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Todeskreis Taiwan: Ein Fall für die Nuclear Task Force

Todeskreis Taiwan: Ein Fall für die Nuclear Task Force

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Todeskreis Taiwan: Ein Fall für die Nuclear Task Force

Länge:
184 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
3. Juni 2019
ISBN:
9783743816466
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Fall für die Nuclear Task Force
von AI Frederic

Der Umfang dieses Buchs entspricht 164 Taschenbuchseiten.

Mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter überfällt und tötet der Ex-Marinesoldat Dsou Taofen die Wachmannschaft des als Trawler getarnten US-Aufklärers "Lotung", der auf der Orchideeninsel angelegt hatte, und kapert das Schiff. Der aus Taiwan stammende Fanatiker plant Atomraketen zu stehlen und sie gegen die verhassten Chinesen einsetzen. Kurz darauf bringt er den italienischen Luxusliner "Ancona" mit über tausend Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord in seine Gewalt. Aufgrund unglücklicher Umstände war das Kreuzfahrtschiff vom Kurs abgekommen und arglos auf eine Katastrophe durch aus der Richtung geratene "Cruise Missiles" zugesteuert. Die mutigen Agenten der Nuclear Task Force, allen voran Seiichi Tanaka, setzen alles daran, das Leben der Passagiere und Besatzung zu retten ...
Herausgeber:
Freigegeben:
3. Juni 2019
ISBN:
9783743816466
Format:
Buch

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Todeskreis Taiwan

Ein Fall für die Nuclear Task Force

von AI Frederic

Der Umfang dieses Buchs entspricht 164 Taschenbuchseiten.

Mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter überfällt und tötet der Ex-Marinesoldat Dsou Taofen die Wachmannschaft des als Trawler getarnten US-Aufklärers „Lotung, der auf der Orchideeninsel angelegt hatte, und kapert das Schiff. Der aus Taiwan stammende Fanatiker plant Atomraketen zu stehlen und sie gegen die verhassten Chinesen einsetzen. Kurz darauf bringt er den italienischen Luxusliner „Ancona mit über tausend Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord in seine Gewalt. Aufgrund unglücklicher Umstände war das Kreuzfahrtschiff vom Kurs abgekommen und arglos auf eine Katastrophe durch aus der Richtung geratene „Cruise Missiles" zugesteuert. Die mutigen Agenten der Nuclear Task Force, allen voran Seiichi Tanaka, setzen alles daran, das Leben der Passagiere und Besatzung zu retten ...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Sie standen auf dem etwas erhöht liegenden Teil der westlichen Uferregion von Hungfou Hsü, der Orchideeninsel, und blickten sich eine Weile schweigend in die Augen: Yin Dsöhsü, der in Wirklichkeit weitaus mehr war als nur der einfache chinesische Decksmann des Trawlers „Lotung" und Liu, das Mädchen mit den samtweichen schwarzen Haaren.

Der laue Wind aus Westen umfächelte an diesem frühen Morgen im Februar die beiden Menschen und spielte mit Lius faltenreichem Kleid, dessen Saum bis auf den weichen Boden zwischen den knorrigen Baumriesen hinabreichte.

Der Abschied - ein letzter leidenschaftlicher Gruß. Eine Szene stummer, friedlicher Hingabe - und doch war sie eine Farce. Yin und Lius Zusammensein war der Auftakt zu einem blutigen Drama, dessen Ausgang im absoluten Dunkel der Ungewissheit lag, doch nur einer von ihnen wusste es.

„Ich muss jetzt wirklich gehen, sagte Yin. „Unpünktlichkeit ist das Allerletzte, was wir uns leisten dürfen. Eine Stunde vor dem Wecken müssen alle, die Landurlaub bekommen haben, wieder an Bord sein, das ist ein Befehl von Kapitän Riordan.

