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Suite 6: Die Hoteliers

Suite 6: Die Hoteliers

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Suite 6: Die Hoteliers

Länge:
113 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Mar 25, 2019
ISBN:
9783864954085
Format:
Buch

Beschreibung

Mit einem Schlag wird Lizas gewohntes Leben auf den Kopf gestellt! Nicht sie erbt das verwahrloste Hotel ihres Stiefvaters, sondern dessen Söhne Julian, Sandro und Noah, die ihren Vater seit der Kindheit nicht mehr gesehen haben. Über Nacht verliert Liza Arbeit und Zuhause.

Die drei Hoteliers bieten Liza einen Job im künftigen Wellnesshotel "Suite 6" an, den sie aus Geldnot annimmt. Während ihrer Arbeit für die drei Hoteliers fühlt Liza sich immer stärker zu Julian hingezogen - was Liza in eine Zwickmühle bringt, denn ihre Mutter hasst die drei Erben und würde einer Beziehung zwischen Liza und Julian nicht zustimmen.

Um sich nicht in einem Geflecht aus Lügen zu verstricken, stößt sie Julian vor den Kopf. Dabei hätte er sie ihrem verbotenen Traum nach einem Hauch von Unterwerfung näherbringen können ...

Novella.
Freigegeben:
Mar 25, 2019
ISBN:
9783864954085
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Suite 6 - Layla Sommer

Layla Sommer

Suite 6: Die Hoteliers

© 2019 Plaisir d’Amour Verlag, D-64678 Lindenfels

www.plaisirdamour.de

info@plaisirdamourbooks.com

Covergestaltung: © Mia Schulte

Coverfoto: © Periodimages.com

ISBN Taschenbuch: 978-3-86495-407-8

ISBN eBook: 978-3-86495-408-5

Sämtliche Personen in diesem Roman sind frei erfunden. Dieses Buch darf weder auszugsweise noch vollständig per E-Mail, Fotokopie, Fax oder jegliches anderes Kommunikationsmittel ohne die ausdrückliche Genehmigung des Verlages oder der Autorin weitergegeben werden.

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

Epilog

Autorin

1. Kapitel

„Schöne Gegend." Julian schaltete in den zweiten Gang herunter, anders waren die Serpentinen, die sie immer weiter den Berg hinauf führten, nicht zu bewältigen.

„Hm", brummte Noah.

Von Sandro kam dagegen gar kein Kommentar. Er hatte es sich auf dem Rücksitz bequem gemacht, wenn man es sich denn in einem alten Mini bequem machen konnte. Er lag mehr, als dass er saß. Dennoch füllte er das gesamte Heck aus. Julian verkniff sich ein Grinsen. Mit dem kleinen Auto hatten seine Brüder nicht gerechnet, als sie ihn, den Jüngsten, beauftragt hatten, sie zu dem Hotel ihres verstorbenen Vaters zu kutschieren.

„Pass doch auf!", meckerte Sandro, der unsanft mit dem Kopf gegen die Scheibe gestoßen war.

Wahrscheinlich waren sie ein optisches Highlight, wie sie zu dritt, jeder fast einen Meter neunzig groß, in dem winzigen Wagen saßen. Seine Brüder hatten nicht glauben wollen, dass es das kleine Gefährt schaffen würde, sie zu transportieren, und hatten gewettet. So war das eben, wenn man sich nicht mit Fahrzeugen beschäftigte und den pfiffigen Engländer unterschätzte.

„Jetzt werde ich noch mit Mr. Bean verwechselt", hatte Sandro geknurrt, dann hatte er sich höchst unelegant auf den Rücksitz gezwängt.

Julian schürte flott um die nächste Kurve, was ihm einen strafenden Blick von Noah einbrachte. Er betätigte den kleinen Schalter am Armaturenbrett und ließ das Dach zurückfahren. British Open nannte sich das Modell, das mit ein wenig Fantasie schon beinahe Cabriofeeling vermittelte. Nun schienen die Felsen zu ihrer Rechten auch noch über ihren Köpfen emporzuragen.

„Noch tiefer in die Pampa geht’s wohl nicht?", nörgelte Sandro, der seine schlechte Laune wieder einmal nicht für sich behalten konnte. Dabei war Frühling, die Sonne schien und sie würden gleich ihr erstes eigenes Hotel begutachten.

„Ist bestimmt nur eine Abrissbude", kam es prompt von der Rückbank.

„Mutter hat gesagt, so schlimm ist es nicht", meldete sich Noah zu Wort.

„Freut ihr euch gar nicht? Wer bekommt denn schon ein Hotel geschenkt?"

„Vererbt, nicht geschenkt."

„Ist doch das Gleiche."

„Nein, ist es nicht. Ein Geschenk kann man verkaufen, an dieses Erbe sind wir gebunden."

„Wie kommst du auf so eine Idee? Warum sollten wir das Hotel nicht verkaufen können? Aber dafür, dass wir unseren Vater seit Jahren nicht gesehen haben, ist so ein unerwartetes Erbe doch nicht schlecht."

„Wem hätte er das Haus denn auch sonst vermachen sollen?"

Julian zuckte mit den Schultern. Sollten sich die anderen ruhig Gedanken machen, wieso, weshalb, warum. Er freute sich. Außerdem waren sie nun quitt, sein Vater und er. Er hatte sie einst verlassen, und jetzt gab er ihnen eben wieder etwas zurück, freiwillig oder auch nicht. Gut fand er das. Richtig gut sogar.

