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Liebe nach dem Horoskop: Cassiopeiapress Roman

Liebe nach dem Horoskop: Cassiopeiapress Roman

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Liebe nach dem Horoskop: Cassiopeiapress Roman

Länge:
179 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739654485
Format:
Buch

Beschreibung

Liebesroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 139 Taschenbuchseiten.

Jill Fletcher ist eine junge, attraktive Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht - und doch ganz fest an die Sterne glaubt. In allen wichtigen Dingen folgt sie ihrem Horoskop, besonders in Fragen der Liebe. Die Sterne stehen gut: An einem einsamen Ort soll sie ihren Traummann kennenlernen. Jill ist bereit. Am nächtlichen Strand von Santa Barbara sucht sie nach ihrer großen Liebe.
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Juni 2019
ISBN:
9783739654485
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Buchvorschau

Liebe nach dem Horoskop - A. F. Morland

München

Liebe nach dem Horoskop

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 139 Taschenbuchseiten.

Jill Fletcher ist eine junge, attraktive Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht - und doch ganz fest an die Sterne glaubt. In allen wichtigen Dingen folgt sie ihrem Horoskop, besonders in Fragen der Liebe. Die Sterne stehen gut: An einem einsamen Ort soll sie ihren Traummann kennenlernen. Jill ist bereit. Am nächtlichen Strand von Santa Barbara sucht sie nach ihrer großen Liebe.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Geralt/pixabay, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

»Harry Bates wird mir immer sympathischer«, sagte Diana Shore und legte die Zeitschrift auf den Tisch. »Das ist ein Mann nach meinem Geschmack, der traut sich etwas, hat Courage.«

»Was hat er denn so Heldenhaftes getan, dass es dich ganz aus dem Häuschen bringt?«, fragte Jill Fletcher schmunzelnd.

»Hast du denn noch keinen Blick in den >Weekend Star< geworfen?«

»Was denn? Du sitzt doch die ganze Zeit darauf, als wolltest du ihn ausbrüten«, gab Jill Fletcher zurück.

Es war Mittagspause. Die Boutique, die Diana gehörte und in der Jill mit Freude arbeitete, war geschlossen; draußen flimmerte die Luft über dem Asphalt, aber hier, in der kleinen Wohnung, die an die Boutique grenzte, war es angenehm kühl — dank der mobilen Klimaanlage, die Diana vor zwei Monaten, als die erste Hitzewelle über das Land hereinbrach und die Menschen stöhnen ließ, gekauft hatte.

Diana und Jill hatten Chili con carne gegessen, ein mexikanisches Gericht, von Jill zubereitet. Für gewöhnlich schnitt sie wesentlich mehr Peperoni hinein und würzte großzügig mit Cayennepfeffer.

Wenn man Chili isst, muss man Feuer speien wie ein Drache, war ihre Ansicht, aber da sie Rücksicht nehmen musste auf Dianas nervösen Magen, hatte sie ihr ein äußerst zahmes Gericht vorgesetzt.

»Was Bates getan hat?«, fragte Diana und zündete sich ein Zigarillo an. Sie wusste, dass sie nicht rauchen sollte. Der Arzt hatte es ihr so lange gesagt, bis sie zu einem anderen ging, aber der hatte dieselbe Meinung vertreten. Sollte sie denn überhaupt kein Laster haben? »Bates scheut sich nicht, den großen Carlo Manetti anzugreifen. Alle Welt weiß, dass Manettis Weste mehr Flecken hat als ein Leopardenfell, doch niemand wagt es zu erwähnen. Harry Bates hingegen tut es. Oh, wenn ich etwas zu sagen hätte, würde dieser Mann von mir den Pulitzerpreis und eine Tapferkeitsmedaille verliehen bekommen.«

Jill lachte herzlich.

»Du gerätst ja richtig ins Schwärmen.«

»Bates hat keine Angst vor großen Tieren, das imponiert mir. Er buckelt nicht nach allen Richtungen, wie es andere Klatschkolumnisten tun, sondern schreibt offen und ehrlich seine Meinung, und wenn jemand mit der Mafia in Verbindung steht, wie das bei Carlo Manetti der Fall ist, behält er sein Wissen nicht für sich, sondern tut es seinen Lesern kund. Vorsicht vor Manetti! Er ist ein Hai! Wer ihm nahe kommt, riskiert, von ihm gefressen zu werden.«

Diana nahm einen Zug und blies den Rauch an Jill vorbei. Sie war keine strahlende Schönheit, wusste sich aber hervorragend herzurichten.

