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Paradias Engel: Die Reise

Paradias Engel: Die Reise

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Paradias Engel: Die Reise

Länge:
176 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2019
ISBN:
9783749424337
Format:
Buch

Beschreibung

Paradias Engel: Die Reise erzählt zwei Geschichten, die miteinander verbunden sind, jedoch komplett unabhängig voneinander gelesen werden können.

Der Kaiser befiehlt seiner Armee, unzählige Dörfer auszulöschen. Doch was passiert mit den Überlebenden? Kann man trotz der Umstände einen Sinn im Leben finden oder wird man ein Nebenprodukt des Horrors? Wer sollte sich mehr fürchten? Der Kaiser oder man selbst?

Die Welt wird von einer einzigen Gruppe beherrscht, die sich die Engels-Vereinigung nennt. Unter ihrer Herrschaft ist jede Individualität verloren gegangen und eine Gesellschaft voller menschenloser Menschen ist entstanden. Was würde man nun tun, wenn man die Kraft erhalten würde, alles zu ändern? Ist man gewillt, den Preis für diese Änderung zu bezahlen? Würdest du dich selbst ins Verderben stürzen, um alle anderen zu retten?
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2019
ISBN:
9783749424337
Format:
Buch

Über den Autor

Ali Ghulam wurde am 12. November 2000 in Wien geboren. Er ist Autor der Buchserie "Paradias Engel", die die tragische Geschichte der königlichen Familie Hopias erzählt. Ferner veröffentlicht er kleinere Geschichten und Dramen.


Buchvorschau

Paradias Engel - Ali Ghulam

Für Jeden

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Tagesanbruch

Die Anmut einer Rose

Magier

Realisation

Der Schüler

Der Ball

Stadtleben

Erwachen

Das Leben ist doch schön!

Die Pyramide

Selbst

Die Glasstadt

Nebenkapitel 1: Zuj Saze

Wahrer Horror im Fischerdorf

Nebenkapitel 2: Der warme Tod

Wissenschaftler

Nebenkapitel 3: Der Dämon in Menschen

Durch den Schneesturm und das Lager

Konfrontation

Die Rose

Der Widerstand

Coup d’état

Das unbekannte Land

Rückkehr nach Neu-Paradia

Epilog

Einleitung

Stellt euch eine Welt vor, die voller Schönheit ist. Eine Welt, die Ozeane aus dem tiefsten Blau besitzt. Die das Grün unserer Bäume mickrig wirken lässt. Unzerstörte Schönheit der Natur und viel unbebaute Fläche. Tiere, die frei herumstreifen können und nicht gejagt werden. Dies ist Paradia. Vier Kontinente inmitten von majestätischen Gewässern prägen diese Welt.

Ihr Mittelpunkt ist Neu-Paradia, der gesamte Stolz Paradias. Eine überwältigende Stadt, die mit den herrlichsten Gebäuden gefüllt ist, die man sich vorstellen kann. Doch wer herrscht über diese Welt?

Regierungen wie in unserer Welt existieren nicht. Der größte Teil der Menschheit, der sich am Hauptkontinent, der auch die Hauptstadt birgt, befindet, lässt alle politischen Aufgaben von einer einzigen Gruppe, der Engels-Vereinigung, leiten. Nachdem ihr Anführer Carter Saze die Macht in der Zeit des antiken Ägypten übernahm, gaben sie diese gewonnene Macht nie wieder ab.

Die Engels-Vereinigung amüsiert die Menschen und hat sie in ein Netz von Status und Reichtum gefangen, was es ihnen unmöglich machen würde, gegen die Vereinigung zu sprechen oder zu handeln.

