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Der letzte Krieger der Apachen

Der letzte Krieger der Apachen

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Der letzte Krieger der Apachen

Länge:
116 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 16, 2019
ISBN:
9781547589173
Format:
Buch

Beschreibung

Roman. Historischer Roman. Biografie. Das Leben des Apachenkriegers Geronimo. Die Geschichte der Indianer Nordamerikas. Apachen und Spanier. Rassistischer Krieg der US-Amerikaner gegen die nordamerikanischen Ureinwohner. Der Geronimo-Feldzug in Arizona.

Herausgeber:
Freigegeben:
May 16, 2019
ISBN:
9781547589173
Format:
Buch

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Der letzte Krieger der Apachen - Borja Loma Barrie

Der letzte Krieger der Apachen

Geronimo und die Indianerkriege

Von Borja Loma Barrie

Der letzte Krieger der Apachen – Geronimo und die Indianerkriege

(El Apache Exterminador. Gerónimo y las Guerras Indias.)

© BORJA LOMA BARRIE 2015

Alle Rechte vorbehalten.

EINLEITUNG 

Der Begriff Indianerkriege ist und bleibt doppeldeutig.

Streng genommen geht es dabei um einen bestimmten Zeitabschnitt in der amerikanischen Geschichte, von 1869 bis 1890.

Während dieser Jahre wurde die Welt der nordamerikanischen Indianer im Zentrum, Süden und Westen des Landes aus den Angeln gehoben und sie selbst buchstäblich ausgerottet.

Nach Tausenden von Jahren, die sie in diesen Gebieten verbracht und überwiegend von der Jagd gelebt hatten, mussten sie nun zusehen, wie immer mehr aus Europa stammende Siedler eintrafen, stetig und unaufhaltsam ihr Land besetzten und ihre wichtigsten Nahrungsquellen, die Büffelherden, vernichteten.  Verwirrt und empört  beschlossen die Indianer, sich gegen die Ankömmlinge zu wehren und sie zu vertreiben. Sie waren zutiefst davon überzeugt, dass die Kultur der „Weißen" oder Europäer aufgehalten werden muss, da sie sonst in einer Apokalypse enden würde, und zwar in der völligen Zerstörung der indigenen Zivilisation. Und schließlich auch mit dem Verschwinden der Ureinwohner selbst. Genau das, was am Ende auch geschah.

Auch wenn man sich, was die genauen Zahlen betrifft, nicht immer einig ist, so deutet doch alles darauf hin, dass im heutigen  Staatsgebiet der Vereinigten Staaten (und Kanada) im 17. Jahrhundert etwa zehn Millionen Indianer lebten, also zu der Zeit, als die englischen Puritaner an den Küsten landeten, die man heute New England nennt, im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Nach dem Ende der „Indianerkriege" im Westen der USA  war diese Bevölkerung auf weniger als zwanzigtausend Menschen geschrumpft. Die übrigen waren tot.

Die anfangs erwähnte Zweideutigkeit des Begriffes „Indianerkriege" liegt darin, dass diese sich in Wirklichkeit nicht nur auf das 19. Jahrhundert beschränkten.

„Indianerkriege hatte es tatsächlich ständig gegeben, eigentlich schon seit dem Jahr, in dem die englischen Pilger der „Mayflower 1620 in Nordamerika landeten. Wenn nicht sogar schon davor. Und so sind unter dem Begriff „Krieg viele Auseinandersetzungen dokumentiert, zwischen den Europäern auf der einen und den „Native Americans auf der anderen Seite.

Hinzu kamen hunderte von kleineren Überfällen, Scharmützeln und allen möglichen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten, die nach Ansicht der Chronisten nicht unbedingt die Bezeichnung „Krieg" verdient hatten. Doch das Ergebnis war letztendlich dasselbe, ebenso wie die Art und Weise. Es waren auch nur Kriege.

Daher ist es sicherlich nicht übertrieben zu sagen, dass es zwischen den Europäern und den amerikanischen Indianern vom ersten Moment an nichts anderes gab, als heftige und gewaltsame Konflikte. Mit einigen wenigen Ausnahmen, dank einer für beide Seiten interessanten Zusammenarbeit. Und ein paar Fällen von Mitgefühl zwischen beiden Seiten. Die europäische Zivilisation, ob sie nun aus dem Süden oder Norden des alten Kontinents stammte, war mit der der amerikanischen Ureinwohner in keinster Weise vereinbar. Und umgekehrt ebensowenig.

Als die ersten Fremden im 15. Jahrhundert an der Ostküste landeten, erlebte Europa gerade die Renaissance und befand sich mitten im kapitalistischen Fortschritt. Amerika und die Amerikaner dagegen lebten nach wie vor im Neolithikum, mit einer Wirtschaft des Tauschhandels und der Subsistenz.

Im 17. Jahrhundert versank Europa in schweren religiösen, politischen und militärischen Unruhen, wobei sich die kapitalistische Entwicklung dennoch fortsetzte, wenn auch eher schlecht als recht, um dann unmittelbar in die industrielle Revolution überzugehen. In Nordamerika lebten die Nordamerikaner weiterhin in der Neusteinzeit.

Im 19. Jahrhundert, als die Amerikaner bereits ihre Unabhängigkeit von ihren jeweiligen Kolonialherren (Spanien, Frankreich, Portugal und Großbritannien) erlangt hatten, entwickelte sich auch hier die industrielle Revolution rasant. Die Ureinwohner dagegen lebten weiterhin wie im Neolithikum.

