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Von Pilgerwegen, Hansestädten und Heiligenverehrung: Zur Wirkungsgeschichte der hl. Willibrord und Jakobus d.Ä. im Rhein-Maas-Mosel-Raum

Von Pilgerwegen, Hansestädten und Heiligenverehrung: Zur Wirkungsgeschichte der hl. Willibrord und Jakobus d.Ä. im Rhein-Maas-Mosel-Raum

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Von Pilgerwegen, Hansestädten und Heiligenverehrung: Zur Wirkungsgeschichte der hl. Willibrord und Jakobus d.Ä. im Rhein-Maas-Mosel-Raum

Länge:
224 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2019
ISBN:
9783749414154
Format:
Buch

Beschreibung

Die Ausgangsthese, iroschottische Mönche, speziell St. Willibrord mit seinen benediktinischen Konfratres haben nicht nur den christlichen Glauben, Wissenschaft und Kultur sondern auch die Verehrung des Apostels Jakobus d.Ä. in das merowingisch-fränkische Reich gebracht, fußt auf begründeten Indizien der Verehrung des Apostels Jakobus d.Ä. in Irland und England.
Die Wege des hl. Willibrord im Land zwischen Rhein, Maas und Mosel werden durch Standorte von Taufbecken, Brunnen (Put) und keltischen Quellen begeleitet. Die ältesten Jakobuskirchen finden sich so auch im Gebiet, das historisch zur Abtei Echternach zählte, nämlich an dem früheren keltischen Quell-Heiligtum in Wintersdorf und nahe der Quelle von Litdorf-Rehlingen, unweit der römischen Straße von Trier nach Metz und auch in Waxweiler (Eifel).
Der Workshop in Kalkar 2018 hat diese historischen Zusammenhänge durch Beiträge zu verschiedenen Aspekten der Verehrung des hl. Willibrord und des Apostels Jakobus d.Ä. durch Referenten aus Irland, den Niederlanden und der Niederrheinregion, verdeutlicht.
Die Inhalte zeigen auf, in welcher Weise in verschiedenen historischen Phasen die Verehrung des Apostels Jakobus d.Ä. geprägt war: als Patron der Kelten in Galicien, in Irland und England und auch als Patron der Kaufleute, Weinschröter u.v.a.m. Seine Verehrung erreichte im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt, was sich am Niederrhein in den zahlreichen Jakobusdarstellungen in Kirchen der niederrheinischen Hansestädte, an Furten und Zollstationen belegen lässt.
Spuren der Jakobusverehrung löschte die Bilderstürmerei der eindringenden Calvinisten aus. So sind in den von den Calvinisten eroberten Städten Wesel, Emmerich u.a. keine oder nur Spuren der Jakobusverehrung zu finden. Im Kampf der niederländischen Generalstaaten gegen das spanisch geprägte deutsche Kaiserreich gelangte offenbar auch eine bedeutsame Jakobusreliquie - Teile des rechten Unterarms des Apostels Jakobus d.Ä. - von Rheinberg nach Roermond.
Aus diesen einzelnen Aspekten wird deutlich, wie vernetzt die europäische Geschichte war und ist. Dieser Workshop sollte ein Beginn sein, die gemeinsamen, heutigen Grenzen überschreitende Geschichte der Rhein-, Maas-, Moselregion besser zu verstehen, die Menschen zusammenzuführen und die Wege des hl. Willibrord und der Jakobspilger zu gehen:
in dei nomine feliciter - Glück auf, In Gottes Namen (hl. Willibrord) und der Gruß der Jakobus-Pilger: Ultreia - Buen Camino!
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 4, 2019
ISBN:
9783749414154
Format:
Buch