Die Einwohner dieser Welt brauchen nicht viel zum Überleben. Eine Speise genügt ihren Körpern für mehrere Jahre, wenn sie keine anstrengende Arbeit leisten. Dies ist der Fall, da paradische Früchte äußerst viele Nährstoffe beinhalten und der Körper paradischer Menschen diese nutzen kann ohne Abfallstoffe zu erzeugen. Diese Nährstoffe sorgen ebenfalls für die lange Haltbarkeit der Früchte, die bis zu hundert Jahre überdauern können. Man sollte aber beachten: Je mehr man sich anstrengt, desto häufiger muss man essen. Obwohl die meisten Menschen in dieser Welt keine schwere Arbeit vollbringen, sondern sich nur vornehm verhalten, wird eine hohe Menge an Speisen verbraucht. Sie essen wie auch wir für den Geschmack. Daher unterscheiden sie sich in dem Verbrauch nicht allzu sehr von uns.

Ein anderer Punkt, der wohl alle Menschen erfreuen würde, wenn es ebenso in unserer Welt wäre: In dieser Welt gibt es keine Krankheiten physischer Natur und keine physischen angeborenen Beeinträchtigungen, was eine großartige Begebenheit ist. Jedoch existieren Krankheiten psychischer Natur auch in dieser Welt und werden durch die Art der Gesellschaft auch noch gefördert, da niemand an Ansehen verlieren möchte und sich daher keine Hilfe holt.

Dieser Geisteshaltung des Ansehens spielt in die Karten, dass Frauen selbst bestimmen können, ob sie schwanger werden wollen. Somit können die Reichen im Verborgenen unzählige Liebschaften besitzen, die niemals an die Öffentlichkeit gelangen werden.

Männer und Frauen besitzen in dieser Welt ähnliche Rollen wie in unserer. Auch körperlich sind sie hier verschieden. Männer sind körperlich stärker, jedoch sind Frauen im Kampf ausgeglichener und wären Männern theoretisch überlegen. Ich würde aber davon abraten, dies auszuprobieren.

Was ist ein weiterer Traum der Menschheit? Ewige Jugend. In Paradia altert man nicht mehr nach dreißig bis fünfzig Lebensjahren. Nun, zumindest nicht äußerlich. Daher können die Einwohner ihre achtzig Lebensjahre in „Schönheit" verbringen. Langes jugendliches Leben mit vollem Haar, perfekter physischer Gesundheit und Statur, sowie weiße schöne Zähne… Was will man mehr?

Obwohl diese Welt perfekt scheint, sind die Menschen genauso wie in unserer. Menschen werden durch Macht, Begierde, Lust und Verlangen sowohl geleitet, als auch verleitet. Verbrechen, Ungleichheit und Angst sind auch in dieser Welt beherbergt.

Tagesanbruch

Die Schönheit der aufgehenden Sonne nach einer dunklen Nacht bringt Glück und Hoffnung mit sich. Doch manchmal bringt der Tagesanbruch keine erfreulichen Gefühle. Dies war auch der Fall bei der Geschichte eines 4-jährigen Jungens, den wir für jetzt X nennen.

Das warme rote Licht streifte über den kalten Wüstensand. Mit dem aufziehenden Wind, kam auch die berühmte Hitze der Wüste. X öffnete seine Augen, aber sah trotzdem nur Finsternis. Er lag unter einer Sache, jedoch war er sich sicher in seinem Bett eingeschlafen zu sein. Doch nun war er an einem eigenartig unbequemen Ort. Er schob die Sache mühsam von sich fern und wurde sofort vom grellen Sonnenlicht geblendet. Seine Augen brauchten eine Weile, um sich an das Licht zu gewöhnen.

Nun wurde die Situation klarer. Die „Sache", die auf ihm lag, war seine Schwester, jedoch bewegte sie sich nicht und atmete nicht.

„Sheila, steh auf!", rief er. Sie antwortete nicht. Wutentbrannt schrie er nach seiner Mutter. Auch sie antwortete nicht.

„Mama!", rief er erneut, wieder erfolglos. Er sah sich um, aber entdeckte niemanden.

Der leichte Wüstenwind wurde stärker und mit ihm verschwand jede Spur des grausamen Ereignisses der Nacht. Keine Spur einer Person verblieb, auch der Körper seiner Schwester wurde mit dem Sand vom Wind fortgetragen. X war alleine und einsam.

