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Das unheimliche Haus des Mister N.: Romantic Thriller

Das unheimliche Haus des Mister N.: Romantic Thriller

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Das unheimliche Haus des Mister N.: Romantic Thriller

Länge:
175 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
9. Juli 2019
ISBN:
9783739623726
Format:
Buch

Beschreibung

Romantic-Thriller von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 146 Taschenbuchseiten.

Lauren war, als würde sich die Tür bewegen. Die unbekannte Person schien das Bad verlassen zu haben. Megan kann das nicht gewesen sein, dachte Lauren schaudernd. Sie hätte geantwortet, als ich sie rief. Aber wer hat sich im Bad aufgehalten? Wer hat mir beim Duschen zugesehen? Rasch schob sie den nassen Vorhang zur Seite, nahm ihren Bademantel vom Haken, zog ihn an, und als ihr Blick auf den Wandspiegel fiel, stockte ihr unvermittelt der Atem. Es war jemand hier gewesen. Dort war der Beweis. Lauren hatte sich die Anwesenheit eines Menschen nicht bloß eingebildet. Die Person hatte mit dem Finger auf den beschlagenen Spiegel geschrieben: VERLASST ENDLICH MEIN HAUS!

Mit einem Titelbild von Firuz Askin.
Herausgeber:
Freigegeben:
9. Juli 2019
ISBN:
9783739623726
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Das unheimliche Haus des Mister N. - A. F. Morland

München

Das unheimliche Haus des Mister N.

Romantic-Thriller von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 146 Taschenbuchseiten.

Lauren war, als würde sich die Tür bewegen. Die unbekannte Person schien das Bad verlassen zu haben. Megan kann das nicht gewesen sein, dachte Lauren schaudernd. Sie hätte geantwortet, als ich sie rief. Aber wer hat sich im Bad aufgehalten? Wer hat mir beim Duschen zugesehen? Rasch schob sie den nassen Vorhang zur Seite, nahm ihren Bademantel vom Haken, zog ihn an, und als ihr Blick auf den Wandspiegel fiel, stockte ihr unvermittelt der Atem. Es war jemand hier gewesen. Dort war der Beweis. Lauren hatte sich die Anwesenheit eines Menschen nicht bloß eingebildet. Die Person hatte mit dem Finger auf den beschlagenen Spiegel geschrieben: VERLASST ENDLICH MEIN HAUS!

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Es klopfte.

Megan Ball schaute auf die Uhr. Es war Punkt Mitternacht. Geisterstunde, dachte sie schaudernd. Ein innerer Zwang veranlasste sie, sich zu erheben, obwohl sie es nicht wollte. Sie musste aufstehen und zur Tür gehen. Mit einer hastigen Handbewegung strich sie sich eine Strähne ihres schulterlangen blonden Haares aus dem Gesicht.

Als es wieder klopfte, zuckte sie heftig zusammen, blieb unschlüssig stehen und nagte an der Unterlippe. Sollte sie weitergehen?

Sollte sie das Klopfen ignorieren? Wer begehrte um diese Zeit Einlass? Ihr Herzschlag beschleunigte, und sie bekam eiskalte Hände.

Sie hob den Kopf, zitterte und war schrecklich nervös. Wer ist da?, wollte sie mit belegter Stimme wissen.

Ich bin es, Megan, antwortete eine brüchige Männerstimme. Mach auf. Lass mich rein.

Megan traute ihren Ohren nicht. Onkel Ernest?

Ja...

Das kann nicht sein, dachte Megan Ball argwöhnisch. Er liegt im Krankenhaus. Es geht ihm sehr schlecht. Er kann unmöglich da draußen stehen. Gibt sich jemand als Onkel Ernest aus? Warum sollte jemand so etwas Verrücktes tun? Das wäre ein ziemlich geschmackloser Scherz.

Bist du es wirklich, Onkel Ernest?, fragte sie misstrauisch.

Natürlich. Mach endlich die Tür auf, Megan. Wie lange soll ich noch hier draußen stehen?

Es war unverkennbar seine Stimme. Bestimmt konnte kein Mensch sie so täuschend echt nachmachen. Für Megan bedeutete das, dass ihr Onkel, dieser verrückte alte Mann, sich mitten in der Nacht aus dem Krankenhaus davongestohlen hatte.

Obwohl er sterbenskrank war!

Das kann ihn umbringen, dachte Megan besorgt. Wie kann er sich der Fürsorge der Ärzte entziehen? Das kommt doch einem Selbstmord gleich.

Sie gab sich einen Ruck, lief zur Tür und öffnete sie. Draußen stand tatsächlich ihr Onkel. Er trug sein weißes Krankenhaushemd. Wie ein Gespenst sah er aus.

Wie war es ihm gelungen, in dieser Aufmachung barfuß durch die halbe Stadt zu laufen, ohne dass es jemand bemerkt hatte? Ein kalter Hauch wehte Megan an.

