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GELBHAAR: Der Western-Klassiker
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eBook214 Seiten2 Stunden

GELBHAAR: Der Western-Klassiker

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Über dieses E-Book

Im Jahr 1868 war George A. Custer der ambitionierteste junge Kommandant der 7. Kavallerie in Fort Dodge. Indianer kannten ihn als den verhassten Gelbhaar – als einen Mann, der den Krieg genoss und der Verträge brach. Und nur Josh Kelso könnte Custer davon abhalten, in ein Massaker zu geraten...

Der Apex-Verlag veröffentlicht Clay Fishers Western-Klassiker Gelbhaar in seiner Reihe APEX WESTERN, ergänzt um ein Essay von Dr. Karl Jürgen Roth.
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum6. März 2019
ISBN9783743899049
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    Buchvorschau

    GELBHAAR - Clay Fisher

    Roth

    Das Buch

    Im Jahr 1868 war George A. Custer der ambitionierteste junge Kommandant der 7. Kavallerie in Fort Dodge. Indianer kannten ihn als den verhassten Gelbhaar – als einen Mann, der den Krieg genoss und der Verträge brach. Und nur Josh Kelso könnte Custer davon abhalten, in ein Massaker zu geraten...

    Der Apex-Verlag veröffentlicht Clay Fishers Western-Klassiker Gelbhaar in seiner Reihe APEX WESTERN, ergänzt um ein Essay von Dr. Karl Jürgen Roth.

    GELBHAAR

    Historisches Vorwort

    »...Die Energie und Schnelligkeit, die die Truppe bei einer Temperatur unter dem Gefrierpunkt während eines der schwersten Schneestürme in diesem Gebiet bewiesen hat, der Mut und die Tapferkeit, die zu einem so glänzenden Erfolg geführt haben, gereichen dem 7. Kavallerieregiment zur höchsten Ehre. - Der Kommandierende Generalmajor möchte den Offizieren und Mannschaften, die an der Schlacht am Washita teilgenommen haben, seinen Dank aussprechen - seine besonderen Glückwünsche aber dem Lieutenant Colonel George A. Custer für die glänzende und wirksame Führung bei der Eröffnung des Feldzuges gegen die feindlichen Indianer nördlich des Arkansas...«

    (Aus General P. H. Sheridans Bericht über die Schlacht am Washita, 27. November 1868.)

    Custers »glänzender Erfolg« am Washita mag seiner »wirksamen Führung« vielleicht zur »höchsten Ehre« gereichen. Aber die Zunge, die des weißen Mannes Geschichte verkündet, spricht mitunter nicht wahr, und die Federn der Generäle laufen nicht immer in geraden Linien.

    Was tatsächlich in der schneeverhangenen Dämmerung am Washita geschehen ist, ist nie erzählt worden. Jedenfalls nicht in der Art, wie es Moxtaveto, der vertrauensvolle Häuptling Black Kettle der Südcheyenne in seinem tiefen Bass berichten würde. Nicht wie es Axhonehe - der düstere Kriegshäuptling Mad Wolf der Dog Soldiers - der Hundesoldaten - zornig erzählen würde. Auch nicht so, wie Monaseetah, die legendäre Prinzessin der südlichen Präriestämme, lächelnd davon sprechen würde, und bestimmt nicht so, wie  sich Joshua Kelso, Custers indianermordender Chef der Scouts, daran erinnern konnte.

    Es war nur in der heroischen, nach Selbstbeweihräucherung duftenden Art des Lieutenant Colonels George Armstrong Custer erzählt worden. Jetzt wird es anders berichtet werden - nicht heroisch und nicht voller Weihrauch und bestimmt nicht so, dass es zur »höchsten Ehre« gereicht. Jetzt wird es auf die Art von »Gelbhaar« erzählt werden.

    - Clay Fisher

      Erstes Kapitel: Viele Tote

    Der große dunkelbraune Wallach verfiel wieder in den müden Rhythmus seines schlurfenden Trotts. Sein Reiter spannte sich aufmerksam, und ruhelose Augen suchten die dunkle Weite ab. Dann löste er sich wieder, und der weiche Tonfall seiner Worte stand im Gegensatz zu dem grimmigen Nicken, das die Worte begleitete.

    »Dort ist er, Wasiya - breit wie die Kehrseite einer Squaw, aber viel willkommener. Ich schätze, wir werden das Fort jetzt ohne Mühe bei Monduntergang erreichen.«

    Vor ihm lag der Arkansas. Die breite Wasserbahn schimmerte gespenstisch weiß im Mondlicht. Seit Sonnenuntergang stieg dem Reiter der erste Wassergeruch entgegen. Von Fort Larned, an den Quellwassern des Pawnee Fork, waren es lange, trockene vierzig Meilen gewesen, und der Wallach war durstig. Jetzt blähte er dankbar die schwarzen Nüstern.

