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Plattenbau-Proust und Detroit-Dickens: Schriftstellerbeinamen und Buchfakten, welche Ihnen gerade noch gefehlt haben

Plattenbau-Proust und Detroit-Dickens: Schriftstellerbeinamen und Buchfakten, welche Ihnen gerade noch gefehlt haben

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Plattenbau-Proust und Detroit-Dickens: Schriftstellerbeinamen und Buchfakten, welche Ihnen gerade noch gefehlt haben

Länge:
207 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 22, 2012
ISBN:
9783848233588
Format:
Buch

Beschreibung

Ein Wissensabrunder mit mehr als 200 Schriftstellerbeinamen sowie anderen Listen zu Buchläden, Bibliotheken und den besten Büchern der Weltliteratur, insgesamt 1000 Informationselemente zu Literatur und Büchern. Eine kurzweilige Listensammlung für Listenfans, Buch- und Literaturfreunde angereichert mit Zitaten, Witzen und Wortspielen zu allem, was Buchstaben hat.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 22, 2012
ISBN:
9783848233588
Format:
Buch

Über den Autor

Richard Deiss ist Geograf, lebt in Brüssel und Berlin und hat seit 2006 bei BOD mehr als 40 Bücher zu geografischen und verkehrlichen Themen publiziert.


Buchvorschau

Plattenbau-Proust und Detroit-Dickens - Richard Deiß

Inhalt

Vorwort

100 Schriftstellerantonomasien

100 Literaturbezogene Beinamen

100 Zitate und 100 Witze

Buchkritik

World library of 100 books

Die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher

Die ZEIT-Liste der 100 Sachbücher

Die schönsten Bibliotheken

Die schönsten Buchläden Europas

Schriftstellergrabstätten

AnhangListe der Literaturnobelpreisträger

Literatur

Vorwort

Dieses Büchlein schließt eine Lücke, was die Auflistung von Schriftstellerbeinamen betrifft. Über 100 vergleichende Beinamen (Antonomasien) von Schriftstellern, und zusätzlich etwa 100 andere Beinamen von Schriftstellern, Büchern und Verlegern sind in diesem Bändchen in Tabellen zusammengestellt und teilweise im Text kurz erörtert. In der siebten Auflage (März 2020) wurde Victor Hugo aufgenommen und seine Beinamen auf einer Seite dargestellt sowie verschiedene Listen um insgesamt 10 Bezeichnungen erweitert.

Diese Beinamensammlung wird durch Zitatlisten, Buchwitze, Sketche zu Büchern, mögliche Buchkritiken und durch andere Listen ergänzt, so dass sich 10 Kapitel mit jeweils über 100 Elementen ergeben (davon ein Kapitel mit zweimal 100 Elementen). Insgesamt sind also über 1000 buchbezogene Dinge auf 136 Seiten aufgezählt.

Ich hoffe, die Zusammenstellung in diesem kleinen Bändchen ist für alle, die sich für Literatur interessieren, als kleines Nachschlagewerk auch ohne viel Text nützlich und im Zitate- und Witzeteil auch unterhaltsam.

Anregungen und Hinweise auf weitere Beinamen sind jederzeit willkommen. Wolfgang Heinrich (Etzbach) und Jörg Berkes (Langen) möchte ich für Korrekturhinweise danken.

Eine Neuauflage ist geplant.

Berlin, im März 2020

Richard Deiß

1. 100 Schriftstellerantonomasien (Beinamen)

In diesem Kapitel werden auf jeweils einer Seite Schriftsteller aufgeführt, welche Beinamengeber für mindestens zwei andere Schriftsteller sind. Beinamengeber, welche seltener auftreten, finden sich in den Tabellen des zweiten Kapitels.

Inzwischen sind es mittlerweile deutlich mehr als 100.

Die häufigsten Beinamengeber sind Shakespeare als Inbegriff eines Dichters und Kafka als Beinamengeber für Autoren mit ähnlich außergewöhnlichem, absurddüsterem Erzählstil. Auch Goethe und Voltaire dienen, zumindest im deutschen Sprachraum, häufiger als Vergleichsgrundlage.

