Lovestory Edition 6 – Liebesroman: Die eigenwillige Komtess

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Lovestory Edition 6 – Liebesroman: Die eigenwillige Komtess

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Länge: 119 Seiten1 Stunde

Beschreibung

Romantische Liebesgeschichten voller Herz, Schmerz und Dramatik werden von den besten Schriftstellerinnen erzählt.

Wie aufregend und spannend die Liebe sein kann, wird von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd geschildert.

Man möchte diese süchtig machenden Romane in einem Atemzug regelrecht verschlingen...

Eingebettet lag der kleine See zwischen den dunklen Tannen und dem frischen zarten Grün der Sträucher und Laubbäume. Am Ufer blühten bereits die ersten gelben, satten Dotterblumen. Die schlanken Halme des Schilfes neigten sich leicht im Wind. Kleine Schaumwellen spritzten auf und gaben dem hellen grünlichen Wasser Leben. Das sanfte Plätschern der auslaufenden Wellen ans Ufer, klang wie eine eigenartige, einschläfernde Melodie in dieser abgeschiedenen Stille. Es war früh am Morgen. Noch hing ein leichter Nebelschwaden über allem. Die Sonne hatte mit ihren wärmenden Strahlen noch kein Licht über die hohen finsteren Tannen werfen können. Nur am gegenüberliegenden Ufer glitzerte der Morgentau an den Gräsern. Dort zauberte die Sonne schon ein Spiel von Licht und Schatten hervor. Dort erwachte der Tag schon zu neuem Leben und langsam nahm die immer höher steigende Sonne Besitz vom ganzen See, ließ ihn aus dem dunklen Dämmerschlaf erwachen und schenkte ihm Farben und Schönheit durch ihre Leuchtkraft. Lautstark zwitscherten die Vögel aus Lust und froher Laune heraus ihre Lieder und wetteiferten mit dem tiefen Gequake der Frösche. Nun dauerte es nicht mehr lange, bis Komtess Friederike ihren Lieblingsplatz auf dem hölzernen Landungssteg einnahm, um sich verträumt dem Zauber der Natur hinzugeben. Sie liebte diese einsame Morgenstunde. Und nur einer durfte teilhaben an diesen Stimmungen der Natur und den Stimmungen, die in ihr erwachten und frohe Erwartungen an die Zukunft wachriefen. Und dieser eine, das war Harald, der junge Baron von Hamersbach, den sie von Kind an als Spielgefährten kannte, dem sie immer ihr ganzes Vertrauen geschenkt hatte, in all den Jahren des Heranwachsens und um den heute noch ihr ganzes Denken und Sein kreiste. Sehnsüchtig und gedankenverloren saß sie in ihren Jeans und dem warmen blauen Sportpullover auf dem Landungssteg, die Beine hochgestellt und von ihren braunen Armen umfangen. Ihre blonden Haare, die glatt aus dem Gesicht heraus zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, gaben ihr eine gewisse Strenge, die aber durch ihren weichen, fast sinnlichen Mund gemildert wurde. Alles an ihr war froher Erwartung. Harald hatte endlich Semesterferien und deshalb fieberte sie dem Wiedersehen entgegen.
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