    Als das Pferd getrunken hatte, ließ der Mann es grasen. Er selbst machte sich daran, den Kopf seiner Steinpfeife mit hellem Langschnitt-Burley zu stopfen, schlug Feuer und blickte den Wagenweg entlang, der ihn nach vierzig Meilen zu seinem Ziel, Fort Dodge, bringen würde. Obwohl er noch nicht wusste, was Custer vorhatte, ahnte er doch ziemlich genau, worüber das Palaver drunten im Fort abgehalten werden würde und warum ihn der General durch den Osage Scout hatte holen lassen. In den reichen Jahren, die er als Mann auf der Prärie zugebracht hatte, waren ihm zusammen nicht so viele Feinde in Kriegsbemalung begegnet wie auf dem Ritt der letzten Woche.

    Der große Reiter schüttelte den Kopf und klopfte die Asche aus dem Kopf seiner Siouxpfeife. Dann stand er mit mühelos wirkender Gewandtheit auf, trat neben sein Pferd und stellte mit einem Griff unter die Satteldecke fest, dass der Wallach genug ab gekühlt war. Zufrieden grinste er vor sich hin.

    »So sicher wie in St. Louis die Sünden zu kaufen sind, will Custer die Rothäute im kommenden Frühjahr ein für alle Mal vom Canadian verjagen«, sagte er in grimmigem Selbstgespräch. »Und wenn er das einmal getan hat, wird die Million magerer Kühe südlich des Red River nach einem Maulvoll gutem Gras schmachten. Und die zehn Millionen fetter Yankees östlich des Missouri werden nach einem Mundvoll gutem Rindfleisch schmachten.« Er hielt inne, und sein Lächeln erstarb. »Alter Junge, ich glaube, jeder Texaner, auch ohne Gehirn, kann reich werden, indem er die beiden Arten von Appetit zusammenbringt.«

    Der Wallach schnaubte, als der Sattelgurt angezogen wurde. Spielerisch tänzelte er unter dem Gewicht des aufsteigenden Reiters.

    »Zumindest könnten wir beide das tun«, sagte die Stimme nachdenklich.

    Der Mann hielt jäh inne, und sein Körper wurde steif, als er nach Westen sah. Fünf oder sechs Meilen entfernt wurde der Himmel über der Wagenstraße von einem frisch angezündeten Feuer erhellt. Mit grimmiger Miene trieb der Mann sein Pferd zum Galopp an.

    »Wir können es... falls nicht einige hundert Südcheyenne vorher unseren Skalp holen.«

    Der Big Coon Creek war gewöhnlich ein ziemlich dunkler und ruhiger Bach. Am 13. November 1868 war es gegen zwei Uhr morgens am Zusammenfluss des Big Coon und des Arkansas aber keineswegs ruhig.

    Das strauchhohe Feuer, das am Südufer des Coon so lustig flackerte, beleuchtete die Wagenstraße nach beiden Richtungen hin mehrere hundert Fuß weit. Die vier Gestalten, die im Flammenschein saßen, zeichneten sich deutlich ab, und der rötliche Schimmer spielte über die hochwandigen Armeefrachtwagen mit ihrer Brennholzladung. Die Maultiere des Gespannes bildeten den Hintergrund für die Gruppe am Feuer, und zu dem unerwünschten Lichtschein fehlte auch nicht die passende Begleitmusik dröhnender Männerstimmen. Die vier Soldaten sprachen laut genug, dass eine stocktaube Squaw sie acht Meilen gegen den Wind gehört hätte. First Sergeant Ben Henderson, B-Kompanie des 7. Kavallerieregiments, reichte eben den glasierten Krug mit Whisky an seinen Untergebenen, Corporal Willy Hardermann. Als er das getan hatte, hielt er die Zeit für gekommen, aus voller Kehle die Schlachthymne der Republik anzustimmen.

    Die Reiter Toland und MacDougal kämpften tapfer, wenn auch grundfalsch, um die Führung der Tenorstimme, während Corporal Hardermann seinen Bärenbass erschallen ließ. Die Disharmonie hatte ihren Höhepunkt erreicht, als MacDougal, der nüchternste von allen, seine Bemühung um die Tenorführung aufgab und nach Osten auf den vom Feuerschein erhellten Santa-Fé-Weg starrte. Bei dem Anblick, der sich ihm bot, geriet MacDougals Unterkiefer aus der normalen Lage.

