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Das Ungeheuer vom Elm: Regionale Morde
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eBook114 Seiten1 Stunde

Das Ungeheuer vom Elm: Regionale Morde

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Über dieses E-Book

Jost Winter, der reichste und mächtigste Bauer im Dorfe, ist ein jähzorniger, rasch aufbrausender und zuschlagender Mann der es nicht duldet, wenn man ihm widerspricht. Damit macht er sich keine Freunde unter den Nachbarn. Das sollte er eines Tages zu spüren bekommen, als man aus dem Hinterhalt auf ihn schießt und diesen Mord als Jagdunfall darstellt.

Premierleutnant Oberbeck ist jedoch nicht zu täuschen und erkennt den versteckten Mord. Unermüdlich macht er sich auf die Suche nach dem Täter, gerät bei seinen Ermittlungen selbst in Lebensgefahr und entdeckt dabei ein Ungeheuer, das im Elm sein Unwesen treibt und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt …

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum8. Juni 2019
ISBN9781393812692
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    Buchvorschau

    Das Ungeheuer vom Elm - Tomos Forrest

    Regionale Morde – aus dem Braunschweiger Land:

    Das Ungeheuer vom Elm

    ––––––––

    von Tomos Forrest

    ––––––––

    Premierleutnant Oberbeck ermittelt;

    ein Kriminalfall des 18. Jahrhunderts

    ––––––––

    IMPRESSUM

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

    © Roman by Author

    © Cover: Kathrin Peschel, 2019

    Lektorat/Korrektorat: Kerstin Peschel

    © dieser Ausgabe 2019 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

    Klappentext:

    Jost Winter, der reichste und mächtigste Bauer im Dorfe, ist ein jähzorniger, rasch aufbrausender und zuschlagender Mann der es nicht duldet, wenn man ihm widerspricht. Damit macht er sich keine Freunde unter den Nachbarn. Das sollte er eines Tages zu spüren bekommen, als man aus dem Hinterhalt auf ihn schießt und diesen Mord als Jagdunfall darstellt.

    Premierleutnant Oberbeck ist jedoch nicht zu täuschen und erkennt den versteckten Mord. Unermüdlich macht er sich auf die Suche nach dem Täter, gerät bei seinen Ermittlungen selbst in Lebensgefahr und entdeckt dabei ein Ungeheuer, das im Elm sein Unwesen treibt und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt ...

    ***

    1.

    Jost Winter platschte durch das modrige Wasser. Er gab sich jetzt keine Mühe mehr, leise zu sein. Die Enten hatten ihn längst bemerkt, reckten ihre Hälse in seine Richtung und brachen schließlich fast gleichzeitig auf. Mit kräftigen Flügelschlägen erreichten sie die Schilfkante, flogen eine kleine Kurve und stiegen in die kalte Frühlingssonne auf. Jost folgte ihnen mit dem Lauf seiner Doppelbüchse, die Hähne schussbereit gespannt. Dann drückte er zweimal kurz hintereinander ab, und die morgendliche Stille wurde von den Detonationen der Schüsse zerrissen. Die getroffenen Enten fielen wie Steine in gerader Linie vom Himmel in das Wasser. Andere, schwer getroffen, kreisten noch mit unsicheren Bewegungen, versuchten, sich in der Luft zu halten – und folgten ihren Leidensgenossen in das kalte Teichwasser.

    Zufrieden schulterte der Jäger seine Büchse, sodass die Läufe nach unten zeigten. Mit kräftigen Schritten ging er durch das Wasser und sammelte seine Beute ein. Drei, vier erlegte Enten konnte er mühelos erreichen, zwei weitere waren etwas abseits in den See gestürzt. Behutsam arbeitete sich Jost durch das tiefer werdende Wasser zu den Körpern und konnte schließlich auch sie erreichen.

    Seine hohen Wasserstiefel, dick mit Fett eingeschmiert, schützten ihn zwar vor der Nässe, hielten aber die Kälte nicht lange fern. Jost spürte, wie seine Zehen trotz der dicken Strümpfe kalt wurden und beeilte sich, seine Beute einzusammeln. Er befestigte die erlegten Enten an seiner Jagdtasche und machte sich auf den Rückweg zum Ufer. Wieder einmal wurde ihm schmerzlich das Fehlen seines Hundes bewusst. Nicht etwa, weil ihm die Nähe des Tieres fehlte, sondern weil er ihm diese Arbeit abgenommen hätte. Aber der große, kräftige Otterhund war am Vortag unter mysteriösen Umständen gestorben. Wilde Zuckungen hatten seinen großen Körper geschüttelt, Schaum stand dem Tier vor dem Maul, als Jost dem Jaulen nachgegangen war und ihn in einer Scheune fand.