William Shakespeare (1564-1616)

To be or not to be: that is the question (Hamlet)

William Shakespeare ist der weltweit wohl berühmteste Dichter und Dramatiker. Allerdings ist sein Leben nicht lückenlos dokumentiert. So gibt es Unklarheit über sein genaues Geburts- und Sterbedatum. Oft wird angenommen, dass er am 23. April 1564 geboren wurde und wie Cervantes am 23. April 1616 starb. Der 23. April gilt deshalb als Tag des Buches. Es gibt sogar Spekulationen, dass Shakespeare zugeschriebene Werke gar nicht von diesem selbst verfasst wurden. Dennoch ist Shakespeare der wichtigste Beinamengeber der Literatur und ein Bereicherer auch der deutschen Sprache (Zahn der Zeit; gut gebrüllt, Löwe; Der Rest ist Schweigen...).

Shakespeare ist deshalb eine wichtige Referenz, auch für Vossische Antonomasien, also ein wichtiger Schriftsteller-Beinamengeber. Shakespeare selbst wurde auch als der Barde (the bard) bezeichnet.

Im Jahr 1611 bekam er einen Beinamen mit Schriftstellerbezug. John Davies widmete ein Gedicht `Unserem Englischen Terenz, Mr. Will Shakespeare´.

Terenz (195 vC-158 vC) war ein wichtiger Komödiendichter der Römischen Antike.

: Im Jahre 2000 nahm der schwäbische Kfz-Mechaniker mazedonischer Abstammung Zlato Trpkovski an der ersten deutschen Staffel der Show „Big Brother" teil. In der Show zeigte sich, dass er Shakespeare nicht kannte (er kenne nur Bier). Daraufhin ließ sein Management von einer Brauerei ein Bier mit dem Namen Shakesbier brauen, was nach einem halben Jahr wegen geringer Verkaufszahlen allerdings wieder vom Markt genommen wurde.

Franz Kafka (1883-1924)

Das Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in uns.

(Franz Kafka)

Der auf Deutsch schreibende Prager Schriftsteller Franz Kafka hat ein unvollendetes Werk hinterlassen. Sein surrealer Stil mit expressionistischen, ironischen Elementen lässt sich schwer zuordnen und ist dennoch sprichwörtlich geworden (`kafkaesk´). Der österreichische Schriftsteller Gustav Meyrink hat wie Kafka zeitweise in Prag gelebt; in Prag spielt auch sein bekanntestes Werk, der Golem. Im englischen Sprachraum wird Meyrink den Lesern manchmal als poor man´s Kafka nahegebracht (Kafka des kleinen Mannes). Der in der heutigen Ukraine geborene, auf Polnisch und metaphernreich schreibende Bruno Schulz (`Das Sanatorium der Sanduhr´, `die Zimtläden´) wird auch als polnischer Kafka bezeichnet.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Der Worte sind genug gewechselt,

Laßt mich auch endlich Taten sehn;

Indes ihr Komplimente drechselt,

Kann etwas Nützliches geschehn.

(Faust)

In Deutschland wird der Vergleich mit Goethe manchmal verwandt, um bedeutende Schriftsteller anderer Länder einordnen zu können. Eine ähnliche literarische Bedeutung wie Goethe in Deutschland hat Adam Mickiewicz, der 1829 Goethe in Weimar besuchte und als Nationaldichter Polens gilt. Er setzte sich in seinen Werken für Polens Unabhängigkeit ein, als das Land Teil Russlands war. Er starb an Cholera, als er polnische Truppen für den Krimkrieg gegen Russland sammelte. In den 1820er Jahren traf Mickiewicz bei einem Aufenthalt in Moskau mit dem Vater der russischen Literatur Alexander Puschkin, auch Goethe Russlands genannt, zusammen.

Voltaire (1694-1778)

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