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G.F. Barner 142 – Western: Auf nach Pueblo

G.F. Barner 142 – Western: Auf nach Pueblo

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G.F. Barner 142 – Western: Auf nach Pueblo

Länge:
127 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942915
Format:
Buch

Beschreibung

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Auto
r wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie "U. S. Marines" und "Dominique", beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Ward Shene vergaß die vier ausgesuchten Fleischrinder und Lucco, den Vaquero, der sie mit ihm nach Fort Bliss getrieben hatte. Shene hielt seine Grullastute zwischen den Baracken des Forts an und blickte über den Paradeplatz. Der Mann am westlichen Ende des Platzes fiel ganz langsam und lautlos um. Die Waffe schlug in den sohlentiefen Staub. Der Hut stieß gegen das Gewehr und fiel vom Kopf des Mannes. Er blieb so liegen, daß Shene mühelos die gekreuzten Kanonenrohre des Hutemblemes erkennen konnte. "Por dios!" stieß Lucco verstört hervor. "Porca Madonna, was haben sie getan, Boß?" Sie – er sprach in der Mehrzahl, und Shene betrachtete nun die anderen beiden Männer, die bereits am Boden lagen. Sie waren alle auf das Gesicht gefallen und lagen in derselben Haltung wie jener Mister, der nun den Boden küßte. Die Sonne mußte sie fertiggemacht haben. Drei Mann standen noch, jedoch schwankte der ganz links außen wie ein Schilfrohr im Wind. Er konnte sein Gewehr nicht länger präsentieren. Die Waffe sank herab. "Pillow – präsentieren!" fauchte jemand aus dem Schatten des überstehenden Daches. "Nimmst du den Schießprügel wohl hoch, du nachgemachter Mensch?" Das Muhen der weitertrottenden vier Fleischrinder lenkte Shene einen Moment ab. "Lucco"
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 5, 2019
ISBN:
9783740942915
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

G.F. Barner 142 – Western - G.F. Barner

G.F. Barner

– 142–

Auf nach Pueblo

In einem Wagenzug durch Indianergebiet

G.F. Barner

Ward Shene vergaß die vier ausgesuchten Fleischrinder und Lucco, den Vaquero, der sie mit ihm nach Fort Bliss getrieben hatte. Shene hielt seine Grullastute zwischen den Baracken des Forts an und blickte über den Paradeplatz.

Der Mann am westlichen Ende des Platzes fiel ganz langsam und lautlos um. Die Waffe schlug in den sohlentiefen Staub. Der Hut stieß gegen das Gewehr und fiel vom Kopf des Mannes. Er blieb so liegen, daß Shene mühelos die gekreuzten Kanonenrohre des Hutemblemes erkennen konnte.

»Por dios!« stieß Lucco verstört hervor. »Porca Madonna, was haben sie getan, Boß?«

Sie – er sprach in der Mehrzahl, und Shene betrachtete nun die anderen beiden Männer, die bereits am Boden lagen. Sie waren alle auf das Gesicht gefallen und lagen in derselben Haltung wie jener Mister, der nun den Boden küßte. Die Sonne mußte sie fertiggemacht haben.

Drei Mann standen noch, jedoch schwankte der ganz links außen wie ein Schilfrohr im Wind. Er konnte sein Gewehr nicht länger präsentieren. Die Waffe sank herab.

»Pillow – präsentieren!« fauchte jemand aus dem Schatten des überstehenden Daches. »Nimmst du den Schießprügel wohl hoch, du nachgemachter Mensch?«

Das Muhen der weitertrottenden vier Fleischrinder lenkte Shene einen Moment ab.

»Lucco«, sagte er, »kümmere dich um die Rinder, treibe sie zur Küche, verstanden?«

Dann zog Shene die Grullastute herum. Er erkannte den Mann unter dem Dach nicht. Die Sonne blendete ihn.

Corporal Pillow, der Mann links außen, nahm das Gewehr wieder hoch. Er stand nun vorschriftsmäßig und schwankte auch nicht mehr.

Shene hielt zwanzig Yards vor der Schreibstube der C-Kompanie und jenem Mann im Schatten des Daches an.