Über den Autor

"Jakobus- und Johannes-Gilde" e.V., Emmerich am Rhein Die "St. Jakobus- und Johannes-Gilde, Emmerich" e.V. wurde im Februar 2015 erneut gegründet, nachdem die historische, im 14.Jh. gegründete St. Johannes- und Jakobus-Gilde in den Wirren des 80-jährigen Krieges der Generalstaaten gegen den Kaiser und der späteren Säkularisation unterging. Gründungsgildemeister wurden Dr. Hans Jürgen Arens und Rüdiger Kunz. Mit dem Patronat der heiligen Jakobus und Johannes, dem Brüderpaar, bewahrt sich die alte Emmericher Tradition, gemeinsam mit ihnen auf dem "Lebenspilgerweg" unterwegs zu sein; beide sind als Statuen in der St. Aldegundiskirche noch erhalten. Ziele der Gilde sind: - die Verehrung der hl. Apostel Jakobus des Älteren und Johannes zu fördern und Menschen zu helfen, den christlichen Sinn einer Wallfahrt zu entdecken und zu vertiefen. - Pilgern auf den Wegen nach Santiago, Rom, Jerusalem, Kevelaer, Trier, Echternach durch Hilfestellung bei der Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt zur Seite zu stehen. - Angebot einer örtlichen Pilgerherberge - an der Rheinpromenade - Menschen, die selbst auf der Wallfahrt zu einem der genannten Ziele waren, zusammenzuführen, Erfahrungen auszutauschen sowie den Geist des Pilgerns zu pflegen. - Orte der Verehrung des Apostels Jakobus d.Ä. zu vernetzen und im Sinne des völkerverbindenden christlichen Glaubens zu kooperieren - Den hl. Willibrord als Patron der Niederlande, Luxemburgs auch für den Niederrhein in seiner grenzüberschreitenden Bedeutung hervorzuheben. Reliquien u.a. des Apostels Jakobus d.Ä. erhielt 695 der hl Willibrord bei seiner Bischofsweihe von Papst Sergius. Diese sind heute z.T. in St. Martini, Emmerich, und in Echternach (L) und werden dort verehrt. - Die Verbindungen des Niederrheins und damit Emmerichs nach Luxemburg und den Niederlanden über den hl. Willibrord und den hl. Jakobus sind Basis für die Ergründung der gemeinsamen Geschichte. Dr. Hans Jürgen Arens hat mit zahlreichen Publikationen, Büchern, Zeitschriftenbeiträgen und auch durch Vorträge neue Aspekte der Historie des Apostels Jakobus d.Ä. sowie seiner Verehrung in Europa in die Fachdiskussion gebracht. Es ist der Wunsch, die verbindende Wirkung des hl. Willibrord und des Apostels Jakobus d.Ä. sowie den Kern segenspendender christlicher Botschaft wachzuhalten und zu vertiefen. Nur das, was erinnert wird, ist wirklich geschehen! (weil alles andere in Vergessenheit geriet)


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Buchvorschau

Von Pilgerwegen, Hansestädten und Heiligenverehrung - Hans Jürgen Arens

Inhalt

Statio: Lieber Jakobus!

Alois van Doornick, Kalkar

Begrüßung

Dr. Hans Jürgen Arens, Emmerich

Grußwort

Freddy B. Heinzel, Honorarkonsul des Königreichs der Niederlande

Reichsgeschichte am Niederrhein und im Maastal

Karl Heinz Fischer SJ, Trier

St. Evermarus, erster Santiago-Pilger?

Wim Wigger, Rheinberg/Borth

Keltisch geprägtes Christentum: Einflüsse iroschottischer Mönche auf religiöse Praxis

Dr. Hans Jürgen Arens, Emmerich

Irish Cloisters in the 7th and 8th Century; St. Willibrord and St.James

Dermot Mulligan, Carlow (Ireland)

Niederrheinische Wallfahrtsbezüge in der Zeit iroschottischer Missionare

Alois van Doornick, Kalkar

Zur Geschichte des Christentums in der Düffel

Johannes van Lier, Kranenburg-Mehr

Verehrung des Apostels Jakobus d. Ä.: Standortkriterien

Dr. Hans Jürgen Arens, Emmerich

Broederschap H. Jacobus de Merdere von Roermond

Jan Houben, Thom Kentgens, Roermond

Armreliquie des Apostels Jakobus d. Ä. in Roermond

Dr. Hans Jürgen Arens, Emmerich

Willibrord–Apostel Jakobus d.Ä.

