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Drei Särge warten in Amarillo: Western

Drei Särge warten in Amarillo: Western

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Drei Särge warten in Amarillo: Western

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9783739620107
Format:
Buch

Beschreibung

WESTERN VON A. F. MORLAND
 
Der Umfang dieses Buchs entspricht 97 Taschenbuchseiten.
In alter Rechtschreibung.
 
Frank Bunuel spürte einen harten Schlag an der Brust. Er wurde zurückgeworfen. Mit zusammengepreßten Kiefern wollte er endlich abdrücken, doch seltsamerweise hatte er keine Kraft mehr im Zeigefinger. Die Stille wurde immer wieder von Detonationen zerrissen. Das letzte Geschoß schleuderte Frank Bunuel zu Boden, direkt vor Fannys Füße. Die junge Frau war kreidebleich geworden. "Frank!" schrie sie kreischend. "Frank!" Sie fiel neben ihrem toten Mann auf die Knie. Tränen quollen aus ihren Augen, die den Leichnam fassungslos anschauten. Die Hufschläge entfernten sich, waren bald nicht mehr zu hören. Wie ein Spuk waren die vier Killer aufgetaucht und wieder verschwunden und hatten einen Toten zurückgelassen, den seine verzweifelte Frau beweinte...
 
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juli 2019
ISBN:
9783739620107
Format:
Buch

Über den Autor

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.


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Drei Särge warten in Amarillo - A. F. Morland

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DREI SÄRGE WARTEN IN AMARILLO

WESTERN VON A. F. MORLAND

Der Umfang dieses Buchs entspricht 97 Taschenbuchseiten.

In alter Rechtschreibung

Frank Bunuel spürte einen harten Schlag an der Brust. Er wurde zurückgeworfen. Mit zusammengepreßten Kiefern wollte er endlich abdrücken, doch seltsamerweise hatte er keine Kraft mehr im Zeigefinger. Die Stille wurde immer wieder von Detonationen zerrissen. Das letzte Geschoß schleuderte Frank Bunuel zu Boden, direkt vor Fannys Füße. Die junge Frau war kreidebleich geworden. „Frank! schrie sie kreischend. „Frank! Sie fiel neben ihrem toten Mann auf die Knie. Tränen quollen aus ihren Augen, die den Leichnam fassungslos anschauten. Die Hufschläge entfernten sich, waren bald nicht mehr zu hören. Wie ein Spuk waren die vier Killer aufgetaucht und wieder verschwunden und hatten einen Toten zurückgelassen, den seine verzweifelte Frau beweinte...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by A.F. MORLAND und Edition Bärenklau, 2015

Cover © by Firuz Askin, 2015

1

Sie kämpften hinter dem Saloon. Johnny Puma brauchte keine Zuschauer, wenn er eine Sache, die ihm nicht paßte, mit den Fäusten bereinigte. Sein Gegner war ein schwerer Brocken mit fleischigen Augenlidern und kantigem Schädel. Dennoch war von der ersten Minute an zu erkennen, daß der Mann gegen Johnny keine Chance hatte.

Puma zog einen Aufwärtshaken mit großer Kraft nach oben. Er traf voll. Den anderen hob es beinahe aus den Stiefeln. Er rollte mit den Augen und schüttelte benommen, den Kopf.

Knurrend wollte er zum Gegenangriff übergehen. Er nahm seine großen Hände hoch, krampfte sie zu harten Fäusten zusammen und schlug damit nach Johnnys Bauch.

Puma blockte den Hammer ab und konterte blitzschnell. Der Mann torkelte. Seine kleinen Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. „Na warte, du Bastard!" zischte er und griff nach seinem Messer.

Auf der langen Klinge tanzten blitzende Reflexe. Johnny Puma starrte den Gegner eiskalt an. Er fürchtete den Mann, der größer und schwerer als er war, nicht. Es gab wohl niemanden auf der Welt, vor dem Johnny Angst gehabt hätte.

Der angeschlagene Kerl wollte das Blatt nun wenden. „Ich mach’ dich fertig, du Strolch!" fauchte er.

„Mann, du solltest das Messer schnell wieder wegstecken, sonst kriegst du mehr ,Ärger, als du verkraften kannst", sagte Johnny.

Der Kerl stach zu. Johnny brachte sich mit einem federnden Satz in Sicherheit. Die Klinge fegte an seinem Gürtel vorbei. Johnny Puma fing den Messerarm geschickt ab, rammte dem Mann seinen Ellenbogen gegen die Brust, drehte den Arm kraftvoll herum. Ein Aufschrei. Das Messer fiel in den Staub.

Und nun gab Johnny dem Kerl mit ein paar wuchtigen, präzise gesetzten Hieben den Rest.

Der Mann fiel. Johnny schickte ihm. noch einen Faustschlag nach. Der Kerl landete auf dem Bauch und streckte alle viere von sich. Er keuchte schwer, war unfähig, sich zu erheben.

„So, sagte Johnny Puma kalt. „Ich denke, das sollte. reichen. Vielleicht hast du daraus etwas gelernt: Kein Mann darf ungestraft behaupten, Johnny Puma wäre ein Feigling, bloß, weil er keine Waffe trägt!

