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E-Bike: Modelle – Technik – Fahrspaß. Mit Kaufberatung

E-Bike: Modelle – Technik – Fahrspaß. Mit Kaufberatung

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E-Bike: Modelle – Technik – Fahrspaß. Mit Kaufberatung

Länge:
267 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
8. Aug. 2019
ISBN:
9783667117328
Format:
Buch

Beschreibung

Welches E-Bike passt zu mir?
Ob als Citybike, Mountainbike, Rennrad oder Lastenrad – E-Bikes und Pedelecs spielen im Alltag und in der Freizeit eine immer größere Rolle. Doch welches Modell ist das richtige für meine Ansprüche? Welche Qualitätsmerkmale gibt es und was muss ich über Akku, Elektromotor und Technik wissen?
Um im unübersichtlichen Markt nicht die Orientierung zu verlieren, hat der E-Bike-Spezialist Martin Häußermann, Mitbegründer des Fahrrad-Magazins Fahrstil, alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Sein Buch gibt Antworten auf alle Fragen, die sich Kaufinteressierte oder Pedelec-Besitzer stellen:
•Überblick über alle gängigen E-Bike-Modelle
•Technische Fakten leicht verständlich erklärt
•Der richtige Umgang mit Rad, Motor und Akkus
•Wissenswertes über Fahrradzubehör und zum Transport des E-Bikes
•Tipps und Tricks zur Fahrsicherheit
Praxisbezogene Kaufberatung
Unabhängiger vom Auto werden, einfach nur mobil sein, längere Strecken fahren können oder gezielter trainieren: Die Gründe für einen E-Bike-Kauf sind genauso vielfältig wie die angebotenen Modelle. Mit der praxisbezogenen Kaufberatung von Martin Häußermann fällt die Entscheidung für das passende E-Bike leicht.
Nach der Kaufentscheidung folgt die erste Tour. Wer jetzt Lust bekommen hat, mit seinem neuen E-Bike gleich einen Radurlaub zu machen, findet in dem Bookazine E-Bike: Modelle - Technik - Fahrspaß. als Bonus ein Reisespecial zum Elberadweg!
Freigegeben:
8. Aug. 2019
ISBN:
9783667117328
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

E-Bike - Martin Häußermann

1

FASZINATION PEDELEC

DIE VORTEILE DES PEDELECS

DAS ERSTE E-BIKE

KOMMENTAR E-MTB

MIT DEM STROM

ELEKTROUNTERSTÜTZUNG MACHT DAS FAHRRAD NOCH UNIVERSELLER EINSETZBAR – UND ERHÖHT DEN FAHRSPASS. WAR DAS PEDELEC VOR EINIGEN JAHREN NOCH DIE SACHE VON SPEZIALISTEN, HAT HEUTE PRAKTISCH JEDER BEDEUTENDE FAHRRADHERSTELLER EINEN STROMER IM PROGRAMM – UND ZWAR IN WIRKLICH JEDER FAHRRADKATEGORIE. DAS E-BIKE ROLLT AUF DER ERFOLGSSPUR, FÜR VIELE WIRD ES SOGAR ZUR ALTERNATIVE ZUM AUTO.

TEXT: MARTIN HÄUSSERMAN FOTOS: HERSTELLER, HÄUSSERMANN

Die Idee ist nicht neu. Schon 1932 präsentiert der Elektrokonzern Philips ein Fahrrad mit Elektromotor. Der war im Rahmendreieck platziert und trieb über eine Kette das Hinterrad an, die Batterie saß schwerpunktgünstig unten im Rahmen. Wenngleich vernünftig konstruiert, war das Philips-Elektrofahrrad seiner Zeit sehr weit voraus – etwa 75 Jahre. Und den Begriff Pedelec, der Fahrradfans heute locker über die Lippen geht, kannte man damals noch nicht. Der ist übrigens ein Akronym und steht für Pedal Electric Cycle. So bezeichnet der Fachmann Fahrräder, deren Zusatzantrieb nur arbeitet, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – je nach Modell und Fahrmodus mit sehr unterschiedlichem Charakter.

Im Volksmund hat sich heute eher der Begriff »E-Bike« durchgesetzt, der ursprünglich für Elektromofas reserviert war, die allein elektrisch – ohne körperlichen Einsatz – bewegt werden. Egal, wie wir das Kind nun nennen, in diesem Bookazine geht es immer um Fahrräder – mit elektrischer Unterstützung. Und das geht ab, nicht nur im wortwörtlichen Sinn. Die Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) künden von einer fast unglaublichen und anhaltenden Erfolgsgeschichte. 2017 wurden laut ZIV rund 720.000 elektrounterstützte Fahrräder verkauft. Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2016 um 19 Prozent übertroffen. Die Zahlen für 2018 lagen zum Redaktionsschluss noch nicht vor, doch geht der ZIV nach einer Hochrechnung der Verkaufszahlen des ersten Halbjahrs 2018 (670.000 Bikes) von knapp 900.000 verkauften E-Bikes aus. Damit wächst der Bestand an E-Bikes weiter. Eine genaue Zahl konnte der Verband uns bisher noch nicht geben. Doch ZIV-Sprecher David Eisenberger meint: »Ich denke, dass wir 2018 die Vier-Millionen-Schwelle deutlich geknackt haben.«

Gerade in der Stadt ist das E-Bike den meisten anderen Verkehrsmitteln überlegen.

