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Prinz Friedrich von Homburg - Lektürehilfe und Interpretationshilfe. Interpretationen und Vorbereitungen für den Deutschunterricht.

Prinz Friedrich von Homburg - Lektürehilfe und Interpretationshilfe. Interpretationen und Vorbereitungen für den Deutschunterricht.

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Prinz Friedrich von Homburg - Lektürehilfe und Interpretationshilfe. Interpretationen und Vorbereitungen für den Deutschunterricht.

Länge:
101 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
24. Apr. 2014
ISBN:
9783957641021
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Interpretationshilfe für Heinrich von Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“ unterstützt Sie bei der Lektüre und der Vorbereitung auf den Unterricht und die Klausur.

Zunächst erfolgt eine übersichtliche Inhaltsangabe, bevor dann die einzelnen Handlungsschritte im Detail betrachtet werden. Zu jedem Handlungsschritt wird dabei ausführlich der Inhalt analysiert und im Detail erörtert. Darauf aufbauend wird die dramaturgische Anordnung der Handlungsteile im Überblick dargestellt.

In einem weiteren Kapitel werden die wichtigsten Figuren im Detail analysiert.

Anschließend folgt ein Beispiel für eine Klausur mit einer ausführlichen Musterlösung.

Ein weiteres Kapitel ist dem Aufsatz Kleists über das Marionettentheater gewidmet, denn dieser unterstützt das Verständnis und die Interpretation der Figur des Prinzen.

Mit dieser Lektürehilfe gehen Sie optimal vorbereitet in den Unterricht und die Klausur!

Freigegeben:
24. Apr. 2014
ISBN:
9783957641021
Format:
Buch

Über den Autor


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Prinz Friedrich von Homburg - Lektürehilfe und Interpretationshilfe. Interpretationen und Vorbereitungen für den Deutschunterricht. - Friedel Schardt

Vorwort

Mit dem „Prinzen von Homburg" haben sie sich ein Drama vorgenommen, das praktisch schon immer kontroverse Diskussionen unter den Interpreten und Literaturwissenschaftlern ausgelöst hat und noch immer noch auslöst. Gerade in unserer Zeit ist das Stück wieder attraktiv geworden, vielleicht gerade deshalb, weil der Prinz eben nicht so heldisch - sicher in seinem Ideenkonzept ruht, sondern diese Sicherheit erst gewinnen muss und genau dafür eine schlimme Phase der Unsicherheit, ja der Hilflosigkeit, durchmacht.

Wir geben zunächst einen Überblick über den Inhalt, und werden danach die einzelnen Handlungsschritte darstellen und zu deuten versuchen. In einem eigenen Kapitel beleuchten wir den dramaturgischen Aufbau des Stückes, um besondere Szenen und deren Akzentsetzungen besser begreifen zu können. Ein besonderes Gewicht legen wir auf die Darstellung der zentralen Figuren. Ausführlich beschäftigen wir uns mit dem Prinzen von Homburg, aber auch der Kurfürst wird intensiv reflektiert. Nicht zuletzt wenden wir uns auch Natalie zu, die zwar zunächst nur eine Nebenrolle zu spielen scheint, die dann aber doch deutlich in die Handlung eingreift.

In einem Exkurs ziehen wir den Aufsatz von Kleist über das Marionettentheater als Verstehenshilfe heran. Mit seiner Hilfe kann es möglich werden, die drei Phasen des Handelns im Leben des Prinzen von Homburg zu begreifen. Vielleicht können wir so die schlafwandlerische Sicherheit, die das anfängliche Handeln bestimmt, als Ausgangsposition verstehen, um dann die Phase der absoluten Verunsicherung als Übergang zu verstehen in die dritte Phase, die neu gewonnene Sicherheit.

Als Beispiel für eine Klausur haben wir die Szene gewählt, in der der Kurfürst sich mit Kottwitz, dem alten Kampfgenossen, über die Fragen der Handlungsmaximen eines Soldaten und Staatsbürgers auseinandersetzt.

Wir hoffen, wir können Sie bei dem Eindringen und Verstehen in das Drama unterstützen und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer Auseinandersetzung mit den anstehenden Problemen!

Friedel Schardt

Einleitung

Kleist hat schon ziemlich früh die Geister gespalten. Nicht zuletzt sein „Prinz von Homburg führte zu recht kontroversen Interpretationen. Die Reaktionen reichten von heller Begeisterung bis zu völliger Ablehnung. Goethes negatives Urteil trug wesentlich dazu bei, dass Kleist von vielen als „krankhaft betrachtet wurde. Andere haben sich einem solchen Urteil widersetzt und sahen in der Figur des Prinzen, wie sie Kleist konzipierte, eine beachtenswerte Größe.

Wir wollen uns hier nicht für die eine oder andere Seite entscheiden, sondern versuchen, der Figur, so wie Kleist sie angelegt hat, gerecht zu werden, und ihr Streben, ihr Handeln zu begreifen als das Handeln eines Individuums, das zunächst einmal aus sich selbst und aus einer vorläufig unbeschränkten Selbstgewissheit heraus handelt, auch gegen Befehle. Dieses Individuum hat mit seinem Handeln Erfolg. Angesichts der Gesetzeslage aber wird der Erfolg umgemünzt in sein Gegenteil, dem Individuum wird sein eigenmächtiges Handeln angekreidet, wird zur Schuld, zur Missachtung eines grundlegenden, staatstragenden Gesetzes, was zwangsläufig die Verurteilung durch das Kriegsgericht zum Tod zur Folge hat. Das bis dahin „ungebremste" Ich, dass mit dieser für es selbst unbegreiflichen Situation konfrontiert wird, bricht völlig zusammen. Es verliert seine Fassung, gewinnt sie aber wieder, erhebt sich über das, was die anderen von ihm fordern, hinaus.

