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Die großen Western Classic 7: Totentanz

Die großen Western Classic 7: Totentanz

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Die großen Western Classic 7: Totentanz

Länge:
118 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
May 21, 2019
ISBN:
9783740949259
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).

Bremsen kreischten, Funken sprühten. Die Lok kam langsam zum Halten und spie riesige Dampfwolken aus. Sam Higgins im Führerstand der Baldwin-Lok und der Heizer Bill Miller starrten ungläubig auf den Schienenstrang, der einige Dutzend Yard vor ihnen jäh endete. Die Brücke über den Little Colorado gab es nicht mehr. "Heiliger Bimbam", ächzte Bill. "Da hat uns jemand 'nen üblen Streich gespielt. Well, die Bosse der Atlantic Pacific werden Bescheid wissen wollen. – Laß uns nachsehen gehen, Bill." Die beiden sprangen von der Lok und gingen noch immer verwirrt auf den Abgrund zu. Da tauchten vier Hartgesottene neben dem Schotterdamm vor der zerstörten Brücke auf. Sie richteten die Revolver auf Bill und Sam, die zusammenzuckten, stehenblieben und langsam die Hände in Schulterhöhe nahmen. "Ausgezeichnet, Jungs", rief ein breitschultriger Mann. Ein spöttisches Lächeln teilte seine Lippen. Auch die drei anderen Banditen grinsten verwegen. "Tadellose Leistung, Jungs", meinte der Bandit. "Ich hatte fast damit gerechnet, daß ihr die Lok nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen würdet. Ihr habt gut reagiert."
Herausgeber:
Freigegeben:
May 21, 2019
ISBN:
9783740949259
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Die großen Western Classic 7

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Buchvorschau

Die großen Western Classic 7 - Frank Callahan

Die großen Western Classic

– 7 –

Totentanz

… für Erpresser und Halunkenpack

Frank Callahan

Bremsen kreischten, Funken sprühten. Die Lok kam langsam zum Halten und spie riesige Dampfwolken aus.

Sam Higgins im Führerstand der Baldwin-Lok und der Heizer Bill Miller starrten ungläubig auf den Schienenstrang, der einige Dutzend Yard vor ihnen jäh endete.

Die Brücke über den Little Colorado gab es nicht mehr. »Heiliger Bimbam«, ächzte Bill.

»Da hat uns jemand ’nen üblen Streich gespielt. Well, die Bosse der Atlantic Pacific werden Bescheid wissen wollen. – Laß uns nachsehen gehen, Bill.« Die beiden sprangen von der Lok und gingen noch immer verwirrt auf den Abgrund zu.

Da tauchten vier Hartgesottene neben dem Schotterdamm vor der zerstörten Brücke auf.

Sie richteten die Revolver auf Bill und Sam, die zusammenzuckten, stehenblieben und langsam die Hände in Schulterhöhe nahmen.

»Ausgezeichnet, Jungs«, rief ein breitschultriger Mann.

Ein spöttisches Lächeln teilte seine Lippen. Auch die drei anderen Banditen grinsten verwegen.

»Tadellose Leistung, Jungs«, meinte der Bandit. »Ich hatte fast damit gerechnet, daß ihr die Lok nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen würdet. Ihr habt gut reagiert.«

Sam und Bill entspannten sich und nahmen die Hände herunter.

Drei der vier Banditen schoben ihre Revolver ins Leder. Sie hatten mitbekommen, daß die beiden Männer der Bahngesellschaft unbewaffnet waren.

»Was wollt ihr von uns?« fragte Sam Higgins. »Soll ich euch loben, weil ihr die Brücke in die Luft gesprengt habt? Das gibt ’ne Menge Ärger für euch. So was läßt sich die Bahngesellschaft nicht gefallen.«

Der schnurrbärtige Banditenboß winkte grinsend ab.

»Du spuckst ganz schöne Töne, Mister. Sei doch froh, daß wir heute unseren friedlichen Tag haben, sonst hätten wir euch beide schon längst weggepustet. Ich gebe euch einen Brief mit, den ihr eurem Boß überreichen werdet. Verstanden?«

Die Bahnleute atmeten auf.

