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Toni der Hüttenwirt 303 – Heimatroman: Sieh nach vorne, Frank!

Toni der Hüttenwirt 303 – Heimatroman: Sieh nach vorne, Frank!

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Toni der Hüttenwirt 303 – Heimatroman: Sieh nach vorne, Frank!

Länge:
106 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942861
Format:
Buch

Beschreibung

Auf Tonis und Annas romantischer Berghütte haben sie schon so manchem Paar den Weg ins Glück geebnet. Aber an die Tatsache, dass die Kinder ihrer Patchwork-Familie erwachsen werden, müssen sie sich erst noch gewöhnen. Toni schmerzt das Herz, wenn er an das Lebens- und Liebesglück seiner Tochter Wendy und der geliebten Adoptivkinder denkt. Wird Franziskas erste große Liebe ihr großes Glück oder großen Kummer bringen? Wozu wird sich Sebastian entscheiden, - übernimmt er eines Tages die Berghütte? Und dann gibt es auch im engsten Freundeskreis ungewohnte Aufregung – in mehreren Ehen kriselt es. Toni und Anna können da nicht untätig zusehen!

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942861
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Toni der Hüttenwirt 303 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (201)

Buchvorschau

Toni der Hüttenwirt 303 – Heimatroman - Friederike von Buchner

Toni der Hüttenwirt (ab 301)

– 303–

Sieh nach vorne, Frank!

Nimmt er Annas Hilfe an?

Friederike von Buchner

Marie Weißgerber wartete im Pfarrhaus, während Pfarrer Zandler, am späten Abend, Frauke und ihre Kinder zum Kloster fuhr.

Oberin Justina machte nicht viele Worte. Sie begrüßte Frauke und die Kinder herzlich und brachte sie in die Ferienwohnung. Dort übernachten sonst Gäste des Klosters, die für eine Weile der Welt entfliehen und Ruhe, Erholung und Einkehr suchten.

Die Kinder, Wiebke, Klaas, Neele und Ulf, verschwanden sofort im Badezimmer. Es brach ein kleiner Streit aus, wer zuerst baden dürfe.

Oberin Justina lachte. »Hört mal, Kinder, ich habe eine Idee«, sagte sie. »Nehmt eure Waschsachen und Badesachen! Dann gehen wir rüber zum Pool. Ihr könnt dort duschen und anschließend im Mondschein im Pool schwimmen. Ihr habt den Swimmingpool ganz für euch allein. Es sind Ferien, und alle Internatsschüler sind zuhause. Wie würde euch das gefallen?«

»Das ist ja wie in einem Sternehotel«, rief Klaas, »nein, es ist noch besser. Aber wir haben keine Badesachen dabei. Die haben wir vergessen. Wir mussten ganz schnell abreisen.«

»Danke für das Kompliment, Klaas!«, sagte die Oberin. »Mit einem Sternehotel wurde unser Kloster noch nicht verglichen. Ich erzähle es meinen Mitschwestern, sie werden sich sehr freuen. Schaut euch im Badehaus um, dort gibt es ein offenes Regal, mit Badeanzügen und Badehosen. Ihr werdet bestimmt etwas Passendes finden. Viele Internatsschüler sind völlig verkrampft, wenn sie zum ersten Mal herkommen, auch wenn ihre Eltern dabei sind, doch eine Runde im Pool macht sie zu fröhlichen Kindern. Deshalb liegt dort Badekleidung in verschiedenen Größen bereit. Es gibt auch Bademäntel und Handtücher. Ihr könnt doch alle schwimmen, oder?«

»Meine Kinder sind richtige Wasserratten«, sagte Frauke.

Sie gingen durch den Park.

»Lauft schon! Immer den Weg weiter, dann kommt ihr zum Pool«, sagte Oberin Justina.

Die Kinder rannten los.

Frauke ging neben der Oberin her. »Danke, dass Sie uns aufgenommen haben! Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich...«

Oberin Justina unterbrach Frauke, indem sie ihr die Hand auf die Schulter legte. »Pst! Was vorbei ist, ist vorbei. Nicht zurückdenken! Du hast dich um deine Kinder gesorgt. Das verstehe ich. Eine Mutter, die von dem Gedanken durchdrungen ist, ihre Kinder zu beschützen, hat die Gnade des Himmels. Jetzt erholt ihr euch erst einmal. Es sind Ferien, außer uns Schwestern ist niemand hier. Ihr seid völlig in Sicherheit.«

»Danke!«, antwortete Frauke. »Aber ich möchte etwas arbeiten. Pfarrer Zandler sagte, dass... «

»Ich weiß, was er gesagt hat. Aber immer schön einen Schritt nach dem anderen. Ihr seid gerade erst angekommen. Ich brauche dich nur anzusehen, um zu erkennen, wie erschöpft du bist. Erhole dich erst einmal! Das ist das Wichtigste!«, sagte Justina lächelnd. »Ihr seid hier völlig sicher, deine Kinder und du. Das gesamte Gelände ist von einer hohen Mauer umschlossen. Niemand kommt ungesehen und ungefragt herein. Mache dir also keine Gedanken! Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass dein Schwager herausfindet, dass du hier bist.«

»Aber wenn er nach Waldkogel kommt, und Marie seinem Druck nicht standhält?«

»Ganz ruhig! Keine so schlimmen Gedanken, bitte! Es wird alles in Ordnung kommen. Du bist nicht mehr allein, Frauke.« Oberin Justina blieb kurz stehen. Sie streichelte Frauke die Wange, wie man es bei einem Kind tut.

