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Das magische Amulett #42: Die Traum-Mörderin: Romantic Thriller

Das magische Amulett #42: Die Traum-Mörderin: Romantic Thriller

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Das magische Amulett #42: Die Traum-Mörderin: Romantic Thriller

Länge:
108 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2019
ISBN:
9783739662770
Format:
Buch

Beschreibung

Das magische Amulett Band 42
Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 97 Taschenbuchseiten.

Brenda Logan, die Amulettforscherin, ist nicht besonders glücklich darüber, dass sie Samuel Lington, den Archäologen, begleiten soll, um an der Schwarzmeerküste nach einer alten Burg zu suchen. Es ärgert sie, dass er sie im Unklaren darüber lässt, wonach sie dort überhaupt suchen wollen. Brenda vermutet, dass es Samuel um einen Schatz geht. Doch da irrt sie sich, und beide geraten in Lebensgefahr.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2019
ISBN:
9783739662770
Format:
Buch

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Das magische Amulett #42 - Jan Gardemann

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Die Traum-Mörderin

Das magische Amulett Band 42

Roman von Jan Gardemann

Der Umfang dieses Buchs entspricht 97 Taschenbuchseiten.

Brenda Logan, die Amulettforscherin, ist nicht besonders glücklich darüber, dass sie Samuel Lington, den Archäologen, begleiten soll, um an der Schwarzmeerküste nach einer alten Burg zu suchen. Es ärgert sie, dass er sie im Unklaren darüber lässt, wonach sie dort überhaupt suchen wollen. Brenda vermutet, dass es Samuel um einen Schatz geht. Doch da irrt sie sich, und beide geraten in Lebensgefahr.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Prolog

Es war unverkennbar, dass die Krähen direkt auf uns zuflogen. Ihr aggressives, durchdringendes Krächzen mischte sich unter das beständige Knallen und Rauschen der Brandung. Das Krächzen hallte schaurig von der Steilwand wider und sprang als hohles Echo zwischen der Burgfassade und der Klippe hin und her. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, als ich den Krähenschwarm nun immer näherkommen sah. Ihre Köpfe drohend zu uns empor gereckt, flatterten die Vögel im Aufwind der gischtdurchsetzten Böen die Steilwand entlang. Ihr hallendes Krächzen und Schreien klang in meinen Ohren wie wüst ausgestoßene Morddrohungen. Dann hatten die Krähen uns erreicht. Wie, um mein ungutes Gefühl zu bestätigen, teilte sich der Schwarm und flog in zwei ungleichen Gruppen auf Samuel und mich zu. Im nächsten Moment war ich von wütendem Flügelschlag, hackenden Schnäbeln und nach meinem Gesicht zielenden Krallen umgeben …

1

Der Kleintransporter stoppte abrupt, und als der Motor mit einem Röcheln erstarb, vollführte das rostige Gefährt einen letzten wütenden Bocksprung, als wollte es sich gegen die aufgezwungene Ruhe wie gegen den eigenen Tod auflehnen.

Samuel Lington und ich, Brenda Logan, wurden dabei auf der Sitzbank unsanft nach vorn geschleudert. Ich stützte mich instinktiv an der Kante des Handschuhfachs ab, dessen Klappe abgebrochen war, so dass das Chaos, das darin herrschte, sich jedem ungeniert darbot, der einen Blick ins Innere des ramponierten Fahrzeugs geworfen hätte.

Doch allzu viele Leute dürften die abgegriffenen Landkarten, vergilbten Tankquittungen, zerknüllten Zeitungen und leeren Zigarettenpackungen bisher nicht gesehen haben, die der Fahrer des Kastenwagens im Laufe der Jahre, die er diese Rostlaube nun schon sein Eigen nannte, in das Handschuhfach gestopft hatte. Denn wer warf schon gern einen Blick in die Fahrerkabine eines von Rost zerfressenen Lieferwagens, der seinem äußeren Anschein nach schon längst auf den Schrottplatz gehörte, wenn er nicht bei der Polizei oder bei der Zollfahndung arbeitete?

Die Straße, der der Fahrer des klapprigen Kastenwagens mit stoischer Ruhe gefolgt war, war vor etlichen Kilometern in eine unbefestigte Schotterpiste übergegangen. Zuletzt hatte sich diese Piste in eine dünne Zwillingsspur verwandelt, die sich in gewundenen Bahnen den sanft ansteigenden karstigen Rücken eines Felsmassivs emporgewunden hatte, und schließlich in das Felsplateau mündete, auf dem wir nun standen.

Wann ein Fahrzeug dieser Wagenspur das letzte Mal gefolgt war, war schwer zu erraten gewesen. Es musste schon eine geraume Weile her sein, denn in den nicht sehr tiefen Fahrrinnen waren hier und da Grasbüschel emporgewachsen, die sich in ihrem saftigen Grün deutlich von dem felsengrauen Untergrund abhoben.