»Hallo, Coone«, sagte Shene sanft. »Feine Hitze heute, was?«

»Stimmt«, erwiderte der große, bullige Sergeant träge. Er stieß sich von der Wand ab und trat an die Kante des Laufstegs aus Holzbohlen. »Mächtig heiß, Ward.«

Ward Shene blickte nach rechts. Dort schaufelte jemand an einem Loch. Der Mann trug Uniform wie die anderen sechs im Hof liegenden oder stehenden Artilleristen. Seine Jacke war bis zum obersten Knopf geschlossen. Auf seinem Rücken und unter seinen Armen hatte der Schweiß das blaue Tuch der Uniform so verfärbt, daß es beinahe schwarz wirkte. Der Mann hatte einen langen Pfahl eingepflanzt. Der zweite lag neben dem Loch.

»Du sollst schaufeln, Thayer, und nicht hochsehen!« sagte Sergeant ­Coone rauh, als der Mann den Kopf wandte und zu Shene sah.

»Scheißkerl!« knirschte Thayer.

Sergeant Coone hörte es, verzog aber nicht mal die Mundwinkel. Es schien ihn kalt zu lassen, daß Thayer ihn so nannte. Wenn es jemand in Fort Bliss gab, vor dem sich Rekruten in die Hosen machten und untergebene Chargen das Fürchten gelernt hatten, dann war es Sergeant Coone. Er war das größte Rauhbein und der schlimmste Schleifer im Fort. Zudem vollstreckte Coone sämtliche Prügelstrafen.

Coone zog seine Uhr aus der Tasche, ließ den Deckel aufspringen und starrte zu Corporal Thayer.

»Du hast noch eine halbe Stunde Zeit«, sagte er dann gleichmütig. »Ich würde mich beeilen.«

»Scheißkerl!«

»Du Kläffer«, murmelte Coone wegwerfend.

Shene lauschte dem Wortspiel. Als Coone schwieg, fragte er: »Was haben die denn verbrochen, Coone?«

»Du wirst es nicht glauben«, erwiderte Coone gelangweilt, »sie haben nur anständig gefeiert.«

»Na, und?«

»Sie holten sich Whisky und Schinken aus der Fourierbaracke. Ihr Pech, daß es der Whisky des Majors war, Ward. Thayer will es allein getan haben, stell dir das vor. Darum pflanzt er nun auch die beiden Pfähle ein. Und die anderen Burschen dürfen ihm zusehen, damit sie auch etwas Spaß haben.«

»Hat Major Glendanon das befohlen?« erkundigte sich Ward Shene. Im Grunde war es wirklich eine ganz überflüssige Frage. Ein Befehl wie dieser konnte nur von Glendanon gekommen sein.

»Befehl des Majors, ja«, sagte ­Coone. »Layson, komm mit dem Wasser her, und mach sie munter!«

Aus der Baracke kam ein Corporal. Er nahm einen der beiden in der Tür stehenden Eimer hoch und ging los. Neben der Baracke knirschten Schritte im Sand. Shene blickte sich um. First Sergeant McLusky erschien mit zwei Mann.

McLusky war ein riesenhafter Mann mit Schmiedehämmerfäusten und einem Stiernacken. Er trug das Haar kurzgeschnitten wie ein Gladiator. Seine hellen Augen funkelten, als er zu Coone blickte.

»Hallo, Ward«, brummte McLusky. »Ein vernünftiger Befehl, was?«

Er meinte das genaue Gegenteil.

»Sicher«, sagte Shene. »Gefällt mir mächtig, der Befehl, Macky. Was soll das werden, wenn es fertig ist?«

»Eine Vorrichtung, um Thayer anzubinden«, erklärte McLusky mit einem bösartigen Blick zu Coone. »Nicht so viel Wasser, Layson, das kann sie umbringen, du Narr!«

Das Wasser tat seine Wirkung – der erste Mann begann im Sand zu scharren wie ein Hahn, der Würmer sucht.

»Feines Spiel, was, Coone?« knurrte McLusky.