»Klar übergeben wir Trevor Houston den Brief. Können wir jetzt verschwinden? Wir müssen den nächsten Bahnhof benachrichtigen, damit kein Unglück geschieht. In zwei Stunden kommt ein Personenzug hier vorbei.«

Der Bandit griff in die Innentasche seiner Lederjacke und zog einen Briefumschlag hervor, den er Sam Higgins reichte.

»Jetzt könnt ihr Leine ziehen, Jungs. Schwingt euch auf das Feuerroß und dampft ab. Aber vergeßt nur nicht den Brief zu übergeben, sonst gibt’s eine Menge Ärger für euch.«

Die Bahnleute nickten und gingen zur Lok zurück. Kurze Zeit später fuhren sie in Richtung Sunset City davon.

*

»Rod Cammeron und Larry Westbury sind aus dem Staatsgefängnis von Yuma ausgebrochen, Burt«, berichtete Tom Dalton. Er schaute den schlanken und großgewachsenen Mann forschend an, der vor seinem Schreibtisch saß.

US Marshal Burt Sullivan runzelte die Stirn und zuckte mit den Schultern. Er blieb gelassen.

»Die beiden Kerle werden bestimmt nicht weit kommen. Haben Sie mich nur aus diesem Grund zu sich gerufen, Sir?« fragte er seinen Vorgesetzten.

»Nein, Burt. Es gibt noch ein anderes Problem, über das wir reden müssen. Vorher möchte ich Sie aber warnen. Westbury und Cammeron haben Ihnen doch vor drei Jahren blutige Rache geschworen, als sie zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Haben Sie das vergessen?«

Burt Sullivan winkte ab.

»Ach was, Sir. Ich trage seit fünf Jahren das US-Marshal-Abzeichen und habe genug Banditen an den Galgen und hinter Gitter gebracht. Die meisten von ihnen stießen Drohungen aus. Hin und wieder hat auch ein entlassener Strafgefangener versucht, sich zu rächen. Ich habe die Kerle bisher immer gestoppt. Aber ich danke Ihnen für die Warnung und werde mich vorsehen. Larry Westbury und Rod Cammeron sind zwei gefährliche Höllenhunde, die nur mit viel Glück dem Galgen entgangen sind.«

Tom Dalton nickte.

»Sie hatten einen ausgezeichneten Anwalt, dem es gelang, die Kerle vor dem Strick zu retten. Wir beide wissen aber ganz genau, daß Cammeron und Westbury skrupellose Mörder sind. Nehmen Sie die Drohungen der beiden Geflüchteten nicht auf die leichte Schulter.«

»Das werde ich nicht tun, Sir«, antwortete Burt Sullivan. »Und wenn sich die Mistkerle wirklich rächen wollen, mache ich sie fertig. Darauf können Sie sich verlassen.«

»Jetzt möchte ich zum eigentlichen Grund kommen, warum ich Sie nach Phoenix gebeten habe.«

Tom Dalton deutete auf eine Whiskyflasche und zwei Gläser, doch der Marshal lehnte dankend ab. Sein fragender Blick ruhte auf dem etwa fünfzigjährigen Mann, der sich die Unterlippe leckte.

»Auf Sie wartet ein neuer Auftrag, Burt. Die Atlantic-Pacific-Bahngesellschaft steckt in großen Schwierigkeiten. Sie braucht dringend Hilfe und hat deshalb einen Bundesmarshal angefordert. Ich bin davon überzeugt, daß Sie der richtige Mann für diesen Auftrag sind.«

»Und was beunruhigt die Bosse der Atlantic Pacific so sehr?«

»Haben Sie schon einmal etwas von einem gewissen James McQuire gehört?« gab Dalton zurück.

»Mit dem Bastard haben sich meine Kollegen in Texas und Neumexiko herumgeschlagen. Ist der Halunke jetzt im Arizona-Territorium aufgetaucht?