Die Ausbreitung des Kapitalismus in die Gegenden, in denen die Indigenen Völker lebten, setzte sich unaufhaltsam fort. Sie war nicht mehr rückgängig zu machen. Vor allem in den Vereinigten Staaten, wo man sich zwei Jahrhunderte lang fast ausschließlich auf die Besiedlung der Ostküste konzentriert hatte, begann nun eine massive (und explosive) Auswanderung Richtung Westen, ausgelöst vom Goldrausch in Kalifornien (1848-1855), der dazu führte, dass die indigenen Völker, die sich mitten im Herzen dieser Gebiete von einer Küste zur anderen befanden, förmlich überrollt wurden. Vor allem dort, wo man Gold vermutete.

Das Auswandern von Siedlern, Minenarbeitern, Bauern, Viehzüchtern etc. vom Osten in den Westen erfolgte vollkommen willkürlich. Und verlief ausgesprochen gewalttätig. Viele erklärten, diese Gewalt sei typisch für diese „Front-Gebiete. Denn der Westen hatte sich für die Vereinigten Staaten zur „äußersten Front entwickelt. Und die galt es zu erobern, um sie für sich selbst zu nutzen. Und die Indianer, die Ureinwohner dieser Gebiete, sie waren nichts weiter als ein Ärgernis. Aus diesem Grund beschloss man, sie zu eliminieren (stillschweigend und so gut wie nie offen ausgesprochen). Und auch ihre Vernichtung geschah progressiv und meist spontan.

Auch die Regierung der Vereinigten Staaten entschied sich 1893 für eine strukturelle Politik gegenüber den Indianern, die nach einer militärischen Lösung methodisch angewandt wurde. Es war das System der sogenannten „Reservate".

Im Gegensatz zu den indigenen Völkern im Osten, die von den Engländern und Franzosen während der Kolonialzeit mehr oder weniger erfolgreich dazu benutzt wurden, sich gegenseitig zu bekämpfen, schienen die Indianer aus dem Westen unbeherrschbar zu sein – und so entschloss man sich, sie auf bestimmten Landparzellen einzupferchen und zu Bauern zu machen.  Und so eine tausendjährige Kultur, die vor allem auf der Jagd und dem Nomandentum basierte, plötzlich in eine andere, nämlich landwirtschaftliche und sesshafte zu verwandeln.

Die Folge war, dass die Indigenen, die die Kriege des 19. Jahrhunderts überlebt hatten, einen für sie unendlich schwierigen Prozess der Kulturanpassung durchleiden mussten und dabei praktisch vernichtet wurden.

Selbstmorde, Alkoholismus sowie soziale und familiäre Gewalt waren die häufigsten Folgen dieser Reservatspolitik.

Es sollte betont werden, dass die indianischen Völker des Westens der Vereinigten Staaten von zwei Seiten attackiert wurden. Und sie selbst (die Indianer) griffen verständlicherweise ebenfalls an.

Auf der einen Seite drangen weiße Zivilisten, die sich selbst zur Auswanderung gezwungen sahen, ohne die geringsten Skrupel in die Gebiete der Indianer ein, denen sie überhaupt nur dann Beachtung schenkten, wenn diese gewalttätig und aggressiv reagierten. Die Siedler selbst waren einzig und allein an ihrem eigenen Überleben interessiert. Für sie waren die Indianer „Wilde". Wenn sie einen trafen, schossen sie ihn nieder. Einfach so.

Wenn die Indianer, die in zahlreiche Völker aufgeteilt waren, sich in einigen Fällen zusammenschlossen, um – wie die Sioux und die Cheyenne - gemeinsam gegen die Weißen zu kämpfen, oder auch stattdessen allein und für sich bleibend wie die Apachen gegen die Weißen zogen, dann schritt die Armee der Vereinigten Staaten ein. Und schossen die Indianer genauso gnadenlos nieder.

Das Ergebnis war, dass die Indianer schließlich keinen Unterschied mehr machten, zwischen Zivilisten und Soldaten. Schließlich wurden sie von beiden Seiten angegriffen und getötet. Sie sahen in jedem Weißen grundsätzlich einen Feind. Und handelten dementsprechend.

Im Fall von Geronimo (1829-1909), dem letzten der großen Häuptlinge im nordamerikanischen Westen, sah sich dieser zusätzlich noch weiteren Fronten gegenüber, denn der Anführer der Chiricahua musste sich nicht nur mit den Zivilisten und Soldaten der Vereinigten Staaten auseinandersetzen,  sondern auch noch mit Zivilisten und Militärs aus Mexiko. Hinzu kam noch ein weiterer Todfeind, mit dem es andere große Anführer aufbegehrender Stämme, wie Sitting Bull, Crazy Horse oder Pontiac, nie zu tun bekamen: Dem Kopfgeldjäger.

Banditen von niedrigstem Niveau, amoralisch und mordbereit, verfolgten die Chiricahua-Apachen systematisch, weil die Regierung der Vereinigten Staaten, ebenso wie die mexikanische, Kopfgeld für ihre Skalps zahlte.

Washington D.C. versprach tatsächlich jedem 2000 Dollar Belohnung, der Geronimo

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