Auf den ersten Blick sah sie umwerfend aus mit ihrem tizianroten Haar, den großen Brüsten und den runden Hüften. Erst bei genauerem Hinsehen war zu erkennen, wo sie mit kundiger Hand Retuschen angebracht hatte, und den Rest besorgte ihre hochmodische, geschmackvolle Kleidung.

Sie wusste haargenau, was zu ihrem Typ passte und wovon sie lieber die Finger lassen sollte. Sie hatte eine Ehe hinter sich, die nicht nötig gewesen wäre. Wie Hund und Katze waren sie und Nick gewesen; er hatte gebissen, sie gekratzt. Als die Wunden zu tief ausfielen, begaben sie sich zum Scheidungsrichter, und - oh Wunder - seither vertrugen sie sich.

Nick hatte ihr bei der Gründung ihrer eigenen Existenz geholfen, er besuchte sie oft, und wenn ihnen danach war, schliefen sie miteinander, ohne irgendeine Verpflichtung, sondern einfach nur, weil es ihnen Spaß machte.

Sie vertraute ihm ihre Sorgen an, und er schüttete sein Herz bei ihr aus. Sie unterhielten die verrückteste Beziehung, von der Jill Fletcher je gehört hatte.

Jill hatte den Vorteil, dass sie alles tragen konnte. Das unmöglichste Kleidungsstück machte sie zur Sensation, doch selbst in ihren ältesten Sachen sah sie noch schön und begehrenswert aus.

Ihr flachsblondes Haar war schulterlang und verströmte einen angenehmen Duft. Sie hatte einen sportlichen, biegsamen Körper und verfügte über eine ungemein erotische Ausstrahlung, die die Männer wie ein Magnet anzog.

Veilchenblau waren ihre großen Augen, und wenn sie herzlich lachte, schienen Blitze darin zu tanzen. Sie hatte volle, sinnliche Lippen und Zähne, die die Regelmäßigkeit von Zuchtperlen aufwiesen.

Diana klopfte mit der flachen Hand auf den »Weekend Star«.

»Diesen Harry Bates würde ich furchtbar gern kennenlernen.«

Jill schmunzelte.

»Nichts leichter als das. Du rufst einfach die Redaktion an und verabredest dich mit ihm.«

Diana hüllte sich in Zigarillorauch.

»Ach, weißt du, ich möchte mir keine Illusion rauben. Solange ich ihn nicht kenne, kann ich ihn mir als Märchenprinzen vorstellen: groß, schlank, schmal in den Hüften, mit breiten Schultern - ein Adonis. Was glaubst du, wie enttäuscht ich wäre, wenn zum Rendezvous ein kleines verhutzeltes Männchen käme, auf dessen Kopf kein einziges Haar mehr sprießt. Nein, diese Enttäuschung will ich mir ersparen. Harry Bates soll weiterhin mein strahlender Held bleiben, ein Mann, der mit bloßen Händen die heißesten Eisen anfasst, ohne sich zu verbrennen.«

Jill warf einen Blick auf die Armbanduhr. Die Mittagspause war bald zu Ende, und das Geschirr musste noch gespült werden.

Sie trug es in die Küche und stellte die Teller in die Geschirrspülmaschine. Als sie zu Diana zurückkehrte, läutete das Telefon nebenan, und da sich Jill gerade in der Nähe der Verbindungstür befand, begab sie sich in das Geschäft.

»Boutique Diana«, meldete sie sich.

»Jill?«

»Ja.«

»Hier ist Nick.«

»Oh, hallo, Nick, wie geht’s?«

Er lachte.

»Gestern ging’s noch. Und wie geht es Ihnen? Werden Sie zur Zeit von den Sternen gut bestrahlt?«

Jill seufzte.

»Nicht so besonders, aber wem sind die Sterne schon immer gut gesonnen?«

Man hätte behaupten können, Jill sei krank. Sie war dem Horoskop hörig, ihr ganzes Leben richtete sie danach aus, und selbstverständlich auch ihr Liebesleben. Das sogar ganz besonders gewissenhaft.

Was die Astrologin des »Weekend Star« Madame Carina, ihr riet, war für sie Gesetz. Nie hätte ein Mann bei ihr eine Chance gehabt, wenn Madame Carina ihr davon abriet.

Für viele war die Astrologie eine mitleidig belächelte Wissenschaft, für Jill war sie beinahe eine Religion, etwas Heiliges, fest Verankertes, an dem niemand rütteln durfte.

Die Astrologie bot ihr Halt, an sie konnte sie sich klammem, wenn die Stürme des Lebens zu heftig tobten. Jill war davon überzeugt, dass sie Madame Carinas Horoskope schon vor sehr viel Unheil bewahrt hatte.

