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Redlight Street #2: Diane - Kein leichtes Leben
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Redlight Street #2: Diane - Kein leichtes Leben
eBook124 Seiten1 Stunde

Redlight Street #2: Diane - Kein leichtes Leben

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REDLIGHT STREET #2
Roman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 94 Taschenbuchseiten.

Der Spinner rief immer noch an.
Seine Sprüche wurden ordinärer und obszöner, und Diane hörte ganz genau, was er dabei machte. Sie fühlte sich von ihm beobachtet und verfolgt, aber sie sah ihn nie. Er sprayte nachts ein rotes Herz an ihre Wohnungstür, und er kündigte heiser vor Erregung an, dass er bald zu ihr kommen würde, wobei er genüsslich all die widerlichen Einzelheiten aufzählte, die er dann mit ihr tun würde ...
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum7. Juli 2019
ISBN9783739680118
Redlight Street #2: Diane - Kein leichtes Leben
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Autor

A. F. Morland

A. F. Morland schrieb zahlreiche Romane und ist der Erfinder der Serie Tony Ballard.

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    Redlight Street #2 - A. F. Morland

    München

    DIANE – KEIN LEICHTES LEBEN

    REDLIGHT STREET #2

    von A. F. Morland

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 94 Taschenbuchseiten.

    Der Spinner rief immer noch an.

    Seine Sprüche wurden ordinärer und obszöner, und Diane hörte ganz genau, was er dabei machte. Sie fühlte sich von ihm beobachtet und verfolgt, aber sie sah ihn nie. Er sprayte nachts ein rotes Herz an ihre Wohnungstür, und er kündigte heiser vor Erregung an, dass er bald zu ihr kommen würde, wobei er genüsslich all die widerlichen Einzelheiten aufzählte, die er dann mit ihr tun würde ...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

    © by Author

    © Cover by Steve Mayer, 2016

    Früherer Titel:Kein leichtes Leben für Diane

    © dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Die Hauptpersonen:

    Diane Quaid – Tochter einer Dirne in Los Angeles, arbeitet in mehreren Berufen.

    Moody Makepeace – ehemaliger Zuhälter, will seiner Lebensgefährtin ein Denkmal setzen.

    Chris Goodman – Verleger, wird das Opfer ehrgeiziger Pläne.

    Cliff Lockwood – Schriftsteller, arbeitet als Ghostwriter für einen ehemaligen Zuhälter.

    1

    Diane schrubbte sich den Geruch des widerlichen Kerls so gründlich wie möglich aus den Poren. Nichts von ihm sollte an ihr haftenbleiben, und nichts sollte sie an ihn erinnern, denn er war nicht wert, dass sie ihn im Gedächtnis behielt. Obwohl sie mit ihm geschlafen hatte.

    Aber das hatte für Diane nicht das gleiche Gewicht wie für andere Mädchen. Wenn sie Geld brauchte, ging sie fast mit jedem Typ ins Bett. Klein, groß, dick, dünn, mit Haaren, kahl – egal. Nur das Moos in seiner Brieftasche zählte.

    Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm. Dianes Mutter, Carrie Quaid, war in ihrem Alter schon eine richtige Hure gewesen, mit hochkarätigen Kunden. Heute arbeitete sie nicht mehr in dieser Branche. Während andere Prostituierte für gewöhnlich ihr Geld durchbringen und vor dem Nichts stehen, wenn sie ihren Zenit überschritten haben, hatte Carrie ihre beträchtlichen Einnahmen bestens angelegt. Ihr damaliger Lude Moody Makepeace, Dianes Vater, hatte das für sie arrangiert. Und so standen die beiden, sie waren immer noch zusammen, lebten in New York, heute finanziell hervorragend da. Sie gehörten zu den wenigen, die es geschafft hatten, mit Gewinn aus dem Milieu auszusteigen und seither ein »normales« Leben zu führen.

    Am gründlichsten wusch Diane ihre Scham.

    Vor fünf Minuten war der widerliche Kerl gegangen. »Eine Sensation warst du nicht gerade«, hatte er enttäuscht gesagt.

    »Was hattest du erwartet? Ein Erdbeben? Und dass sich der Himmel auftut und du auf Wolke sieben schwebst?«

    »Du hättest wenigstens so tun können, als ob es dir Spaß machen würde.«

    »Du brauchst ja nicht wiederzukommen.«

    »Hab’ ich auch ganz bestimmt nicht vor«, hatte der Mann erwidert und sie gemustert. Sie hatte einen zyklamfarbenen Bademantel getragen, hatte das lange naturblonde Haar oberflächlich hochgesteckt. »Hübsch bist du ja. Aber so leidenschaftlich wie ein toter Fisch.«

    Diane hatte für ihn die Tür geöffnet. »Ciao!«, hatte sie kühl gesagt.