»Du fragst bei der falschen Adresse an«, knirschte Coone. »Befehl ist Befehl.«

»Dir macht das Spaß, du Raben­aas«, zischte McLusky. »Na gut, soll es, aber wenn du heute Ausgang hast, dann sieh zu, daß du einen möglichst großen Bogen um mich machst.«

Er drehte sich leise fluchend um und folgte Shene hinter die Baracke. »Sei froh, daß du nicht mehr bei der Armee bist, Ward«, sagte er dann. »Ich sage dir, ich habe elf Kommandanten erlebt, aber es gibt nur einen Major Glendanon. Manchmal muß ich mich verdammt zwingen, das Maul zu halten. Was der Mann macht, ist glatte Schinderei. Ward, der Major hätte Thayer bestrafen müssen, denn der nahm alles auf sich. Aber es müssen alle sein, verstehst­ du? Dieser elende Narr Thayer – er ist der beste Richtkanonier, aber macht dauernd lange Finger. Ich habe ihn zehnmal gewarnt, jetzt ist er reif.«

»Mach dir keinen Ärger«, murmelte Shene. »Halte den Mund und friß, was dir befohlen wird. Das solltest du gelernt haben, Macky. Seltsam, ich bin oft hier, habe aber Glendanon noch nie gesehen. Vielleicht treffen wir uns am Abend in der Stadt. Du hast Ausgang?«

»Ich wollte, ich hätte ihn am Mittag bekommen«, brummte McLusky. »He, dein Vaquero ruft nach dir.«

Shene zog sein Pferd herum und ritt los.

*

Shene spürte, wie der Zorn in ihm immer größer wurde, doch er blieb sitzen und aß ruhig weiter. Dafür knallte Hal Banks nun seine Whiskyflasche auf den Tisch, daß die Blumenvase hüpfte. Banks, ein großer, breitschultriger Mann, war Wagenboß der Texas-Colo­rado-Frachtlinie. Man ging ihm am besten aus dem Weg, wenn er getrunken hatte.

»Hunger!« brüllte Banks dann laut durch den Speiseraum des Hotels ›El Paso‹. »Zur Hölle, wo bleibt der Waiter?«

Da wurde die Küchentür geöffnet. Shene blinzelte, als Stella Lynn hereinkam. Sie war bildhübsch, blond, groß und so geformt, daß sich alle Männer nach ihr umsahen. Als sie nach »El Paso« gekommen war, um ihrem Onkel Clement Lynn den Haushalt zu führen, war sie achtzehn gewesen. Clement war vor einem Jahr gestorben. Seitdem führte Stella das Hotel, den kleinen Saloon und die Küche allein. Wer gut essen wollte, kam zu ihr.

»Hal Banks, was soll das?« fragte sie kühl, als sie neben dem Tisch stand. »Was willst du mit der Flasche?«

»Trinken«, erwiderte Banks. Er stemmte die Ellbogen auf die Tischplatte und sah sie verlangend an. In diesem Augenblick wirkte er wie eine Bulldogge, die einen saftigen Knochen vor sich sah und ihn zu gern abgenagt hätte. »Da bist du ja, Schönste!«

Seine klobige Hand griff nach ihrem Arm. Dann zog er sie mit einem Ruck herum. »Na, wie ist es? Gibst du mir einen Kuß, Schönste?«

Shene legte langsam Gabel und Messer hin. Der weißhaarige Mann in der anderen Ecke des Speiseraumes, neben dem eine Lady mit blau­schwarzem Haar und schmalem Gesicht saß, sah zu Banks und runzelte die Stirn. Die Lady wendete den Kopf, und Shene blickte in ihre großen dunklen Augen. Sonst war niemand mehr im Speiseraum, denn die Uhr zeigte eine Stunde vor Mitternacht an. In diesem Viertel El Pasos war es um diese Zeit ruhiger als in der Santa Fé Road, die zur Grenze führte.

»Loslassen, Banks!« zischelte Stella Lynn und wollte sich von dem Griff lösen, doch Banks packte nun auch mit der anderen Hand zu. Er umfaßte ihre Hüfte, schwenkte sie herum und hatte sie in der nächsten Sekunde über seinen Knien liegen. »Laß mich los, du Bulldogge, ich rufe um Hilfe.«

»Schrei nur«, meinte Banks grinsend. »In dieser Stadt läuft jeder Mann vor mir davon, höhö. Kauf dich frei, Stella. Wie wäre das?«

Shene machte drei Schritte. Stella sah ihn kommen und schüttelte verzweifelt den Kopf.

»Ward, nicht, laß es, er kommt von selbst zur Vernunft.«

Da gab ihr Banks einen Stoß. Sie flog von seinen Knien auf den Läufer im Gang zwischen den Tischen. Banks Linke schnappte nach der Flasche und stieß den Stuhl weg.

Shene schlug blitzschnell zu.

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