    Man nehme einen sechs Fuß und drei Zoll langen, knochenhageren Bergscout von hundertneunzig Pfund in speckigem Cheyenne-Hirschleder - gebe ein kantiges Gesicht mit einem halbzölligen Stachelbart dazu, mit Augenlöchern, die zu beiden Seiten einer scharfen Adlernase eingebohrt sind - überstäube das Ganze dick mit Alkalistaub - dann hat man ungefähr ein Bild davon, wovor MacDougals Unterkiefer herabklappte. Besonders wenn man sich klarmacht, dass diese Erscheinung auf einem siebzehn Hand hohen Siouxwallach saß, der seit dem vergangenen Winter nicht mehr geschoren worden war und so wild und böse dreinschaute wie ein Elchbulle, der sechs fremde Kühe heranpfeift.

    Der Scout ließ den schweißnassen Wasiya ruckartig anhalten. Ohne die überraschten Soldaten anzuschauen oder anzureden, sprang er ab und ging zu dem Holzwagen. Er pachte das Fünf-Gallonen-Fass und hob es aus den Lederriemen, als ob es ein leichter Wasserschöpfer sei. In kürzerer Zeit, als MacDougal brauchte, um die Kiefer wieder zuklappen zu lassen, war die gefährliche Flamme gelöscht.

    »Wisst ihr Esel nichts Besseres, als mitten im Indianerland ein Freudenfeuer anzuzünden?«, fragte der Scout zornig. »Wenn ich nicht sehen könnte, dass ihr neu im Land seid, würde ich schwören, dass ihr zu Custer gehört.«

    »So?« MacDougal sah den Fremden finster an. »Hier ist eine Holzabteilung für Fort Coon, weiter oben am Bach. Und wer zum Teufel bist du?«

    »Joshua Kelso.«

    »Joshua Kelso?« Das zornige Gesicht des Soldaten entspannte sich zu einem sarkastischen Grinsen, und er nickte seinen drei Kameraden zu.

    »Joshua, ich möchte dir Jed Smith, Jim Bridger und Charlie Bent vorstellen. Mich kennst du natürlich: ich bin Kit Carson.«

    »Ich werde hier nicht wegen des Taufscheins mit dir streiten«, erwiderte Kelso. »Ich bin Joshua Kelso, und du solltest es lieber glauben. Ich möchte dir auch noch etwas anderes sagen, was du lieber glauben solltest...«

    »Sicher, du kannst dich dem alten Kit anvertrauen, Josh.«

    »Halt dein verdammtes Maul, Jock.« First Sergeant Henderson, der über die qualmenden Reste des Feuers trat, war schnell nüchtern geworden. »Es ist Kelso, ich kenne ihn vom vergangenen Sommer her, als Hancock ihn mit Custer auf die Indianerjagd nahm. - Kelso, wo sind Sie gewesen? Hatten Sie Ärger mit Indianern?«

    »Ich hatte keinen und will auch keinen haben. Aber ihr werdet hineinrennen. Wie weit ist es bis Fort Coon, und wie lange braucht ihr dorthin?«

    Die Soldaten zweifelten nicht länger an der Identität des berühmten Scouts, und sie starrten ihn neugierig an. Joshua Kelso hatte keinen geringeren Ruf als der berühmteste Mann der alten, rauen Rocky-Mountain-Brigade. Jim Bridger selbst, der den jungen Bergläufer als Scout empfahl, hatte ihn als den »Lew Wetzel« von Wyoming bezeichnet.

    »Etwa sechs Meilen, Mr. Kelso«, sagte Reiter Toland höflich. »Wir schaffen es bis Tagesanbruch.«

    »Das wäre auch besser für euch. Vor knapp sechs Stunden habe ich Mad Wolf - Tollwütiger Wolf - und dreihundert seiner ausgesuchten Hundesoldaten gesehen... etwa vierzig Meilen nördlich von hier.«

    »Nein! War es bestimmt Mad Wolf?«, fragte der First Sergeant unruhig.

    Kelso tat die Frage mit einem Schulterzucken ab.

    »Mad Wolf hat irgendwie erfahren, dass Custer wieder nach mir geschickt hat. Im Augenblick hat er ein neues Gelübde getan. Er will mich nämlich unter die Erde bringen, ehe das neue Gras kommt. Nach der Denkweise der Indianer dürfte das im nächsten Frühling sein. Die Rothäute meinen auch, dass zu dieser Zeit das Siebente Kavallerieregiment wieder hinter ihnen her sein wird.«

    »Die Rothäute nehmen immer den Mund zu voll.«

    »Diesmal nicht, Mister.«

    »Verdammt, Kelso, hoffentlich haben Sie Unrecht.«

    »Nein.« Kelso drehte sein Pferd um. »Reiten Sie lieber los. Ich schätze, Mad Wolf wird mir folgen. Ich lenke dann jedenfalls das Hauptrudel von Ihrer Fährte ab. Ich sehe Sie später, Soldat.«

    »Sie wollen sagen, dass Mad Wolf mit seinen Kriegern Ihnen persönlich folgt?«

    Wieder zuckte ein trockenes Grinsen über das staubbedeckte Gesicht des Scouts.

