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PERRY RHODAN-Storys: Bestellter Tod: Die verlorenen Jahrhunderte

PERRY RHODAN-Storys: Bestellter Tod: Die verlorenen Jahrhunderte

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PERRY RHODAN-Storys: Bestellter Tod: Die verlorenen Jahrhunderte

Länge:
76 Seiten
57 Minuten
Freigegeben:
Feb 14, 2019
ISBN:
9783845351056
Format:
Buch

Beschreibung

Was passiert in der Zeit, bevor die Cairanische Epoche anbricht? Wie verändert sich die Milchstraße, was geschieht mit ihren Bewohnern? Sechs Kurzromane, sechs Schauplätze, sechs Hauptpersonen: Die verlorenen Jahrhunderte werden in diesen Texten zum Leben erweckt.
An der Seite von Atlan erlebte Fitzgerald Klem unglaubliche Abenteuer. Der junge Mann vom fernen Planeten Cessair reiste in die Milchstraße und war mit dabei, als die Geheimnisse um die Gemen gelöst wurden. Danach kehrte er in die Heimat zurück, zu seinem Volk, den Menes. Nun ist er am Ende eines langen Lebens angekommen, mit einem guten Gefühl kann er darauf zurückblicken. Doch wer soll zum Erben seiner Dynastie werden, wer eine Tradition in die Zukunft führen? Als ein Geheimbund zuschlägt, muss Klem sich für künftige Generationen entscheiden …
Was es für einen Menschen bedeuten kann, besonders lang zu leben, ist ein wichtiges Thema in der Science Fiction – so auch in Michelle Sterns Kurzroman: Science Fiction mit einem Hauch von Melancholie und viel Humanismus …
Freigegeben:
Feb 14, 2019
ISBN:
9783845351056
Format:
Buch

Über den Autor


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PERRY RHODAN-Storys - Michelle Stern

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Bestellter Tod

von Michelle Stern

Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Cover

1.

2.

3.

4.

5.

Die verlorenen Jahrhunderte im Überblick

Impressum

PERRY RHODAN – die Serie

Was du suchst, wirst du nicht finden, denn als die Götter den Menschen erschufen, behielten sie die Unsterblichkeit für sich.

Sumerisch

1.

Er war unermesslich reich und dennoch der ärmste Mann auf ganz Cessair. Fitzgerald Klem musste die Augen nicht schließen, um das Familiengrab vor sich zu sehen, in dem seine Großmutter Skadi Klem begraben lag – und nicht nur sie.

Über dreihundert Jahre lebte Klem nun schon – dank des Amuletts, das seine Familie vor ewigen Zeiten von einem Boten der Superintelligenz ES erhalten hatte. Der eisgraue Anhänger aus gefrorener Eiris baumelte unter dem Hemd auf seiner Brust. Er fühlte sich kalt auf der Haut an, wie etwas, das aus der Einsamkeit des Alls geborgen worden war, sich auf einem Planeten jedoch nicht heimisch fühlte. In diesem Augenblick schien er mehr zu wiegen als sonst. Die Kette schnitt Klem in die Nackenmuskeln.

Klem hob das Handgelenk, an dem er eine schlichte, silberne Uhr trug. Sie war aus Weißgold gefertigt und zeigte keine Uhrzeit an, sondern nur einen Countdown. Eine römische Zehn stand darauf. Noch zehn Tage.

Klem suchte, ohne hinzuschauen, nach seinem Füllfederhalter, einem edlen Stück aus dem Familienerbe, das ebenso alt wie wertvoll war. Seine Finger tasteten über den Schreibtisch, fanden jedoch nichts.

Ärgerlich blickte er auf, zum zweiten Arbeitsplatz im Raum. Klem teilte sich das Büro mit Gadurn, einem Berater der GIBA. Seit vierundvierzig Jahren war Gadurn inoffiziell in hoher Position für die Gesellschaft für Informationsbeschaffung und -auswertung tätig. Nach außen vermittelte der Geheimdienst GIBA indes den Eindruck, Gadurns Posten sei unwichtig. Denn die Lage im GAM war angespannt. Das Gemeinwesen aller Menes schätzte die Gemeni weit weniger als früher – was auch Klems Verdienst war. Dennoch nahm ihm Gadurn das nicht übel.

