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Die junge Gräfin 7 – Adelsroman: Der fremde Herr
Die junge Gräfin 7 – Adelsroman: Der fremde Herr
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eBook98 Seiten1 Stunde

Die junge Gräfin 7 – Adelsroman: Der fremde Herr

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Über dieses E-Book

Sie ist jung, sie ist schön, und sie ist stolz – ihr Vater, der alte Graf und Patriarch Benno von Waldenburg, weiß genau, warum er seine Lieblingstochter dazu auserkoren hat, die Herrin auf Schloss Waldenburg zu werden. Es ist die große Überraschung, die er auf der herrlichen Feier anlässlich seines 60. Geburtstags verkündet. Sie führt zum Eklat – denn sein maßloser, ungeratener Stiefsohn Ingo denkt gar nicht daran, auf seine Ansprüche zu verzichten. Er will vor Gericht klagen. Die gräfliche Familie wird unruhige Zeiten erleben.

Aber Die junge Gräfin geht unbeirrt ihren Weg – ihr natürlicher Charme, ihre Ausstrahlung, ihr Esprit machen sie zu einer wundervollen, von der Männerwelt umschwärmten Frau. Niemand kann ihr widerstehen, während sich Die junge Gräfin herzensgut, doch auch sehr wählerisch zeigt. Denn sie weiß, was sie will – und auch, wen sie will.

Die junge Gräfin ist eine Familiensaga, die ihresgleichen sucht. Die Erfolgsschriftstellerin Michaela Dornberg, bestens bekannt als Autorin der beliebten Serien Die Fahrenbachs und Der neue Sonnenwinkel, zieht alle Register. Die junge Gräfin ist eine weit herausragende Figur, ein überzeugender, zum Leben erwachender Charakter – einfach liebenswert.

Alexandra von Waldenburg fuhr mit ziemlichem Tempo über die Landstraße, die vom Schloss Richtung Kaimburg führte. Sie hatte keinen Sinn für die Schönheit der Landschaft, noch sprach sie mit ihrer Freundin Liliane, die neben ihr saß und gerade dabei war, sich einen Riegel Schokolade in den Mund zu schieben. Das tat Lil immer, wenn sie emotional bewegt war. Das war sie, aber Alexandra nicht minder. Bei ihr merkte man das an den angespannten Gesichtszügen und dass sie nicht auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung achtete. Bei einer Polizeikontrolle hätte ihr diese Raserei saftige Punkte in Flensburg eingebracht. Ohne ersichtlichen Grund trat Alexandra plötzlich auf die Bremse, das Auto schlingerte ein wenig hin und her, ehe sie es wieder im Griff hatte und rechts an den Straßenrand fuhr und anhielt. Liliane wäre beinahe die Schokolade aus dem Mund gefallen. Sie schluckte sie rasch herunter, dann wandte sie sich an ihre Freundin. "Kannst du mir vielleicht mal verraten, was das hier soll, Alex? Warum hast du so abrupt gebremst und uns beinahe in Lebensgefahr gebracht?" Typisch Liliane, immer musste sie übertreiben. "Ich hab uns nicht in Lebensgefahr gebracht." "Doch, das Auto hätte umkippen können, und wir wären im Graben gelandet. Wer weiß, ob wir das überlebt hätten." Liliane war sauer auf ihre Freundin, denn es hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geprallt. "Liebe Lill, um dieses Auto zum Umkippen zu bringen, da braucht es mehr als einen kleinen Bremser. Bitte, dramatisiert jetzt nicht." "Na schön, ich hab ein bisschen übertrieben. Aber verrate mir, warum du jetzt angehalten hast.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum1. Jan. 2019
ISBN9783740940126
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    Buchvorschau

    Die junge Gräfin 7 – Adelsroman - Michaela Dornberg

    Die junge Gräfin

    – 7–

    Der fremde Herr

    Startklar für die schöne Gräfin

    Michaela Dornberg

    Alexandra von Waldenburg fuhr mit ziemlichem Tempo über die Landstraße, die vom Schloss Richtung Kaimburg führte.

