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Geben Sie Bakterien und Viren keine Chance!: Mit einem starken Immunsystem gesund durchs Leben

Geben Sie Bakterien und Viren keine Chance!: Mit einem starken Immunsystem gesund durchs Leben

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Geben Sie Bakterien und Viren keine Chance!: Mit einem starken Immunsystem gesund durchs Leben

Länge:
194 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 22, 2019
ISBN:
9783958032576
Format:
Buch

Beschreibung

Können wir das Risiko, einen Infekt zu bekommen, beeinflussen? Die Antwort lautet Ja, beziehungsweise: wir können das Risiko signifikant verringern. Das gilt nicht nur für den akuten viralen oder bakteriellen Infekt, sondern auch für schwerwiegendere Erkrankungen, die mit einer Fehlfunktion des Immunsystems zusammenhängen.
Dr. Karsten Krüger zeigt, welchen Einfluss Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement haben und wie psychische Aspekte auf die Immunabwehr wirken. Ein praktischer Ratgeber mit zahlreichen Tipps und Möglichkeiten, die Empfehlungen im täglichen Leben umzusetzen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 22, 2019
ISBN:
9783958032576
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Geben Sie Bakterien und Viren keine Chance! - Dr. Karsten Krüger

QUELLEN

Einleitung:

Kann ich mich vor Infekten schützen?

Unsere moderne Gesellschaft verlangt von uns, zu funktionieren und gesund zu bleiben, damit wir die zahlreichen privaten und beruflichen Aufgaben tagtäglich bewältigen können. Für viele Menschen bedeutet ein krankheitsbedingter Ausfall große Probleme: Wie kann ich mich schonen, um gesund zu werden, und gleichzeitig meinem Umfeld gerecht werden? Wie meine Termine halten? Wenn ich nicht zur Arbeit gehen kann, wer kümmert sich dann um die Kinder? Nicht zuletzt gehen deshalb viele krank zur Arbeit.

Dabei hat es jeder zumindest ein Stück weit selbst in der Hand, gesund zu bleiben. Denn ein maßgeblicher Faktor dabei ist die Eigenheit unserer Immunabwehr. Funktioniert das Immunsystem nicht gut, erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, bei Kontakt mit einem Krankheitserreger krank zu werden. Entsprechend kann eine gute Immunfunktion die Schwelle zum Krankwerden heraufsetzen und uns über weite Teile des Jahres gesund halten. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl von Verhaltensstrategien, die es uns ermöglichen, den Kontakt mit Krankheitserregern zu vermeiden. Eine komplette Infektfreiheit wird zwar auch der nicht erlangen, der allen Ratschlägen dieses Buches nachkommt. Aber er kann sein Risiko, krank zu werden, signifikant verringern.

Zum Umgang mit Erkrankungen, und damit sind zunächst einmal akute Infekte gemeint, gehört zunächst einmal eine grobe Kenntnis darüber, welche Krankheitsauslöser es gibt. Bakterien und Viren sind für die meisten Kurzzeiterkrankungen verantwortlich. Interessant ist, dass sie uns auf unterschiedliche Weise krank machen. Viren befallen unsere eigenen Körperzellen und können sie sogar zerstören. Bakterien dagegen lassen uns besonders durch ihre produzierten Stoffwechselprodukte erkranken, welche ab einer bestimmten Menge für den Menschen giftig sind. Die Bekämpfung der jeweiligen Erreger ist dadurch sehr unterschiedlich. So helfen Antibiotika lediglich bei bakteriellen Infekten, während bei viralen Infekten häufig nur die Symptome gelindert werden können.

Vom subjektiven Befinden her haben virale und bakterielle Infekte viel gemeinsam. In beiden Fällen fühlt man sich abgeschlagen und krank, die Schleimhäute schwellen an, und die Leistungsfähigkeit sinkt. Allerdings sorgen bakterielle Infekte oftmals für stärkere lokale Beschwerden und beispielsweise eine eher gelb-grünliche Sekretbildung, während bei viralen Infekten die Symptome oftmals den ganzen Körper betreffen und eher flüssiger, klarer Schleim produziert wird. Eine echte Virusgrippe bringt auch plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten und Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit sowie ein subjektiv sehr ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit sich. Nicht immer lässt sich der Unterschied durch den Erkrankten klar definieren. Für die ärztliche Behandlung ist es aber wichtig, eine richtige Diagnose zu stellen. Denn liegt eine virale Infektion vor, und es werden Antibiotika verschrieben, wird das Medikament wirkungslos bleiben.

