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Schweiz Sagen und Legenden: Stadtsagen Schweiz

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Schweiz Sagen und Legenden: Stadtsagen Schweiz

Länge:
109 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057493
Format:
Buch

Beschreibung

Der Apfelschuss von Wilhelm Tell und der Rütlischwur sind zwei der bekanntesten Geschichten aus der Schweiz. Uve Teschner erzählt in dieser Lesung weitere 18 ausgewählte Sagen und Legenden der Schweiz. Vermutlich gab es bereits 5.300 v. Chr. bei Gächlingen (Schaffhausen) erste landwirtschaftliche Siedlungen. Entdeckungen an den Schweizer Mittellandseen belegen, dass hier einst Pfahlbauern mit erstaunlich hoher Kultur lebten. Im Mittelalter erhielten die beiden Waldstätten Uri und Schwyz (1231/1240) von Friedrich II. die Reichsunmittelbarkeit. 1291 gründeten die drei Urkantone Schwyz, Uri und Unterwalden die Schweizerische Eidgenossenschaft.
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057493
Format:
Buch

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Schweiz Sagen und Legenden - Christine Giersberg

Schweiz

Der Ursprung der Schweizer

Vor langen, langen Zeiten war das Schweizer Land noch fast völlig unbesiedelt und unbebaut.

Doch hoch im Norden, in Ost- und Westfriesland, ebenso im Land der Schweden, lebten große Völkerstämme, die von einer elenden Hungersnot heimgesucht wurden. Als die Lebensmittel immer knapper und knapper wurden, suchten die Menschen nach einem Ausweg um ihre Not zu lindern. Sie wussten, dass sie die Zahl der Angehörigen ihres Stammes verringern mussten, damit die nur noch knapp vorhandenen Vorräte länger reichen würden. Wie aber sollte das geschehen?

Da kam ihnen der Gedanke, dass man durch Los entscheiden müsste, wer das Land zu verlassen hätte, mit Weib und Kindern und egal welchen Standes. Doch all dies trug nicht dazu bei, die große Zahl der Stammesmitglieder nachhaltig zu verringern. So wurde beschlossen, dass von Tag an, jede Woche, jeder zehnte, durch das Los ermittelte Mann, mit seinen Angehörigen die Heimat verlassen müsste.

Am Ende waren es sechstausend Schweden und zwölfhundert Friesen, die gezwungen waren, in die Fremde zu ziehen. Doch wie sollte es nun weitergehen, wohin sollten sie sich wenden, wohin sollte der Weg sie führen? „Wir brauchen einen Führer, jemand der uns die Richtung weist, der weiß was zu tun ist", darin waren die Menschen sich einig. Und da sie so viele waren, wählten sie mehrere geeignete Männer aus ihren Reihen. Ihre Namen waren: Suiter, Swey, Josius, Restius, Rumo und Ladislaus. Auf ihrer Wanderung nach Süden legten sie Teile der Wegstrecke mit ihren Schiffen auf dem Rhein aber auch zu Fuß zurück.

Unterwegs, auf ihrer Suche nach einem Ort, wo sie sich niederlassen und sesshaft werden konnten, hatten sie so manchen Streit und harte Kämpfe zu überstehen. Eines Tages erreichten sie ein liebliches Land mit hohen schneebedeckten Bergen, grünen Weiden und fruchtbaren Tälern.

„Hier werden wir uns niederlassen, darin waren sich die Auswanderer einig. „Dieses Land ist groß genug für uns alle. Ein Teil von ihnen zog weiter nach Süden, ins heutige Bruneck bei Bozen. Andere wiederum verteilten sich an den Ufern der Aar.

Die ehemaligen Bewohner der heutigen dänischen Kleinstadt Hasle auf der Insel Bornholm gründeten unter ihrem Führer Hasius die Siedlung Hasle im lieblichen Tal des Flusses Emme.

Restius, einer der Führer aber erbaute sich die Burg Resti, deren trutziger Turm noch heute über Meiringen wacht.

Swey und Suiter, die dem Land seinen Namen gaben, besiedelten mit ihrer Gefolgschaft das Berner Land, wo sie es bald zu Ansehen und Wohlstand brachten. Es war ein starkes, tüchtiges Volk, dem keine Arbeit zu anstrengend war, wenn sie die Wälder rodeten um Weiden für ihr Vieh zu schaffen.

Und in viele Alpenhütten wurde im Schein der abendlichen Herdfeuer noch lange die Geschichten von den beiden Führern Sweny und Ladislaus erzählt, wie sie dem römischen Kaiser im Kampf gegen ein einbrechendes Heidenvolk zur Seite gestanden hatten und von diesem geehrt worden wären. Soweit die Sage über den Ursprung des Schweizer Volkes.