Nick kannte Jills Tick, aber er hätte sie deswegen nie ausgelacht. Diana tat es hin und wieder, wenn es Jill mit ihrer Hörigkeit gar zu bunt trieb.

»Wann führen die Sterne uns beide mal zusammen?«, erkundigte sich Nick.

»Wahrscheinlich nie.«

»Ich werde einen Leserbrief an Madame Carina schreiben und sie bitten, ein dementsprechendes Horoskop zu erstellen.«

»Madame Carina kann doch keine Leserwünsche berücksichtigen«, belehrte ihn Jill.

»Ach nicht?«

»Wenn Sie so wollen, ist sie das Sprachrohr der Sterne. Sie kann uns lediglich mitteilen, was sie erfährt, was Pluto, Uranus, Jupiter und all die anderen Planeten ihr sagen.«

»Sie sprechen zu Madame Carina?«

»Ja, aber in einer Sprache, die nur sie versteht. Dazu braucht man ein umfangreiches Wissen und eine ganz spezielle Begabung, die nicht jedem Menschen in die Wiege gelegt wird.«

»Über dieses Thema kann man sich mit Ihnen stundenlang unterhalten«, sagte Nick Richardson. Nach der Scheidung hatte Diana wieder ihren Mädchennamen angenommen. »Leider habe ich nicht genügend Münzen bei mir. Ich stehe in einer Telefonzelle am Sunset Boulevard. Verdammt heiß heute, was?«

»Kann schon sein.«

»Ach ja, ihr Glücklichen besitzt ja eine Klimaanlage. Hoffentlich empfiehlt Ihnen Madame Carina nicht, sie abzuschalten.«

»Sie möchten sicher Diana sprechen.«

»Meine Exfrau, klar. Ist sie in der Nähe?«

»Sie ist nebenan«, antwortete Jill. »Einen Augenblick, ich hole sie.«

»Hat sie gute Laune?«

»Ich denke schon.«

»Ich würde sie heute Abend nämlich gern zum Essen einladen«, sagte Nick.

»Darüber wird sie sich bestimmt freuen. Krach mit Philomena gehabt? Muss Diana trösten?« Philomena war Nicks neueste Flamme, aber leider war Nick für sie sehr oft das Wasser, mit dem sie sich nicht vertrug.

»Es ist aus und vorbei mit Philomena«, behauptete Nick dumpf.

Jill überlegte blitzschnell. Lächelnd sagte sie: »Nun schon das fünfte Mal.«

»Diesmal endgültig.«

»Aha.«

»Sie glauben mir wohl nicht?«

»Es war bereits viermal endgültig«, erwiderte Jill. »Da müssen Sie mir verzeihen, wenn es mir ein bisschen schwerfällt ...«

»Endgültig!«, schrie Nick Richardson am anderen Ende, und dann knallte es dumpf. War Nick explodiert?

»Nick? Nick, was war das eben?«, fragte Jill.

»Ach, nichts. Ich habe nur mit der Faust gegen den Apparat geschlagen.«

»Ein Glück, dass Philomena nicht in der Nähe ist, nicht wahr?« Jill drehte das Telefonkabel um ihren Zeigefinger.

»Die hat jetzt keine Zeit«, knurrte Nick böse. »Die lässt sich gerade von Kopf bis Fuß von einem Gigolo namens Floyd Pinkerton abschlecken. Ausgerechnet Pinkerton. Perlen vor die Säue ... Sie verstehen? Einen widerlicheren Kerl konnte Philomena nicht finden. Ich wollte sie überraschen. Wir waren nicht für heute verabredet ... Ich möchte nicht wissen, wie lange das schon geht, wie lange dieses Miststück zweigleisig fährt ... Ich hab zwar einen Schlüssel zu ihrem Haus, hatte den aber zu Hause vergessen ... Ist ja kein Wunder, wenn man bei dieser Hitze alles verschwitzt ... Umkehren wollte ich nicht, deshalb kletterte ich über die Mauer, und als ich um die Ecke bog, traf mich beinahe der Schlag ... Das mir! Ich habe kein Glück mit den Frauen. Ich wüsste zu gern, was ich falsch mache, aber keiner kann es mir sagen. Philomena lag am Swimmingpool - splitterfasernackt.«

»Das darf sie zu Hause doch«, sagte Jill.

»Verdammt, Pinkerton lag auf ihr, Jill. Nicht neben ihr zum Sonnenbaden, sondern auf ihr. Und welchen Spaß es den beiden gemacht hat!«

»Das ist natürlich schlimm für Sie, Nick«, sagte Jill.

»Schlimm? Eine Katastrophe ist das. Glauben Sie mir jetzt, dass es

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