Am besten ist es natürlich, erst gar nicht krank zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit einem Krankheitserreger zu infizieren und dadurch zu erkranken, wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt. Der eine Faktor ist die Abwehrkraft des eigenen Immunsystems, der andere die Art und Dosis des Krankheitskeimes, der in den Körper gelangt. Ist der Körper also mit einem hochinfektiösen Krankheitskeim in großen Mengen konfrontiert, kann ein noch so starkes Immunsystem einen Infekt kaum verhindern. Diesem Verhältnis aus Infektionspotenzial in der Umgebung und der Kompetenz der eigenen Immunabwehr ist der Mensch ständig ausgesetzt, da wir praktisch überall in unserer Umgebung mit Keimen konfrontiert sind. Viele von diesen sind harmlos und sogar nützlich für den eigenen Körper. Doch lauern an Türklinken oder Küchenhandtüchern, die zu selten gereinigt werden, auch Erreger, die tatsächlich krank machen.

Die Tatsache, dass wir nicht ständig krank sind, ist also der grundlegenden Funktionalität unseres Immunsystems zu verdanken. Dies wird daran deutlich, dass Patienten, die kein funktionierendes Immunsystem mehr haben, Krankheiten bekommen, an denen gesunde Menschen fast nie erkranken. Dabei handelt es sich um sogenannte opportunistische Infektionen, zu denen auch viele Pilzerkrankungen gehören, an denen Patienten nach Organtransplantationen oder Chemotherapien, Personen mit krankheitsbedingten Immundefiziten, wie AIDS-Patienten, oder sehr alte Menschen häufig leiden. Sie infizieren sich leicht mit Bakterien, Viren oder Pilzen, die zwar ständig in unserer Umgebung, sind, aber einen gesunden Menschen eben nicht krank machen. Ein Beispiel hierfür ist die Legionärskrankheit, eine Lungenentzündung, die durch Legionellen hervorgerufen wird. Während gesunde und jüngere Menschen hieran fast nie erkranken, ist sie für ältere oder immungeschwächte Personen hochgradig gefährlich.

Auch bei an sich gesunden Menschen gibt es je nach Lebensstil und Lebensumständen Schwankungen in der Abwehrkraft des Immunsystems. Jeder Mensch, der stressige Zeiten mit wenig Schlaf und einer eher bescheidenen Ernährung durchmacht, merkt, dass die eigene Abwehrlage Schwächelt. Entsprechend kommt es gerade in der Folge solcher Lebensumstände zu Erkältungserkrankungen, oder aber ein Herpesvirus kündigt sich durch Kribbeln und Bläschenbildung an der Lippe an. Für Letzteres ist dann nicht eine etwaige Neuinfektion verantwortlich, sondern ein bereits längerfristig unbemerkt, latent vorhandener Herpes-Simplex-Virus. Während das eigene Immunsystem den Virus normalerweise in Schach halten kann, gelingt dies einer geschwächten Abwehr nicht mehr. Besonders Schlafmangel und chronischer Stress lassen die Immunabwehr schwächeln. Ski- oder Strandurlaube beginnen oder enden ebenfalls nicht selten mit Infekten, da neben einer oftmals nicht gesundheitsfördernden Lebensweise im Urlaub noch eine hohe Exposition durch UV-Licht und gegebenenfalls eine lange Reise oder sogar ein Jetlag die Immunabwehr beeinträchtigen.

Genau wie sich ein stressreicher Lebensstil eher schwächend auf die Immunabwehr auswirkt, kann man mit einem gesunden Lebensstil die Abwehrkräfte stärken. Dazu gehören neben einer ausgewogenen Ernährung regelmäßige körperliche Aktivität, ein erholsamer Schlaf und ausreichende Regenerationsphasen (siehe Abbildung auf der nächsten Seite).

Einen wichtigen Aspekt zum Schutz vor Infektionserkrankungen stellt auch der Schutz vor Ansteckung dar. Darunter fallen vorwiegend hygienische Maßnahmen, bei denen sich vor dem Hintergrund aktueller Diskussion um multiresistente Keime auch ein kurzer Blick in die Medizingeschichte lohnt. So gab es noch im 19. Jahrhundert eine sehr hohe Sterblichkeit von Müttern im Kontext der Geburt eines Kindes. Zunächst wurden hier viele Ursachen diskutiert, wie etwa verunreinigte Luft in Großstädten oder Milchstau in der Brust. Ignaz Semmelweis (1818–1865), ein ungarischer Mediziner, kam auf Basis seiner Beobachtungen auf ganz andere Ideen. Er notierte nämlich, dass Mütter, die während der Geburt von geistlichen Schwestern oder Hebammen betreut wurden, eine sehr viel geringere Sterblichkeit hatten als Frauen auf Geburtshilfestationen von Krankenhäusern, die von Medizinern betreut wurden. Das Problem lag seiner Ansicht nach jedoch nicht am fehlenden handwerklichen Geschick der Ärzte, sondern eher an der Hygiene. Die Mediziner hatten vorher oft mit infizierten Patienten oder sogar sezierten Leichen zu tun und kamen sozusagen mit an den Händen klebenden Keimen oder Leichengeweben in die Geburtshilfe. Auch ein kurzes Händewaschen beseitigte die Keime nicht.