Der Gemen gehörte zu den Nodhkaris, war ein hervorragender Techniker und hatte eine ureigene, erfrischende Sichtweise auf die Dinge. Wie sein Äußeres mit dem helmartigen Kopfaufsatz, aus dem Hörner ragten, und den vier tiefblauen Augen, die in zwei Paaren übereinanderstanden, war auch sein Geist ungewöhnlich. Angefangen damit, dass Gadurn einen Individualnamen gewählt hatte und nicht als anonymer Teil einer Nodhkari-Dreiergruppe bei Nacht und Nebel durch den Großen Wald schlich, eingehüllt in einen Kapuzenmantel, als wolle er kleine Kinder entführen, um sie an eine Insektenhorde Speis zu verfüttern. Gadurn kam dem am nächsten, was Klem als echten Freund in seinem Leben bezeichnet hätte, doch der Gemen hatte auch nervtötende Angewohnheiten.

»Wo ist er?«, fragte Klem mürrisch.

Gadurn hob den schlanken Füllfederhalter von seinem Schreibtisch und rollte ihn in den Greiflappen. Der vertikale Spalt in seiner Gesichtsmitte weitete sich vor Vergnügen.

»Meinst du den?« Gadurns wispernde, leicht knisternde Stimme erinnerte Klem an ein knackendes Kaminfeuer. »Ich habe ihn mir vor fünfzehn Minuten genommen. 246 zu 301 für mich.«

»Was bedeutet, dass ich noch immer vorn liege!« Klem stand auf und holte sich sein Familienerbstück zurück. Damit waren große Teile der Chronik geschrieben worden, Testamente und Abschiedsbriefe.

547-mal hatte sich Gadurn bereits an diesem Diebstahl auf Zeit versucht. Seit über vierzig Jahren ging das nun so. Damals hatte Gadurn gewettet, er könne Klem den Füller vom Arbeitspult nehmen, ohne dass der es bemerkte. Für Gadurn war es ein wissenschaftliches Experiment, das sich um Klems Aufmerksamkeit drehte. In den letzten Jahren gelang es ihm zunehmend besser, sich den Stift anzueignen.

Eigentlich musste Klem nicht mit Gadurn in einem Büro sitzen. Er war der Leiter dieser Organisation, führte den Geheimdienst schon seit einer Ewigkeit aus dem Verborgenen heraus. Kaum jemand kannte seine falsche Identität und erst recht nicht seinen echten Namen. Wenn Klem gewollt hätte, hätte er allein arbeiten können – aber Klem wollte nicht. Ein wenig Gesellschaft tat gut, und Gadurn war ein hervorragender Zuhörer.

Der Gemen senkte den Kopf mit den hörnerartigen Aufsätzen. »Du siehst müde aus.«

»Ich bin satt. Satt vom Leben. Es wird Zeit, das Amulett abzulegen.« Als wolle Klem seine Worte unterstreichen, öffnete er den Verschluss und ließ die Kette auf den Tisch sinken. Doch das Gewicht, das um seinen Hals hing, meinte er nach wie vor zu spüren.

»Weißt du schon, was du damit tun wirst?«

Klem schwieg. Er war unsicher. Nur zwei Eingeweihte auf Cessairs Welt wussten, dass es dieses spezielle Amulett gab. Gadurn war einer davon. Sarah Brydon, die stellvertretende Leiterin der GIBA, war die zweite.

Gadurn richtete den Blick seines unteren Augenpaars auf den Füllfederhalter, als überlege er, ob er gleich den nächsten Versuch starten sollte. »Was ist mit Minett? Ihr seid sehr oft zusammen.«

»Sie ist eine meiner besten Agentinnen. Ihr Talent muss gefördert werden.«

»Da

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