Dr. Hans Jürgen Arens, Emmerich

Wege der Jakobspilger am Niederrhein

Annette Heusch-Altenstein

Der Hl. Jakobus, Hansestädte und Handelsverflechtungen: Das Beispiel Kalkar

Karl-Ludwig van Dornick

Jakobustradition in Emmerich

Rüdiger Kunz, Emmerich

Pilgern und Jakobusverehrung – eine Beziehung zwischen Mensch und Gott

Wolfgang Peter, Emmerich

Pilgerspiritualität – Kalkar

Tjeu van Knippenberg

Statio: Lieber Jakobus!

Alois van Doornick, Kalkar

Ich habe mir jetzt, ehrlich eingestanden, erst zusammensuchen müssen, was ich von dir schon lange wissen sollte. Und es gibt mehr, als ich dachte, und mehr, als man von anderen Apostelkollegen weiß. Wir haben das ja nicht immer präsent. Allein, dass „Santiago auf Deutsch einfach „Sankt Jakob heißt, vergisst man so schnell. Und dass du selbst einen Namenspatron hast, der dir viel bedeutet haben dürfte: Jakob, der Enkel Abrahams. Er war sogar Zwilling: Esau war damals zuerst geboren. Jakob war von Anfang an listig. Und „Jakob heißt übersetzt bis heute „Fersenhalter: Mit List und Tücke hat er sich von Geburt an das Erbrecht erstritten und wurde fersenhaltend demnach gleichzeitig geboren. Geschlagen an der Hüfte humpelte später dieser Jakob! Naja, und du bist heute Pilgerpatron! Dein Namensgeber Jakob bekam einen zweiten Namen: „Israel (Gen 32, 29), das heißt „Gottesstreiter. Und Jakob-Israel hatte dann zwölf sehr verschiedene Söhne, die Stämme Israels bis hin zu Juda und Josef, also später das Vorbild für euch zwölf Apostel. Jakob ließ dann seine Frau und sich selbst schließlich in Betlehem begraben. Immerhin: Jesus geboren, wo „Israel-Jakob" begraben liegt! Ein starker Namenspatron also!

Dieser Name „Israel-Gottesstreiter scheint dir ja als „Apostel-Prediger bis zum Ende der Welt zum Programm geworden zu sein. Für uns klingen „Apostel, „Jünger oder „Menschenfischer ja viel zu zahm. „Gottesstreiter hört sich besser an. „Jakob-Fersenhalter, einer, der sozusagen verbissen dran bleibt, ist ja auch nicht schlecht. Naja, Jesus scheint dich und deinen Bruder Johannes durchschaut zu haben. Euch Söhne des Zebedäus und der Maria Salome (Mt 4, 21) hat er dann „Boanerges, „Donnersöhne genannt (Mk 3, 17). Ihr müsst einen etwas streitbaren, aggressiven Eindruck auf ihn gemacht haben. Laut Lukas wolltet ihr sogar von Jesus die Erlaubnis, Feuer vom Himmel auf die ungastlichen Samariter in dem Dorf herabrufen zu dürfen (Lk 9, 54). Heute würde man euch mindestens „ungestüme Neubekehrte nennen.

Tja, und die Geschichte von den ersten Plätzen rechts und links im Himmel, die ihr da einnehmen wolltet, hat euch bei den Kollegen und bei Jesus auch arges Kopfschütteln eingebracht (Mk 10, 37). Man wird euch heute nur zugutehalten können, dass ihr überhaupt den Himmel so stürmisch erreichen wolltet. Wer will das in unserer Wohlstands- und Fernsehsessel-Gesellschaft schon wirklich! Aber vielleicht kommen wir Pilger ja noch da hin …

Dass ihr beide mit eurem Vater Zebedäus als Fischerkollegen mit Simon, von Jesus „Petrus-Fels" genannt, und seinem Bruder Andreas schon früh zusammengearbeitet habt, war sicher später wichtig. Und dann hat sich Jesus das zunutze gemacht und häufig genug dich, Petrus und deinen Bruder Johannes bei wichtigen Dingen mitgenommen. Du warst also dabei, als die Schwiegermutter von Petrus krank war und Jesus seine erste Heilung öffentlich wirkte (Mk 1, 29). Und bei der Totenerweckung der kleinen Tochter des Synagogenvorstehers warst du genauso (Mk 5, 37).