DAS E-BIKE-ANGEBOT IST RIESIG

Die Gründe für diese anhaltende Erfolgsgeschichte sind vielschichtig und sowohl auf der Anbieter- als auch auf der Nachfrageseite zu suchen. Die Industrie tut das ihrige, indem sie eine enorme Modellvielfalt anbietet. Es gibt heute eigentlich keine Fahrradkategorie, die nicht auch elektrifiziert erhältlich ist. Waren anfangs nur meist konservativ gestaltete und schwerfällige Tiefeinsteiger erhältlich, die vorzugsweise älteren Menschen das Fahrradfahren erleichtern oder ermöglichen sollten, ist die E-Bike-Welt inzwischen sehr bunt geworden – und spricht vermehrt nun auch jüngere Menschen an: Mit hippen Urban-Bikes, E-Mountainbikes, Lastenrädern und sogar elektrisch unterstützten Rennrädern. Das Reha-Image hat das E-Bike abgelegt, es ist zum modernen und umweltschonenden Lifestylegefährt geworden.

Erst zur Kita, dann zum Einkaufen: Mit einem E-Lastenrad werden selbst alltäglich Wege zu einem Erlebnis.

»MIT ELEKTRISCHEM RÜCKENWIND BESIEGT MAN DEN INNEREN SCHWEINEHUND.«

AM STAU VORBEI

In Zeiten, da Staus im Berufsverkehr zum Standard geworden sind, große Städte wie Stuttgart oder Hamburg teilweise Fahrverbote für Diesel-Pkw vollziehen, denken tatsächlich viele um. Die Zahl der Berufstätigen, die vom Wohnort zur Arbeitsstätte mit dem Fahrrad pendeln, nimmt zu. Auf kurzen Wegen durch die Stadt ist das Fahrrad ohnehin unschlagbar, beim Einkaufen lässt sich das Bike meist direkt vor der Ladentür parken. Und wenn größere Besorgungen anstehen oder der Nachwuchs in die Kita gebracht werden muss, lässt sich das mit einem Fahrradanhänger oder einem Lastenrad bewerkstelligen. Natürlich kann man all dies mit einem Fahrrad ohne Motorunterstützung tun. Aber: Mit elektrischem Rückenwind besiegt man leichter den inneren Schweinehund. Die Motorunterstützung senkt schlicht die Hemmschwelle, das Fahrrad als überaus praktisches Verkehrsmittel zu nutzen. So verliert für mäßig trainierte Pendler auch ein längerer Arbeitsweg seinen Schrecken. Und wer durch die Stadt zum Geschäftstermin radelt, kommt nicht verschwitzt an. Gerade in Städten mit anspruchsvoller Topographie wie beispielsweise Stuttgart sind das wichtige Argumente für ein E-Bike. Davon wird auf den folgenden Seiten noch einiges zu lesen sein.

Das Fahrrad erobert auch die Autostadt Stuttgart. Jeden ersten Freitag im Monat tut die Critical Mass das ihre dazu.

Ebenso darüber, dass auch E-Mountainbikes und -Rennräder nicht (nur) für Faule sind. Vielmehr hilft der Motor in vielen Fällen, Leistungsunterschiede auszugleichen. Der oder die Konditionsstarke kann sich auf einem analogen Fahrrad nach Herzenslust austoben, der oder die etwas Schwächere hält trotzdem mit, indem sie oder er die Motorunterstützung aktivieren. Das ermöglicht ungleichen Paaren ebenso wie ganzen Gruppen gemeinsame Ausflüge mit Spaß für alle Beteiligten. Im Übrigen haben sich ja sogar schon Leistungssportler wie etwa der Skirennläufer Felix Neureuther vom E-Bike überzeugen lassen – unter anderem deshalb, weil mithilfe des Motors die Trainingsintensität gut dosiert werden kann. Für viele ist der Motor einfach nur ein Spaß-Beschleuniger. Zum Beispiel für die meist jungen und jung gebliebenen Mountainbiker, die nicht unbedingt konditionelle Defizite aufweisen. Die fahren gern steile, diffizile Singletrails und Downhills – und gern öfter. Auf dem Weg zur nächsten Abfahrt heißt es dann: Motor statt Seilbahn.

Das E-Fatbike ist eine Variante des E-MTBs und ist auch auf losem Untergrund gut fahrbar.