Sie schien sekundenlang dem Wispern des Windes in den Baumwipfeln zu lauschen. Dann brach auch sie ihr Schweigen. „Es lässt sich nicht ändern. Jede Nacht hat ihr Ende, auch, wenn wir uns damit nicht abfinden wollen. Wirst du wiederkommen?"

„Ja. Ich verspreche es dir."

„Und ich glaube dir nicht."

„Liu, sagte er ernst. „Es war das zweite Mal, dass ich bei dir war, und ich wäre schon heute Nacht nicht zu dir gekommen, wenn es mir nicht um mehr ginge als nur ...

Sie seufzte kaum hörbar. „Kannst du dir diese Worte denn wirklich nicht sparen?"

„Du denkst, meine ganzen Versprechungen sind hohle Reden? Lippenbekenntnisse? Er schüttelte betrübt den Kopf. „Das hätte ich von dir nicht erwartet.

„Viele haben es mir gesagt."

„Was denn?"

„Dass sie mich mitnehmen. Fort von dieser Insel, in ein neues Leben. Viele haben es gesagt ..."

„Liu, sagte er eindringlich. „Du wirst es mir noch glauben, das schwöre ich dir, und dann wirst du bereuen, was du mir eben geantwortet hast. Ich hole dich von hier weg. Noch bin ich nicht so weit, aber ich schaffe es. Ich richte dir in Taipeh eine kleine Wohnung ein, dann können wir heiraten oder auch so zusammenleben. Du musst mir nur versprechen, mit diesem Leben Schluss zu machen.

Dieses Leben - das war die einzige Einkommensquelle eines Mädchens wie Liu Pefu auf einer Insel wie Hungfou Hsü, in einem armseligen kleinen Pavillon dreihundert Yards vom Westufer entfernt, aus Bambus und Sperrholz und geflochtenen Matten errichtet, unter der ausladenden Krone eines Drachenaugenbaumes. Dieses Leben bewahrte vor einem noch erbärmlicheren Dasein und half einer großen Verwandtschaft; aber alle Mädchen, hier wie überall auf der Welt, hofften, dass eines Tages der Mann kam, der sie mitnahm, hinaus in eine neue, bessere Existenz.

Liu musterte Yins Gesicht. Ja, vielleicht meinte er das wirklich ernst. Er war der Typ, der sich in ein Mädchen wie sie verliebte und sie unter seine schützenden Fittiche nahm, und das bei seiner Position ...

Der Trawler „Lotung", ein Heckfänger mit dem charakteristischen A-Mast, lag in der natürlichen Hafenbucht von Hungfou Hsü vor Anker, gar nicht weit entfernt, obwohl man ihn von diesem Platz aus nicht sehen konnte. Die Lichter der kleinen Stadt, die die ganze Nacht über hartnäckig gefunkelt hatten, erloschen jetzt, gegen Morgengrauen, nach und nach. Außer dem Trawler befand sich kein größeres Schiff im Hafen. An den Piers hoben und senkten sich nur ein paar Motorboote und Sampans auf der leichten Dünung, die das Wasser der Bucht kräuselte.

Der Trawler ... Sein Geheimnis lag in seinem Rumpf verborgen.

Außer Korvettenkapitän Dennis Riordan befanden sich drei Mann als Ankerwache an Bord, so viel hatte Liu von Yin erfahren. Zwölf Mann, vorwiegend US-Amerikaner, waren auf Landurlaub und hatten alle das Gleiche getan wie Yin Dsöhsü.

Jetzt, nicht früher, war die Zeit zum Handeln gekommen.

Yin betrachtete Lius Gesicht und verspürte den Drang, nicht an Bord zurückzukehren. Und er konnte nicht verhindern, dass seine Gedanken weiterliefen.

Liu, dieses bezaubernde, zerbrechliche Geschöpf, zart, fügsam und sensibel, nicht von der üblichen hartgesottenen Art der Gunstgewerblerinnen ...

Yin, du bist ja ein Narr, dass du dich solchen Gedanken hingibst, dachte er. Aber dann war er doch wieder hingerissen von diesem einzigartigen Gesicht, diesem schlanken, vollendet proportionierten Körper.

