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Tony Ballard #307: Eisstation Mammut: Grusel Thriller

Tony Ballard #307: Eisstation Mammut: Grusel Thriller

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Tony Ballard #307: Eisstation Mammut: Grusel Thriller

Länge:
123 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Juni 2019
ISBN:
9783739648538
Format:
Buch

Beschreibung

Als Temeri Okalik den Polarwolf entdeckte, stoppte er sein Schneemobil und stieg ab.
»Alle Mächte, was bist du für ein Prachtexemplar«, murmelte der Mann begeistert und griff nach seinem Gewehr. »Dich kann ich mir einfach nicht entgehen lassen.«
Okalik befand sich auf dem Heimweg. Er lebte, wie viele Inuit, von der Jagd. Der Schlitten, der am Schneemobil hing, war voll beladen. Das Jagdglück war ihm wieder einmal besonders hold gewesen.
Er brachte die Felle von drei Füchsen und vier Wölfen und dazu noch einen Hasen, mehrere Fische und einen schweren Karibu nach Hause.
Eigentlich wäre Temeri Okalik damit zufrieden gewesen, aber wenn sich ihm eine Chance wie diese bot, konnte er nicht widerstehen.
Die Sonne stand schon sehr tief und blendete den Jäger. Der weiße Polarwolf warf einen langen, pechschwarzen Schatten. Ein beeindruckender Kontrast war das.
Das Tier stand da, als wüsste es mit absoluter Sicherheit, dass es nichts zu befürchten hatte. Dass ihm der Inuk nicht das Geringste anhaben konnte.
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Juni 2019
ISBN:
9783739648538
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Tony Ballard #307 - A. F. Morland

Eisstation »Mammut«

Tony Ballard Band 307

von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 109 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Edition A. F. Morland ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2016

1. Kapitel

Als Temeri Okalik den Polarwolf entdeckte, stoppte er sein Schneemobil und stieg ab.

»Alle Mächte, was bist du für ein Prachtexemplar«, murmelte der Mann begeistert und griff nach seinem Gewehr. »Dich kann ich mir einfach nicht entgehen lassen.«

Okalik befand sich auf dem Heimweg. Er lebte, wie viele Inuit, von der Jagd. Der Schlitten, der am Schneemobil hing, war voll beladen. Das Jagdglück war ihm wieder einmal besonders hold gewesen.

Er brachte die Felle von drei Füchsen und vier Wölfen und dazu noch einen Hasen, mehrere Fische und einen schweren Karibu nach Hause.

Eigentlich wäre Temeri Okalik damit zufrieden gewesen, aber wenn sich ihm eine Chance wie diese bot, konnte er nicht widerstehen.

Die Sonne stand schon sehr tief und blendete den Jäger. Der weiße Polarwolf warf einen langen, pechschwarzen Schatten. Ein beeindruckender Kontrast war das.

Das Tier stand da, als wüsste es mit absoluter Sicherheit, dass es nichts zu befürchten hatte. Dass ihm der Inuk nicht das Geringste anhaben konnte.

»Du bist schön, stolz, mutig und stark«, brabbelte Temeri Okalik vor sich hin. Er ließ den Wolf nicht aus den Augen. »Mit bloßen Händen möchte ich nicht mit dir kämpfen müssen. Aber ich habe zum Glück ein Gewehr, und das macht mich dir gegenüber natürlich weit überlegen. Ich brauche dir nicht zu nahe zu kommen, kann dich aus sicherer Entfernung töten. Vielleicht ist das in deinen Augen feige. Doch ich sehe das anders. Der Mensch ist nicht umsonst die Krone der Schöpfung. Wir wären schon längst ausgestorben, wenn wir nicht unseren Verstand dazu benutzt hätten, Waffen herzustellen, mit deren Hilfe wir uns einen Platz über allen Kreaturen dieser Welt sichern konnten. Speere, Pfeile, Äxte, Schwerter, Lanzen, Revolver, Pistolen, Gewehre, Granaten, Kanonen, Bomben … Unser Erfindungsreichtum ist unerschöpflich. Da kommt ihr einfach nicht mit, mein Freund.«

Der Inuk legte mit der Ruhe des geübten Jägers auf den Wolf an. Doch plötzlich stutzte er. Ein zweites Tier tauchte auf. Und noch eines. Und ein viertes …

So ging es weiter. Zehn, fünfzehn, zwanzig und mehr Polarwölfe reihten sich aneinander. Sie sahen alle gleich aus, wirkten wie geklont.

Ein unheimlicher Aufmarsch war das. Eine Machtdemonstration – irgendwie. Und sie war noch nicht zu Ende. Ging immer weiter. Temeri Okalik hatte in seinem ganzen Leben noch nie ein so großes Rudel gesehen.

Das nötigte ihm zunächst einiges an Respekt ab, und dann bekam er es langsam mit der Angst zu tun. Er ließ das Gewehr sinken.

Er konnte ein paar Wölfe töten, aber nicht alle. Deshalb riet ihm eine innere Stimme: »Mach, dass du weg kommst, Temeri. Du kannst es nicht mit ihnen aufnehmen. Es sind zu viele. Bring dich in Sicherheit. Steig auf dein Schneemobil und hau ab, so schnell du kannst.«

Die Wölfe setzten sich in Bewegung. Sie rückten näher. Fast wie im Gleichschritt. Als würden sie von einem unsichtbaren Puppenspieler gegängelt.