»So ist es, Burt«, antwortete Tom Dalton. »Er und seine Bande haben in den vergangenen Wochen mehrere Züge überfallen. Später sprengten sie zwei kleinere Brücken über den Little Colorado River. Die Brücken wurden inzwischen provisorisch repariert.«

Burt Sullivan lächelte bitter und deutete auf die Whiskyflasche.

»Jetzt könnte ich doch einen Drink gebrauchen, Tom.«

Die beiden Männer prosteten sich zu.

»Was ist mit dem zuständigen Sheriff oder den Bahnmarshals der Atlantic Pacific? Haben sie die Sache nicht in den Griff bekommen?«

»Leider nicht, Burt«, sagte Dalton. »Sie konnten zwar einige Erfolge erzielen, doch James McQuire hat über zwei Dutzend knallharte Strolche um sich versammelt, die für ihn durchs Feuer gehen. Zwei Bahnmarshals wurden erschossen, und auch der Sheriff von Sunset City lebt nicht mehr. Ihn traf eine Kugel aus dem Hinterhalt.«

Dalton hob die Schultern. »Und nun drohen die Banditen, eine sehr wichtige Brücke in die Luft zu sprengen. Sie erpressen die Railway Company und fordern hunderttausend Dollar. Das Ultimatum läuft in acht Tagen ab. Wenn die Outlaws das Geld nicht erhalten und die Brücke in die Luft jagen, entsteht der Gesellschaft ein riesiger Schaden. Die Bahnlinie wäre für viele Wochen und Monate unterbrochen. Sie sind unsere letzte Hoffnung.«

Burt Sullivan stellte das leere Glas auf den Schreibtisch und grinste Tom Dalton an.

»Dann bleibt mir nicht viel Zeit, um McQuire zur Strecke zu bringen und seine Bande zum Teufel zu jagen. Bis nach Sunset City sind es über zweihundert Meilen. Ich nehme die nächste Postkutsche. An wen muß ich mich dort wenden?«

»Beauftragter der Atlantic Pacific ist Trevor Houston. Ich schicke ihm ein Telegramm, daß Sie in spätestens zwei Tagen in Sunset City ankommen werden. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen alles Glück dieser Welt zu wünschen. Es erwartet Sie ein harter Kampf. McQuire läßt sich so leicht nicht in die Knie zwingen.«

Tom Dalton stand auf und reichte US Marshal Burt Sullivan die Hand. »Achten Sie gut auf sich, Burt. Sie sind einer unserer besten und fähigsten Männer. Ich würde Sie nur ungern verlieren. Und denken Sie dabei an Larry Westbury und Rod Cammeron.«

Burt Sullivan lächelte hart. Er nahm den Stetson vom Schteibtisch und stülpte ihn auf die blonde Lockenpracht.

»Viel Feind – viel Ehr, Sir!« sagte er. »Ich werde mich schon meiner Haut zu wehren wissen.«

*

Peitschende Schüsse übertönten das Rumpeln und Ächzen der Postkutsche.

Die Pferde wieherten schrill, als der Kutscher hart in die Zügel griff und den Bremshebel hochriß.

Die vier Passagiere wurden hart durchgeschüttelt. Einer fluchte, weil er sich den Kopf angeschlagen hatte. Die Stage-Coach kam in einer riesigen Staubwolke zum Stehen.

Hufschlag erklang. Zwei Reiter jagten heran. Sie hatten Halstücher bis über die Nase gezogen und hielten Revolver in den Fäusten.

»Ein Überfall, Gents«, rief der Kutscher vom Bock. »Nicht weit von hier entfernt befindet sich ein weiterer Strolch. Er wird die Kutsche in Fetzen schießen, wenn wir etwas riskieren.«

Burt Sullivan nahm die Hand vom Revolvergriff. Er wußte, daß der Kutscher recht hatte. Der Halunke im Hinterhalt würde bestimmt sofort das Feuer eröffnen,

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