Auf Basis dieser Erkenntnis führte Semmelweis am Allgemeinen Krankenhaus in Wien Mitte des 19. Jahrhunderts die Desinfektion der Hände ein. Dies wurde zu Beginn noch belächelt und stieß auf Widerstände. Dazu muss man wissen: Die Prozedur in dieser Zeit war äußerst unangenehm, da Ärzte und Schwestern ihre Hände für mindestens fünf Minuten in eine aggressive Chlorkalk-Lösung halten mussten. So wurden alle Keime getötet, aber für die Haut war es alles andere als schonend. Auch war zu dieser Zeit noch umstritten, inwieweit solche Verunreinigungen tatsächlich Infektionen auslösen konnten. Nicht zuletzt schien es vielen ärztlichen Kollegen aus Gründen des Standesdünkels absurd, dass Ärzte mit ihren eigentlich helfenden Händen Krankheit und Tod bringen sollten.

Auch heute ist das regelmäßige und sorgfältige Desinfizieren der Hände in Pflegeheimen und Krankenhäusern wieder ein aktuelles Thema. Man schätzt, dass in Deutschland jährlich etwa 10 000 Todesfälle auf Infektionen zurückgehen, die sich die Patienten erst in Krankenhäusern holen. Bei den Betroffenen handelt es sich oftmals um durch Krankheit und Alter immungeschwächte Personen. Experten schätzen, dass mehr als ein Drittel dieser Infektionen durch die Umsetzung der vorhandenen Hygieneregeln vermeidbar wären. Die Vernachlässigung entsprechender Hygienevorschriften ist offensichtlich auf Personalmangel und Zeitknappheit zurückzuführen. Die Einwirkzeit gängiger Desinfektionsmittel beträgt etwa 30 Sekunden. Durch die vielen Patientenkontakte, die eine Pflegekraft hat, kommen pro Tag fast 60 Minuten Desinfektionszeit zustande, was bei dem aktuellen Mangel an Arbeitskräften kaum machbar ist. Daher ist Semmelweis’ Geschichte und Botschaft aktuell wie nie.

Diese Beispiele sollen deutlich machen, dass das Zusammenwirken der Möglichkeiten, das eigene Immunsystem zu stärken, einhergehend mit Maßnahmen, die Ansteckungswahrscheinlichkeiten zu minimieren, eine durchaus wirksame Infektprävention darstellt.

1. Das muss ich über Infekte wissen

Was ist eigentlich ein Infekt?

Gegen eine mögliche Infizierung mit einem Krankheitserreger reagieren wir fast schon reflexartig – niest jemand in unserer unmittelbaren Nähe, drehen wir uns weg, öffentliche WCs besuchen wir ungern, nach dem Anfassen verdorbener Lebensmittel waschen wir uns penibel die Hände mit Seife. Denn wir wissen instinktiv: Wir können uns anstecken!

Von einer Infektion spricht man dann, wenn ein Krankheitserreger in den Körper eindringt und sich dort vermehrt. Dabei kann es sich um Bakterien, Viren, Pilze und auch Würmer handeln. Eine anschließende Erkrankung, die durch diese Erreger ausgelöst wird, nennt man entsprechend Infektionskrankheit. Ob es jedoch wirklich zu einer Vermehrung der Erreger und einer Erkrankung kommt, hängt vom Kräfteverhältnis zwischen dem Eindringling und der Funktionalität des Immunsystems ab.

Die weitaus höchste Krankheitslast in Europa wird durch Influenza-Viren verursacht, also Grippeviren. Vornehmlich sind hier immungeschwächte Personen wie Senioren, aber auch Kinder betroffen. In Jahren mit besonders aggressiven Influenza-Viren sterben auch immer wieder gesunde Menschen mittleren Alters an der echten Grippe. Die Infektion mit Pneumokokken ist in den meisten europäischen Ländern ebenfalls sehr verbreitet. Dabei handelt es sich um Bakterien, die besonders bei Säuglingen, Kleinkindern sowie kranken und älteren Menschen lebensbedrohliche Infekte hervorrufen können, darunter Lungenentzündungen.

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