    »Wenn er das nicht tut, seit ich vor sechs Tagen aus dem Bayou Salade gekrochen bin, habe ich gut und gern hundertfünfzigmal doppelt gesehen.«

    Ehe der First Sergeant die Präriearithmetik enträtselt hatte, sah er bereits nichts mehr als die Dunkelheit der Nacht von Südarkansas vor sich. Er hörte nur noch das Klappern der unbeschlagenen Hufe des Siouxwallachs und das Klirren der eigenen Wagenketten. Mit einem Male fühlte er sich unendlich allein - allein mit dem Rauschen des Arkansas, den schlammigen Wirbeln des Coon Creek und allein - mit vielleicht dreihundert kampferprobten indianischen Kriegern unter ihrem gefürchteten Häuptling Mad Wolf. »Beeilt euch mit dem Anschirren!«, rief er und stieß einen leisen Fluch aus.

    Bald darauf räumten First Sergeant Benjamin Franklin Henderson, B-Kompanie des 7. Kavallerieregiments der Vereinigten Staaten, und seine drei Soldaten ohne Scham und ohne Rücksicht auf die Regimentsehre das Feld und flohen in Richtung des zweifelhaften Schutzes der Lehmdächer von Fort Coon.

      Zweites Kapitel: Mad Wolf

    Aus dem gelöschten Feuer stiegen immer noch bleiche Rauchfinger auf, als die Stille der Big-Coon-Mündung zum zweiten Male innerhalb einer Stunde gestört wurde. Diesmal war das Geräusch nicht so leicht einzuordnen, und die wenigen Weißen, die es gehört hatten, konnten von Glück sagen, wenn sie je darüber berichten durften. Es war das wilde, tierische Schnauben von dreihundert Cheyenne-Kriegspferden, die durch das seichte Wasser des Baches plätscherten.

    Die Wolkenfront eines schnell heraufziehenden Gewitters verhüllte den Mond und ließ die dichtgedrängten Cheyennereiter nur als einen nebelhaften Fleck erscheinen. Es war aber noch hell genug, um die Gesichter der vier Indianer zu unterscheiden, die zu dem Feuer der Soldaten ritten.

    Der Anführer war mittelgroß, hager und dunkelhäutig. Sein schlanker, muskulöser Körper war nackt bis auf das Rehfell-Lendentuch und eine Schulterrobe aus Wolfsfell. Sein scharf geschnittenes Gesicht mit den hohen Backenknochen hatte keine Kriegsbemalung. Er trug auch nicht den üblichen Zierat der indianischen Krieger. Sein einziger Schmuck war ein aus Apachensilber geschmiedetes Medaillon mit dem Sonnengott, das er an einer schweren silbernen Halskette trug.

    Das war der Häuptling Mad Wolf, der Führer der Hundesoldaten.

    Im Gegensatz dazu war der erste seiner drei Begleiter mit Kriegsschmuck geradezu überladen. Dazu gehörten weiße Adlerfedern, Hemd- und Leggingsfransen aus gefärbtem Rosshaar, Bärenkrallen-Halsbänder, Haarnadeln aus Falkenknochen und so weiter. Der Indianer war ein brutal aussehender Riese, gegen den die anderen fast zwergenhaft klein erschienen. Sein Name war Etapeta - Großer Körper.

    Der dritte Cheyenne, Gelber Büffel, war stämmig und hellhäutig. Er war ebenfalls prächtig herausgeputzt und liebte besonders einen »Großen Zauber«, einen ockergelb gefärbten Kopfschmuck, der aus einem Büffelschädel gefertigt war.

    Der vierte Reiter war sehr alt. Er trug das einfache Hemd und die Leggings der gewöhnlichen Hundesoldaten, nur von seinem Hinterkopf hingen drei schwarze Adlerfedern herab - die ominöse Firmenmarke seines berüchtigten Stammes.

    Der dunkelhäutige Häuptling winkte dem Gelben Büffel zu, der gerade mit dem alten Manne sprach. Dieser stieg ab, und als sein Pferd zurückwich, war das Leitseil zu sehen, mit dem es an dem Kavalleriesattel von »Gelber Büffel« befestigt war. Auch er stieg ab, nahm den Alten am Arm und führte ihn zu den Spuren des unbeschlagenen Pferdes, die sich deutlich im feuchten Lehm des Bachufers abzeichneten.

    Mad Wolf wandte sich an den Alten.

    »Sage mir, Alter, ist das Kelsos Fährte? Sind wir ihm nahe?«

    Hokom-ooene, der Blinde Kojote, ließ seine Fingerspitzen leicht über die Spuren des Wallachs gleiten. Dann rieb er die schmalen Fingerglieder und blies darauf, um sie noch empfindlicher zu machen, ehe er noch einmal die zolltiefen Hufspuren untersuchte. »Mad Wolf hat Recht. Kelso war hier.«

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