Frauke traten die Tränen in die Augen.

»Alles wird gut werden. Sei zuversichtlich, Frauke. So und jetzt kein weiteres Wort mehr in dieser Sache! Ihr macht Ferien. Ihr erholt euch, besonders du hast es nötig. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit dir treffen. Am Abend, wenn die Kinder schlafen, machen wir einen Spaziergang durch den Park und reden. Für alles gibt es eine Lösung, Frauke«, sagte Justina. »Weißt du, es gibt eine Redensart, deren Wahrheit ich oft erlebt habe. Sie besagt, wenn einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, dann macht der liebe Gott ein Fenster auf. Ich bestätige dir aus meiner langen Erfahrung, dass das nicht selten vorkommt. Gott hatte nicht nur ein Fenster geöffnet, sondern eine ganze Wand herausgebrochen.«

Frauke lächelte verlegen.

»Ich sehe dir an«, sagte die Oberin, »dass du nicht so recht daran glauben kannst. Das muss dir nicht peinlich sein. Ich verlange nicht, dass du davon überzeugt bist. Warte ab und lass die Dinge auf dich zukommen!«

Sie gingen weiter.

Bald hörten sie, wie die Kinder vor Freude kreischend in den Pool sprangen. Dann traten die Oberin und Frauke aus dem Laubengang und sahen sie.

Wiebke und Klaas zogen ihre Bahnen und schwammen um die Wette. Neele und Ulf plantschten und spielten mit den Wasserbällen.

Oberin Justina forderte Frauke auf, ebenfalls schwimmen zu gehen. »Bei deiner zierlichen Figur wirst du sicher einen Badeanzug finden, der dir passt. Ihr könnt die Badesachen behalten, solange ihr hier seid.«

»Danke, das ist wirklich sehr großzügig von Ihnen, Schwester Justina. Ich weiß gar nicht, wie ich es wiedergutmachen kann. Sie tun so viel für uns. Nochmals vielen Dank!«

»Du kannst deinen Dank am Besten ausdrücken, indem du dich erst einmal erholst, Frauke. Und jetzt sage ich dir gute Nacht. Schlaft alle gut und habt schöne Träume! Wir sehen uns morgen. Eine meiner Mitschwestern wird euch einen Korb mit Sachen für das Frühstück vor die Tür stellen. Es ist sicher für die Kinder angenehmer, nicht mit uns zu frühstücken.«

»Ihnen auch eine gute Nacht, Schwester Justina!«, antwortete Frauke.

Die Oberin rief den Kindern noch einen Gruß zu, dann ging sie davon.

Frauke ging nicht schwimmen. Sie setzte sich auf eine Bank und schaute den Kindern zu, bis diese bibbernd aus dem Wasser stiegen. Sie trockneten sich ab, zogen sich an und gingen durch den stillen Park zum Nebengebäude, in dem sie untergebracht waren.

Während ihrer Abwesenheit hatte jemand einen Imbiss auf den Küchentisch gestellt. Die Kinder aßen und gingen danach sofort und freiwillig ins Bett. Es war ein langer und aufregender Tag gewesen.

Die Ferienwohnung lag ebenerdig. Frauke setzte sich auf die kleine Terrasse und versuchte, zur Ruhe zu kommen. Es gelang ihr nicht so richtig. Zu angespannt war sie die letzten Wochen gewesen. Aber einen Entschluss fasste sie. Sie nahm sich vor, bald mit Marie zu sprechen und ihr alles zu erzählen.

Zur gleichen Zeit wartete Pfarrer Zandler, am Bergsee, auf Albert Weißgerber.

Es war ihm nicht gelungen, Albert zu erreichen. Wann immer er anrief, sprang der Anrufbeantworter an. Er hinterließ jedes Mal die Nachricht, Weißgerber möge sich im Pfarrhaus melden. Nach dem fünften Anruf verlor Zandler die Geduld. Er sprach auf Band, dass er jetzt zum Bergsee gehe. Dort werde er auf ihn warten und wenn die Warterei die ganze Nacht dauere.

Jetzt wartete er schon über eine Stunde. Der Vollmond spiegelte sich im Wasser. Zandler wurde ungeduldig. Er stand auf und sammelte Steine, die er über die Wasseroberfläche springen ließ.

Endlich sah er die Scheinwerfer eines Autos, das langsam den Uferweg entlangkam. Das Auto hielt.

Albert Weißgerber stieg aus. »Was ist? Du, ich sage dir gleich, dass ich in keiner guten Stimmung bin«, zischte er.

»Grüß Gott!«, sagte Zandler freundlich.

»Was gibt es?«, bellte ihn Albert erneut an. »Du hast fast das Telefon abgerissen.«

»Ha, dann warst du doch daheim! Warum hast nicht abgenommen?«, fragte Zandler.

»Himmelherrgottsakrament, weil ich nicht wollte! Bin ich verpflichtet, ans Telefon zu gehen? Nein, das bin ich nicht! Niemand kann mich dazu zwingen.«

»Das stimmt, aber jetzt hörst du auf zu fluchen, Albert, sonst werde ich böse.«

»Das ist mir gleich. Es ist mir alles egal. Ich habe über den Büchern gesessen

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