„Mama, wo bist du?", schrie er und weinte, doch niemand antwortete und niemand wird jemals antworten. Sie sind nicht mehr da. Er musste das traurige Schicksal eines Überlebenden ertragen.

Überlebende befinden sich oft zwischen Leben und Tod. Depression, Selbstmordgedanken oder die einfache Lustlosigkeit prägen ihre Existenz. Zwei essentielle Fragen zu diesen Menschen:

Kann man sterben ohne zu leben? Ja, da „leben" und leben nicht dasselbe ist. Man kann 80 Jahre alt werden und keinen einzigen Tag gelebt haben. Der, der das Leben nicht ausschöpft und ohne etwas zu bereuen stirbt, hat das Leben nicht gelebt. Denn nur der, der nichts hat, kann nichts bereuen. Menschen sagen oft, dass sie nichts im Leben bereuen, jedoch ist damit eher gemeint, dass sie mit dem Verlauf ihres Lebens zufrieden sind und nicht, dass sie nichts bereuen.

Kann man leben ohne zu sterben? Gibt der Tod erst dem Leben einen Sinn? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich hätte jedoch Mitleid mit einer Person, die dazu verdammt ist, für immer auf diesem Planeten zu wandern.

X ist ein Mensch wie jeder andere auch. Jedoch wurde ihm die Chance auf ein normales Leben geraubt. Kann er einen Sinn im Leben finden und wirklich leben oder wird er sich der Dunkelheit der Welt hingeben?

Die Anmut einer Rose

„Es ist höchste Zeit aufzuwachen, Meister Kaito!", rief eine Dienerin dem schlafenden Jungen zu. Kaito hatte ganz vergessen, dass heute ein Schulausflug ist und hatte beinahe verschlafen. Seine Dienerinnen kleideten ihn an und begleiteten ihn zur Kutsche, die den Jungen zu einem Schulausflug bringen sollte. Der Junge trug dunkelblaue seidene Kleider mit je einem goldenen und silbernen Armreifen an seinen Armen. Er sah während der Fahrt auf die Straßen hinaus und dachte sich, dass es nichts Schöneres als diese Stadt gibt. Bei diesem Gedanken kamen jedoch leichte Zweifel auf. Wieso, wusste der Junge nicht.

Kaito Hope ist ein 15-jähriger Junge, der als Baby von einer reichen Familie adoptiert wurde und nun in der Hauptstadt Paradias „Neu-Paradia" lebte.

Er ist normal groß gebaut, hat einen etwas gebräunten Hautton und ein, für den Leser, schönes sowie regelmäßiges Gesicht. Seine Haare sind schwarz wie die Nacht, seine Augen grün wie Blätter im Frühling. Er sticht nicht aus der Masse hervor, da er sich nach der Etikette der Gesellschaft benehmen muss und daher genauso wie jeder andere reiche Junge spricht und geht. Wenn man nicht anders ist, wenn man keinen eigenen Charakter bilden kann, lebt man dann eigentlich?

Er wurde adoptiert, da der eigentliche Sohn der Familie nach dessen Geburt in einem Unfall umkam. Die Familie wollte ein gesundes Baby adoptieren, um nicht erneut 9 Monate warten zu müssen. Kinder sind in dieser Gesellschaft Statusobjekte und je schicker und feiner das Kind, desto mehr werden die Eltern geschätzt.

Kaito kam noch rechtzeitig am Treffpunkt an. Er ging die unzähligen Stufen bis zum Museumseingang hinauf, wo er seine Mitschüler entdeckte. Seine Klasse wollte sich die neue Ausstellung der Engels-Vereinigung, der obersten Gewalt dieses Planeten, ansehen. Nach einer von Zuj Saze, dem Anführer der Engels-Vereinigung, bestimmten Zeit, werden besondere Artefakte oder Kunstwerke aus den verschiedenen Epochen ausgestellt.

