ich beschließe, den Tag zu beginnen. Die Krone hat sich in meinem Kopf eingenistet. Ich hoffe, heute Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Ich lege die Kugel mit der Krone auf den Nachttisch und stehe auf, wobei ich an das Fenster trete. Die Sonne geht bereits auf, aber noch immer brennen überall Lichter. Es gibt kaum eine Stunde, in der die Stadt komplett im Dunkeln liegt.

In der Küche entdecke ich einen vorbereiteten Kaffeeautomaten. Eine saubere Tasse wartet auf das schwarze, cremige Heißgetränk. Das Startlämpchen leuchtet und das Auswahldisplay zeigt mir eine Voreinstellung meines Lieblingskaffees. Dazu leuchtet eine digitale Notiz auf, als ich den Betätigungsknopf drücke und die Maschine beginnt, die ganzen Bohnen zu zermahlen.

Guten Morgen, Jey,

du fehlst mir jetzt schon. Lass deine Träume auf dem Kissen und genieße den Kaffee. Bis heute Abend.

Dave

Nach dem Besuch im Eventhaus wollten wir über die Kronen sprechen. Stattdessen haben wir uns in der Zweisamkeit verloren. Inzwischen kommt es mir vor, als würde er mich und ich ihn von der Wirklichkeit ablenken. Eine Wahrheit, die schmerzt. Anhand der Vorbereitungen in der Küche weiß ich nicht, ob Dave sie getroffen hat oder ob ich das war.

Ansonsten gibt es in der Wohnung keine Spuren von ihm, nicht einmal einen Geruch auf seinem Kissen. Manchmal habe ich Angst, meine Augen zu schließen, weil ich glaube, dass ich sein Gesicht vergessen könnte – und seinen Namen.

Wie albern ich bin.

Schmunzelnd lausche ich dem Automaten, wie es zunächst leise zischt und dann eine rhythmische Melodie abspielt, zu der mein Kopf im Takt nickt.

»Musik lauter«, sage ich, woraufhin das Lied im gesamten Loft zu hören ist. Meine Laune steigt und ich tanze einen Moment später durch die Küchenzeile. Ich drehe mich, springe herum, kreise meine Schultern und Arme. Ich bewege mich frei. Wie meine Bewegungen auf andere wirken könnten, ist unwichtig. Ich schließe meine Augen und fühle mich auf einmal so wohl in meiner Wohnung, in Dream City, sodass ich mich auf diese Weise endlich fallen lasse.

Ich bin froh, dass ich wieder Lebenslust empfinde und auch mal alle Widrigkeiten vergessen kann. Das Fehlen meiner Erinnerungen zieht mich nicht mehr runter. Ich habe mich damit arrangiert und sehe es als Herausforderung. So lerne ich jeden Tag etwas Neues. Ich lüge nicht, wenn ich behaupte, dass ich die Bruchstücke meines früheren Lebens, die mich immer wieder überkommen, sogar genieße. Allerdings habe ich die Sorge, dass meine Vergangenheit verfälscht werden könnte. Ich muss herausfinden, ob die Dinge, die man mir erzählt, wirklich etwas mit mir zu tun haben und ob sie der Wahrheit entsprechen. Meine Situation darf niemand ausnutzen.

Das Piepsen der Kaffeemaschine zieht mich aus meiner Trance und als ich die Augen wieder öffne, erschrecke ich,

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