NEUE PERSPEKTIVEN

Der geschätzte Kollege Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad (pd-f), der in diesem Bookazine das eine oder andere Mal auftaucht und eine stolze Zahl an Fahrrädern sein eigen nennt, sagte mir einmal: »Ein neues Fahrrad wird für mich dann interessant, wenn es mir neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnet.« Das tut ein E-Bike zweifellos. Schon beim Sonntagsausflug, bei dem wir dann spontan mal links oder rechts von der geplanten Strecke abbiegen. Der Motor wird notfalls zur Heimweghilfe. Auch älteren Menschen, oder solchen, die ein paar Kilos zuviel haben, nimmt der E-Antrieb die Scheu, sich mal wieder in den Sattel zu schwingen. Sie müssen keine Angst haben, an der nächsten Steigung gleich absteigen zu müssen oder aus der Puste zu kommen. So tun sie zumindest etwas dafür, ihr Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten. Und wer sich dann im Lauf der Zeit durch regelmäßiges E-Biken Kondition antrainiert hat, stellt einfach die Unterstützungsstufe zurück – oder auch mal ganz ab. Der Satz »Für ein E-Bike bin ich noch zu jung«, ist wahrlich von gestern. Diesen Skeptikern rufen wir zu: »Draufsitzen, ausprobieren!« In aller Regel bekommen auch die nach einer Probefahrt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

DER BOSCH E-BIKE-PIONIER

DER ELEKTROTECHNIKER BERNHARD SPRENGER BAUTE 1983 EIN ALTES HERRENFAHRRAD MIT AUTOTEILEN ZUM ALLERERSTEN BOSCH-E-BIKE AUF – UND ERNTETE MIT SEINER TÜFTELEI KEINE ANERKENNUNG. FÜR DEN HEUTIGEN MITTELMOTOR-MARKTFÜHRER WAR DIE ZEIT NOCH NICHT REIF.

TEXT UND FOTOS: MARTIN HÄUSSERMANN

Mit freundlichem Lächeln und vor Freude blitzenden Augen empfängt mich Bernhard Sprenger vor seiner Garage: »Willkommen in meiner Bastelbude.« Die Garage des 77-jährigen Ruheständlers ist voll mit Werkzeug, elektronischen Mess- und Ladegeräten. Kein Zweifel, hier arbeitet ein Elektrofachmann. Und ein E-Bike-Fan der allerersten Stunde. Noch bevor wir auf sein Schätzchen zu sprechen kommen, nimmt der gelernte Elektrotechniker zunächst einmal mein Pedelec unter die Lupe. Pedelec? Nein, dieser Begriff kommt Bernhard Sprenger nur schwer über die Lippen. Er spricht lieber vom E-Bike, als er sich das Riese & Müller Delite Hybrid anschaut, mit dem ich zum Termin gekommen bin. Standesgemäß, schließlich hat Bernhard Sprenger jahrzehntelang »beim Bosch g’schafft«, wie man im Schwabenland sagt – und das Delite glänzt mit Bosch-Antriebstechnik, Doppelakkusystem und dem Nyon-Display mit integriertem Navi. Das alles würdigt der freundliche ältere Herr gebührend, bis wir zu seiner Geschichte kommen.

Als Elektrotechniker arbeitete Bernhard Sprenger in der Entwicklungsabteilung des Elektronikkonzerns Bosch. Sein Spezialgebiet: Hochspannungsmessgeräte für Pkw-Zündungen. Als Automobilzulieferer ist Bosch groß geworden, bis heute ist dies für den Konzern ein wichtiges Geschäftsfeld. Von E-Bikes wollte damals niemand etwas wissen. Bernhard Sprenger schon, schließlich führte sein Arbeitsweg zum damaligen Bosch-Entwicklungszentrum auf der Gerlinger Schillerhöhe über rund fünf Kilometer fast nur bergauf, rund 150 Höhenmeter, ein mitunter recht steiler Waldweg. »Fahrradfahren hat mir Spaß gemacht, doch ich wollte es mir auch ein bisschen leichter machen und auch nicht total verschwitzt am Arbeitsplatz ankommen«, erzählt Sprenger. So machte er sich in den frühen 1980er-Jahren daran, ein altes Herrenrad, das er schon als Schüler geschenkt bekommen hatte, zum E-Bike umzufunktionieren.

Mit Auto-Komponenten baute der Bosch-Mitarbeiter Bernhard Sprenger vor 25 Jahren sein eigenes E-Bike.

DIE LICHTMASCHINE SCHIEBT AN

Kein leichtes Unterfangen, denn das Thema war damals nicht existent, passende Teile ebensowenig. Also bediente sich der Elektrotechniker dessen, was verfügbar war und ihm sinnvoll erschien. Als Antrieb fiel die Wahl auf eine Lichtmaschine aus einem ausgebeinten VW Käfer. Die leistete nominell 180 Watt bei 6 Volt Batteriespannung. Da sich Sprenger aber für eine 12-Volt-Batterie entschied, holte er sich ein sattes Leistungsplus und bewegte sich damit auf dem Niveau heutiger schneller Pedelecs. Aus Gewichtsgründen baute er zunächst eine Motor-radbatterie ein, deren Kapazität allerdings vorn und hinten nicht reichte: »Die war nach weniger als der halben Strecke schon leer.« Also

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