Das Museum war riesig, da es das zentrale Museum der Engels-Vereinigung war und somit die schönsten Werke der Welt beinhaltete. Tausende der berühmtesten Kunstwerke und Skulpturen, vom alten Ägypten als die Vereinigung an die Macht kam, bis in die heutige Zeit, waren hier zu finden. Die Vereinigung hatte nun alte Besitztümer ihres Gründers, dem großen Carter Saze, ausgestellt. Was der Anlass für die Ausstellung von solch wertvollen Objekten war, wusste niemand. Nun ja, niemand außer dem innersten Kreis der Engels-Vereinigung.

Die neue Ausstellung reichte von Armbändern und Zeptern bis zu alten Dokumenten. Im Mittelpunkt stand eine uralte Blume aus Eis, die ewig brannte. Man denkt, dass sie das kostbarste Objekt in Carter Sazes Leben war, da die Blume in vielen alten Dokumenten erwähnt wird und ihr ein großer Stellenwert zugeschrieben wird. Wieso sie so wichtig war, weiß leider keiner so genau.

Alle Schüler aus Kaitos Klasse versammelten sich um das Podest mit dem Glasbehälter der Blume. Kaito, der noch im Halbschlaf war, hatte dies nicht bemerkt und konnte zunächst nicht die Hauptattraktion zu Gesicht bekommen. Jedoch zog die Menge nach einer Weile zum nächsten Objekt weiter, was Kaito freie Sicht auf die Blume gab. Er hatte schon von ihrer Schönheit gelesen, jedoch war er trotzdem überwältigt. Die roten und blauen Farbtöne verliefen ineinander und bildeten ein außergewöhnlich schönes Zusammenspiel. Kaito war so fasziniert von dieser Pflanze, dass er wahrscheinlich den gesamten Ausflug bei ihr verbracht hätte.

Seine tranceartige Faszination wurde durch ein leises Weinen unterbrochen. Es war eine gleichsam schöne wie traurige Stimme. Kaito sah sich um, aber konnte nicht ausmachen, woher das Geräusch stammte.

„Kannst du mich hören?", fragte eine zierliche Frauenstimme.

Es war dieselbe Stimme, die Kaito weinen gehört hatte. Wieder sah er sich im Raum um, aber fand erneut die Quelle des Geräusches nicht.

„Ich bin die Blume", hörte er leise.

Er war erstaunt und noch faszinierter als zuvor, aber keineswegs schockiert. Etwas an der Blume wirkte ihm ungewöhnlich nahe, was ihn die Seltsamkeit dieser Situation vergessen ließ.

„Ich warte schon über 300 000 Jahre darauf, dass ein Magier kommt und mich befreit!", fuhr sie fort.

Kaito verstand nicht, was er nun tun sollte. Was will sie ihm damit sagen?

Ein Teil des Glases vereiste und schmolz daraufhin, was ein Loch überbleiben ließ.

„Berühre mich! Erlöse mich von dieser Qual, die ich all diese Zeit ertragen musste!"

Kaito dachte kaum nach. Etwas in ihm wurde von der Blume angezogen. Er griff nach ihr.

Kaum hatte er die Blume berührt, wurde ihm schon schwarz vor Augen. Kaito wurde bewusstlos und schlug am Boden auf. Die Blume verlor langsam ihre Schönheit und explodierte in einem Lichtermeer, das alles in sich zog. Niemand im Museum außer Kaito überlebte diese Explosion.

Magier

X rannte schon sein ganzes Leben. Wovor? Vor Organdieben, Alchemisten, Sadisten, Mördern, aber auch vor einfachen Menschen. Nicht immer war er erfolgreich, jedoch schaffte er es immer mit seinem Leben davon. Angst war normal für ihn. Niemand war sein Freund, niemand wollte ihm helfen. Er war nämlich ein nichtexistierender Mensch.

Nach Unruhen und Putschversuchen in der Hauptstadt, verkündete der Kaiser seinen grausamen Plan. Die Regierung ließ vor zirka acht Jahren unzählige Dörfer abschlachten, um ein Exempel zu statuieren, aber nicht jeder starb

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