    »Ich werde dich nicht weiterempfehlen.«

    »Ich werd’s verschmerzen. Würdest du jetzt die Güte haben, mich mit meinem Schmerz allein zu lassen?«

    Er war hinausgegangen. Stolz wie ein spanischer Grande. Diane wusste wirklich nicht, worauf er sich so viel einbildete. Er war die größte Niete gewesen, die sie je im Bett gehabt hatte. Sie hatte ihm fast die Tür ins Kreuz geschlagen und war ins Bad gegangen.

    Und nun drehte sie das Wasser ab und verließ die Duschkabine.

    »Dieser verdammte Knoblauchfresser!«, ärgerte sie sich. »Hält sich für den Bauchnabel der Welt und ist in Wirklichkeit nur ein armes, stinkendes Würstchen.« Sie schüttelte den Kopf. »Leute kommen einem in diesem Job unter!«

    Diane bewunderte einmal mehr ihre Mutter und fragte sich, wie sie es so lange in diesem Gewerbe, das man das älteste der Welt nennt, hatte aushalten können.

    Diane sah sich nicht als Nutte.

    Okay, sie schlief mit Männern für Geld. Aber eigentlich war sie Model und wollte zum Film, deshalb lebte sie seit sechs Jahren hier in Los Angeles.

    Nur wenn die Auftragslage bescheiden war, konnten Typen, die bereit waren, ihren Preis zu zahlen, sie haben. Zurzeit hatte das Model-Geschäft mal wieder einen größeren Durchhänger. Also war Diane gezwungen, auf der anderen Schiene Kohle zu machen. Ein Glück, dass sie so vielseitig war. So konnte sie nie untergehen. Sie würde immer obenauf schwimmen, egal, was kam.

    Sechs Jahre L.A. Sie hatte gedacht, das würde mehr bringen. Aber sie war leider nicht das einzige hübsche Mädchen, das zum Film wollte. Alle, die keinen Klumpfuß und keinen Buckel hatten, wollten das.

    Und sie waren genauso wie Diane bereit, alles, wirklich alles, für eine Filmrolle zu tun. Die Konkurrenz war verdammt groß, und sie schlief nicht. Jedenfalls nicht allein, wenn es darum ging, sich einen Vorteil zu sichern.

    Manchmal, wenn Diane ihre depressive Phase hatte, was glücklicherweise nicht oft vorkam, dachte sie, dass ihre Mutter ihr Leben irgendwie besser gemeistert hatte. Vielleicht, weil Moody Makepeace sich um sie gekümmert hatte. Er war nicht nur ihr Lude, sondern mehr noch ihr Freund gewesen. Er hatte sie ehrlich geliebt und liebte sie immer noch. Er war immer gut zu Carrie gewesen, hatte sie nie zu irgendetwas gezwungen, hatte sie niemals geschlagen. Sie waren ein echtes, leistungsstarkes Team gewesen. Jeder hatte seine Aufgaben gehabt und diese zur vollsten Zufriedenheit des Partners erledigt.

    Diane hätte auch gern einen Mann wie Moody Makepeace an ihrer Seite gehabt. Aber das war nicht möglich, denn Moody war einmalig. Den gab es kein zweites Mal auf der Welt.

    Sechs Jahre L.A. Und was war hängengeblieben? Ein paar unbedeutende Auftritte im Werbefernsehen, Komparsen-Arbeit beim Film. Einmal hatte sie nackt am Strand in der Sonne liegen dürfen, und der Hauptdarsteller hatte sie mit den Augen, laut Drehbuch, verschlungen. Ein andermal hatte sie aus dem Fenster eines brennenden Hauses in ein Sprungtuch hüpfen müssen. Sie hatte sich dabei so sehr das Kreuz verrenkt, dass die ganze Gage für den Chiropraktiker draufging, der sie wieder in Ordnung brachte. Sie hatte widerwillig eine uniformierte Polizistin gespielt, die ein Strichmädchen verprügelte und dafür von deren Zuhälter gleich auf den ersten Filmmetern erstochen wurde.

    Es war bisher nichts von Bedeutung angefallen, aber das hinderte Diane nicht daran, weiterhin davon zu träumen, eines Tages groß beim Film rauszukommen.

    In der Zwischenzeit hatte sie ja ihre beiden Jobs: den des Models und den des Callgirls.

    Sie trocknete sich ab und föhnte ihr Haar.

    Das Telefon läutete.

    Dianes automatischer Anrufbeantworter schaltete sich ein, sie stellte den Fön kurz ab und hörte sich sagen: »Hier spricht Diane Quaid. Ich bin im Augenblick nicht erreichbar, aber wenn Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer nennen, rufe ich so bald wie möglich wieder zurück.«

    »Mist!«, sagte Dianes Freundin Stella enttäuscht. »Ich wollte mit dir und nicht

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