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Heimat-Heidi 8 – Heimatroman: Die schnelle Linda

Heimat-Heidi 8 – Heimatroman: Die schnelle Linda

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Heimat-Heidi 8 – Heimatroman: Die schnelle Linda

Länge:
106 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942847
Format:
Buch

Beschreibung

Mit viel Herz und Verstand geht die Heimat-Heidi zur Sache, denn sie ist eine schöne Wirtin voller Tatendrang, die ihren Gästen und Mitmenschen jederzeit hilfreich zur Seite steht. Unterstützt, wenn auch nicht unbedingt immer in ihrem Sinne, wird Heidi dabei von ihrer nicht ganz volljährigen Tochter Steffi, einem feschen Mädel mit losem Mundwerk, und ihrer Mutter Luise, die keineswegs gewillt ist, kürzerzutreten und Heidi mit der Leitung des Bergerhofs alleinzulassen. Für schwungvollen, heiteren Familienzündstoff ist also bei aller Herzenswärme unserer Titelheldin jederzeit gesorgt!

"Du, Heidi…?" "Ja?" "Die Motorrad-Rocker sind schon wieder da." Luise stand am Fenster einer der neuen Gaststuben und sah hinaus auf den Parkplatz vor dem Bergerhof. "Diesmal sind's vier. Alle schauen irgendwie gleich aus." Die Berger-Heidi kam aus der Küche, stellte sich neben ihre Schwiegermutter und sah ebenfalls aus dem Fenster. "Aber, Luise", sagte sie, "was redest denn da? Das sind doch keine Rocker. Der Bub links ist der Schreiber-Pepi aus Balding und das Madel neben ihm ist die Müller-Sophie aus Schönbach. Und ganz links, das ist die Linda vom Trautner-Hof im Nachbartal. Das sind ganz gewiß keine Rocker." "Sie schauen aber so aus…!" "Schmarrn", sagte Heidi, "sie tragen lediglich Motorradkleidung." "Früher hat's das so aber net gegeben", erwiderte Luise. Die Berger-Heidi lachte. "Früher war vieles anders."
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942847
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Heimat-Heidi 8 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (59)

Buchvorschau

Heimat-Heidi 8 – Heimatroman - Stefanie Valentin

Heimat-Heidi

– 8–

Die schnelle Linda

… sorgt für Aufregung im Teufelswald

Stefanie Valentin

»Du, Heidi…?«

»Ja?«

»Die Motorrad-Rocker sind schon wieder da.« Luise stand am Fenster einer der neuen Gaststuben und sah hinaus auf den Parkplatz vor dem Bergerhof. »Diesmal sind’s vier. Alle schauen irgendwie gleich aus.«

Die Berger-Heidi kam aus der Küche, stellte sich neben ihre Schwiegermutter und sah ebenfalls aus dem Fenster.

»Aber, Luise«, sagte sie, »was redest denn da? Das sind doch keine Rocker. Der Bub links ist der Schreiber-Pepi aus Balding und das Madel neben ihm ist die Müller-Sophie aus Schönbach. Und ganz links, das ist die Linda vom Trautner-Hof im Nachbartal. Das sind ganz gewiß keine Rocker.«

»Sie schauen aber so aus…!«

»Schmarrn«, sagte Heidi, »sie tragen lediglich Motorradkleidung.«

»Früher hat’s das so aber net gegeben«, erwiderte Luise.

Die Berger-Heidi lachte. »Früher war vieles anders.«

»Daß du die überhaupt erkennst unter den Helmen«, erwiderte ihre Schwiegermutter.

»Die Helme sind heut’ Vorschrift«, entgegnete Heidi. »Motorradkapperln aus Leder wie sie früher üblich waren sind heut’ nimmer erlaubt. Und die Lederkleidung tragen s’ hauptsächlich, um bei einem Unfall geschützt zu sein.«

Die Luise stand da und zuckte mit den Schultern. »Es mag ja sein, daß du recht hast. Aber

irgendwie sind s’ mir unheimlich.«

Da lachte die Berger-Heidi. »Oje. Das da sind ganz nette Buben und Madeln.«

»Und was wollen s’ hier?« fragte Luise.

»Sie stehen nur herum und scheinen auf was zu warten.«

»Auf wen scheinen s’ zu warten«, erwiderte Heidi.

»Und auf wen warten s’?« Luise sah ihre Schwiegertochter an und bekam nicht mit, daß im gleichen Moment ihre Enkelin Steffi aus dem Haus kam und zu den vier Wartenden ging.

»Auf deine Enkelin warten s’«, sagte Heidi.

»Was?« Luise zog die Augenbrauen zusammen. »Was hat die Steffi denn mit denen zu tun?«

»Also, jetzt komm mal zurück auf den Boden«, sagte Heidi, »die da sind alle, außer der Linda, in Steffis Klasse. Ich mach’ dir mal einen Vorschlag, ich ruf’ sie jetzt alle rein, dann kannst sie kennenlernen.«

Bevor die Luise reagieren konnte, hatte Heidi schon das Fenster geöffnet.

»Steffi«, rief sie, »bring deine Spezln mit herein. Ich lad’ euch auf eine Cola ein.«

Einen Moment steckten die Fünf die Köpfe zusammen, dann stiegen sie von den Motorrädern und kurz darauf betraten sie den Bergerhof.

»Hallo!« Inzwischen trugen sie keine Motorradhelme mehr und die Jacken hatten sie auch geöffnet, so daß Luise sie erkannte.