    Sie hatte keinen Sinn für die Schönheit der Landschaft, noch sprach sie mit ihrer Freundin Liliane, die neben ihr saß und gerade dabei war, sich einen Riegel Schokolade in den Mund zu schieben. Das tat Lil immer, wenn sie emotional bewegt war.

    Das war sie, aber Alexandra nicht minder. Bei ihr merkte man das an den angespannten Gesichtszügen und dass sie nicht auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung achtete.

    Bei einer Polizeikontrolle hätte ihr diese Raserei saftige Punkte in Flensburg eingebracht.

    Ohne ersichtlichen Grund trat Alexandra plötzlich auf die Bremse, das Auto schlingerte ein wenig hin und her, ehe sie es wieder im Griff hatte und rechts an den Straßenrand fuhr und anhielt.

    Liliane wäre beinahe die Schokolade aus dem Mund gefallen. Sie schluckte sie rasch herunter, dann wandte sie sich an ihre Freundin.

    »Kannst du mir vielleicht mal verraten, was das hier soll, Alex? Warum hast du so abrupt gebremst und uns beinahe in Lebensgefahr gebracht?«

    Typisch Liliane, immer musste sie übertreiben.

    »Ich hab uns nicht in Lebensgefahr gebracht.«

    »Doch, das Auto hätte umkippen können, und wir wären im Graben gelandet. Wer weiß, ob wir das überlebt hätten.« Liliane war sauer auf ihre Freundin, denn es hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geprallt.

    »Liebe Lill, um dieses Auto zum Umkippen zu bringen, da braucht es mehr als einen kleinen Bremser. Bitte, dramatisiert jetzt nicht.«

    »Na schön, ich hab ein bisschen übertrieben. Aber verrate mir, warum du jetzt angehalten hast. Es gab weit und breit kein Hindernis, nicht mal ein Hase ist über die Straße gehoppelt.«

    »Lil, ich hab angehalten, weil mir bewusst geworden ist, dass es Wahnsinn ist, was wir hier veranstalten. Ich steig aus, ich mache da nicht mit, weil ich keine Lust habe, mich lächerlich zu machen.«

    Liliane wandte sich ihrer Freundin zu.

    »Alex, bist du verrückt geworden? Wir fahren nach Kaimburg, um deinen Joe zu finden … Das nennst du lächerlich? Du jammerst diesem Mann seit Monaten hinterher, und jetzt, wo ich ihn gesehen habe, willst du aussteigen? Das begreife ich nicht, wirklich nicht, Alex.«

    Alexandra nahm die Hände vom Lenkrad.

    »Lil, du hast Joe nicht gesehen, weil du ihn ja auch überhaupt nicht kennst. Du hast jemanden bemerkt, den du meiner Beschreibung nach für ihn hältst …, und das ist verrückt. Wir fahren nun nach Kaimburg, um einem Phantom hinterherzujagen. Merkst du nicht selbst, wie lächerlich das ist?«

    Liliane blickte ihre allerbeste Freundin an, sie holte ganz tief Luft, ehe sie sagte: »Gib es doch ehrlich zu, du hast Muffensausen, du hast Schiss, ihm zu begegnen, weil dann das Bild, das du von ihm hast, das du in deinem Herzen trägst, ein anderes sein könnte als das, was du dir da zurechtgezimmert hast … Wie auch immer, ich weiß, was ich gesehen habe, und ich weiß, dass ich sofort wusste, dass er es ist …, dein Joe. Also lass uns jetzt nicht weiter herumreden, sondern nach Kaimburg fahren. Je eher wir dort sind, umso schneller finden wir ihn.«

    Alexandra überlegte. Ihre Nervosität war ihr deutlich anzusehen, und es war ihr ebenso anzusehen, dass zwei Seelen in ihr tobten. Da war der Wunsch, ihm endlich wirklich zu begegnen, und das, was so wundervoll begonnen hatte, fortzuführen. Auf der anderen Seite sagte ihr Verstand ihr, dass es eine Schnapsidee war. Niemand konnte jemanden aufgrund einer Beschreibung so haargenau identifizieren, schon gar nicht jemand wie Liliane, mit der die Phantasie des Öfteren durchging.