Er beugte sich vor, um sie zu küssen. „Liebst du mich?", fragte er sie.

„Was du für mich tust, ist von unschätzbarem Wert", flüsterte sie ihm zu.

„Du weichst mir ja aus ..."

„Nein. Ich meine das ernst."

„Ein bisschen liebst du mich also wirklich?"

„Ja."

„Ich hole dich hier weg", sagte er hastig und presste sie fest an sich.

„Ich werde dich nie vergessen", konnte sie noch hauchen, ehe er sie küsste, und auch diese Äußerung entsprach ihren Empfindungen, nur nicht in dem Sinn, wie Yin Dsöhsü sie verstand. Nein, sie würde ihn nie vergessen, denn er stellte praktisch die Ausgangs- und Schlüsselfigur in dem ganzen Unternehmen dar.

Das schmale Messer, das sie bislang geschickt im Ärmel ihres seidigen, weiten Kleides verborgen hatte, lag plötzlich in ihrer Hand, und sie stach damit zu, ehe dieser Abschiedskuss beendet war.

Yin klammerte sich an ihr fest, riss sie mit sich zu Boden. Im Moment des Todes begriff er noch, welchem ungeheuerlichen Schwindel er aufgesessen war.

Er war ein in verschiedenen Nahkampf- und Verteidigungsmethoden geschulter Mann, aber dieser Angriff war zu unerwartet gekommen.

Sein Körper verkrampfte sich. Dann erschlaffte er plötzlich. Yin Dsöhsü, der Mann des nationalchinesischen Geheimdienstes Lien Lo Pou, hatte aufgehört zu leben.

Liu Pefu erschauderte nicht. Sie hatte von Anfang an gewusst, dass sie es tun würde, tun musste.

Sie blickte auf, und da traten sie auch schon aus dem Dickicht des Waldes: Dsou Taofen und Philip Hou. Sie hatten sich angeschlichen, bis sie nur noch zwei Yards von dem Paar entfernt gewesen waren, aber dann hatten sie keine Möglichkeit mehr gesehen, sich auch nur noch einen Zoll zu nähern, ohne Yins Aufmerksamkeit zu erregen.

„Siehst du, sagte Liu leise zu Dsou Taofen. „Es war doch eine gute Idee von mir, das Messer mitzunehmen. Ihr hättet es nie fertiggebracht, ihn so schnell und lautlos ins Jenseits zu befördern.

Dsous Züge waren hart, fast verbittert. Er war ein mittelgroßer Mann von athletischer Statur ohne sonderlich markantes Äußeres - aber es waren seine Selbstsicherheit und sein eiserner Wille, die Liu seit dem Tag gefesselt hatten, an dem sie sich auf dieser Insel kennengelernt hatten. Ja, sie war von ihm abhängig, in jeder Beziehung.

„Ich wollte nicht, dass du es tust", sagte er.

„Für dich würde ich noch viel mehr tun." Sie erhob sich und trat zu ihm, während Philip Hou sich über den Toten beugte und ihm seine Kleidung abstreifte. Yin Dsöhsüs Zivilkleidung hatte bei dem Mord keinen Schaden erlitten, nicht ein Tropfen Blut hatte sie befleckt.

„Das weiß ich, erwiderte Dsou. „Aber das ist es nicht. Angenommen, es wäre etwas schiefgelaufen. Wir hätten fliehen können, aber du hättest um deines Alibis und deiner Glaubwürdigkeit willen auf der Insel bleiben müssen. Da wären dann vielleicht deine Fingerabdrücke auf dem Heft des Messers gefunden worden.

„Verfänglich hätte es für mich nur werden können, wenn wir ihn in meiner Hütte erledigt hätten, sagte sie. „Deswegen bin ich ja mit ihm bis hierher gegangen. Mit diesem erbärmlichen Narren.