Noch eine Kurve, dann lichtete sich der Wald und die Felswände verschwanden. Bald würden sie am Hotel ankommen, so sagte es zumindest das Navi, das Noah ihm aufgedrängt hatte. Sie düsten weiter die Landstraße entlang und wurden in dem fast dreißig Jahre alten Auto kräftig durcheinandergeschüttelt. Sogar die Spargelbauern, die auf den Feldern arbeiteten, hoben neugierig ihre Köpfe, und als sie durch das nächste Dorf fuhren, wurde ihnen interessiert nachgeschaut.

„Oldtimer kommen hier wohl selten durch", stellte Noah trocken fest.

Julian schmunzelte wieder in sich hinein, entgegnete jedoch nichts.

Noch hundert Meter, sagte das Navi.

Als Erstes sah er einen See. Einen richtigen See statt eines trüben Fischweihers. Keine Häuser weit und breit, nur ein in die Jahre gekommenes Gebäude, das vor Jahrzehnten einmal mondän gewesen sein musste, mittlerweile aber seinen Glanz verloren hatte und nicht mehr so richtig in die Schönheit der Landschaft passen wollte.

Seegrün, las er auf dem Schild, das über dem Eingang hing. Seegrün war der Name des Hotels ihres verstorbenen Vaters. Sie waren angekommen.

„Das?", entwich es Noah.

„Das ist größer, als ich angenommen habe", kam es plötzlich interessiert von der Rücksitzbank.

„Das schaut aber nicht gut aus", gab Noah seinen Kommentar ab.

„Ausbaufähig", widersprach Sandro.

„Du scherzt …"

„Nein."

Julian hatte genug gehört. Noah war nicht begeistert, aber Sandro schien mit einem Mal ziemlich angetan.

Und er?

Er wusste noch gar nicht, was er denken sollte. Zu ungewohnt war die Vorstellung, plötzlich Hotelier zu sein.

Er warf einen Blick auf sein Handy. Kurz vor vierzehn Uhr. Sie waren pünktlich. Gleich müsste diese Liza auftauchen, mit der er WhatsApp-Nachrichten geschrieben hatte. Die Frau sollte ihnen die Schlüssel überreichen und das Gebäude zeigen. Eigentlich war der beauftragte Anwalt zwar dafür gewesen, die Schlüssel schon vor Wochen einzufordern, aber er hatte sich nicht dazu überreden lassen. Ihr Vater hatte zusammen mit seiner neuen Lebensgefährtin das Hotel geführt. Sein Tod war anscheinend vollkommen überraschend eingetreten. Sonst wären kaum er und seine Brüder, sondern die Freundin, deren Tochter Liza war, in den Genuss des Erbes gekommen. In den WhatsApp-Nachrichten hatte sie sich ihm gegenüber freundlich gezeigt, und das, obwohl sie und ihre Mutter leer ausgegangen waren. Tat es ihm um die beiden leid? Eigentlich kaum, denn er kannte sie nicht, und schließlich war es sein Vater gewesen, der verstorben war. Dass der den Kontakt zur Familie abgebrochen hatte, war weder seine Schuld noch die der Mutter oder seiner Brüder. Da kein Testament existierte, war die natürliche Erbfolge eingetreten. Außer dem Zusatz, dass die Erben das Hotel führen sollten, gab es keine weiteren Bestimmungen, und ob diese handschriftliche Forderung überhaupt rechtlich gültig war, musste noch geprüft werden.

Julian hatte nicht vor, sich mit der Lebensgefährtin seines Vaters total zu verstreiten, deswegen hatte er – gegen den anwaltlichen Rat – mit ihrer Tochter Kontakt aufgenommen. Vielleicht war es irgendwie möglich, auf einer freundschaftlichen Ebene miteinander zu verkehren, was ihm am liebsten wäre.

Julian stieg aus und blickte sich suchend um, doch außer einem rothaarigen Mädchen auf einem Fahrrad wirkte die Gegend wie ausgestorben.

Liza glaubte, ihren Augen nicht zu trauen, als sie ein grünes Zwergenauto und daneben drei stattliche Männer entdeckte. Das waren sie also: Brunos Söhne, die den Vater nie besucht, aber nun sein Lebenswerk geerbt hatten. Ihr konnte es egal sein, denn Bruno war ihr nicht wirklich ein Vater gewesen, doch ihre Mutter litt sehr unter seinem plötzlichen Tod, der mittlerweile bereits ein halbes Jahr zurücklag, und natürlich auch unter dem Verlust des Hotels. Es hatte Zeit gekostet, bis das Gericht alle Unterlagen, die die Besitzverhältnisse und Erbschaftsformalitäten betrafen, sorgfältig geprüft hatte und sie letztendlich akzeptieren mussten, dass wirklich kein Testament zu ihren Gunsten existierte. Ihre Mutter war zusammengebrochen, hatte sie doch alles verloren: ihren Mann, ihr Zuhause, ihre Arbeit, ihr Lebensziel. Liza dagegen hatte gekämpft, sich arbeitssuchend gemeldet und war mit ihrer Mutter vorübergehend in eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung gezogen.

Fast musste sie grinsen, als ihr Blick auf das einst prachtvolle Hotel fiel. Heruntergekommen sah es aus, dabei stand es erst seit Herbst leer; die letzten Angestellten hatten im Oktober ihre Jobs verloren. Die ersten Spuren des nahenden

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