    »Krieg ich auch ein Stückchen Schokolade?«, fragte sie, und das brachte Liliane erst mal zum Staunen, weil Schokolade nicht unbedingt das war, was Alexandra zu ihren Favoriten zählte.

    »Klar«, sie griff in ihre Tasche, holte die angebrochene Tafel Nougatcreme-Schokolade heraus und hielt sie Alexandra hin.

    Die brach sich nicht nur ein Stückchen ab, sondern gleich zwei Reihen, die sie zügig in ihren Mund stopfte.

    Oje!

    Ihre Freundin Alex war ziemlich durch den Wind, das konnte man sehen.

    Ehe Alexandra wieder zulangen konnte, packte Liliane die Schokolade weg, nicht ohne selbst noch ein dickes Stück für sich abzubrechen.

    Das geschah nicht, weil sie geizig war, sondern weil sie bemerkt hatte, dass Alex einfach nur stopfte und ihr hinterher, wenn sie vielleicht den Rest der Tafel gegessen hatte, Vorwürfe machen würde.

    Mit besten Freundinnen war es wie bei einem alten Ehepaar, man kannte sich in- und auswendig, mit allen Stärken und auch den Macken.

    Alexandra startete ihr Fahrzeug, traf Anstalten, auf der Landstraße zu drehen.

    »Alex, was machst du da?«, rief Liliane alarmiert.

    »Siehst du doch, ich wende, weil ich nämlich nach Waldenburg zurückfahren werde.«

    »Das wirst du nicht tun«, rief ­Liliane und griff beherzt ins Lenkrad.

    Und wenn Alexandra diesmal nicht geistesgegenwärtig gebremst hätte, wären sie unweigerlich im Straßengraben gelandet.

    »Tut mir leid, Alex«, sagte Liliane, »das hätte ich jetzt nicht machen sollen … Aber bitte, lass es uns versuchen. Wenn wir ihn nicht finden, dann können wir es als … Ulk verbuchen. Aber wenn …«

    Sie ließ offen, was dann geschehen würde.

    Alexandra seufzte abgrundtief auf, ehe sie ihr Auto wieder in Richtung Kaimburg lenkte und losfuhr.

    Sie glaubte nicht an den Erfolg ihrer Mission, auch wenn alles ein Traum wäre, ein Wunder. Aber sie kannte ihre Freundin. Liliane würde es ihr noch monatelang nachtragen und sie mit Schuldzuweisungen nerven: Wenn du nicht so stur gewesen wärst, dann hätten wir ihn gefunden …, du hast mir nicht geglaubt …, du hast deinen Verstand über deine Gefühle gestellt …

    Nein, Alexandra hatte keine Lust, sich Lammentierereien dieser und ähnlicher Art anzuhören.

    Sie glaubte an keinen Erfolg, weil es unvorstellbar war. Aber was verlor sie denn schon? Ein paar Stunden Zeit, mehr nicht.

    Lil hatte ihren Willen und konnte nicht mehr herumjammern, und sie …, sie würde nichts mehr sagen, sondern sich ganz einfach Lils Führung überlassen.

    Wie sollte es vonstattengehen?

    Wollte sie mit ihr durch alle Straßen, den Park, durch die Geschäfte laufen? In alle Cafés und Restaurants hineinsehen?

    Alexandra hatte keine Ahnung, aber je näher sie Kaimburg kamen, umso mehr machte sich in ihr doch ei­ne erwartungsvolle Aufgeregtheit breit.

    Alles ist möglich …

    Hubertus von Greven, Sabrinas Schwiegervater, hatte es ausgesprochen.

    Und wenn es so war, warum sollte es dann nicht möglich sein, dass Liliane ganz intuitiv Joe erkannt hatte, ihren Traumprinzen für einen Wimpernschlag?

    Nun, ein wenig mehr war es schon gewesen, immerhin hatten sie im Kino nebeneinander gesessen und sich danach noch eine Weile unterhalten.

    Und wenn sie nicht so töricht gewesen wäre, die Verabredung auf den nächsten Tag zu verschieben, statt sofort mit

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