Historisch gesehen lebten hier bereits nach dem Rückzug der Gletscher Menschen, Sammler und Jäger, wenn auch unter sehr schweren Bedingungen. Unzählige Fundstücke aus den Mittelland-Seen belegen, dass sich an den seichten Ufern der Gewässer einst Pfahlbauern niedergelassen hatten, während die Helvetier der erste Stamm waren, von dem es schriftliche Überlieferungen gibt.

Während der großen Völkerwanderung, etwa 400 n. Chr., wurde die Schweiz von Burgunden und Alamannen besiedelt, wobei sich die Burgunden in der Westschweiz und in Burgund, der Stamm der Alamannen sich jedoch im Schweizer Mittelland niederließen.

Die Ochsen auf dem Acker zu Melchtal

Kanton Obwalden, Nidwalden früher Unterwalden

Nachdem es dem mächtigen Geschlecht der Habsburger durch geschickte Heiraten gelungen war, ihr Reich zu erweitern, setzten sie in den neu hinzugekommenen Gegenden, zur Durchsetzung ihrer Macht, Landvögte ein, die sowohl Steuern einzutreiben, wie auch Richterämter auszuführen hatten.

Die einsamen, abgelegenen Talschaften der Alpen, wie die sogenannten Waldstädte Uri, Schwyz und Unterwalden, waren jedoch schon immer frei und unabhängig.

Bereits im Jahr 1231 wurde Uri, vom Sohn des Stauferkaisers Friedrich II., Heinrich VII., nach dem Ausbau des strategisch wichtigen Gotthardpasses, der zum Urner Gebiet gehört, die Reichsfreiheit verliehen, während Schwyz seine Reichsunmittelbarkeit 1240 erhielt. Ein solcher Freiheitsbrief garantierte, dass die Menschen direkt dem Kaiser unterstellt waren, bei Umgehung der Grafen.

Es war verständlich, dass die freiheitsliebenden Menschen dieser Gebiete die Einschränkung ihrer verbrieften Freiheit durch die tyrannische Herrschaft der Vögte nicht auf Dauer hinnehmen konnten.

In Sarnen, am Sarnersee in Obwalden, herrschte der verhasste Landvogt Beringer von Landenberg, ein gar grober und unbarmherziger Mensch. Dem kam eines Tages zu Ohren, dass im Melchtal der freie Bauer, Heinrich an der Halden, ein hochgeachteter Mann, der stets für die Freiheit seines Landes eintrat, ein ungemein starkes Paar Ochsen sein eigen nennen würde. Und da dessen Sohn Arnold wegen eines kleinen, nichtigen Vergehens bei ihm angeklagt worden war, sah er eine Gelegenheit, sowohl Vater als auch Sohn, hart zu bestrafen.

Darum rief er nach einem seiner Knechte. Als dieser, aus Angst vor seinem gestrengen Herrn, mit schlotternden Knien vor ihm erschien, wies er ihn an: „Mach dich sofort auf ins Melchtal und bring mir die beiden Ochsen des Bauern Heinrichs an der Halden, von deren Kraft und Schönheit ein jeder spricht. Es gebührt einem einfachen Landmann nicht, solche Tiere zu besitzen. Soll der in Zukunft seinen Pflug doch selber ziehen." Der Knecht machte sich natürlich sofort auf den Weg, denn nie hätte er gewagt, sich dem Willen seines Herrn zu widersetzen. Als er im Melchtal angekommen war, brauchte es nicht lange, bis er den allseits beliebten, aufrechten Bauern Heinrich ausfindig gemacht hatte.

Auf dessen Hof traf er jedoch niemanden an, auch der Stall war leer. Darum befragte er eine Nachbarin nach dem Verbleib des Mannes. Die gab ihm nichtsahnend Auskunft: „Der alte Halden und sein Sohn Arnold sind mit den Ochsen zum Pflügen auf dem Acker gleich dort, hinter der Baumgruppe. Ihr könnt sie nicht verfehlen." Der Knecht bedankte sich und wirklich, nur wenig später sah er auf einem Feld den jungen Arnold, wie er zügig hinter einem Pflug herging, der von zwei prächtigen, starken Ochsen gezogen wurde, während der alte Bauer das Gespann führte.

„He, ihr! Wartet mal!" rief der Knecht, um Vater und Sohn auf sich aufmerksam zu machen.

Die

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