Der Inuk verstaute hastig sein Gewehr und schwang sich auf sein Gefährt. Er hatte vorhin den Motor abgestellt. Das bereute er jetzt.

Weil die verdammte Maschine nicht anspringen wollte. Je mehr Versuche fehlschlugen, desto nervöser wurde Temeri Okalik. Einige Polarwölfe verließen die Kette.

Offenbar verfügten sie über den größeren Killerinstinkt. Sie schienen den Mann als Erste reißen und sich die besten Beutestücke sichern zu wollen.

Endlich jaulte der Motor auf. Der Jäger gab Vollgas. Das Schneemobil machte einen wilden Satz vorwärts. Die weiße Raubtiermeute begann zu laufen.

Temeri Okalik stand auf seinem Gefährt, um die Schläge und Stöße des unebenen Terrains besser abfedern zu können.

Von links rückte eine vielköpfige Wolfsgruppe heran. Er wich nach rechts aus. Aber auch da waren diese mordgierigen weißen Teufel.

Einige von ihnen hetzten neben ihm her. Sie schienen keine Mühe zu haben, sein Tempo mitzuhalten, versuchten ihn ins Bein zu beißen und vom Schneemobil herunterzuzerren.

Er brüllte vor Wut und Angst und trat nach ihnen, traf den Schädel eines Wolfs, das Tier überschlug sich mehrmals und fiel weit zurück.

Doch es gab noch genug andere kraftstrotzende Bestien, die ihm gefährlich werden konnten. Der Inuk lenkte das Schneemobil jetzt nur noch mit einer Hand. Mit der linken.

Das war bei dieser Geschwindigkeit und der Beschaffenheit des Bodens sehr gewagt. Er wusste das. Aber er nahm das Risiko auf sich, um mit der rechten Hand nach seinem großen Jagdmesser greifen zu können.

Zornig riss er es aus der Lederscheide, und als ein Wolf zu ihm hochschnellte, rammte er ihm die Klinge wuchtig in den gestreckten Leib.

Das Tier heulte auf. Dunkelrotes Blut färbte jäh sein dichtes schneeweißes Fell. Der Wolf knallte hart aufs Eis, und einige seiner Artgenossen fielen sofort hungrig über ihn her und zerfleischten ihn mit abstoßender Gier.

Dem Jäger gelang es, noch einen zweiten vierbeinigen Angreifer auf diese Weise abzuwehren, und er jubelte, als auch dieser Wolf zerrissen wurde.

Am Horizont tauchten die primitiven Hütten von Dorvanat auf. Würde er sie erreichen? Würde es ihm gelingen, diesem blutrünstigen Killerrudel zu entkommen?

Ein Wolf kam von links. Wie vom Katapult geschleudert flog er hoch. Temeri Okalik stach zu. Er spürte, wie das Jagdmesser in den Tierleib drang, spürte das Raubtier zucken, konnte aber nicht verhindern, dass der vierbeinige Killer gegen ihn prallte. Ein entsetzter Schrei entrang sich seiner Kehle. Er hatte die Balance verloren, und das hüpfende Schneemobil, das im Höllentempo dahinraste, drohte ihn abzuwerfen.

Wenn das passierte, war er verloren, denn dann fiel er den hungrigen Polarwölfen direkt vor ihre gefährlichen Schnauzen. Es grenzte an ein Wunder, dass er sein Gleichgewicht wiederfand und auf dem Gefährt blieb.

Doch die Wölfe sorgten dafür, dass er einen leeren Schlitten heimbrachte. Sie zerbissen wild die festen Stricke, zerrissen die dicken Decken und raubten ihm seine gesamte Beute. Aber sein Leben bekamen sie zum Glück nicht. Obwohl sie verdammt nah dran gewesen waren.

Ich sah aus dem Fenster. Die Gegend, die sich vor mir ausbreitete, war trostlos – weiß, weit und flach. Dennoch konnte ich ihr einen gewissen Reiz nicht absprechen. Aber freiwillig hätte ich hier – mehr als viertausend Kilometer von London entfernt – nicht leben wollen. Man musste vermutlich in dieser kalten, feindseligen kanadischen Einöde geboren sein, um sich hier wohl zu fühlen.

Das Haus, in dem wir wohnten, gehörte den Brüdern Romo und Pala Aariak und deren Schwester Shasta. Sie waren, wie alle in Dorvanat, Inuit.

So möchten jene Volksgruppen bezeichnet werden, die seit mehr als fünftausend Jahren in der Arktis leben, weil der Begriff Eskimo von ihnen als abwertend empfunden wird. Die Indianer hatten sie dereinst so genannt: Eskimo – Rohfleischesser.

Das Haus der Aariaks war das einzige Gebäude in Dorvanat, das einen Turm hatte. Romo und Pala hatten ihn vor etwa zehn Jahren dazugebaut.

Nicht, um von dort oben die unscheinbare Siedlung besser überblicken zu können, sondern um darin ein Radiostudio einzurichten.

Die Aariaks betrieben eine allseits beliebte kleine Rundfunkstation, die rund um die Uhr sendete. »Radio Dorvanat« brachte News, Wettervorhersagen, Unwetterwarnungen, Interviews, Klatsch und Tratsch aus Dorvanat und Umgebung, sendete Glückwünsche zu allen erdenklichen Anlässen und spielte dazwischen viel Musik – von typischer Inuit-Folklore bis zu dem, was sich aktuell in

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