Dsou nickte. „Na gut. Verlieren wir keine unnützen Worte. Nur eines noch: Solange Männer wie er für die äußere Sicherheit unseres Landes mitverantwortlich sind, wird die Gefahr immer mehr wachsen. In diesem Sinn sind auch Leute wie dieser Yin Parasiten unserer Gesellschaft, die nichts für eine radikale Verbesserung der Lage tun."

Er trat der nur noch mit Unterwäsche bekleideten Leiche mit dem Fuß in die Seite; ein Ausdruck tiefster Verachtung. Er bückte sich nach Yin Dsöhsüs Hemd, Hose und Jacke, schlüpfte hinein und stellte beruhigt fest, dass die Maße seiner Statur in etwa entgegenkamen.

Liu Pefu blickte ihn von der Seite an. „Es wird nichts mehr schieflaufen."

Dsou wandte ihr sein Gesicht zu. „Jetzt nicht mehr. Der Sieg ist unser. Auf der ganzen Linie."

Er setzte sich in Marsch, verließ das Gehölz und ging zur Stadt hinunter.

Philip Hou und Liu Pefu versteckten die Leiche von Yin Dsöhsü dort, wo das Dickicht am undurchdringlichsten war, dann schlichen sie Dsou nach und benutzten jeden Baum, jeden Strauch und später, an der Peripherie der Stadt, jede Gebäudeecke und -nische als Deckung.

2

Sung Hutscheng schritt mit versonnenem Lächeln durch die Gassen der Stadt auf die Hafenanlagen zu. Er war mehr als vier Stunden lang bei einem dieser bereitwilligen, offenherzigen Mädchen gewesen, und was sie ihm geboten hatte, war wirklich Superklasse gewesen. Sung fand, dass sich der Abstecher hierher zur Orchideeninsel - natürlich wie üblich als ganz gewöhnliche Trawler-Fahrt deklariert - gelohnt hatte.

Plötzlich grinste er. Sie waren fündig geworden, so konnte man es nennen. Fündig zwar nicht, was ihre professionellen Interessen betraf - aber welche Rolle spielte das schon. Yin Dsöhsü hatte recht behalten mit seiner Behauptung, die Mädchen dieser Insel seien von ganz außergewöhnlichem Reiz.

Unweit der Kaimauer und der Piers entdeckte Sung unverhofft die Gestalt Yin Dsöhsüs. Yin hatte sich die Hände in die Hosentaschen geschoben und schien zu warten - nach allem Dafürhalten auf ihn, Sung, seinen Landsmann, mit dem zusammen er an Bord des Trawlers zurückkehren wollte.

Sung ging auf ihn zu. Als er nur noch schätzungsweise einen Yard von ihm entfernt war, wollte er ihn mit einer ironisch gemeinten Floskel begrüßen, aber in diesem Moment erkannte er, dass er nicht den wahren Yin vor sich hatte.

Sung Hutschengs Hand fuhr in den Jackenausschnitt. Er hatte den Kolben der Waffe in dem Schulterholster schon im Griff und wich instinktiv aus, da blinkte es matt auf, und Dsou Taofens Messer flog auf ihn zu.

Dsou hatte gedankenschnell auf Sungs Abwehrbewegung reagiert, das Messer fand mit traumhafter Sicherheit sein Ziel, die absolut tödliche Stelle des Mannes der „Lotung". Sung taumelte, röchelte, zerrte den handlichen .38er Special-Revolver noch aus dem Schulterholster, aber Dsou war mit zwei Schritten dicht vor ihm und hieb ihm die Schusswaffe aus der Hand.

Der Revolver landete auf dem Pflaster der Gasse. Dsou fing Sungs erschlaffende Gestalt auf und zerrte sie durch eine halb geöffnete Tür in den Abstellraum eines Hauses, von dem er sich vorher vergewissert hatte, dass er nichts als Gerümpel enthielt.

Dsou brauchte kein Zeichen zu geben - Philip Hou und das Mädchen Liu hatten ihn aus einiger Entfernung

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