Das Massiv, auf dem der Lieferwagen zum Stehen gekommen war, ragte etliche Meter weit in das Meer hinaus. Links und rechts erstreckte sich die schroffe, verwitterte Abbruchkante einer Steilküste, die sich zu beiden Seiten hin nach mehreren hundert Metern im nebeligen Dunst verlor. Vereinzelt stehende Tannen, Kiefern und Pinien säumten den Küstenstreifen und ließen diese einsame, unwirtliche Gegend in meinen Augen noch trostloser und verlassener erscheinen.

Wir befanden uns an der bulgarischen Nordküste des Schwarzen Meeres. Ein rauer Wind wehte vom Meer herüber, erfasste den klapprigen Lieferwagen oben auf der Klippe und ließ ihn ruckartig hin und herschwanken.

Nun, da der lärmende Motor endlich schwieg, war auch das dumpfe Dröhnen der Wellen zu vernehmen, die sich am Fuß des Felsmassivs brachen und gegen den Fels schlugen. Ein paar Krähen zogen vor uns über den wolkenverhangenen grauen Himmel, schwenkten dann ab und flogen über das Festland.

»Da wären wir also«, sagte der Fahrer in gebrochenem Englisch. Er ließ das Lenkrad los, das er die lange Fahrt über krampfhaft umklammert gehalten hatte, als befürchtete er, das Fahrzeug könnte augenblicklich außer Kontrolle geraten, wenn er das Steuer nicht fest genug im Griff behielt.

Der Fahrer deutete mit seinen schwieligen Händen gegen die schmierige Windschutzscheibe und auf das offene blaugraue Meer hinaus, das sich hinter dem Abgrund bis zum diesigen Horizont erstreckte.

»Dies ist die Küstenregion Dobrudscha, Ihr Reiseziel!« erklärte der Mann und nickte bekräftigend, da ich mich trotz der Ankündigung, nun endlich am Ziel dieser beschwerlichen Reise angekommen zu sein, nicht zu einem erleichterten Lächeln hatte hinreißen lassen.

Auch Samuel Lington, mein Reisebegleiter, machte keinen besonders zufriedenen Eindruck. Samuel saß zwischen mir und dem Fahrer in der Mitte der verschlissenen Sitzbank. Zögernd neigte er sich vor und starrte durch die Windschutzscheibe nach draußen.

Samuel war Archäologe wie ich. Nur, dass ich eine feste Anstellung im British Museum in London hatte, während Samuel bloß ein freiberuflicher Archäologe war. Nicht, dass ich etwas gegen die Freiberuflichkeit einzuwenden gehabt hätte. Sie brachte gewiss einige Vorteile mit sich. Zum Beispiel betonte Samuel immer wieder, wie sehr er seine Freiheit angeblich liebte, die ihm aus seiner Ungebundenheit erwuchs. Für eine feste Anstellung wäre Samuel auch kaum geeignet gewesen. Er war ein Luftikus und in der ganzen Welt zu Hause. In seinem Kopf spukten die verrücktesten Ideen herum, die er in einem festen Arbeitsverhältnis kaum alle in die Tat umsetzen könnten. Die Schattenseite dieser Ungebundenheit war allerdings, dass Samuel immer knapp bei Kasse war, weil die privat finanzierten Expeditionen, denen er sich anschloss, zwar viel Geld abwarfen, jedoch ziemlich selten stattfanden. Sein Gehalt reichte daher gerade mal soeben aus, um sich über Wasser zu halten.

Darüber hinaus hatte Samuel die lästige Angewohnheit, mich jedes Mal, wenn ich mit ihm zusammentraf, in ein gefährliches Abenteuer zu verstricken. Als Amulettforscherin war mein Bedarf an Abenteuer und ungewöhnlichen Situationen mehr als gedeckt. Die magischen Kleinode, deren Erforschung ich mir zum Ziel gemacht hatte, verstrickten mich immer wieder in haarsträubende, lebensgefährliche Abenteuer. Da konnte ich es nicht gebrauchen, auch noch von einem Kollegen in gefährliche Unternehmungen verwickelt zu werden. Aber genau das war es, was Samuel jedes Mal wieder tat. Wenn unsere Wege sich kreuzten; Geheimnisvolle Abenteuer und gefahrvolle Situationen gehörten zu seinem Leben nun einmal genauso dazu wie zu meinem: Wenn wir dann gemeinsam einem Geheimnis auf der Spur waren, ergab das deshalb zumeist eine sehr explosive Mischung.

»Sind Sie sich wirklich sicher, dass wir hier richtig sind?«, fragte Samuel in diesem Moment, an unseren Fahrer gewandt. »Ich kann hier weit und breit keine Ruine entdecken.«

Der Fahrer grinste hintergründig. Sein Kinn war mit dunklen Bartstoppeln übersät und seine

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