Sprechender sind für mich aber die Stellen, wo sich Jesus nur mit euch dreien zum Gebet zurückgezogen hat (Mk 9, 2; 14, 33). Du hast Jesus da in seinen persönlichsten Stunden sehr deutlich kennen gelernt: auf dem Berg der Verklärung und am Ölberg. Du hast erkannt, was ihm das Gebet gegeben hat. Du hast gespürt, wie der Vater ihm Kraft gab: „Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!" (Mk 9, 7). Naja, so ganz klar war euch das da noch nicht und so ganz wach wart ihr auch nicht immer. Aber wer ist das von uns heute?

Weniger bekannt ist, dass ihr vier mit eurer Frage eine lange Predigt (Mk 13, 3-37) über das Ende der Welt provoziert habt, nur für euch allein! Da heißt es unter anderem: „Und als er auf dem Ölberg saß, dem Tempel gegenüber, fragten ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas, die mit ihm allein waren: Sag uns, wann wird das geschehen und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass das Ende von all dem bevorsteht? Jesus sagte zu ihnen: Gebt Acht, dass euch niemand irreführt! … Ihr aber, macht euch darauf gefasst: Man wird euch … vor Statthalter und Könige stellen, damit ihr vor ihnen Zeugnis ablegt. … Ihr aber, seht euch vor! Ich habe euch alles vorausgesagt. ... Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist" (Mk 13, 3-5, 9, 23, 33).

Wie es dir am Tag der Kreuzigung Jesu gegangen ist oder in den Tagen, als er sich nach der Auferstehung gezeigt hat, hat leider niemand festgehalten. Aber dass du als Erster deinen Jesus-Glauben vor König Herodes mit dem Leben bezeugen solltest, hast du wohl selber vorher nicht geahnt. Aber er hatte es ja gesagt! Die Apostelgeschichte hat es dann auch ausdrücklich festgehalten, dass du es warst und nicht der andere Jakobus, der „Sohn des Alphäus, der „jüngere oder der „Bruder des Herrn. Nein, da steht ausdrücklich: „Um jene Zeit ließ der König Herodes einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten (Apg 12, 1-2). Und Petrus wurde dann gleich auch gefangen genommen. So stehst du sogar noch vor dessen römischer Hinrichtung als erster Märtyrer unter den Aposteln da.

Heiliger Jakobus!

Deine Figur als reitender Kämpfer mag uns übertrieben vorkommen. Das Santiago-Schwert ist aber nicht das der Maurentötung, sondern das deiner Hinrichtung! Andersherum will Jesus ja keinen Friedhofsfrieden bringen, sondern das Schwert der Trennung (vgl. Mt 10, 35) von solchen, die sich mit ihm für das Reich Gottes einsetzen, und solchen, die es durch oberflächliches Dahinleben selbst verpassen.

Deine Figur als Erdenpilger verbindet uns mehr mit dir. Aber wir setzen unsere Schritte noch tastend. Unser Glaube braucht noch viel „Fort-Schritt, heute würde man sagen: Er ist noch im Prozess. Aber schließlich wissen wir, woran wir uns als Christen halten können: wenig Gepäck haben, Freunde suchen, sich am Stab des Glaubens halten, unter der Hut Gottes gehen, die Bibel als tägliche Lektüre nehmen, mit dem „Mantel der Gerechtigkeit vorgehen usw.

Deine Figur im Pórtico und im Hochaltar in Santiago hat eine sitzende, frohe Haltung (den Pilger gibt’s im Hochaltar darüber,

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