Die wenig „heldische Phase im Leben des Prinzen von Homburg macht ihn zu einer Figur, über die es sich lohnt nachzudenken. Er ist ein Held, der Angst, ja Todesangst, hat, der um sein Leben zittert und bittet, der es dann aber schafft, Notwendigkeiten, Gesetzmäßigkeiten, überindividuelle Größen als Maßstäbe anzuerkennen und dann erneut „selbstgewiss zu handeln.

Wir verzichten hier bewusst auf historische Einblendungen und historische Aspekte. Wir halten solche Aspekte nicht für unwichtig, wir wollen uns aber ganz auf die zentralen Figuren und ihrer Handlungen konzentrieren und die Umsetzung der Konzepte in Handlungen und Verhaltensweisen nachvollziehen.

Kapitel 1: Inhalt

Nach mehrtägiger Schlacht legt der Prinz von Homburg eine Erholungspause ein. Während des Schlafs gelangt er traumwandelnd in den Garten, wo er sich einen Lorbeerkranz windet. Wichtige Mitglieder des Hofes treffen ihn dort an. Der Kurfürst erlaubt sich einen Spaß mit ihm, windet eine Halskette um den Lorbeerkranz des Prinzen, stößt aber den Prinzen zurück, als dieser nach dem Kranz greift. Der Prinz träumt sich bereits als Sieger in der Schlacht. Aus dem Traum herausgerissen hat er jede Orientierung verloren. Sein Freund Hohenzollern macht ihn mit der umgebenden Wirklichkeit vertraut und weißt ihn in die Situation ein. Beide gehen zur Lagebesprechung und Befehlsausgabe.

Während dieser Befehlsausgabe ist der Prinz von Homburg verwirrt und abgelenkt, da parallel zur Befehlsausgabe die Abreise der kurfürstlichen Familie erfolgt. Der Prinz stellt fest, dass ein Handschuh, den er aus seinem Traum herüber gerettet hat und in Händen hält, der Prinzessin Natalie gehört.

Insgesamt bekommt der Prinz die Anweisungen des Feldmarschalls kaum mit. Er begreift auch nicht ganz seine Rolle in der künftigen Schlacht. Das hat später enorme Konsequenzen, denn auf dem Schlachtfeld bei Fehrbellin beobachtet der Prinz von Homburg das Schlachtgeschehen, kann sich nicht ganz in die Gegebenheiten einfinden und will, als sich die Gelegenheit ergibt, spontan und sofort in das Geschehen eingreifen. Oberst Kottwitz versucht ihn zurückzuhalten, aber der Prinz nimmt alles auf seine Kappe, greift in die Schlacht ein und trägt so wesentlich zum Sieg bei. Dazu kommt noch, dass er der Meinung ist, der Kurfürst sei gefallen. Er möchte ihn nun rächen.

Die Schlacht ist beendet, der Kurfürst ist nicht gefallen sondern kann eine erste Bilanz ziehen. Das tut er auch und verkündet, dass derjenige, der die Reiterei gegen seine Befehle in die Schlacht hat eingreifen lassen, vor das Kriegsgericht zu stellen und zum Tode zu verurteilen ist.

Der Prinz wird festgenommen und vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Er selbst nimmt diese Verurteilung nicht ganz ernst, denn er ist der Meinung, der Kurfürst müsse ihn begnadigen. Dieser allerdings hält sich mit der Begnadigung zurück und fordert das Todesurteil zur Unterschrift.

Allmählich beginnt der Prinz zu begreifen, zumal noch eine weitere Information an ihn herangetragen wird: Prinzessin Natalie, die er als seine Freundin und Geliebte betrachtet, soll im Rahmen der Friedensverhandlungen den schwedischen König heiraten.

Der Prinz von Homburg ist nun bereit, auf alles zu verzichten. Er verlässt kurz sein Gefängnis und geht zur Kurfürstin, um diese darum zu bitten, sie möge beim Kurfürsten zu seinen Gunsten intervenieren. Er zeigt sich bereit, alles aufzugeben, auch auf Natalie will er verzichten, Ehre bedeutet ihm nichts mehr, er möchte nur noch weiter leben.

Auf dem Weg zur Kurfürstin war er seinem Grab erstmals begegnet und zeigt sich nun völlig erschüttert. Die Kurfürstin verspricht zu intervenieren. Auch Natalie verspricht, sich für den Prinzen zu verwenden.

Der Prinz kehrt in sein Gefängnis zurück. Natalie wendet sich an den Kurfürsten, um ihn dazu zu bewegen, den Prinzen zu begnadigen. Der Kurfürst ist immer noch der Meinung, der Ungehorsam des Prinzen verdiene die Todesstrafe. Er kann es nicht zulassen, dass jemand das Gesetz missachtet und dabei ungestraft davonkommt. Er will

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