Als wäre ihr Onkel bereits tot!

Sein weißer Haarkranz war zerzaust. Er hatte leichenblasse Wangen, und dunkelgraue Ringe umgaben seine tiefliegenden Augen. Die Krankheit hatte ihn gezeichnet.

Er war nie schön gewesen, doch in dieser Nacht sah er zum ersten mal so abstoßend hässlich aus, dass Megan die Tür am liebsten schnell wieder geschlossen hätte. Mit patschenden Schritten ging er an ihr vorbei. Sie bekam eine Gänsehaut, als sie seinen rasselnden Atem hörte. In Megans Kopf drehten sich die Gedanken wie Mühlsteine.

Sie musste ihren Onkel irgendwie wieder in die Klinik zurückbringen. Aber wie? Er blieb stehen, sah sie mit (toten?) Augen an, und die hypnotische Kraft seines Blickes veranlasste sie, die Tür zu schließen.

Wieso kommst du zu mir, Onkel Ernest?, fragte Megan Ball fröstelnd.

Ich bin aus dem Krankenhaus ausgerückt, sagte Ernest Nettleton, ein hagerer Endsiebziger.

Megan schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. Das hättest du nicht tun sollen.

Ich hab's da nicht mehr ausgehalten, wollte dich sehen.

Mich sehen? Aber ich hab dich doch gestern erst besucht.

Ernest Nettleton war nicht erst im Alter schrullig geworden. Er war das immer schon gewesen. Viele Jahre seines Lebens war er ruhelos auf Wanderschaft gewesen.

Alle fünf Kontinente hatte der Mann, der in jungen Jahren recht wohlhabend gewesen war, bereist, und es hieß, seine Abenteuerlust habe ihn ein kleines Vermögen gekostet, so dass er heute arm wie eine Kirchenmaus sei.

Du erwartest hoffentlich nicht von mir, dass ich dich hier verstecke, Onkel Ernest, sagte Megan Ball fahrig. Du musst zurück in die Klinik. Er schwankte leicht. Setz dich, sagte Megan sofort.

Er schüttelte den Kopf. Ich kann nicht bleiben, muss weiter.

Weiter? Megan zweifelte an seinem Verstand. Wohin denn?

Ich bin nur gekommen, um mich von dir zu verabschieden?, sagte Ernest Nettleton mit Grabesstimme.

Wohin willst du denn?, fragte Megan Ball mit Nachdruck. Du hattest Glück, dass niemand dich auf dem Weg hierher gesehen hat. Noch mal hast du so viel Glück bestimmt nicht. Die Polizei wird dich auflesen und...

Leb wohl, Megan, fiel der bleiche Greis ihr ins Wort. Pass auf dich auf. Er gab ihr die Hand. Eine Hand, die so kalt, hart und knöchern war, dass es Megan erschreckte - und als sie einen Blick darauf warf, blieb ihr das Herz stehen, denn es war die Hand eines Skeletts!

Megan wollte sie loslassen, doch es ging nicht. Die eisigen Knochenfinger hielten sie wie Stahlklammern fest. Der Druck war schmerzhaft.

Megan fing an zu schreien und versuchte immer hysterischer und angewiderter, die Totenhand abzuschütteln, doch der alte Mann ließ sie nicht los.

Das ist kein Abschied!, hallte es in Megan. Onkel Ernest ist gekommen, um mich ins Jenseits mitzunehmen! O mein Gott, er ist tot! Er ist auf der Durchreise nach drüben, und er möchte nicht allein gehen! Ich soll ihn begleiten!

Sie schrie immer lauter und wehrte sich immer heftiger. Der unheimliche Greis griff nach ihren Schultern und schüttelte sie. Kreischend schlug sie um sich.

Megan!

Nein...

Megan!

Nein, ich gehe nicht mit dir!

Megan! Das war nicht Onkel Ernests Stimme. Das war überhaupt keine männliche, sondern eine weibliche Stimme. Es war Lauren Finnegans Stimme, und Lauren Finnegan war eine von Megans besten Freundinnen.

Megan riss die Augen auf. Sie zitterte und war in Schweiß gebadet. Wo war Onkel Ernest? Wo ist er?, krächzte Megan.

Wer?, fragte Lauren. Sie war so alt wie Megan, hatte langes dunkles Haar, war sehr hübsch, von Beruf Schauspielerin und derzeit ohne Engagement.

Onkel Ernest.

Lauren sah Megan irritiert an. Er ist im Krankenhaus. Sie legte die Arme um die Freundin. Megan wohnte seit einigen Wochen bei ihr. Das Apartment war groß genug für sie beide. Hey, hey, beruhige dich, Kleines, sagte sie besänftigend. Scheint so, als hättest du einen Alptraum gehabt. Du bist bei mir. Es ist niemand hier außer uns beiden. Hab keine Angst. Du bist in Sicherheit.