Damit war Johnny mit dem Kerl fertig. Er ließ ihn liegen, kümmerte sich nicht weiter um ihn, machte auf den hohen Hacken seiner Halbstiefel kehrt und ging in den Saloon zurück.

Der Mann rappelte sich schwitzend auf. Er hob sein Messer auf, torkelte zur gegenüberliegenden Tränke, steckte den Kopf ins Wasser, kam prustend hoch und rief in Richtung Saloon: „Warte nur, du dämlicher Angeber! Eines Tages wird dich einer Feigling nennen, und du wirst es dir gefallen lassen müssen!"

Im Saloon ging es hoch her. Der Klavierspieler hatte einen seiner besten Tage. Zudem war er besoffen, und so ließ er die Finger zu seinem eigenen Vergnügen über die Tasten tanzen. Dazu grölte er all die Ohrwürmer, die landauf, landab gern gehört wurden.

Cowboys und Farmer saßen an getrennten Tischen, wollten nichts voneinander wissen, ließen einander an diesem Tag ausnahmsweise in Ruhe. Die Girls, leicht geschürzt, mit tiefen Ausschnitten, in denen allerhand wogte, setzten sich mal auf diesen, dann auf jenen Schoß, um den Umsatz zu heben, und er hob sich tatsächlich.

Das nahm der feiste Wirt mit fröhlicher Miene zur Kenntnis. Wenn er Zeit hatte, überschlug er immer wieder kurz die Einnahmen, und er kam zu dem Schluß, daß er seit Monaten kein so gutes Geschäft mehr gemacht hatte.

Johnny Puma kehrte an seinen Platz an der Theke zurück. Der Wirt blickte ihn prüfend an. Kein Kratzer war an Johnny. Auch kein Staubfleck. Also war die Auseinandersetzung hinter dem Saloon für ihn eine glatte Sache gewesen.

„Darf’s noch was sein, Johnny?" fragte der Wirt mit einem freundlichen Grinsen. Er war bekannt dafür, daß er sich immer hinter den Sieger und niemals hinter den Verlierer stellte.

„Einen Whisky könnte ich auf den Ärger schon vertragen", erwiderte Johnny Puma schmunzelnd.

„Gab’s Probleme?" erkundigte sich der Wirt.

„Nicht die geringsten."

„Das hört man gern. Du hast einiges los, mein Junge ,das darf dir ein alter Hase wie ich doch sagen, oder. Und du bist verdammt fair, was man nicht vor jedem Mann behaupten kann."

Johnny bleckte die Zähne. „Okay, okay. Wenn du mir schon so schön tust, dann gieß dir auch einen Whisky ein."

„Oh, deshalb habe ich es nicht gesagt. Ehrlich nicht. Aber wenn du mich einlädst, wäre es unklug von mir, abzulehnen."

Flugs stand ein zweites Glas auf dem Tresen. Der Whisky gluckste ins Glas. Nachdem der Wirt die Flasche weggestellt hatte, hob er sein Glas und sagte: „Auf dich, Johnny. Auf einen Mann von Format!" Dann trat er, als wollte er sich im Whisky ersäufen.

Johnny nippte nur an seinem Glas. Er zeigte dem Wirt die kalte Schulter, und der Feiste nahm sich seiner anderen Gäste an.

An zwei Tischen wurde gepokert. Es ging erstaunlich ruhig dabei zu. Eine Menge Geld lag im Pott. Dicker Rauch hing darüber.

Johnny Puma war ein schlanker Bursche, stets in Schwarz gekleidet, was nichts mit penetranter Trauer zu tun hatte. Er liebte diese Farbe einfach. Auch seine Locken waren schwarz. Sie wuchsen ihm über den Hemdkragen. Johnny hatte ein scharfgeschnittenes, von der Sonne kupferbraun gefärbtes Gesicht. Seine Hände waren schmal und feinnervig. Die Finger konnten einen Colt blitzschnell ziehen und zielsicher abfeuern, doch seit einiger Zeit hing Johnnys Revolvergurt zu Hause am Nagel.

Johnny war Kopfgeldjäger gewesen.

Er hatte einen Haufen Geld mit diesem gefährlichen Job verdient, und als er die Summe beisammen gehabt hatte, die er sich vorgestellt hatte, hatte er gesagt: „Jetzt ist es genug. Das reicht. Von nun an wird nichts mehr gearbeitet."

Und das mit vierzig, denn älter war Johnny Puma noch nicht.

Er sah aus wie dreißig, hatte kaum Falten um die Augen, war wendig und blitzschnell. Und er konnte sich auch ohne Colt sehr gut behaupten.

Er kannte Kopfgeldjäger, die hatten so lange weitergemacht, bis ihre Gegner schneller gewesen waren als sie.

Heute erinnerte bestenfalls ein Grabstein an diese habgierigen Leute. Nein, man muß beizeiten aufhören können, und Johnny Puma hatte das gekonnt. Er hatte sein Geld gut angelegt und lebte nun davon ohne Sorgen.

Ein Mann schob sich

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