    Wütend ballte er seine Faust und murmelte halblaut einen Fluch vor sich hin, als er daran dachte, wer ihm das angetan haben musste. Das Tier hatte nicht einmal einen Namen, sondern wurde nur einfach „Hund" gerufen, aber für den Bauern besaß es großen Wert und war als Jagdhund hervorragend ausgebildet. Jost hatte einen konkreten Verdacht, wer seinen Hund vergiftet hatte, und er würde nicht ruhen, bis er den Verantwortlichen bestraft hatte. Keiner durfte ihm etwas wegnehmen, das ihm gehörte – so etwas hatte er noch nie zugelassen. Er war Jost Winter, der mächtigste und reichste Bauer im Dorfe, und er hatte das Sagen hier – und die Macht, es durchzusetzen. Niemand wagte, ihm zu widersprechen. Hätte jemand ihm vorgehalten, dass man im Frühjahr, der Brut- und Aufzugszeit, nicht auf die Jagd ginge, hätte er den Mann ohne zu zögern niedergeschlagen.

    Mit weit ausgreifenden Schritten erreichte er das Ufer und schlug hier den Rückweg ein, als plötzlich am nahen Waldrand ein Mann vor ihm stand.

    Jost sah verwundert auf und blieb stehen.

    „Was willst du hier? Habe ich dir nicht schon mehrfach verboten, noch einmal meinen Grund und Boden zu betreten? Verschwinde!" Jost war jetzt richtig wütend und stapfte auf den Mann zu, der ihn vollkommen ruhig erwartete.

    „Wir müssen reden, Jost, so lasse ich mich nicht länger behandeln!"

    Der kräftige Bauer war dicht vor dem jungen Mann stehen geblieben und lachte ihm jetzt ins Gesicht.

    „Ach so? Wir müssen reden? Ich wüsste nicht, was ich mit dir zu bereden hätte – verschwinde, und lass’ dich nie wieder auf meinem Land sehen!", fuhr er ihn an.

    Sein Gesicht war dunkelrot vor Zorn, und eine kräftige, behaarte Faust hob sich vor dem Gesicht des Gegners, bereit, sofort zuzuschlagen, wenn er es wagen sollte, ihm nicht gleich den Weg freizugeben. Die Gestalt des jungen Mannes straffte sich. Mit festem Blick sah er dem kräftigen, breitschultrigen Bauern ins Gesicht.

    „Du kannst mir nicht drohen, Jost. Wenn du mir nicht zuhören willst, musst du die Folgen dafür tragen!"

    „So? Drohen willst du mir auch noch? Warte, ich helfe dir ..."

    Bevor Jost Winter jedoch seine Faust in das Gesicht des Gegners schlagen konnte, wich der mit einer kurzen, geschickten Bewegung aus. Dabei zog er eine Pistole aus dem Gürtel, spannte den Hahn und richtete sie auf den Bauern.

    „Du wirst tun, was ich dir sage, Jost, oder du bereust es, glaube mir! Ich habe nichts mehr zu verlieren und bin bereit ..."

    „Elender Schwätzer!", brüllte Jost vor Wut laut und machte einen weiteren, drohenden Schritt auf den Mann zu. Im gleichen Augenblick krachte der Schuss, und der Bauer brach zusammen.

    Blut schoss aus dem Einschussloch im Oberschenkel, das Jost verblüfft betrachtete. Gleich darauf sackte er zusammen und hielt sich stöhnend das Bein.

    „Bist du vollkommen irre ... dafür bringe ich dich an den Galgen, du verfluchtes Schwein, Gott sei dir gnädig, wenn ich dich erwische ..." Jost versuchte, sein Schnupftuch auf die Wunde zu pressen und das Blut zu stillen. Sein Gegner hatte die abgeschossene Pistole wieder in den Gürtel gesteckt und beugte sich jetzt über den Bauern.

    Jost versuchte, die Büchse von der Schulter zu bekommen, aber auch sein Gegner griff nach dem Riemen und riss daran.

    „Was willst du mit dem Gewehr, Jost – das ist jetzt unnütz – gib es her!" Der Mann zerrte am Riemen, Jost wollte seine Hände wegreißen und erhielt einen kräftigen Tritt vor die Brust. Als er keuchend nach hinten kippte, gab der Gewehrriemen nach und sein Gegner hielt es gleich darauf fest in den Händen.

    „So – und jetzt bringe ich das zu Ende, was ich schon lange hätte machen sollen. Du wolltest ja nicht auf mich hören, Jost, jetzt trägst du die Folgen."

    Der Mann griff nach dem Pulverhorn des Bauern und schüttete in den einen Lauf eine Ladung, ergriff den am gleichen Riemen hängenden Schrotbeutel und füllte nun den Lauf mit dem groben Blei. Mit angstvoll geweiteten Augen starrte Jost auf seinen Gegner, dann versuchte er erneut auf die Beine zu kommen. Es gelang ihm nicht. Mit einem Schmerzenslaut sank er erneut zusammen und presste schließlich das blutgetränkte Tuch wieder auf die Wunde.

    „Um Gottes willen, du bist wahnsinnig geworden – was machst du? Du willst mich doch hier nicht elendig umkommen lassen, was soll das mit dem Gewehr, ich ... Hilfe! Zu Hilfe! Mord!", schrie Jost jetzt in höchster Angst, als er sah, dass sein Gegner seine Vorbereitungen beendet hatte. Auf die aufgeklappte Pfanne streute er noch eine kleine Portion von dem Pulver, dann zog er den einen Hahn auf und setzte die Läufe der Büchse auf den

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