»Also, ihr habt’s euch ja verkleidet«, sagte sie, »ich hab’ keinen von euch erkannt.« Dann musterte sie ein hübsches Mädchen auffallend lange. »Sag mal, bist du net die Klara droben vom Ansager-Hof?«

Das hübsche Mädchen nickte lächelnd. »Ja, die bin ich.«

»Und was sagt deine Großmutter dazu, daß du mit einem Motorrad umherfährst?«

»Sie ist froh, daß ich ihr jetzt schon mal was einkaufen kann«, antwortete Klara. »Die anderen haben keine Zeit.« Dann lächelte sie. »Die Oma hat das Motorradl gezahlt.«

»Ja, Herrschaftseiten…!« Luise schüttelte irritiert den Kopf. »Deine Großmutter hat dir das Motorradl gezahlt?«

Klara nickte. »Fast alles. Ein bisserl was hatte ich gespart und den Rest hat die Oma gegeben.«

»Nimm dir mal ein Beispiel«, sagte Steffi, »und ich darf net mal den Mopedführerschein machen.«

»Ich hab’ dich gewarnt«, sagte die Berger-Heidi in Richtung Luise, »wenn du eine Diskussion anfängst, dann wirst rasch auf verlorenem Posten stehen.«

»Und du bist die Trautner-Linda?« Luise musterte ein auffallend hübsches Mädchen mit langen dunklen Haaren.

Das Mädchen nickte. »Ja, die bin ich.«

»Studierst du net auf Rechtsanwältin?«

Das Mädchen nickte noch mal. »Ja, ich möcht’ mal Anwältin werden. Vielleicht aber auch Staatsanwältin.«

»Und dann darfst du Motorrad fahren?« Luise schüttelte den Kopf.

Alle lachten, und Steffi sagte: »Die Großmutter meint, alle die Motorrad fahren, wären zumindest gefährdet, auf die schiefe Bahn zu geraten.«

Da winkte die Luise ab. »Nein, so ist’s ja auch net. Aber wenn ihr in den Lederklamotten daherkommt, einen Helm aufhabt, dann kann man euch nimmer erkennen und irgendwie schaut ihr dann alle gleich aus.«

»Ein Helm ist heut’ Vorschrift«, antwortete Klara, »und ohne Lederkleidung bist bei einem Sturz leichter verletzt. Davon mal abgesehen, daß es einfach wärmer ist. Ohne Nierengurt möcht’ ich heut’ auf keinem Motorrad mehr sitzen.«

»Aber unsere Motorräder sind ja eher Radeln, als Maschinen«, ergänzte die Müller-Sophie aus Schönbach.

»Also, jetzt habt ihr genug erklärt«, sagte die Berger-Heidi, »jetzt gibt’s die versprochene Cola.«

»Wenn ihr mögt«, fügte die Luise an, »dann spendier’ ich für jeden eine Portion Fritten mit Majo.«

»Super«, alle waren begeistert und Klara sagte in Richtung Steffi. »Also, deine Mutter und deine Oma, die sind echt geil.«

Im Hinausgehen hatte Luise den Satz noch mitbekommen. Schockiert blieb sie stehen, drehte sich um und wollte zurückgehen.

Doch die Heidi war gleich hinter ihr. Sie lachte, zeigte in Richtung Küche und sagte: »Geh nur weiter, das war anders gemeint als du jetzt gedacht hast. Geil sagt man heut’, wenn was echt super ist. Und dementsprechend bist du in den Augen der Madeln echt super…!«

*

Georg Harbauer war ein großer Bursch mit mittelblonden Haaren, die er nicht ganz gebändigt bekam, einem braungebrannten Gesicht, woran man sah, daß er den ganzen Tag im Freien arbeitete. Georg oder Schorschi, wie ihn seine Spezln nannten, war dreißig Jahre alt, Chef eines Drei-Mann-Betriebes, der für verschiedene Auftraggeber Holz einschlug, und der sich eine ehemals kleine Keusche im Angertal so großzügig aus- und umgebaut hatte, daß man sie heute nicht mehr wiedererkannte.

Das Angertal lag auf der östlichen Seite des Geiersteins, war eines der schönsten Hochtäler der Gegend und wer dort oben eine Bleibe hatte, würde sie um nichts in der Welt eintauschen.

Georg besaß vier Haflinger, die er bei den Holzarbeiten einsetzte, alles wunderschöne Rösser, die er selbst eingearbeitet hatte. Sie gehorchten auf einen Zungenschnalzer, und täglich nahm er zwei der Rösser mit zu seinen Einsatzorten.

Seit einigen Wochen arbeitete er mit seinen beiden Angestellten für die gräflich Steiningsche Forstverwaltung, was er in der Vergangenheit schon öfter getan hatte.

An jenem Morgen fuhr Georg mit seinem starkmotorigen Geländewagen in Richtung des Teufelswalds, wo er und seine beiden Mitarbeiter Bäume fällten. Noch brauchte er die Haflinger nicht mitnehmen, denn zuerst würden sie eine gewisse Anzahl Bäume schlägern, erst dann würden die dann bereits entasteten Stämme aus dem Bestand an einen Weg gezogen werden müssen. Von dort aus konnten sie mit normalen Fahrzeugen abtransportiert werden.

Als Georg um eine uneinsichtliche Kurve fuhr, mußte er abbremsen, denn mitten auf dem Weg hielt der Wagen Hubert Leiners. Hubert Leiner war der gräfliche Förster und neben ihm stand ein hübsches Mädchen mit einem Motorrad, einer Art Geländemaschine.

Georg stoppte seinen Wagen, stieg aus und ging zu den beiden.

»Grüß Gott«, er lächelte die beiden freundlich an. »Ist was mit dem Motorradl?«

Hubert Leiner schüttelte den Kopf. »Das

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