Megan klammerte sich schaudernd an sie. O Lauren, schluchzte sie, es war grauenvoll. Er sagte, er wolle sich verabschieden, aber in Wirklichkeit wollte er mich mitnehmen.

Mitnehmen?

Nach drüben.

Es war nur ein Traum, Megan. Lauren strich der Freundin sanft über das blonde Haar. Nur ein böser Traum.

Megan beruhigte sich allmählich und erzählte der Freundin den ganzen Traum, um sich mental davon zu befreien.

Dein Nachthemd ist völlig durchgeschwitzt, stellte Lauren fest. Du solltest es wechseln.

Megan stand auf und ging ins Bad. Sie duschte, zog ein anderes Nachthemd an, und als sie das Bad verließ, trat Lauren mit einer Tasse aus der Küche.

Heiße Milch mit Honig, sagte sie. Damit du traumlos weiterschlafen kannst.

Danke. Tut mir leid, dir solche Umstände zu machen, Lauren.

Das sind doch keine Umstände.

Ich habe dich wachgeschrien.

Ach, was. Ich kann morgen im Bett bleiben, solange ich will, sagte Lauren. Möchtest du, dass ich dir noch ein wenig Gesellschaft leiste?

Das wäre nett.

Okay.

Megan kehrte in ihr Zimmer zurück und legte sich hin. Lauren Finnegan setzte sich auf die Bettkante und sah der Freundin zu, wie sie schluckweise die Tasse leerte.

Megan mochte Lauren sehr. Die Freundin war sehr lebenslustig, manchmal ein bisschen überdreht, aber gerade das machte sie besonders sympathisch.

Ein seltsamer Ausdruck erschien in Megans veilchenblauen Augen. Was ist?, fragte Lauren sofort. Was hast du?

Ob - ob Onkel Ernest sich wirklich von mir verabschiedet hat?, fragte Megan stockend. Furcht breitete sich wie ein kaum wahrzunehmender Schleier über ihr hübsches Gesicht.

Glaubst du an so etwas?

Ich hab mal von einer Frau gelesen, deren Mann sich geschäftlich in Argentinien aufhielt, während sie zu Hause in London auf seine Rückkehr wartete, erzählte Megan. Ihr Mann erlitt einen tödlichen Herzanfall, und in der Stunde seines Todes fiel daheim sein Bild von der Wand.

Zufall, behauptete Lauren.

Ein andermal starb ein Mann, und zur selben Zeit blieb die Uhr stehen, die er seiner Frau zum Hochzeitstag geschenkt hatte.

Lauren Finnegan winkte ab. Das sind alles Märchen. Ich glaube nicht an diesen Humbug.

Vielleicht ist mir der Geist meines armen Onkels erschienen. Megan Ball trank die restliche Milch mit Honig.

Lauren nahm ihr die leere Tasse aus den Fingern und meinte zuversichtlich: Du wirst ihn morgen im Krankenhaus besuchen, und er wird noch leben.

Es geht ihm sehr schlecht, gab Megan zu bedenken.

Die Medizin vermag heutzutage wahre Wunder zu vollbringen, erwiderte Lauren Finnegan. Ich glaube, dein schrulliger alter Onkel hat noch ein paar Jährchen. Sie beute sich vor und löschte die Nachttischlampe. So, Mädchen, und nun wird weitergeschlafen.

2

Dass Megan Ball seit kurzem bei Lauren Finnegan lebte und arbeitete (sie war Modezeichnerin), hatte einen triftigen Grund: Megans Beziehung mit Jeff Kavanagh war in die Brüche gegangen, als sie ihm auf eine Affäre mit einer ungemein verführerischen Kollegin draufgekommen war.

Megan konnte nicht verstehen, dass es Männern so schwerfiel, treu zu sein. Wieso genügte ihnen eine Beziehung nicht? Wieso mussten sie immer auch nach anderen Frauen schielen und jede Gelegenheit nutzen, die sich ihnen bot - selbst dann, wenn ihre Beziehung glücklich war?

Sie und Jeff hatten wunderbar zusammengepasst. Megan hatte geglaubt, sie würden schon bald heiraten. Sie hatte deshalb bedenkenlos ihre Wohnung aufgegeben und war zu Jeff gezogen - und wenig später hatte es diese bitterkalte Dusche für sie gegeben, die sie veranlasst hatte, mit Jeff Schluss zu machen und mit Sack und Pack bei Lauren Finnegan einzuziehen, die, finanziell zur Zeit in der schmalen Gasse, ganz froh darüber war, dass die Freundin die Hälfte der Miete übernahm.

Lauren Finnegan wurde vom Kaffeeduft aus dem Bett gelockt. Es war halb neun, und Megan hatte das Frühstück gemacht. Wie war der Rest deiner Nacht?, erkundigte sie sich und band den Gürtel des schwarzen Seidenkimonos, den sie übergezogen hatte, zu einer Schleife.

Gut, antwortete Megan Ball.

"Kein weiterer

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